Fandom

Alternativgeschichte-Wiki

Großdeutschland (EUWR)

950Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Kommentare3 Teilen
Großdeutscher Volksstaat
Coat of arms of Germany.jpg
Flag of the German Empire.jpg
Wappen (seit 1990) Flagge (seit 1990)
Amtssprache Deutsch
Hauptstadt Berlin
Staatsform Semipräsidentielle Republik
Regierungsform Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Staatspräsident

Karl-Theodor zu Guttenberg (DKP)

Regierungschef Staatskanzler

Christian Wulff (DKP)

Fläche 653.294 km²
Einwohnerzahl 113.681.000
Bevölkerungsdichte 175 Einwohner pro km²
Währung Deutsche Mark (1 DM = 100 Pf)
Gründung 18. Januar 1871: Deutsches Reich
Nationalhymne Deutschlandlied
Nationalfeiertag 13.März (Tag der Deutschen Einheit)
Germany.jpg

Der Großdeutsche Volksstaat, umgangssprachlich meist Großdeutschland oder einfach Deutschland, ist ein Staat in Mitteleuropa. Hauptstadt ist Berlin. Das Staatsgebiet gliedert sich in Provinzen, Regierungsbezirke, Landkreise und Gemeinden und ist somit als dezentraler Einheitsstaat zu betrachten. Einen besonderen Platz unter den Gebieten nimmt das mehrheitlich tschechisch besiedelte Protektorat Böhmen und Mähren ein, das als teilsouveräner Staat in inneren Angelegenheiten weitgehende Selbstverwaltung genießt, nach Außen jedoch durch die Institutionen Großdeutschlands vertreten wird.

Großdeutschland ist mit seinen 114 Millionen Einwohnern nach der Russischen Föderation das bevölkerungsreichste Land in Europa. Es war von 1926 bis 1933 und ist seit 1973 wieder Mitglied des Völkerbunds. Seine Volkswirtschaft ist, gemessen am BIP, die drittgrößte der Welt nach den Vereinigten Staaten und Japan.

Lage in EuropaBearbeiten

Der Großdeutsche Volksstaat liegt im Zentrum Europas und grenzt im Norden an Dänemark sowie an Nord- und Ostsee. Im Osten gibt es gemeinsame Grenzen mit Litauen, Polen, der Slowakei und Ungarn, im Süden grenzt der Staat an Slowenien, Italien und die Schweizerische Eidgenossenschaft. Die Westgrenze zu Frankreich bildet im Südteil der Rhein, zudem grenzt Großdeutschland dort an Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

BevölkerungBearbeiten

Die 113 Millionen Einwohner Deutschlands sind sehr ungleich im Land verteilt. Während im Ruhrgebiet die Bevölkerungsdichte bei über 1000 Einwohnern pro km² liegt, sind einige Regionen wie Tirol und Kärnten nur spärlich besiedelt. Einige Gebiete sind beinahe menschenleer.

102 Millionen Bewohner des Reiches sind Deutsche, daneben gibt es eine beträchtliche tschechische Minderheit von 8 Millionen, die mehrheitlich in Böhmen und Mähren, aber zum Teil auch verstreut in den großen Ballungsräumen lebt. Die größten Städte sind Berlin mit über 4,0 Millionen, Wien mit 3,6 und Hamburg mit 3,1 Millionen Einwohnern.

GeschichteBearbeiten

Nach Jahrhunderten der politischen Zersplitterung wurden die deutschen Staaten 1871 unter preußischer Führung vereint. Maßgeblicher Initiator der Reichsgründung war der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck. Die Proklamation des Deutschen Kaiserreiches unter Kaiser Wilhelm I. fand im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles in Frankreich statt.

Das KaiserreichBearbeiten

Mit der Reichsgründung begann eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland. Die Wirtschaft wuchs und Deutschlands Einfluss in der Welt ebenso. Die sogenannten Gründerjahre brachten dem Reich und seinen Bewohnern Wohlstand, jedoch auch Not und Elend für die Arbeiter. Die soziale Frage beherrschte den größten Teil von Bismarcks Kanzlerschaft, die er durch Fortschritte wie die Krankenversicherung zu entschärfen versuchte, nicht ohne den Hintergedanken natürlich, dadurch den Aufstieg Sozialdemokratie einzudämmen.

Zwar zeigten seine Maßnahmen wie das Sozialistengesetz nicht die erhoffte Wirkung, doch das deutsche Sozialsystem war zum Ende von Bismarcks Regierungszeit das fortschrittlichste der Welt. 1888 starb Kaiser Wilhelm der I. und sein Sohn Friedrich III. folgte auf den Thron nach. Allerdings verstarb er schon nach wenigen Wochen, sodass sein Sohn als Wilhelm II. den Kaiserthron bestieg. Mit Wilhelm II. begann ein neuer Abschnitt in der deutschen Geschichte, der geprägt war von dem Ziel, mit England zu konkurrieren und Kolonien in Übersee zu erwerben. Bismarck stand diesen Plänen ablehnend gegenüber, weswegen er von Wilhelm 1890 entlassen wurde. In der Folge schaffte es Wilhelm II., das von Bismarck aufgebaute Bündnissystem in Europa innerhalb weniger Jahre zu Fall zu bringen. Auch der Erwerb von Kolonien gestaltete sich schwierig, da bis auf einige weniger attraktive Randgebiete kaum noch Land übrig war. Das Flottenwettrüsten belastete zusätzlich die Beziehungen zur Weltmacht England.

Als am 28. Juni der österreichische Thronerbe Franz-Ferdinand in Sarajevo erschossen wurde, war ein europäischer Krieg unausweichlich. Vier Jahre lang kämpften die Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien, Osmanisches Reich) gegen die Übermacht der Alliierten. Zwar konnte Russland als Gegner ausgeschaltet werden, indem man den Revolutionär Lenin durch Deutschland nach St. Petersburg reisen ließ, doch der Kriegseintritt der USA zwang die Mittelmächte schließlich Ende 1918 zur Kapitulation. In Berlin wurde am 9. November die Republik ausgerufen, am 11. November unterzeichnete Deutschland den Waffenstillstand.

Die Weimarer RepublikBearbeiten

Die deutsche Republik hatte bereits in ihren Anfängen unter erheblichem Druck zu leiden. Zunächst erschütterte eine kommunistische Revolution das Land, dann kam es zu Putschversuchen und politischen Morden von Rechts. Die nächste Hürde stellte der Versailler Vertrag dar, der neben umfangreichen Gebietsabtretungen die alleinige Kriegsschuld des Deutschen Reiches festschrieb. Widerstand gegen das Diktat von Versailles, wie es in weiten Kreisen genannt wurde, regte sich Widerstand in allen politischen Lagern. Dennoch konnte sich die Republik ab 1924 zunächst stabilisieren. Außenpolitisch wurde die Isolation durchbrochen. Dies war insbesondere Außenminister Gustav Stresemann zu verdanken, der Deutschland 1926 sogar in den Völkerbund führte.Die Wende kam ab 1929, als die Börsen überall auf der Welt zusammenbrachen. Eine schwere Wirtschaftskrise war die Folge, die zu Armut, Massenarbeitslosigkeit und vor allem politischem Extremismus führte. Die Kommunisten gewannen bei den folgenden Wahlen massiv hinzu, mehr jedoch profitierte die NSDAP Adolf Hitlers von der Krise der Demokratie. Bis 1932 wuchs der Stimmenanteil der Partei auf fast 40 Prozent. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler von Reichspräsident Hindenburg zum Kanzler ernannt.

Die Zeit des "Führers und Reichskanzlers" Adolf HitlerBearbeiten

Nach seiner Ernennung zum Reichskanzler ging Hitler energisch daran, die Not des Volkes durch zahlreiche Maßnahmen zu lindern. Er begann den massiven Ausbau des Autobahnnetzes im ganzen Reich, führte den Reichsarbeitsdienst ein und belebte die Wirtschaft durch zahlreiche Anreize.

Innenpolitik Bearbeiten

Am 28. Februar wurde das Reichstagsgebäude bei einem Brand schwer beschädigt, hinter dem Anschlag wurden Kommunisten vermutet. Bis heute sind die Ursachen für diesen Unfall nicht restlos aufgeklärt. Mit der Notverordnung Zum Schutz von Volk und Staat wurden die Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Verfolgung politischer Gegner eingeleitet. Die KPD wurde verboten, ihre Abgeordneten verhaftet und auch die Sozialdemokraten sahen sich schweren Verfolgungen ausgesetzt. Die politischen Gefangenen wurden in Konzentrationslagern, irregulären Haftanstalten, untergebracht, wo sie teilweise von Mitgliedern der SA misshandelt wurden.1934 wurde die SA unter Ernst Röhm unter dem Vorwand, sie habe einen Staatsstreich geplant, entmachtet und ihre Führer hingerichtet. Die Verwaltung der Konzentrationslager wurde der SS übertragen, die unter Heinrich HImmler den Platz der SA im Machtapparat übernahm. Unter der Führung der SS wurden die Konzentrationslager straff organisiert und systematisch Regimegegner, aber auch Behinderte, Homosexuelle, Zigeuner und Juden inhaftiert.Bis Ende 1938 war die Zahl der Häftlinge auf etwa 60.000 angestiegen, ging jedoch seit 1939 kontinuierlich zurück.

Außenpolitik Bearbeiten

Auch außenpolitisch konnte Hitler beachtliche Erfolge verbuchen. 1935 konnte nach einer Volksabstimmung das Saargebiet wieder ins Reich eingegliedert werden, noch im gleichen Jahr wurde die Wehrpflicht entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages wieder eingeführt. 1936 besetzten Truppen der Wehrmacht das entmilitarisierte Rheinland, was einen weiteren Verstoß gegen den Vertrag darstellte. Der größte Erfolg gelang Hitler schließlich 1938, als er Österreich und das Sudetenland dem Reich anschloss und somit das Großdeutsche Reich gründete. 1939 ließ er die Überreste der einstigen Tschechoslowakei besetzen und zum Reichsprotektorat Böhmen und Mähren ausrufen. Damit hatte Hitler den Bogen jedoch überspannt. Großbritannien und Frankreich gaben Garantien für die osteuropäischen Staaten ab und verhandelten mit der Sowjetunion über ein militärisches Bündnis. Das Großdeutsche Reich war außenpolitisch weitgehend isoliert.

Das Attentat Bearbeiten

In dieser kritischen Lage wurde das Reich seines "Führers und Reichskanzlers" beraubt, der an seinem 50. Geburtstag, dem 20. April 1939, bei der anlässlich dieses Ereignisses stattfindenden Parade in Berlin bei einem Attentat getötet wurde. Während in den folgenden Tagen im Reich Staatstrauer herrschte, trafen die Beileidstelegramme aus allen Teilen der Welt ein und beklagen den Tod des "großen Staatsmannes", der Deutschland nach den Wirren der Weimarer Zeit wieder "zum mächtigsten Partner der europäischen Völkergemeinschaft" erhoben hatte, der den "uralten großdeutschen Traum" verwirklichen und sein Heimatland Österreich mit Deutschland wiedervereinigen konnte.

Eine Woche später folgte die mit olympischem Pomp zelebrierte Totenfeier, zu der die Staatsoberhäupter Europas anreisen, selbst die Delegation aus Moskau bezeugt das tiefe Mitgefühl Stalins. Die Büste des Führers wurde in der Walhalla bei Regensburg aufgestellt und bis 1941 durch den Architekten Hermann Giesler ein Mausoleum mit umliegenden Repräsentativbauten in München errichtet.

Die Zeit des "Führers und Reichskanzlers" Rudolf Heß Bearbeiten

Dass es der SA gelang, den Attentäter ausfindig zu machen und zu erschießen sowie seinen Auftraggeber, den britischen Militärattachée Noel Mason-MacFarlane, zu verhaften, nutzte wenig angesichts der nun folgenden chaotischen Zustände im Reich. Die Nachfolgeregelung nach Hitlers Tod war ungeklärt. Während Göring als Reichstagspräsident, preußischer Ministerpräsident die Landespolizei und die Zivilverwaltung sowie im Wesentlichen das Militär auf seiner Seite wusste, kontrollierte Hess, dem sich Goebbels unterordnete, die Partei, den Parteiapparat - inklusive der parallelen Gauverwaltung - und nicht zuletzt SA und SS.

Diadochenkämpfe in der NS-Führung Bearbeiten

In den folgenden Monaten war das Großdeutsche Reich wie gelähmt. Da es weder auf Reichsebene noch darunter klar geordnete Strukturen gab und teilweise mehrere parallele Verwaltungsstrukturen nebeneinander existierten, herrschte große Verunsicherung in der Bevölkerung und auch in den betroffenen Stellen und Gremien. Der Großdeutsche Reichstag war durch das Ermächtigungsgesetz de facto völlig entmachtet. Daher lag die Initiative zur Gesetzgebung maßgeblich im Einflussbereich von Heß, da die Reichsregierung so selbstständig Gesetze erlassen konnte. Dadurch und durch die Unterstützung von Joseph Goebbels gelang es ihm in den Diadochenkämpfen der Jahre 1939 bis 1941 allmählich, sich als Nachfolger Hitlers und neuer "Führer und Reichskanzler" des Großdeutschen Reiches zu etablieren. Hermann Göring, der sich Hoffnungen auf das Amt des Reichspräsidenten gemacht hatte, blieb als Reichstagspräsident weitgehend einflusslos und wurde in den folgenden Monaten politisch kaltgestellt, blieb aber vorläufig Luftfahrtminister sowie Ministerpräsident von Preußen, wo er von Heß in einem steten Tätigkeitstaumel gehalten und in Kleinkriege mit den immer selbstständiger auftretenden Gauleitern verwickelt wurde. Den SS-Führer Heinrich Himmler, mit den Heß eine gegenseitige Abneigung verband, band er durch Schmeicheleien und die Ernennung zum "Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums" an sich, ein Amt, das in der Folge besonderen Anteil an der ethnischen Homogenisierung des Reiches und der Rückführung Volksdeutscher aus anderen Teilen Europas ins Reichsgebiet umfasste.

Verständigung mit England Bearbeiten

Nachdem Heß seine Position gefestigt hatte, unternahm er verstärkt Schritte zu einer Verständigung mit den Westmächten, insbesondere England. Der von Hitler in den letzten Monaten seiner Herrschaft forcierte offene Konfrontationskurs war bereits zu diesem Zeitpunkt auf Widerstand in der NS-Führungsriege gestoßen. Die Hauptprotagonisten, allen voran Heß, Goebbels, SS-Führer Heinrich Himmler und Außenminister Ribbentrop, waren sich einig, dass nur durch eine konsequente Westbindung Deutschlands einem erwarteten Einmarsch Stalins in Osteuropa begegnet werden könne. Auch die östlichen Nachbarn wurden nun als wertvolle Partner bei der Eindämmung des Kommunismus gesehen und entsprechend umworben.

Immer wieder zu diplomatischen Verstimmungen führte jedoch das deutsche Rüstungsprogramm, das insbesondere einen massiven Ausbau der Flotte vorsah. Bis zum Jahr 1942 hatte Großdeutschland zwei Flugzeugträger, zwei Schlachtschiffe und zahlreiche Kreuzer, Zerstörer und U-Boote vom Stapel gelassen. Ein Aufrüstungsplan, den noch Hitler in Auftrag gegeben hatte, sah bis 1948 den Bau von insgesamt 10 Schlachtschiffen, 8 Flugzeugträgern, 12 Panzerschiffen und dutzenden Kreuzern und Zerstörern sowie weit über 200 U-Booten vor. Aufgrund des ausbrechenden Krieges im Pazifik gegen Japan konnten die Briten dieser Aufrüstung jedoch keinen nennenswerten Widerstand entgegensetzen.

Widerstand im Protektorat Böhmen und Mähren Bearbeiten

Derweil verschärfte sich durch die Unfähigkeit des Reichsprotektors Konstantin von Neurath die Lage im Protektorat Böhmen und Mähren. Der Leiter des Reichssicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich, sammelte über längere Zeiträume Beweise für die Zustände in Prag und spielte diese Himmler zu, auf dessen Drängen hin Heß Heydrich 1941 zum Stellvertretenden Reichsprotektor ernannte und von Neurath auf unbestimmte Zeit "beurlaubte". Heydrich beherrschte die tschechischen Gebiete mit eiserner Hand und erwarb sich einen zweifelhaften Ruf. Der Widerstand gegen Heydrich und die Fremdherrschaft wuchs stetig und schon bald entstanden Pläne für ein Attentat auf den verhassten SS-Offizier. Nach langer Planung wurde Heydrichs Wagen am 27. Mai 1942 auf einer Waldstraße gestoppt und er selbst bei einem Schusswechsel tödlich verwundet, sodass er am 4. Juni den Folgen seiner Verletzungen erlag.

Unmittelbar nach dem Attentat wurde eine Sonderkommission zur Aufklärung des Heydrich-Attentats eingesetzt. Das Attentat auf Heydrich traf die NS-Führung schwer. Die Suche nach den Angreifern verlief zunächst hektisch und schlecht organisiert. Die Attentäter versteckten sich derweil in der Krypta der Karl-Borromäus-Kirche in Prag. In der Folgezeit übten die deutschen Besatzer vor allem durch Geiselnahme erheblichen Druck auf die tschechische Bevölkerung aus. Nach dem Attentat auf Heydrich wurde noch am 27. Mai 1942 über das gesamte Protektoratsgebiet umgehend das Standrecht erklärt, das erst am 3. Juli 1942 aufgehoben wurde. Während dieses Standrechts wie auch danach kam es zu umfangreichen Verhaftungswellen (über 3000 Menschen) mit Hinrichtungen von über 1300 Menschen. In der Folge wurde zuerst das Dorf Lidice und wenige Tage später auch Ležáky dem Erdboden gleichgemacht. Als Rechtfertigung für die Ermordung der Menschen nannte man wider besseres Wissen angebliche Beweise für einen Zusammenhang zwischen Lidice und den Attentätern. Zu den Opfern von Lidice und Ležáky kamen 3.188 im Sommer 1942 zum Tode verurteilte Tschechen, 477 davon allein, weil sie das Attentat auf Heydrich "gutgeheißen" hatten. Der tschechische Widerstand konnte sich nie vollständig von dieser Verfolgungswelle erholen.

Die Gründung des Staates Israel Bearbeiten

Befördert durch die Ausweisung der Juden aus Großdeutschland und anderen Staaten Europas seit Mitte der 1930er Jahre bildete sich im britischen Mandatsgebiet Palästina - lange Zeit gegen den Willen der britischen Behörden - ein nationales Zentrum des Judentums. Die zionistische Bewegung hatte bereits seit dem späten 19. Jahrhundert auf eine "Heimstatt des Jüdischen Volkes" hingearbeitet, die nun in greifbare Nähe gerückt war. Der Peel-Plan hatte 1937 erstmals eine Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorgesehen. Er wurde unter dem Eindruck einer verstärkten Anlehnung der arabischen Seite an Großdeutschland zunächst zurückgestellt, um den Arabern entgegen zu kommen und sie an die Mandatsmacht zu binden. Nachdem die unmittelbare Kriegsgefahr weggefallen war, wurde der Bericht der Peel-Kommission erneut diskutiert, allerdings nur von der jüdischen Seite und dem jordanischen König Abdallah befürwortet, wodurch die Briten gezwungen waren, ihre Beziehungen zu den Arabern aufs Spiel zu setzen. Bereits 1933 hatte die Jewish Agency, die zionistische Vorfeldorganisation in Palästina und Ansprechpartnerin der Briten, einen Vertrag mit dem nationalsozialistischen Deutschland geschlossen, um die Aus- bzw. Einwanderung deutscher Juden nach Palästina zu fördern. Obwohl nach dem Arabischen Aufstand von 1938 zunächst ausgesetzt, konnte dieser Prozess seit 1940 unter Heß deutlich intensiviert werden, zumal die Briten die Einreisebeschränkungen wieder lockerten.

Bevor 1948 das Völkerbundsmandat für Palästina auslief, hatten die britische Regierung und der Völkerbundsrat endgültig einer abgewandelten Version des Peel-Teilungsplans zugestimmt, der vorsah, einen jüdischen Staat an der Küste und in Galiläa zu errichten, während den Arabern das Westjordanland und der Süden mit Gaza und dem Negev zufallen sollten. Jerusalem sollte - wie seinerzeit die Freie Stadt Danzig oder das Saargebiet - unter internationale Verwaltung gestellt werden.

Noch bevor das britische Mandat auslief begann ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Juden und Arabern. Die Zionisten hatten bereits zuvor heimlich schwere Polizeikräfte aufgestellt und sich mit Maschinenpistolen, Granaten, Mörsern und anderem Kriegsgerät ausgestattet. Am 14. Mai 1948 erklärte David Ben-Gurion die Unabhängigkeit des Staates Israel, dem daraufhin umgehend von Ägypten, dem Irak, Jordanien, dem Libanon und Syrien der Krieg erklärt wurde. Die Araber wurden dabei materiell vom Großdeutschen Reich unterstützt und erhielten verschiedentlich Waffenlieferungen. Diese konnten aber letztendlich keine kriegsentscheidende Wende bringen. Zum Ende des Krieges, der den arabischen Staaten eine empfindliche militärische und Großdeutschland eine ebenso herbe diplomatische Niederlage bescherte, hatte Israel bis 1951 das gesamte ehemalige Mandatsgebiet erobert. Hunderttausende Menschen mussten daraufhin auf beiden Seiten ihre Heimat verlassen und in ihre jeweiligen Nationalstaaten übersiedeln. Die Hoffnung der Araber auf ein eigenständiges Palästina war damit zunichte gemacht. Das Großdeutsche Reich nahm erst 1958 offiziell diplomatische Beziehungen mit dem "Judenstaat" auf, erleichterte jedoch bereits zuvor den in Deutschland verbliebenen Juden die Auswanderung nach Israel.

Beteiligung Großdeutschlands an den Jugoslawienkriegen Bearbeiten

Ab 1960 verstärkten sich im Königreich Jugoslawien die bereits seit Langem schwelenden Nationalitätenkonflikte. Insbesondere das Verhältnis zwischen den die Mehrheit stellenden Serben und den Kroaten wurde - trotz einige Jahre zuvor gemachter weitreichender Zugeständnisse an die kroatische Seite - wurde immer gespannter und entlud sich immer häufiger auch in gewaltsamen Auseinandersetzungen dieser beiden Volksgruppen. Am 25. Juni 1961 erklärte die Kroatische Banschaft ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien und bat um internationale Anerkennung. Großdeutschland gehörte zu den ersten Staaten, die die Unabhängigkeit Kroatiens anerkannten. Bereits zuvor waren über geheime Wege Waffenlieferungen aus Großdeutschland nach Kroatien geschmuggelt worden und konnten nun vom eilends aufgestellten kroatischen Militär verwendet werden. Innerhalb kürzester Zeit weitete sich der kroatische Unabhängigkeitskampf, dem sich schon bald die Slowenen anschlossen, auf einen Großteil Jugoslawiens aus. Insbesondere das ethnisch und religiös gemischte Bosnien wurde Schauplatz anhaltender Kampfhandlungen bis ins Jahr 1965, als schließlich ein Waffenstillstand zwischen Rest-Jugoslawien, das nur noch aus Serbien und Montenegro bestand, auf der einen und Slowenien, Kroatien und Bosnien auf der anderen Seite geschlossen werden konnte.

1969 entlud sich bereits der nächste Nationalitätenkonflikt, dieses Mal zwischen Serben und Kosovo-Albanern. Die jugoslawische Regierung begann, um das verbliebene Staatsgebiet zu sichern, mit ethnischen Säuberungen im Kosovo, wogegen sich die dort lebenden Albaner zur Wehr setzten. Internationale Vermittlungsversuche blieben ergebnislos. Daraufhin erklärte Großdeutschland Jugoslawien den Krieg und begann ab dem 24. März mit schweren Bombardements der Hauptstadt Belgrad. Bereits am 10. Juni musste Jugoslawien kapitulieren und der Kosovo wurde als Quasi-Mandatsgebiet von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1972 löste sich der verbleibende Reststaat schließlich in die unabhängigen Staaten Serbien und Montenegro auf.

Ende des NS-Regimes und Wendezeit Bearbeiten

Seit dem Ende der 1960er Jahre erstarkten besonders in Studenten- und Intellektuellenkreisen erneut sozialistische Vorstellungen. Die von der Sowjetunion großzügig finanziell ausgestattete Linke radikalisierte sich unter dem Eindruck staatlicher Repressionen. Schließlich wurde 1970, logistisch unterstützt durch die Sowjetunion, die Rote Armee Fraktion (RAF) gegründet, die sich als Guerilla-Kampftruppe verstand und in den 70er und 80er Jahren durch Terroranschläge, Geiselnahmen, Attentate und Entführungen das nationalsozialistische Regime immer mehr in Zugzwang brachte. Derweil hatte sich die Führungsetage der Partei erheblich ausgedünnt. Hermann Göring war bereits 1947 seiner Morphinsucht erlegen. SS-Chef Himmler starb 1978, Propagandaminister Joseph Goebbels 1982. Von der ursprünglichen Parteiführung zu Zeiten Hitlers war nur Rudolf Heß übrig geblieben, der mit seinen mittlerweile neunzig Jahren nur noch bedingt in der Lage war, das Regime aufrecht zu ehalten. Um dem drohenden Machtverlust zu entgehen, beging Heß am 17. August 1987 Selbstmord.

Fortsetzung folgt...

Die Berliner Verfassung Bearbeiten

In den folgenden Monaten entstand in mehreren Ausschüssen unter Federführung erfahrener Staatsrechtler ein neuer Verfassungsentwurf, der der veränderten Realität Rechnung tragen sollte. Eine Rückkehr zur Weimarer Verfassung wurde von der Mehrzahl der Experten als unrealistisch betrachtet, da zum einen die Länder zerschlagen und weitgehend handlungsunfähig waren und zum anderen das institutionelle Gefüge des Gesamtstaates zerbrochen war. Die Regierungszeit von Hitler und Heß hatte zudem das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen massiv gestärkt, sodass eine Rückkehr zum Förderalismus vielen als "Rückschritt in die Kleinstaaterei" gelten musste.

Mit der Zeit nahm der Entwurf Gestalt an. Er wurde insbesondere vom ehemaligen Leipziger Bürgermeister Carl-Friedrich Goerdeler vorangebracht, der während der Regierungszeit Hitlers und danach ein umfangreiches Netzwerk von Kontakten aufgebaut hatte, das ihm nun einen prägenden Einfluss auf die Nationalversammlung ermöglichte. Die wesentlichen Punkte waren:

  • Eine neue Staatsbezeichnung. Aus dem "Deutschen Reich" wurde der "Großdeutsche Volksstaat". Dies sollte der veränderten Realität Rechnung tragen und das nationale Element gegenüber dem nostalgischen Reichsbegriff stärken.
  • Die Abschaffung des Föderalismus. Für die Neuordnung des Staatsgebietes wurde auf das preußische Modell zurückgegriffen, das von Hitler bei der Gleichschaltung bereits auf kommunaler Ebene auf das gesamte Reichsgebiet übertragen worden war. Nun wurde das Reichsgebiet darüber hinaus in Provinzen untergliedert, die teilweise mit den ehemaligen preußischen Provinzen deckungsgleich waren, teilweise aber auch andere Gebiete einschlossen. Unter den Provinzen sollten Regierungsbezirke als staatliche Mittelbehörden entstehen.
  • Auf nationalstaatlicher Ebene wurde im Wesentlichen das Weimarer Modell übernommen. Einem starken, vom Volk gewählten Staatspräsidenten mit Ernennungsrecht für den Staatskanzler und die Staatsregierung sollte ein Zweikammerparlament aus Volkstag und Staatsrat gegenüberstehen, dem gegenüber die Regierung verantwortlich war. Allerdings wurde das Notverordnungsrecht des Staatspräsidenten eingeschränkt.
  • Die Möglichkeit, mit entsprechender Mehrheit den Verfassungstext zu übergehen, wurde eingeschränkt. Von nun an mussten Verfassungsänderungen entweder im Text selbst eingefügt werden oder, wie im amerikanischen Modell, bislang ungeregelte Fragen, die den bisherigen Verfassungstext nicht berührten, als "Verfassungszusatz" in den Anhang der Verfassung aufgenommen werden.
  • Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde als "Tag der Deutschen Einheit" zum nationalen Feiertag erklärt.
  • Die Präambel sicherte die Grenzen des Deutschen Reiches von 1939 ab und erklärte, die "natürlichen Grenzen des deutschen Staatsgebiets" seien "in diesen Staatsgrenzen dauerhaft verwirklicht". Großdeutschland erklärte damit gleichfalls den Verzicht auf weitere Revisionen und erkannte die Westgrenze gemäß dem Vertrag von Locarno und die bislang umstrittene Grenze zu Polen an.
  • Das Protektorat Böhmen und Mähren wurde als teilsouveräner Staat dem Großdeutschen Volksstaat angegliedert. Die Verfassung enthielt als Anhang auch eine neue Verfassung für das Protektorat, in der unter anderem festgelegt wurde, dass Deutschland mit der völkerrechtlichen Vertretung Böhmens und Mährens beauftragt war. Außerdem entsandte der böhmisch-mährische Landtag rede- und antrags- aber nicht stimmberechtigte Delegierte in den Reichsrat, während ausschließlich die Deutschen zu den Volkstagswahlen zugelassen waren. Die bisherige Regelung, nach der "Volksdeutsche" in Böhmen und Mähren als deutsche Staatsbürger betrachtet wurden, die Tschechen aber eine eigene Staatsbürgerschaft besaßen, blieb erhalten. Der neue Verfassungsentwurf beließ dem Protektorat zudem seine eigene Nationalgarde, seine eigenen Polizeikräfte sowie die tschechische Amtssprache, obgleich die Protektoratsbehörden zu zweisprachiger Beschilderung und der Übersetzung aller wichtigen Verwaltungsdokumente sowie zu verpflichtendem Deutschunterricht in den Volks- und Oberschulen angehalten wurden. Zusätzlich zur böhmisch-mährischen Selbstverwaltung wurde für das Gebiet des Protektorats jedoch auch eine reguläre Provinzialverwaltung geschaffen, wie sie im übrigen Staatsgebiet existierte. Dies hatte vor allem den Grund, dass im Gebiet des Protektorats auch deutsche Staatsbürger lebten und der Gesamtstaat die Erfüllung seiner eigenen Verwaltungsaufgaben sicherstellen musste. Die Deutschen innerhalb Böhmens und Mährens waren also der tschechischen Verwaltung weitgehend entzogen, umgekehrt konnte der Oberpräsident für Böhmen und Mähren jedoch - im Gegensatz zum vormaligen Reichsprotektor - nur begrenzt in innertschechische Angelegenheiten eingreifen.
  • Die Bildung von politischen Parteien und Parlamentsfraktionen wurde wieder zugelassen. Ein ordentliches Parteiverbotsverfahren vor dem Staatsgerichtshof angelegt.
  • Ein Grundrechtskatalog war zwar vorgesehen, konnte jedoch zu keinem einvernehmlichen Abschluss gebracht werden.
  • Die von Hitler betriebene Gründung einer einheitlich organisierten Kirche für das gesamte Staatsgebiet wurde fortgesetzt und die Deutsche Evangelische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts zur einzig legitimen Organisationsform der Evangelischen Kirchen in Deutschland erklärt. An die Spitze der Kirche trat ein Erzbischof, dem regionale Bistümer untergeordnet waren. Dem folgte die Absichtserklärung, alle übrigen Religionsgemeinschaften von Staats wegen ebenso einheitlich zu organisieren und sich so jeweils einen zentralen Ansprechpartner zu schaffen. Das Konkordat mit der Katholischen Kirche blieb dagegen weitgehend unangetastet. Die Ortsbischöfe wurden jedoch genötigt, sich zur Deutschen Bischofskonferenz zusammenzuschließen und einen gemeinsamen Ansprechpartner zu benennen. Verhandlungen mit dem Vatikan über die Einrichtung eines einheitlichen Erzbistums Großdeutschland blieben ergebnislos.

Nachdem der Verfassungsentwurf im September erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert worden war, wurden umgehend Maßnahmen in die Wege geleitet, um ihre Annahme durch das Deutsche Volk zu ermöglichen. Die Volksabstimmung fand im Oktober 1943 statt und erbrachte eine breite Zustimmung der Wähler (82,9%) zum Entwurf, der daraufhin - schicksalsträchtig - am 9. November in Kraft treten konnte. Im März 1944 wurden in der ersten gesamtdeutschen Wahl seit 1848 zugleich sämtliche kommunalen Vertretungen (Gemeinderäte, Stadträte, Kreistage), die Provinziallandtage, der Volkstag und der Staatspräsident gewählt.

Im Volkstag brachte die Wahl keine klaren Mehrheiten zustande. Die als Sozialistische Partei Deutschlands wiedergegründete SPD, verstärkt durch Sozialisten und Kommunisten, denen die eigenständige politische Betätigung auch weiterhin verboten war, konnte etwa 28% der Stimmen auf sich vereinen. Ähnlich stark wurde die Sozialistische Reichspartei (SRPD), die aus der NSDAP hervorgegangen war und nach wie vor von Rudolf Heß und Joseph Goebbels geführt wurde. Dazwischen gab es verschiedene nationalliberale, christlich orientierte und nationalkonservative Parteien.

Im ersten Wahlgang für die Wahl des Staatspräsidenten konnten sich der überparteilich getragene Carl Friedrich Goerdeler und Joseph Goebbels von der SRPD durchsetzen. Im zweiten Wahlgang siegte Goerdeler deutlich vor Goebbels, der daraufhin seine politische Laufbahn beendete und in die Sowjetunion emigrierte.

Goerdeler ernannte, nachdem er die Volkstagsparteien zu Verhandlungen zusammengebracht hatte, den konservativen zweimaligen Reichskanzler Heinrich Brüning als Führer einer rechtskonservativen Minderheitsregierung unter Duldung der SPD zum Staatskanzler.

Fortsetzung folgt...

Politik Bearbeiten

Der Großdeutsche Volksstaat ist ein dezentraler Einheitsstaat und eine demokratische, parlamentarische Republik. Grundlegende rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien sind in der Berliner Verfassung festgeschrieben. Als Staatsorgane gemäß der Verfassung gelten: (1) Der Staatspräsident (2) Der Staatskanzler (3) Die Staatsregierung (4) Der Volkstag (5) Der Staatsrat (6) Der Staatsgerichtshof.

.

Der Staatspräsident Bearbeiten

Der Staatspräsident (früher Reichspräsident) ist das Staatsoberhaupt Großdeutschlands. Er wird in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren von allen volljährigen Staatsbürgern gewählt. Zum Präsidenten kann jeder Wahlberechtigte gewählt werden, der zum Zeitpunkt der Wahl wenigstens das fünfunddreißigste Lebensjahr vollendet hat. Der Staatspräsident ernennt und entlässt den Staatskanzler, auf dessen Vorschlag die Staatsminister, des Weiteren die hohen Offiziere und Beamten und die Staatsrichter. Er hat das Recht, den Volkstag aufzulösen, und kann im Falle eines Notstandes mit Zustimmung des Staatskanzlers Notverordnungen mit Gesetzeskraft erlassen.

.

Partei Name Lebensdaten Amtszeit Wichtige Ereignisse während der Amtszeit
Reichspräsidenten des Deutschen Reiches
SPD Friedrich Ebert 04.02.1871-28.02.1925 1919-1925 Ausrufung der Republik; Große Inflation; Kapp-Putsch; Hitler-Putsch
Parteilos Paul von Hindenburg 02.10.1847-02.08.1934 1925-1934 Weltwirtschaftskrise 1929
NSDAP Adolf Hitler 20.04.1889-20.04.1939 1934-1939 Revision des Versailler Vertrages; Wiederaufrüstung; Anschluss Österreichs; Anschluss des Sudentenlandes; Annexion Böhmens und Mährens
NSDAP Hermann Göring 12.01.1893-22.08.1951 1939-1943 Politisches Chaos
Staatspräsidenten des Großdeutschen Volksstaates
DP Carl Friedrich Goerdeler 31.07.1884-14.03.1964 1944-1960 Verabschiedung der Berliner Verfassung; nukleare Aufrüstung; Rückgabe der Kolonien
DKP Gerhard Schröder 11.09.1910-31.12.1989 1960-1976 Jugoslawienkriege; Ölkrise; Prager Aufstand
DRP Adolf von Thadden 07.07.1921-16.07.1996 1976-1984 Kommunistischer Terror
DPD Hans-Dietrich Genscher 21.03.1927-31.03.2016 1984-2000 Zusammenbruch der Sowjetunion; Russische Restauration
DKP Wolfgang Schäuble 18.09.1942- 2000-2008 Globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008; Krieg gegen den Terror
DKP Karl-Theodor zu Guttenberg 05.12.1971- seit 2008 Krieg gegen den Terror; Europäische Flüchtlingskrise

.

Der Staatskanzler und die Staatsregierung Bearbeiten

Die Staatsregierung steht unter der Führung des Staatskanzlers, der vom Staatspräsidenten ernannt wird und ihm die Staatsminister zur Ernennung vorschlägt. Der Staatskanzler verfügt über die politische Richtlinienkompetenz und bestimmt somit die Regierungspolitik nach Innen und Außen. In der Regel entstammt der Staatskanzler der stärksten Partei im Volkstag und hat eine stabile Regierungskoalition hinter sich. Viele Staatskanzler haben das Land während ihrer Amtszeit entscheidend geprägt.

.

Partei Name Lebensdaten Amtszeit Anmerkungen
Reichskanzler des Deutschen Reiches
Für die Reichskanzler bis 1933 siehe Reichskanzler (Weimarer Republik)
NSDAP Adolf Hitler 20.04.1889-20.04.1939 30.01.1933-20.04.1939 Seit 1934 zugleich Reichspräsident; bei einem Attentat getötet
NSDAP Joseph Goebbels 29.10.1897-05.09.1971 20.04.1939-28.05.1943 Von der Nationalversammlung abgesetzt und in die Sowjetunion emigiriert
Staatskanzler des Großdeutschen Volksstaates
DKP Heinrich Brüning 26.11.1885-30.03.1970 03.04.1944-02.04.1959 Minderheitsregierung; geduldet von der SPD
DKP Franz Josef Strauß 06.09.1915-03.10.1988 03.04.1959-30.11.1962 Rücktritt aufgrund der Spiegel-Affäre
DKP Kurt Georg Kiesinger 06.04.1904-09.03.1988 09.01.1963-13.09.1968 Entlassung nach dem Prager Aufstand
DRP Adolf von Thadden 07.07.1921-16.07.1996 22.09.1968-05.05.1973 Minderheitsregierung; regierte per Notverordnungen
SPD Helmut Schmidt 23.12.1918-10.11.2015 06.05.1973-
Wolfgang Schäuble
DKP Friedrich Merz
Wolfgang Schäuble
DKP Christian Wulff

.

Der Volkstag Bearbeiten

Der Großdeutsche Volkstag ist das demokratisch gewählte Parlament Großdeutschlands. Ihm steht das ausschließliche Recht der Gesetzgebung zu, das er, gemäß der Berliner Verfassung, auf keine andere Institution ganz oder teilweise übertragen kann. Er wird alle fünf Jahre in unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Mehrheitswahl gewählt, sofern er nicht zuvor vom Staatspräsidenten aufgelöst wird. Seit seiner ersten Wahl im Jahr 1944 besteht der Volkstag gleichbleibend aus 855 Abgeordneten. In der Regel stellt eine einzelne oder aber eine Koalition mehrerer Volkstagsparteien den Staatskanzler und die übrigen Minister der Staatsregierung. Der Volkstag kann der Staatsregierung das Misstrauen aussprechen und einzelne ihrer Mitglieder oder den Staatspräsidenten vor dem Staatsgerichtshof anklagen.

.

Wahlperiode KPD SPD GP DPD DKP DP DRP SRPD Sonstige
1944-1949 1 | 33 220 25 221 97 234 25
1949-1954 2 | 22 235 21 313 102 144 18
1954-1959 3 | 14 248 16 369 88 13 99 8
1959-1964 4 | 9 241 12 399 79 45 67 3
1964-1968 5 | 5 235 8 424 73 55 52 3
1968-1973 6 | 6 189 15 233 87 173 148 4
1973-1978 7 | 33 323 22 265 47 63 98 4
1978-1983 8 | 41 400 20 289 22 29 49 5
1983-1988 9 | 45 395 1 14 302 18 33 43 4
1988-1993 10 | 39 388 3 12 339 9 31 32 2
1993-1998 11 | 5 287 5 16 451 9 51 29 2
1998-2003 12 | 8 304 9 14 440 15 41 22 2
2003-2008 13 | 11 311 12 17 430 17 36 19 2
2008-2010 14 | 15 323 14 5 429 19 33 14 3
2010-2015 15 | 53 366 19 5 322 5 66 16 3
2015- 16 | 41 353 22 3 341 7 78 6 4

.

Der Staatsrat Bearbeiten

Fortsetzung folgt...

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki