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Dieser Artikel ist Teil der Zeitlinie Lang lebe der Kaiser! und beschäftigt sich mit dem deutschen Militärwesen. Siehe auch Deutsches Kaiserreich.

(Für die deutsche Armee vor 1919: siehe Alte Armee (Lang lebe der Kaiser))

Begriffserklärung

Die Streitkräfte des deutschen Kaiserreichs, die Reichswehr, besteht in ihrer derzeitigen Form seit 1919. Die alten Dienstgrade und Traditionen wurden größtenteils übernommen und angepasst. Die Dienstgrade sind in vier Abteilungen gestaffelt: Mannschaften, Unteroffiziere, Offiziere und Stabsoffiziere. Als Soldat kann man, um Offizier zu werden, entweder alle Mannschaftsdienstgrade durchwandern oder direkt an einem Programm teilnehmen, dass einen zum Offizier ausbildet. Offiziere, die die Mannschaftsdienstgrade durchlaufen haben, finden aber im allgemeinen oft eine höhere Akzeptanz bei ihren Untergebenen. In der Armee gibt es grundsätzlich drei Uniformtypen: Felduniform, Dienstanzug und Paradeuniform. Die Felduniform wird, wie der Name sagt, im Feld getragen. Konkret heißt das, dass man den Feldanzug bei allen alltäglichen Dingen trägt. Den Dienstanzug trägt man zu Anlässen, die Paradeuniform auf Paraden. Die Felduniform jedoch wird zum Beispiel im Gefecht oder in der Kaserne, beim Essen und bei der Wache getragen.

Dienstgrade

Dienstgrade des Heeres:

Heer rank insignia service uniform by phaffm-d9a46y1

Rangabzeichen des Heeres - Dienstanzug

Mannschaften:

  • Schütze
  • Oberschütze
  • Gefreiter
  • Obergefreiter
  • Staabsgefreiter

Unteroffiziere:

  • Unteroffizier
  • Unterfeldwebel
  • Feldwebel
  • Oberfeldwebel
  • Stabsfeldwebel

Offiziere:

  • Leutnant
  • Oberleutnant
  • Hauptmann

Stabsoffiziere:

  • Major
  • Oberstleutnant
  • Oberst

Generale:

  • Brigadegeneral
  • Generalmajor
  • Generalleutnant
  • General

Die Dienstgrade der Sanitätsoffiziere unterscheiden sich nochmals:

I. Generale:

  • Generaloberstabsarzt, Admiraloberstabsarzt

Generalstabsarzt (Heer und Luftwaffe), Admiralstabsarzt (Marine), Generalarzt, Generalapotheker (beide Heer und Luftwaffe), Admiralarzt (Marine)

II. Stabsoffiziere:

  • Oberstarzt, Oberstapotheker (beide Heer und Luftwaffe), Oberstveterinär (Heer), Flottenarzt, Flottenapotheker (beide Marine), Oberfeldarzt, Oberfeldapotheker (beide Heer und Luftwaffe), Oberfeldveterinär (Heer), Flottillenarzt, Flottillenapotheker (beide Marine), Oberstabsarzt, Oberstabsapotheker, Oberstabsveterinär (alle drei Heer)

III. Hauptleute:

  • Stabsarzt, Stabsapotheker, Stabsveterinär (alle drei Heer)

Dienstgrade der Luftwaffe

Luftwaffe rank insignia service uniform by phaffm-d9a69dj

Rangabzeichen der Luftwaffe - Dienstanzug

Mannschaften:

  • Flieger
  • Gefreiter
  • Obergefreiter
  • Hauptgefreiter
  • Stabsgefreiter

Unteroffiziere:

  • Unteroffizier
  • Unterflugwebel
  • Flugwebel
  • Oberflugwebel
  • Stabsflugwebel

Offiziere:

  • Leutnant
  • Schwarmkapitän
  • Staffelkapitän

Stabsoffiziere:

  • Gruppenkapitän
  • Vize Geschwaderkommandant
  • Geschwaderkommandant

General officers:

  • Kommandeurmajor
  • Kommandeurleutnant
  • Kommandeur
  • Kommandeuroberst
  • Luftmarschall

Dienstgrade der Marine

Mannschaften:

  • Matrose
  • Gefreiter
  • Obergefreiter
  • Hauptgefreiter
  • Stabsgefreiter
  • Oberstabsgefreiter

Unteroffiziere:

  • Maat
  • Obermaat
  • Bootsmann
  • Oberbootsmann
  • Hauptbootsmann
  • Stabsbootsmann

Offiziere:

  • Kapitänleutnant
  • Oberkapitänleutnant
  • Stabskapitänleutnant
  • Oberstabskapitänleutnant

Kapitäne:

  • Korvetten-Kapitän
  • Fregatten-Kapitän
  • Kapitän zur See

Admirale:

  • Flotillenadmiral
  • Konterdamiral
  • Vize-Admiral
  • Admiral

Uniformen und Waffenfarben

Field uniform german empire at by phaffm-d863wn7-1

Die Entwicklung des Feldanzuges

Waffenfarben dienen zur Unterscheidung der verschoedenen Abteilungen innerhalb einer Teilstreitkraft. So kann man zum Beispiel auf einen Blich erkennen, dass ein Soldat, dessen Dienstanzug eine schwarze Waffenfarbe aufweist, den Pionieren angehört. Jede Teistreitkraft hat hierbei ihre eigenen Waffenfarben. Gerade noch während und vor dem zweiten Weltkrieg wurde der Dienstanzug, bei dem zusammen mit der Paradeuniform und den Barrets die Waffenfarben noch eine Rolle spielen, noch im Dienst getragen. Die Felduniform unterschied sich zudem nicht besonders vom Dienstanzug. Im zweiten Weltkrieg kamen dann langsam Tarnmuster auf. Es entwickekte sich ein weltweiter Trend dazu, im Heer den Dienstanzug nur noch bei Anlässen zu tragen. Der Dienstanzug bei der Marine und bei der Luftwaffe wurde jedoch weiterhin im Dienst getragen. Die Feldanzüge der Reichswehr veränderten sich im Laufe des 20.Jahrhunderts mehrmals. 1987 wurde das heute gebräuchliche Flecktarnmuster eingeführt, jedoch unterschied sich der Kampfanzug noch ein wenig vom heutugen, da Schutzwesten beispielsweise noch nicht fest zur Gefechtsmontur gehörten. Der Kampfanzug war zu diesem Zeitpunkt vom Schnitt her ein Overall. 1995 wurden nun Feldbluse und Hose wieder getrennt. 2001 wurde zudem ein neues Tarnmuster für den Grenzschutz eingeführt. Mit einigen Auslandseinsätzen etablierten sich zusätzlich noch ein Wüstentarn- und ein Tropentarnmuster.

Heer

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Paradeuniformen des Heeres nach Dienstgrad

Waffenfarben des Heeres:

  • Militärverwaltung: Orange
  • Sanitäter: Dunkelblau
  • Marineinfanterie: Marineblau
  • Panzergrenadiere: Weiß
  • ABC-Truppen: Bordeaux
  • Panzertruppen: Rosė
  • Abteilung für Militärwissenschaft: Braun
  • Jäger: Grün
  • Artillerie: Rot
  • Signaltruppen: Zitronengelb
  • Infanterie: Anthrazit
  • Pioniere: Schwarz
  • Versorgungstruppen: Hellblau.
  • Generalstab: Karmesinrot
Serviceuniform timeline at enlisted and officers by phaffm-d8bb7hl

Die Dienstanzüge für Mannschaften und Unteroffiziere (oben) und die für Offiziere und Stabsoffiziere (oben) im Wandel der Zeit

Heer new greatcoats by phaffm-d8kfal9

Winterdienstanzug des Heeres

Im Heer wird der Dienstanzug nur zu Anlässen wie beispielsweise Vereidigungen oder Staatsbesuchen getragen. Es gibt drei Dienstanzüge; die für Mannschaften und Unteroffiziere, die für Offiziere und Stabsoffiziere und die für Generäle. Als letztes wurde 2014 ein neuer Dienstanzug eingeführt. Bei den Dienstanzügen für Mannschaften und Unteroffiziere gibt es jedoch einige Besonderheiten innerhalb des Heeres: Sanitäter und medizinische Truppenteile bevorzugen eine Abwandlung der Kopfbedeckung mit Schirm während bei den Heeresfliegern immer noch Schiffchen getragen werden. Zudem haben einige Traditionseinheiten ihre eigenen, leicht abgewandelten Dienstanzüge. Für den Winter gibt es zudem einen weiteren, gefütterten und dunkleren Dienstanzug, der ebenfalls für Mannschaften und Unteroffiziere, Offiziere und Stabsoffiziere sowie für Generäle verschieden ist. Auch hier gibt es bei den verschiedenen Einheiten wieder kleine Unterschiede. Zudem gehören dem Heer noch die Wachbattalione - also das gesamtdeutsche Wachbattalion, die kaiserliche Garde und die Hannoversche Garde - an. Das gesamtdeutsche Wachbataillon ist für Staatsbesuche und ähnliches zuständig, die kaiserliche Garde zum Schutz des Schlosses Bellevue und des Berliner Stadtschlosses und die Hannoversche Garde ist die Einheit, in der auch der adelige Nachwuchs dient. Während die ersten beiden genannten Einheiten reine Wachtruppen sind, ist die Hannoversche Garde vielmehr eine Traditionseinheit, die meistens nur im Dienstanzug auftritt. Zudem ist sie eine Anlaufstelle für die Rekrutierung in Spezialeinheiten.

Marine

Raenge und laufbanabzeichen marine parade by phaffm-d7b1npv

Paradeuniformen der Marine nach Dienstgrad

In der Marine wird der Dienstanzug teiweise auch im Dienst getragen, vom fest am Land stationierten Personal jedoch nur zu Anlässen. Als einzige Teilstreitkraft gibt es in der Marine keine Waffenfarben. An Bord von Schiffen wird weder der Dienstanzug noch die Felduniform getragen, stattdessen gibt es eine extra für die Marine entwickelte Standartuniform, die aus einem marineblauen Pullover, einer Hose bzw. einer Carfohose in Marineblau und Kampfstiefeln besteht. Sie wird auch auf Stützpunkten getragen. Lediglich die Besatzungen der Küstengeschütze, die zum Schutz vor Raketen und feindlichen Schiffen immer noch bemannt sind, wird die Felduniform getragen.

Luftwaffe

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Paradeuniformen der Luftwaffe nach Dienstgrad

Raenge und waffenfarben diesntuniform luftwaffe by phaffm-d778tom

Dienstanzug der Luftwaffe

In der Luftwaffe wird der Dienstanzug noch traditionell im Dienst getragen. Eine Ausnahme bilden hierbei nur das Sicherungspersonal, die Sanitätstruppen und die Flugsicherung. In der Luftwaffe gibt es zur Unterscheidung ebenfalls Waffenfarben, die allerdings nur auf der Paradeuniform deutlich sichtbar sind. Waffenfarben der Luftwaffe:

  • Versorgungstruppen: Hellblau
  • Sanitätskorps: Marineblau
  • Flugabwehr: Rot
  • Helikoptertruppen: Grün
  • Helikopter-Bodenpersonal: Metallgrün
  • Signaltruppen: Bronzefarben
  • Militärpolizei: Violett
  • Flugbesatzung: Schwarz
  • Forschung und Weltraumprogramm: Gelb

Die Reichswehr

Die deutsche Reichswehr ist das bewaffnete Organ des Kaiserreiches. Sie wurde 1919 als Nachfolger des "Reichsheeres", der alten Armee des Kaiserreiches, gegründet. Bis 1942 war ihre Mannstärke auf etwa 400.000 Mann reduziert, weshalb die Franzosen bei ihrem Amgriff auf Deutschland anfangs leichtes Spiel hatten. Dann wurde jedoch generalmobil gemacht und die Reichswehr fand zu alter Stärke zurück. So war sie maßgeblich am Sieg der Alliierten beteiligt. Im Gegensatz zu den anderen kriegführenden Ländern verzichtete sie jedoch auf Kriegsverbrechen und ähnliches, Verstöße gegen die Haager Landkriegsordnung wurden hart geahndet. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie an der Besetzung Frankreichs beteiligt. Es folgte das zumindest in Europa und Nordamerika eher friedliche 20.Jahrhundert. In Persien, der Türkei und in weiteren Regionen des Nahen Ostens jedoch gab es zahlreiche Konflikte. Im 20.Jahrhundert rückte Europa immer enger zusammen, es entsanden die EVG und die NATO als Bündnisse mit deutscher Beteiligung. Die EG wurde zur EU und es wurde der Euro eingeführt, jedoch nicht in Deutschland und Großbritannien. Auch das Schengenabkommen wurde vom Kaiserreich nicht unterstützt. Die nach der Katastrophe von Tschernobyl aufkommenden Umweltbündnisse hatten auf die Reichswehr keinen wirklichen Einfluss, da die deutsche Jugend flächendeckend patriotisch und Konservativ eingestellt war. Anfang des 21.Jahrhunderts griff die Reichswehr im schwelenden Jugislawienkrieg ein, zudem brachen die Rekrutierungszahlen aufgrund des kurzzeitigen "Geburtenstaus" ein. Die Mannstärke fiel bis 2010 auf knapp 580.000. Doch dann stiegen die Geburtenraten und die Rekrutierungszahlen wieder deutlich. Die Reichswehr ist fest in der Gesellschaft verankert und geachtet. Wenn auf der Straße Soldaten oder andere Uniformträger unterwegs sind, werden sie oft umarmt oder die Leute bedanken sich bei ihnen. Die Hannoversche und die kaiserliche Garde haben einen Kultstatus. In der Reichswehr ist die Kommandosprache deutsch, es gibt jedoch zwei dänisch- und eine sorbischsprachige Kompanie. Das Heer verfügt über eine grandiose Ausrüstung wie den Kampfpanzer Leopard 2 A7 oder die Panzerhaubitze P2000. Standartwaffe des Heeres ist wie in den anderen Truppenteilen das G36 in seinen zahlreichen Ausführungen, ebenso in Gebrauch sind aber zum Beispiel auch die Glock 17, die MP 5 und die MP 7. Luftwaffe und Marine sind ebenso grandios aufgestellt. Deutschland hat drei Flugzeugträger, die Otto von Bismarck, die Gebhard Leberecht von Blücher und die Tierpitz. Die Otto von Bismarck ist zudem der zweitgrößte Flugzeugträger der Welt.