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Geschichte 1800-1850 (DKFT)

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"Fortschritt ist nie aufzuhalten"-> LASST UNSERE ÜBERARBEITUNG STEHEN

Ab 1800: Imperialismus und Industrialisierung. Afrika südlich der Sahara wird zum ersten Mal genauer erforscht, allerdings ist im Moment noch keiner der europäischen Staaten an einer Kolonisierung interessiert. Europa nimmt mit den selbständigen asiatischen Staaten Kontakt auf. Kanada und England treiben die Erforschung des Pazifiks voran. Englisch wird in diesem Teil der Erde zur inoffiziellen Handelssprache.

Deutsche und neu-römische Spione stehlen englische Pläne für Maschinen und Eisenbahnen, womit die Industrialisierung auf den Kontinent und nach Nord- Atlantis überspringt. In den folgenden Jahrzehnten bildet sich eine große, unterprivilegierte Arbeiterschaft. Besonders in Deutschland führt dies zu Problemen, weil nach wie vor das alte System "Jede Stadt und jeder Landkreis stellt zwei Volksvertreter" gilt, was dazu führt, dass eine neue Industriestadt wie Essen genauso stark repräsentiert ist wie ein entvölkerter Landkreis in Mecklenburg.

1801: Napolione lässt die karibischen Inseln erobern, wirft einen Aufstand der Sklaven auf Haiti nieder. Er rückt nach Spanien ein, erklärt Madrid zur dritten Stadt des Imperiums, und erobert danach auch noch Portugal. Er klärt außerdem die Lage in Spanisch-Atlantis und fügt diese Länder seinem Besitz hinzu. Im gleichen Jahr holt er kanadische Ingenieure, die ihm in Ägypten den Suez-Kanal bauen sollen. In Atlantis kommt es zum "Kalifornischen Krieg"; die deutschen Länder am Pazifik greifen Mexiko an und erobern Nordkalifornien. Südlich davon wird es ihnen aber zu heiß, deswegen erobert Napolione den ganzen Rest. Aus den eroberten Gebieten in Atlantis fliehen viele Gegner von Napolione in das englische Süd-Atlantis, ihre letzte Zuflucht.

Das europäische Festland ist nun komplett unter den drei Imperien aufgeteilt: In Deutschland die Protestanten, in Russland die Orthodoxen, in Neu-Rom die Imperialen Katholiken.

1802: Napolione ernennt den jungen Offizier Simon Bolivar zum General. Anschließend greifen seine Armeen das Inka-Reich an, versorgen Neu-Rom mit riesigen Goldlieferungen. Nun muss sich Napolione keine Geldsorgen mehr machen. Patagonien, für Napolione uninteressant, wird zum unabhängigen Atlanter-Staat Aymaria - das einzige Land, das nie von den Europäern unterworfen sein wird. Bolivar wird Vize-Imperator von Atlantis. Anschließend lässt der Kaiser eine geheime Konferenz mit den Rabbinern von Neu-Rom einberufen. Sein Plan ist es, die Juden militärisch auszubilden, sie in das russische Palästina einzuschleusen, wo sie dann für ihn einen Aufstand herbeiführen sollen, um Russland abzulenken. Als Lohn dafür sollen sie Palästina anschließend behalten dürfen. Die obersten Rabbis sind zwar nicht begeistert - sie wollen sich daran halten, dass erst der Messias die Juden nach Israel zurückführen wird, und für den Messias halten sie Napolione nicht - aber von den einfachen Juden, die ihm die Gleichberechtigung verdanken, sind viele begeistert und lassen sich zu Soldaten ausbilden.

1804: Im Auftrag von Napolione segeln die Italiener und Deutschen entlang der Atlantikküste nach Süden, schlagen die englische Flotte, zwingen England zum Frieden und nehmen Süd-Atlantis für Neu-Rom in Besitz. Napolione ist von ihren Berichten nicht allzu begeistert: "Außer Urwald scheint es in diesem Land nichts zu geben!" Aber er findet trotzdem einen Verwendungszweck: Braseal wird zu einer Strafkolonie, in die er alle möglichen Leute abschieben lässt: Politische Gegner, persönliche Feinde, papsttreue Katholiken, Monarchisten, französische und spanische Nationalisten, Separatisten aus Portugal, der Bretagne und dem Baskenland, italienische Republikaner, aufständische Moslems aus Nordafrika, Adlige der Inkas, und auch viele "gewöhnliche" Kriminelle.

1805: Deutschland und Neu-Rom schließen den Wiener Vertrag, in dem Atlantis südlich des Wendekreises des Steinbocks und östlich der Anden offiziell an Deutschland fällt. Dort wird die neue deutsche Kolonie Argentinien angelegt.

1806: Neu-Rom und Deutschland führen einen neuen Kalender ein, regulieren Maße und Gewichte.

1810: Russland setzt Truppen aus Arabien nach Abessinien über, zwingt das koptische Land, sich der russischen Einflusssphäre anzuschließen. Damit erstreckt sich das Zarenreich über vier Kontinente. Deutschland und Neu-Rom sind sich einig, dass sie handeln müssen.

Napolione spielt ein doppeltes Spiel: Er hat den Russen geholfen, indem er ihnen erlaubt hat, einen großen Teil der Mittelmeerflotte durch den Suezkanal zu führen. Nun hat er kein Problem, erst die russische Mittelmeer- und Schwarzmeerflotte zu vernichten, um später auch noch den Rest zu erledigen.

1812: Nachdem er seine Flotte durch den neuen Suezkanal ins Rote Meer hat segeln lassen, lässt Napolione seine jüdischen Freiheitskämpfer losschlagen. In wenigen Monaten erobern sie mit neu-römischer Unterstützung ganz Palästina, den Libanon, das westliche Transjordanien und einen Teil Syriens mit Damaskus. Zur selben Zeit besetzt die neu-römische Flotte Aden, womit offiziell Krieg zwischen Russland und Neu-Rom herrscht. Auf dem Balkan, in der Adria und im Mittelmeer kommt es zu Schlachten zwischen russischen und neu-römischen Truppen. Die Deutschen marschieren in Russland ein, erobern Alexandersburg, Siebenbürgen, stoßen mehrere hundert Kilometer tief auf russischen Boden vor.

Inzwischen hat Napoliones Flotte den Indus erreicht, wo er seine Armee an Land setzt und Russland von der Flanke aus angreift. Die Neu-Römer werfen die Russen in die Berge von Afghanistan zurück, beginnen mit der Eroberung Indiens.

Deutschland will inzwischen die Entscheidung herbeiführen, indem es auf die russische Hauptstadt Wladimir losmarschiert. Die Russen ziehen sich tiefer ins Land zurück. Im Winter stehen die Deutschen in Moskau, kurz vor Wladimir, aber können sich dort nicht mehr halten. Die Armee erfriert und muss sich zurückziehen - nur die Klugheit der Konsuln Stein und Scharnhorst retten Deutschland vor einer Katastrophe.

Die drei Parteien schließen den Frieden von Zargrad. Russland tritt Aden und Djibouti an Neu-Rom ab, Israel wird selbstständig, die Kanadier kaufen Alyeska von Russland, sonst gibt es keine territorialen Veränderungen. Aber Napolione hat nun einen Stützpunkt in Indien.

1813-20: Napolione erobert Indien und Birma für Neu-Rom, die er seinem Imperium einverleibt. Indische Rebellen - darunter auch verschiedene Fürsten - werden nach Braseal verbannt. In Deutschland sieht man diese Entwicklung ungerne, kann aber nichts dagegen tun - man hat zuwenig Truppen.

1819: Kanada gründet auf Java einen Handelsstützpunkt, beginnt, Indonesien wirtschaftlich zu kontrollieren. (In dieser Reihenfolge?)

1820: Kanada landet auf Hawaii, nimmt offiziell Kontakt auf.

1820-40: Russland erobert die Mandschurei, Korea, große Teile Nord-Chinas.

1830: Revolutionäre anti-napoleonische Gruppen in Braseal rebellieren erfolgreich gegen Neu-Rom, erklären sich für selbstständig und rufen den Bourbonen Louis Philippe zum König aus. Napolione sieht, dass sein Imperium spätestens nach seinem Tod auseinanderzufallen droht, besinnt sich auf das Beispiel der römischen Adoptivkaiser, ernennt den italienischen Grafen Cavour zu seinem Nachfolger.

Der neue Staat Braseal beginnt, das Landesinnere zu kolonisieren, legt viele Plantagen für Kaffee, Tabak, und vor allem Gummi an. Die "Arbeitskräfte" werden aus Afrika "importiert". Das Königtum, die Religion und die Sklaverei bilden die Klammer, die den multikulturellen Staat zusammenhält.

1830-60: Die Industrialisierung greift von Deutsch-Argentinien auf Süd-Braseal über. Die südlichen Provinzen schaffen die Sklaverei nach und nach ab, die nördlichen behalten sie bei. Ein innerer Zwiespalt entsteht.

1831: Napolione stirbt, Benso di Cavour wird neuer Augusto. Er muss wählen, ob er Indien oder Braseal retten soll, und entscheidet sich für Indien. Um sein Imperium fester zusammenzuschließen, verkündet er die Idee der "romanischen Völker", eine Ideologie, die statt der Nation den Kulturkreis an die erste Stelle setzt.

1832: Charles Babbage erfindet die "Analytical Engine", den ersten Computer.

1840: Der neue deutsche Konsul Friedrich List setzt sich für den Freihandel ein, schließt mit Neu-Rom eine Zollgemeinschaft, der auch England, Kanada, Israel und später Braseal, Japan und Russland beitreten. Außerdem baut er das deutsche Eisenbahnnetz aus, stärkt die Zentralregierung weiter. Dieses Jahr gilt als der Höhepunkt des "imperialen Zeitalters".

1840-42: Opiumkrieg zwischen Neu-Rom und China; China wird zur Öffnung seiner Häfen gezwungen; neu-römische, deutsche, russische und kanadische Geschäftsleute bereisen nun das Land.

1843: Ada Lovelace entwickelt die ersten Programmiersprachen.

1845: Kartoffelfäule in Irland, schwere Hungersnot unter der Bevölkerung. Über eine Million Iren emigrieren nach Australien, das nun eine irische Mehrheit hat.

1847: George Boole entdeckt die boolesche Logik, so dass ein Computer möglich wird, der nach dem Dualsystem arbeitet.

1848: Unter kanadischer Führung gründen protestantische Gegner der Sklaverei in Westafrika das Land Liberia, für die befreiten Sklaven.

1848: Revolten und Aufstände in ganz Europa. In England kommt es zur Revolution, die Republik wird ausgerufen. Die englische Königsfamilie flieht nach Neuseeland. Neuseeland wird umbenannt in New Albion.

Die mehrheitlich irischstämmigen Australier erklären sich für unabhängig, rufen die Republik Tir Tairngire aus. Neuseeland bleibt englischsprachig und loyalistisch. (Auch Tasmanien bleibt bei Neuseeland und damit englisch, wegen der Flotte!)

Die deutsche Regierung verweist Karl Marx des Landes, der nach England flüchtet.

Kanada besetzt verschiedene britische Kolonien im Pazifik, "um sie zu sichern".

1849: In England versuchen königstreue Offiziere einen Putsch. Die republikanische Regierung bewaffnet Arbeiter, um sie aufzuhalten. Aber nachdem die Revolte niedergeschlagen wurde, rebellieren auch die Arbeiter, stürzen die Regierung und rufen die sozialistische Republik aus. Karl Marx schreibt die Verfassung des neuen Staates. Die englischen Geschäftsleute fliehen nach Kanada und die irischen Katholiken und Nationalisten nach Tir Tairngire, ebenso der Papst. Karl Marx hat nichts dagegen einzuwenden, kommentiert: "Sie werden den Kapitalismus überall in der Welt aufbauen, bis er auch dort reif ist und zusammenbrechen wird!"

Die drei großen Imperien beschließen einen Handelsboykott gegen England, das damit reagiert, dass es im großen Stil Schiffe der Imperien kapern lässt. Als Deutschland einen Angriff gegen die englischen Piraten versucht, bilden die bis dahin eher anarchistischen Briten (der Staat wird absterben!) einen zentralen Kriegsrat, der das Land einigermaßen zusammenhält.

Neuseeland schließt mit Kanada ein Bündnis gegen Tir Tairngire.

1850: Die sozialistische englische Regierung unter fängt an, sich sehr für den Computer zu interessieren, weil sie hofft, ihre zentralistisch aufgebaute Regierung damit zu optimieren.

In Deutschland kommen die Pietisten an die Macht, bestimmen das politische Klima. Unter ihrem Einfluss wird z.B. die Sklaverei in Braseal bekämpft.

Dschingis-Khans früher Tod
Früher: Geschichte 1700-1800 Geschichte 1800-1850 Später: Geschichte 1850-1900

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