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Ein "unsportlicher" Weltretter: Das Hitler-Attentat des Noel Mason-MacFarlane

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Einführung Bearbeiten

20. April 1939. Der umjubelte Führer des Großdeutschen Reiches, Adolf Hitler, sitzt auf der Ehrentribüne und nimmt die Paraden von SA, SS und anderen Parteiorganisationen zu seinem Geburtstag ab.

Hitler 5.png

Amateurfoto des von einem gezielten Kopfschuss getöteten "Führers und Reichskanzlers" Adolf Hitler vom 20. April 1939

Gegenüber hat sich bereits der Todesschütze in Stellung gebracht: Ein Scharfschütze des britischen Geheimdienstes, angefordert von Militärattachée Noel Mason-MacFarlane, dem bereits ein Jahr zuvor aufgefallen war, dass die Ehrentribüne in jedem Jahr genau gegenüber seinem Apartment aufgebaut wurde. 1938 hatte der Geheimdienst den Vorschlag MacFarlanes, Hitler an seinem Geburtstag zu erschießen, noch als "unsportlich" abgelehnt. Dieses mal jedoch ließen die Oberen Einsicht walten. Immerhin drohte der Diktator auf einen Krieg zuzusteuern. Auf persönliche Anordnung des neuen Premierministers Clement Attlee hin sollte der britische Geheimdienst jede Chance zur Beseitigung Hitlers ausloten und ergreifen. So bekam MacFarlane im zweiten Anlauf endlich den ersehnten Scharfschützen zur Seite gestellt.

Nun war es soweit, das Ziel war im Blick, Hitler erhob sich freudestrahlend von seinem Platz...

...und sank von einem Kopfschuss getroffen zu Boden.

Die Menge schrie fast im Einklang auf, die SA-Männer und Polizisten hatten alle Mühe, eine allgemeine Panik zu verhindern. Dutzende Menschen, darunter viele Kinder, wurden im Tumult verletzt, während der "Führer und Reichskanzler" mit einem Krankenwagen in die Universitätsklinik gebracht wurde.

Doch der Schuss war so gezielt platziert, dass den Ärzten nur noch die Feststellung des Todes übrig blieb.

Unterdessen saßen zwei Briten in einer kleinen Mietwohnung in Berlin in aller Ruhe beim Tee...

Auswirkungen Bearbeiten

Der Tod des großdeutschen Diktators veränderte schlagartig das Machtgefüge in Europa. waren die letzten Jahre von einer Welle faschistischer Umstürze geprägt gewesen, deren schrecklichster den vierjährigen Spanischen Bürgerkrieg ausgelöst hatte, so begann nun der große Umschwung.

Großdeutsches Reich Bearbeiten

In den letzten Monaten seiner Herrschaft hatte Hitler dem Großdeutschen Reich zu einem beispiellosen Wiederaufstieg unter die führenden Weltmächte verholfen. Durch geschickte Schachzüge hatte er zunächst das Saarland und das entmilitarisierte Rheinland wieder vollständig ins Reich eingegliedert, danach die Wehrpflicht wieder eingeführt und mit der Wiederaufrüstung begonnen. Im März 1938 konnte das nunmehr unabhängige Österreich mit Deutschland vereinigt werden. Mit dem Münchner Abkommen vom November 1938 konnte Hitler den letzten außenpolitischen Erfolg verbuchen. Erst mit dem Einmarsch in die Rest-Tschechei und dem Anschluss des Memellandes endete die Geduld der Westmächte. Somit konnte Adolf Hitler als einer der größten deutschen Staatsmänner in die Geschichtsbücher eingehen. Eine systematische Aufarbeitung der faschistischen Diktatur, die er begründete, ließ viele Jahrzehnte auf sich warten.

Für das Großdeutsche Reich bedeutete der Tod Hitlers nicht nur den Verlust eines großen Anführers und gefeierten Nationalhelden, sondern auch den Beginn einer Zeit innerer Unruhen, die Deutschland in der Folge fast völlig aus der internationalen Politik ausscheiden ließen. Eine politische Konsolidierung wurde zudem durch das komplizierte Netz von Zuständigkeiten und Kompetenzen erschwert, das Hitler gesponnen hatte.

Großbritannien Bearbeiten

Das Vereinigte Königreich war durch seine entgegenkommende Politik (Appeasement) gegenüber Hitler hauptverantwortlich für die Konsolidierung der deutschen Machtposition in Mitteleuropa. Vor allem die osteuropäischen Staaten hatten lange vergeblich auf britische Rückendeckung gehofft. Die Zerschlagung der Tschechoslowakei, an der Großbritanniens Premierminister Chamberlain führend beteiligt gewesen war, hatte das Vertrauen insbesondere der Polen endgültig enttäuscht.

Durch das von Großbritannien durchgeführte, aber lange nicht offiziell bestätigte Attentat auf Adolf Hitler und die weitgehende Neutralisierung Deutschlands erlosch die unmittelbare Kriegsgefahr, wenngleich die Briten nicht versuchten, Deutschland die hinzugewonnenen Gebiete wieder abzunehmen. Großbritannien konnte sich, von der Gefahr eines Krieges in unmittelbarer Nähe befreit, auf den Fernen Osten konzentrieren, wo die indische Unabhängigkeitsbewegung und die japanischen Expansionsbestrebungen seine volle Aufmerksamkeit forderten.

Frankreich Bearbeiten

Die französische Regierung hatte sich nach dem Scheitern der Appeasement-Politik bereits auf einen drohenden Konflikt mit dem Großdeutschen Reich eingestellt, doch fehlten den Franzosen abgesehen von der stark befestigten Maginot-Linie die erforderlichen Mittel, einem massiven deutschen Angriff standzuhalten. Insofern atmete man in Paris erleichtert auf, als die Nachricht vom geglückten Attentat eintraf. Die französische Innenpolitik hatte diese Ruhepause bitter nötig. Insbesondere richteten sich die französischen Bemühungen in den folgenden Jahren darauf, die frühere Vormachtstellung in Osteuropa zurückzugewinnen, was jedoch nur zum Teil gelang.

Italien Bearbeiten

Das faschistische Italien stürzte durch den Wegfall seines einzigen Verbündeten in eine tiefe Krise. Ohne den deutschen Beistand konnte Mussolini nicht hoffen, seinem Imperio weitere Gebiete einzuverleiben. Eine Invasion in Griechenland schlug katastrophal fehl. Die griechischen Truppen marschierten im Gegenzug in Albanien ein und vertrieben die Italiener von dieser Seite der Adriaküste. Gestärkt durch diese überraschende Wendung griff auch Jugoslawien in den Konflikt ein und erreichte, dass die Halbinsel Istrien, die mehrheitlich von Kroaten und Slowenen bewohnt war, von Italien abgetreten werden musste. Das Regime des Duce geriet durch diese Niederlagen in arge Bedrängnis und wurde schließlich in einem Militärputsch beseitigt.

Osteuropa Bearbeiten

Die osteuropäischen Staaten, allen voran Polen, das sich bereits als nächstes Opfer der deutschen Expansion sah, waren gleichermaßen erleichtert wie besorgt, nachdem die Nachricht vom Tod Hitlers eingetroffen war. Trotz der entstandenen Unruhe nutzte Litauen nicht die Gelegenheit, das eben erst abgetretene Memelland zurückzuerobern, sondern hielt sich an den geschlossenen Vertrag. Dies insbesondere auch, weil man den Wegfall des deutschen Beistandes im Falle einer sowjetischen Agression fürchtete. Ähnlich stellte sich die Gefühlslage auch in den anderen baltischen Staaten und in Finnland dar. Alle vier Länder suchten in der Folge den Anschluss an die Westmächte.

Die Republik Polen ergriff die Gelegenheit, das freie Danzig zu annektieren. Gestärkt durch diesen Erfolg, der von deutscher Seite ebenso wie von britischer nicht weiter kommentiert wurde, sah man sich in der Position, dem geschwächten Großdeutschen Reich einen neuen Nachbarschaftsvertrag anzubieten, der auch einen Bevölkerungsaustausch vorsah. In der Folge mussten etwa 2,5 Millionen Deutsche und 300.000 Polen ihre Wohnorte verlassen und in ihren jeweiligen Nationalstaat übersiedeln. Nicht von der Umsiedlung betroffen waren die slawischen Minderheiten der Masowier und Pomoranen. Polen verstärkte zudem seine Bindung an Großbritannien und Frankreich, da man eine Ausdehnung des sowjetischen Einflusses in Osteuropa fürchtete.

Sowjetunion Bearbeiten

Die Sowjetunion war bereits seit Langem daran interessiert, das Hitler-Regime in Deutschland zu beseitigen. Nicht nur die antikommunistische Propaganda der Nationalsozialisten und die Verfolgung der KPD machten Stalin sorgen, sondern auch die zunehmende Präsenz der deutschen Außenpolitik in Osteuropa. Das Bündnis mit Italien, Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Bulgarien im Antikominternpakt bedrohte die sowjetischen Interessen im Schwarzmeerraum und verhinderte eine weitere Konsolidierung der sowjetischen Machtsphäre in Osteuropa. Durch den Wegfall Hitlers sah man sich nun einer erneuten verstärkten Präsenz der Briten und Franzosen in Osteuropa gegenüber, wohingegen der Machtblock der Faschisten bröckelte. An eine militärische Expansion war zunächst nicht mehr zu denken. Stalin konzentrierte seine Aufmerksamkeit daher verstärkt auf Zentral- und Ostasien und tat sich insbesondere durch logistische Unterstützung für die chinesischen Kommunisten unter Mao Zedong hervor. Zudem verstärkte die Sowjetunion ihre Streitkräfte an der Grenze zur japanisch besetzten Mandschurei.

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