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1914:

Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo steht Europa unmittelbar vor dem Krieg. Friedrich Ebert, Parteivorsitzender der SPD, befindet sich während der „Juli-Krise“ in der Schweiz, hat jedoch die Absicht auf schnellstem Wege nach Berlin zurückzukehren. Er weiss um die starke Pazifismus-Bewegung in der SPD, glaubt aber dass es überlebensnotwendig ist, mit der Monarchie und den bürgerlichen Parteien zu gehen. Auf dem Rückweg in die deutsche Reichshauptstadt kommt sein Auto von einer Alpenstraße im Kanton Sankt Gallen ab stürzt in eine Schlucht. Ebert und sein Chauffeur erliegen den Verletzungen, Braun überlebt den Unfall nur knapp. Die nun führerlose Sozialdemokratische Partei ist in zwei konträre Lager gespalten: Eine Anti-Kriegs-Fraktion und die ihr gegenüberstehende Pro-Kriegs-Fraktion. Letztlich entscheidet man sich für politische Neutralität. Das deutsche Militär und Kaiser Wilhelm, welche die Arbeiterpartei schon lange mit Argwohn beobachten, sehen diesen Schritt als "Hochverrat am Vaterland" an. Die Sozialdemokratische Partei Deutschalnds wird verboten und muss sich in den Untergrund zurückziehen.

1915-1917:

Die Führung der SPD geht an den links-revolutionären Flügel der Partei. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht organisieren Geheimzellen der Partei, die Arbeiter und Soldaten agitieren. In Deutschland organisieren sie Streiks, die größtenteils brutal von der Polizei aufgelöst und bekämpft werden.

1917:

Revolution in Russland. Die SPD ist begeistert und sieht darin einen Vorboten für eine demokraitsche Revolution in Deutschland. Nachdem die Bolschewiki in Russland an die Macht kommen, fordert die Exil-Führung der SPD einen gerechten und milden Frieden mit dem neuen Sowjetrussland. Das deutsche Militär ist unbeeindruckt und bleibt bei den harten Bedingungen des Vertrags von Brest-Litovsk. Lenin und Trotsky überzeugen die bolschwistische Führung einzulenken, im Glauben dass die sozialistische Revolution im Rest Europas nur noch eine Frage von Monaten ist.

1918:

Das Ende der Kampfhandlungen mit dem nun Kommunsitischen Russland erlaubt dem Kaiserreich die Verlagerung von Truppen und Material an die Westfront. Doch die Ankunft von immer neuen US-Soldaten aus Nordamerika lässt die Hoffnung von einem schnellen "Siegfrieden" platzen. Schon bald ist klar, dass Deutschland den Krieg verloren hat, was im Land zu einer politischen Krise führt. Die Anführer der Liberaleren Kreise suchen nach einer neuen Regierung und nehmen zunächst im geheimen Kontakt zur immer noch verbotenen SPD auf, doch diese zeigt sich verhandlungsunwillig. Ein Matrosen-Aufstand in Kiel startet die November-Revolution. Innerhalb weniger Tage erringen die Arbeiter- und Soldatenräte die Macht in Deutschland, während der Kaiser abdankt und nach Holland flieht. Die liberal-demokratische Regierung unter Reichskanzler Prinz Max von Baden befindet sich nun in einer ähnlichen Lage, wie Kernskis Menschiwiki in der Sowjetunion. Der Versuch einer Machtteilung zwischen Räterepublik und liberal-demokratischer Regierung schlägt fehl. Das Militär reisst die Macht an sich und etabliert eine Militär-Diktatur zur Bekämpfung aller linken, sozialdemokratischen oder sozialistischen Bestrebungen.

1919-1920:

Bürgerkrieg in Deutschland zwischen den rechts-nationalen Freikorps und kommunistisch gesinnten Kämpfern des Spartakusbundes. Die deutsche Bevökerung ist nach der Kriegsniederlage vom Militär enttäuscht und kriegsmüde. Zudem versprechen die Entente-Mächte bei den Vehandlungen in Versailles einer demokratischen Regierung in Deutschland bessere Friedensbedingungen, insbesondere Wilsons 14-Punkte-Programm. Ende 1920 ist das Militär geschlagen. Die letzten fanatischen Überreste der Freikorps unter dem ehemaligen Generalmajor Hans von Seeckt kapitulieren nach dem Tod ihres Anführers. Die "Spartakus-Revolution" ist geglückt.

1921-1931:

Bei den Friedensvehandlungen erweist Wilsons 14-Punkte-Programm sich als Farce. Deutschland muss für den Frieden schwere Reperationen und Gebietsabtretungen hinnehmen. Auch wird der neue Aufbau deiner deutschen Armee verboten, also wird ein "Volksmilitär" aus den Roten Garden geformt. Die katastophale wirtschaftliche Lage nutzt die Regierung der neuen Deutschen Sozialistischen Republik, eine zentral gelenkte Wirtschaft einzuführen. Der neue Staat arbeitet eng mit der Sowjetunion zusammen. Obwohl Deutschland nicht aktiv am Polnisch-Sowjetischen Krieg teilnimmt, ist es doch ein erheblicher Nachteil für Polen, nun von zwei sozialistischen Ländern eingekreist zu sein. Warschau fällt und die Volksrepublik Polen wird als dritter sozialistischer Staat etabliert (auch wenn die "Pilsudskyites" weiterhin im Untergrund Widerstand leisten).

1931-1935:

Europa steuert auf einen neuen Krieg zu, diesmal zwischen Sozialisten und Kapitalisten. Der Schwarze Freitag und die daraus folgende Weltwirtschaftskrise 1929 hat Westeuropa und Amerika schwer getroffen. Die Demokratien werden von rechtsgerichteten Bewegungen bedroht. Der italienische Faschismus beeinflusst das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Oswald Mosely wird im "Marsch auf London" Premierminister. US-Präsident Franklin Roosevelt wird nach einer Amtszeit von Huey Long abgelöst. Präsident Long verspricht "Arbeit, Stolz und den American Way of Life". Long, Mosely und Mussolini unterzeichnen den Anti-Komintern-Pakt, auch bekannt als die "Achse Washington-London-Rom".

1935-1937:

Spanien und Frankreich werden zum Schlachtfeld der Ideologien. Während in Spanien schnell die Franquisten den Sieg davontragen, ziehen die Kämpfe in Frankreich sich in die Länge als sozialistische "Freiwillige" über den Rhein und faschistische "Freiwillige" über den Ärmelkanal sowie die Grenzen zu Italien und Spanien geschickt werden. Als die Briten ein offizielles Expeditions-Korps entsenden, eskaliert die Situation. Sowjet-Russland ergreift Partei für Deutschland, während Amerika und die faschistischen Staaten für Großbritannien und das "freie" Frankreich Stellung beziehen.

1937-1947:

Der Zweite Weltkrieg erschüttert den Erdball. Japan tritt den Achsenmächen bei und greift die Sowjetunion von der besetzten Mandschurei aus an. Die Russisch-Polnisch-Deutsche Koalition wird allmählich von allen seiten eingekreist. Frankreich, Westdeutschland und die Mandschurei werden Schauplatz blutiger Schlachten. Eine russische Offensive nach Persien bedroht die Ölzufuhr der Achse. In Polen schwächen achsentreue Partisanen die Kriegswirtschaft, während sich in Palästina jüdische Partisanen gegen die antisemitische Achse erheben. 1945 wird der Krieg nuklear, als das "Manhattan Project" der Achse giftige Früchte trägt. Berlin und München werden durch Atombomben zerstört. Die Sozialistische Koalition schlägt jedoch rasch mit eigenen Atomwaffen zurück. London wird von der ersten "Volksvergeltungswaffe" getroffen. Zwei Jahre und ein Dutzend zerstörte Städte später kapituliert Sozialistische Koalition. Interkontinentalraketen aus Amerika sind auch für die sozialistischen Staaten unschlagbar.

1947-1955:

Die "Endlösung der sozialistischen Bedrohung" kostet in den ehemaligen sozialistischen Länden Millionen Menschen das Leben. Kommunisten, Sozialisten, Juden und andere "unerwünschte Elemente" werden in Konzentrationslagern durch Hunger und Schwerstarbeit ermordet. In Amerika füllen sich "neue Reservate" mit Dissidenten, darunter viele ehemalige demokratische Führungspersönlichkeiten. In Europa und Amerika entstehen unzählige sozalistische Untergrundzellen, die den richtigen Augenblick für die "Zweite Revolution" abwarten.

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