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Zeitlinie:

Grund der Abweichung:

Die Entwicklung des Ford Nucleon verändert die Automobilindustrie für immer und ruiniert die Ölindustrie.

Zeitpunkt der Abweichung: 1958

Kurzinformation über Zeitlinie:

2018: Es ist ein ganz normaler Tag im Leben von Felix Silberstein. Er isst etwas und verlässt dann das Haus um in sein Auto zusteigen. Er startet den Reaktor des Wagens und begibt sich auf den Weg zu Arbeit. Zwischendurch hält er an einer Tankstelle und lässt den Reaktor seines Fahrzeugs austauschen, dies dauert nur etwa eine Viertelstunde, da er sich ähnlich wie eine Autobatterie bei alten Autos mit Verbrennungsmotoren austauschen lässt. Danach fährt er weiter und betritt nach seiner Ankunft seine Arbeitsstelle bei einem Uranproduzenten...

Einleitung

Nuclear powered Planes, Trains and Automobiles

Nuclear powered Planes, Trains and Automobiles

Diese Zeitlinie beschäftigt sich mit der Zukunftsversion der 1950er Jahre. Aus heutiger Sicht mag die Idee eines atombetriebenen Autos naiv oder verblendet wirken aber vor 60 Jahren war das anders. Nach Ende des zweiten Weltkriegs galt die Atomkraft als das neue "Allheilmittel", man plante Züge, Autos und sogar Flugzeuge mit kleinen portablen Atomreaktoren auszustatten. Eine dieser Ideen war der Ford Nucleon, dessen Verwirklichung nur am des Fehlens eines portablen Atomreaktors scheiterte... Doch wie sähe die Welt aus der Nucleon verwirklicht worden wäre? Gäbe es heute dann vielleicht nur noch mit Atomkraft betriebene Fahrzeuge? Und was wäre mit dem anfallenden atomaren Abfall Diese Zeitlinie soll all diese Fragen beantworten und einen Blick in eine mögliche Zukunft werfen.

(Text von GGGane)

Die Revolution des Nucleon

Die Nucleon-Begeisterung

Die Vorstellung des Ford Nucleon im Jahr 1958 löste weltweit Begeisterung aus und schon in der ersten Woche nach Verkaufsbeginn im Juli 1962 wurden mehr als 300.000 Exemplare verkauft. Insgesamt wurde der Nucleon bis zum Ende seiner Produktion etwa 19 Millionen mal verkauft.

The Original Advertisement

Ein Experimentierkasten zum Thema Kernenergie der Marke Gilbert (Wert etwa 50$). Er wurde in den 1960er Jahren tausendfach von Ford als Werbegeschenk an Kinder verteilt.

Die Nucleon im Detail

Der Passagierraum des Nucleon besteht aus einer einteiligen, säulenlosen Windschutzscheibe und einer zusammengesetzten Heckscheibe, er von einem freitragenden Dach gekrönt. Es gibt Lufteinlässe an der Vorderkante des Daches und an der Basis seiner Stützen. Ein extremer Fahrerhausstil bietet dem Fahrer und den Passagieren mehr Schutz vor dem Reaktor im Heck. Einige Versionen des Nucleon haben Heckflossen, die von den hinteren Kotflügeln hochfliegen.

Der Antriebsstrang ist ein integraler Bestandteil des Strommoduls, und Elektronik-Drehmomentwandler nimmt den Platz des Antriebsstrangs, der mit den mit Benzin oder Diesel betriebenen Autos ein. Der Nucleon kann bis zu 8000 km (5.000 Meilen) oder mehr zurücklegen, ohne tanken zu müssen, die genaue Strecke ist von von der Größe des Kerns abhängig. Stattdessen werden die Kerne am Ende ihres Lebens des Kerns zu einer Tauschstation gebracht wo der Fahrer einen neuen Kern kaufen kann, der alte Kern wird entleert und mit frischen Brennstäben wiederbefüllt, die alten Brennstäbe werden wieder aufbereitet.


Die Hauptgefahren des Autos, die Strahlung, der Atommüll und die Möglichkeit einer kleinen Kernschmelze konnten von den Ford-Technikern mit verschiedenen Lösungen behoben werden. Um die Strahlung einzudämmen wurde der Reaktor mit mehreren Schichten Blei und Cadmium umhüllt, der anfallende Atommüll soll durch Wiederaufbereitung vermindert werden und die Gefahr einer kleinen Kernschmelze wurde mit einem ausgefeilten Neutronenfänger aus Cadmium als Notabschaltung behoben.

Die Nucleon-Krise

Fusion mit Chrysler und GM

Infolge der Gewinne durch den Nucleon und der Krise der Autoindustrie fusionierte Ford mit Chrysler (1959) und GM (1960) und konnte so seine Vorherrschaft noch vergrößern.

Reaktionen in Europa

Der Verkaufsbeginn des Ford Nucleon sorgte bei den Europäischen Autoherstellern für eine große Krise, da sie keine vergleichbare Technologie anbieten konnten, anfangs standen die Käufer der neuen Technologie noch sehr skeptisch gegenüber, mit Rabatten und Geschenkaktionen gelang es Ford aber die Bevölkerung zu überzeugen. Der Nucleon wurde bis 1976 mehr als 20 Millionen mal verkauft.

Als Reaktion auf den zunehmenden Einfluss der Ford-Gruppe schlossen sich die größten Automobilhersteller der Länder der Montanunion im September 1960 zur European Car Association (EUCA) zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und auf dem Markt behaupten zu können. Als auch diese Maßnahme den Einfluss des Konkurrenten nicht schwächte, fusionierten die beteiligten Autohersteller 1964 zur Eurocar Motor Group, wobei die verschiedenen Marken aber besten blieben. Diese schaffte es mit dieser Maßnahme bis 1970 den Vorsprung Fords aufzuholen und wurde bis 1974 der Marktführer in der Automobilindustrie. Der erfolgreichste Wagen des Unternehmens, der EMG VW Käfer Uranium wurde bis zur Einstellung der Produktion über 24 Millionen mal verkauft.

Mitglieder der EMG

Die Gründungsmitglieder der EMG waren:

  • Alfa Romeo (Italien)
  • Audi (BRD)
  • Autobianchi (Italien)
  • BMW (BRD)
  • Citroën (Frankreich)
  • Daimler (BRD)
  • Ferrari (Italien/Niederlande)
  • Fiat (Italien)
  • Lancia (Italien)
  • MAN (BRD)
  • Maserati (Italien)
  • Mercedes-Benz (BRD)
  • Opel (BRD)
  • Peugeot (Frankreich)
  • Porsche (BRD)
  • Renault (Frankreich)
  • Volkswagen (BRD)
VW Käfer Uranium

Der erfolgreichste Wagen der EMG, der VW Käfer Uranium.

Weitere Mitglieder sind:

  • Edran Cars (Beitritt 1990, Belgien)
  • Iveco (Beitritt 1985, Italien)
  • Spyker Cars (Beitritt 2003, Niederlande)

Reaktionen in Asien

Auch in Asien geriet die Autoindustrie in eine Krise, da man sich zumeist, wie in Japan zur selben Zeit noch mit der Entwicklung dreirädriger, nicht-vollwertiger Kleinwagen mit Zweitaktmotor beschäftigte. Bis zu Fords Südostasien-Offensive waren die Modelle des amerikanischen Automobil-Giganten hauptsächlich in der asiatischen Oberschicht verbreitet, Unter- und Mittelschicht fuhren Modelle heimischer Firmen oder besaßen kein Auto. Dies änderte sich 1972, als Ford aufgrund besagter Offensive die südkoreanischen Firmen KIA und Hyundai vollständig aufzukaufen. Mit dieser Strategie wollt man Konkurrenten beseitigen und in den asiatischen Markt expandieren. Nachdem Ford bereits Aufkaufversuche in Japan unternommen wurden, trafen sich am 8. August 1973 die Vorstände der acht größten japanischen Automobil-Hersteller zu einem Krisengipfel in Tokio.

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Nach der Vorstellung des Ford Nucleon versuchten mehrere Mineralölunternehmen den Verkauf des Wagens zu verhindern. So wollten Exxon und BP die Ford Motor Company aufzukaufen, das französische Unternehmen Total versuchte sogar Ford zu verklagen. Doch dies alles half nicht und so begann 1964 der Verkaufsstart des Nucleon. Kurz nach dem Erscheinen des Wagens brach der Ölpreis massiv ein und mehr als 180.000 Tankstellen weltweit mussten Insolvenz anmelden. Dies nutzte das neu gegründete Tochterunternehmen Fords, die Nucleon Inc. um einige davon aufzukaufen und in Tankstellen für Uran umzuwandeln. Die Konkurrenten Fords konnten keine vergleichbare Technologie aufweisen und gerieten so in eine schwierige Lage. Nur ein Jahr danach hatte Ford bereits die Konkurrenten Chrysler (Jeep, Dodge, Chrysler etc.) und GM (Cadillac, Corvette, Chevrolet etc.) aufgekauft. Durch den Nucleon brach der Ölpreis massiv ein (um mehr als 40%), während der Uranpreis um mehr als 20% in die Höhe kletterte. Dadurch brach die Wirtschaft in den Öl fördernden Ländern stark ein, nur in Kanada, wo auch weltweit das meiste Uran gefördert wurde, konnten die Folgen des Preisverfalls aufgefangen werden.

Folgen im Nahen Osten

Durch denn massiven Abfall des Ölpreises kam es zu einer massiven Wirtschaftskrise in Saudi-Arabien, im Irak und im Iran. Durch diese Wirtschaftskrise wurden die dortigen Regierungen von radikal-islamistischen Gruppen gestürzt. Da es nie Militäreinsätze im Nahen Osten gab, hegen die dortigen islamistischen Terrorgruppen keinen Hass gegen den Westen und verübten auch nie Terroranschläge in den USA oder in Europa. Die Wirtschaft in Saudi-Arabien, Kuwait, dem Irak, Katar, und den Vereinigten Arabischen Emiraten gilt heute als sehr unterentwickelt, nur im Iran geht es seit der Ölpreiskrise ein wenig voran.

Umfrage:

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Die Umfrage wurde am 17. Oktober 2018 um 22:55 erstellt. Bisher haben 1 Nutzer abgestimmt.
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