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Fordlândia
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Zeitspanne 1920 - heute
ZdA Ford engagiert mehrere Experten für Landwirtschaft in tropischen Gebieten und das Projekt wird zu einem Erfolg für Ford und Brasilien.
Kurzinformation Im Jahr 1920 Jahren erwarb die Ford Motor Company ein etwa 10.000 km² großes Stück Urwald am Rio Tapajós in Amazonien in Brasilien, um eine Kautschukplantage zu errichten. Zu dieser Zeit wurde der Rohstoff für Autoreifen nur auf natürlichem Wege mit Kautschukplantagen gewonnen und Ford wollte möglichst unabhängig von der Produktion aus Malaysia werden, da dies zu diesem Zeitpunkt zum Britischen Empire gehörte. 1921 wurde eine Kleinstadt für ca. 8.000 einheimische Arbeiter errichtet. Über die Flüsse Tapajós und Amazonas sollten die Produkte in alle Welt verschifft werden. Als der synthetische Gummi entwickelt wurde, musste Ford eine Lösung finden, denn die Fabrik war nun überflüssig. Aus dem Gelände wurde die Autofabrik der Welt. Da fast alle Teile und Rohstoffe in Brasilien vorahnden waren, konnte Ford seine Autos deutlich günstiger anbieten als die Konkurenz. Ford wurde zum größten Autofabrikanten und zu einer der wichtigsten Firma der Welt.

Kauf des Grundstücks in Brasilien

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Der Brasilianische Regenwald

Im Jahr 1920 erwarb die Ford Motor Company unter Henry Ford ein 10.000 km² großes Stück Urwald am Rio Tapajós in Amazonien, um eine Kautschukplantage und eine Fabrik für Autoreifen zu errichten. Zu dieser Zeit wurde der Rohstoff für Autoreifen nur auf natürlichem Wege gewonnen und Autoreifen waren knapp. So sah sich Henry Ford gezwungen Brasilien für 100.000 US-$ das Stück Land abzukaufen, bevor es andere Fabrikanten dies machen konnten.

Das Gelände liegt im Bundesstaat Pará, im Nordosten Brasiliens. Pará ist der östliche der beiden großen Bundesstaaten am Amazonas - neben dem nach dem Strom benannten Nachbarstaat, deckt Pará seinen Unterlauf ab.

Erste Erfolge durch die Plantage

Durch die Unterstützung von einheimischen Experten zur Gewinnung von Kautschuk und einer Investition von über 10.000.000 US-$ in die Fabrik, lief der Betrieb an. Bis 1928 wurde die Fabrik rentabel. Dies lag auch an den vielen tausend brasilianischen Arbeitern die jeden Tag unermüdlich arbeiteten. Bis zum Jahr 1934 stieg die Ford-Aktie auf den höchsten Stand der Firmengeschichte. Jede Woche produzierten die Arbeiter über 20.000 Reifen.

Bau von Fordlândia

Die Arbeiter aus Brasilien mussten nahe der Fabrik untergebracht werden, da es schlichtweg nicht möglich war alle Arbeiter aus den umliegenden Dörfern kommen zu lassen. So wurde 1921 begonnen, kleine Häuser für die Arbeiter und deren Familien zu bauen. Zuerst zogen nur etwa 200 Menschen dort ein, doch die Stadt, die Fordlândia genannt wurde, wuchs schnell. Ende des Jahres 1923 lebten hier schon über 5.000 Menschen. Mehrere Restaurants, Supermärkte und Bars öffneten. Auch ein kleines Krankenhaus und eine Polizeistation der Betriebseigenen Polizei wurde errichtet. Straßen und Schienen wurden gebaut um Personen und Güter zur Fabrik und nach Fordlândia zu bringen. Um 1934 war Fordlândia eine die modernste Stadt Südamerikas mit etwa 35.000 Einwohnern. Nicht nur Arbeiter von Ford lebten dort, sondern auch andere Menschen zogen in die Stadt und eröffneten dort Läden oder ähnliches.

Erfindung des syntetischen Gummis und der scheinbare Untergang von Fordlândia

Bis zum Jahre 1945 wurde der synthetische Gummi entwickelt und Ford stand vor einem gewaltigen Problem. Die Fabrik und die Kautschukgewinnung im Regenwald ist nun weitestgehend überflüssig. Gummi für Reifen kann nun deutlich günstiger und mit weniger Aufwand hergestellt werden. Henry Fords Enkel Henry Ford II entschied jedoch gegen die Schließung der Fabrik, denn er hatte einen Plan für das Werk. Er wollte aus der Ford-Fabrik die größte und beste Fabrik für Automobiele machen. Durch die brasilianische Regierung erfuhr Herny Ford II große Unterstützung, sodass der Umbau der Fabrik im Jahr 1935 begann. Das Großprojekt kostete insgesamt mehr als 1.000.000.000 US-$, wovon etwa ein Viertel von der brasilianischen Regierung kam.

Rettung der Fabrik

Das Projekt glückte, da Brasilien so gut wie alle Rohstoffe für die Herstellung der Autos liefern konnte und einige Amerikanische Ingenieure nach Fordlândia kamen um die Elektronikabteilung auszubauen. Das Werksgelände vergrößerte sich jeden Tag, sodass weiteres Land gekauft werden musste und weitere Straßen und Schienen gebaut wurden. Auch über den Amazonas wurden die Autos transportiert.

Aufstieg durch Investition

Ford heute

Die Gebiete von Ford in Amazonien
Name Zweck In Betrieb seit Arbeiter
Fordlândia Stadt die für die Arbeiter errichtet wurde 1921 680.000 Einwohner
Ford Triangle Bürokomplex des Fordkonzerns 2009 2000
Ford-Werk I Größtes Autowerk der Welt 1920 203.000
Ford-Werk II Nebenwerk 1956 12.000
Ford-Hafen Firmeneigener Hafen in Macapá 1951 5000
AKW Firmeneigenes Atomkraftwerk 1979 (Sanierung im Jahre 2005) 200
Rennstrecke Renn- und Teststrecke von Ford 2013 600
Flughafen Fracht- und Personenflughafen 1971 1900
Bergbaugebiete I, II, III und IV Abbau von Rohstoffen zur Herstellung 1945, 1947, 1950, 1987 6000, 7000, 9000, 1000

(insgesamt 23.000)


Fordlândia

Fordlândia ist die Stadt der Arbeiter des Fordwerks, das 1920 gegründet wurde. Sie liegt etwa 3km westlich des Rio Tapajós und ca. 15km südlcihe der Mündung in den Amazonas. In der Zeit zwischen 1921 und 1945 wurde die Stadt durch den Kautschukboom und die Fordfabrik bekannt, da die Region lange Zeit der einzige Lieferant von Kautschuk war. Als der syntetische Gummi erfunden wurde und anstelle der Plantagen große Fabriken gebaut wurden, wuchs die Stadt weiter und weiter. Bis 1980 lebten in Fordlândia über 400.000 Menschen. Davon arbeiteten etwa 315.000 in der naheliegenden Fordfabrik.

Die Stadt liegt auf brasilianischen Hoheitsgebiet, wird allerdings von Ford verwaltet. Die Stadt hat eine unabhängige Strom- und Wasserversorgung, eine eigene Polizei, Feuerwehr und verschiedene andere Verwaltungseinrichtungen. Fordlândia hat in Brasilien einen Sonderstatus und somit eine weitreichende Eigenständigkeit. Der Stadtrat kann eigene Gesetze erlassen und hoheitliche Aufgaben ausführen. Die meistgesprochene Sprache ist Portugisisch, die eigentliche Amtssprache ist allerdings Englisch. In den Schulen der Stadt werden beide Sprachen unterrichtet. Offizielle Dokumente, Straßenschilder und Zeitungen werden zweisprachig gestaltet.

Fordlândia ist mit einem Flughafen, Eisenbahnstrecken und Straßen mit der Außenwelt verbunden. Die Stadt besitzt einen Flughafen, der ein paar Kilometer südlich der Stadt liegt und jährlich 14.000.000 Fluggäste abfertigt. Der Flughafen hat eine Start- und Landebahn für den Personenverkehr und zwei weitere für Frachtflüge. Fordlândia hat insgesamt 31 Bahnhöfe die von Ford Trains betrieben werden. Die Stadt ist in verschiedene Stadtteile aufgeteilt, die je nach dem Einkommen der Arbeiter verschiedene Hausgrößen. Während Ingenieure eine der größeren Häuser bekommen, hat ein normaler Arbeiter nur ein durchschnittliches, jedoch im Vergleich zum Rest Brasiliens, luxuriöses Eigenheim.

Ford Trinagle

Das Ford Triangle ist ein dreieckiges Gebiet an der Mündung des Rio Tapajós in den Amazonas. Hier stehen die großen Verwaltungsgebäude von Ford. Es gibt verschieden Abteilungen, Räume für Meetings und einen großen Saal für Versammlungen und Galas. Auch werden die Gäste des Konzerns dort empfangen und residieren in einem Hotel mit über 200 Zimmern. Im Ford Triangle befindet sich ein kleines Museum das die Geschichte von Ford in Brasilien zeigt.

Ford Train

Ford Train ist das Firmeneigen Zugunternehmen. Es transportiert Güter, aber auch die Arbeiter. Im gesamten Gebiet gibt es 78 Bahnhöfe von Ford Trains, die zu den modersten der Welt gehören. Die Benutzung der Bahn ist kostenlos. Um keine Störungen im Betriebsablauf zu verursachen, gibt es eine strenge Trennug der Gleise für die Güterzüge die zwischen den beiden Werken und dem Hafen fahren und den Gleisen für den Personentransprt. Der Plan die Rohstoffe aus den Bergbaugebieten auch mit Zügen wurde verworfen und stattdessen Fließbänder gebaut das Material in die Werke bringen.

Ford Shipping

Ford Shipping ist die Firmeneigene Reederei. Die Flotte besteht aus 3 Containerschiffen und 11 Flussschiffen. Die Flussschiffe transportiern die Fahrzeuge und Waren die nicht auf dem Zug transportierbar sind. Das sind vorallem LKW's oder andere große Fahrzeuge wie Busse oder Geländewagen. Diese werden direkt vom Werk über den Rio Tapajós und den Amazonas in den Hafen von Macapá gebracht und dort auf ein großes Schiff geladen. Für große Lieferungen hat sich Ford drei eigene Containerschiffe angeschafft. Diese fahren vollbeaden mit mehreren tausend Autos in alle Welt.

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