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Historischer Kurzüberblick Bearbeiten

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Das Heilige Römische Reich um 1648

Die geschichtliche Entwicklung Deutschlands reicht weit zurück und kann bis zu den Indogermanen in vorantiker Zeit zurückverfolgt werden. Das Land umfasste wechselnde Gebiete und Völker und bildete erst im späten 19. Jahrhundert einen Nationalstaat. Im Verlauf der Völkerwanderung brach das Weströmische Reich im 5. Jahrhundert n. Chr. zusammen. Es etablierten sich germanisch-romanische Nachfolgereiche, wovon das von den Merowingern gegründete Frankenreich das bedeutendste war. Im Frühmittelalter expandierte das Frankenreich unter den Karolingern und umfasste in der Zeit Karls des Großen weite Teile des heutigen Deutschlands, der Benelux-Länder, Frankreichs, Italiens, der Schweiz und Österreichs. Nach dem Zerfall des Karolingerreichs im 9. Jahrhundert wurde das Ostfrankenreich zur Keimzelle des späteren Deutschlands, ohne dass sich im Mittelalter ein „deutsches Nationalbewusstsein“ entwickelte. Das sich im 10. Jahrhundert formierende römisch-deutsche Reich, das seit dem Spätmittelalter auch als Heiliges Römisches Reich bezeichnet wurde, hatte vielmehr supranationalen Charakter. Die Herrschaftsgewalt der römisch-deutschen Könige und Kaiser war viel weniger ausgeprägt als in den westeuropäischen Reichen, während die zahlreichen Landesherren eine vergleichsweise starke Stellung innehatten. Dies begründete die Tradition des deutschen Föderalismus, wodurch sich bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 keine herrschaftliche Zentralgewalt durchsetzen konnte. Das Reich wurde in der Frühen Neuzeit durch Reformation, Gegenreformation und den Dreißigjährigen Krieg herausgefordert.

19. Jahrhundert Bearbeiten

Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches wurde 1815 der Deutsche Bund als lockerer Zusammenschluss gebildet. Der Bund bestand bis 1866, als die zunehmenden Spannungen zwischen den deutschen Führungsmächten Österreich und Preußen sich im offenen Machtkampf entluden. Preußen siegte militärisch, so dass 1867 der Norddeutsche Bund unter preußischer Vorherrschaft gebildet wurde. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde 1871 das deutsche Kaiserreich als erster deutscher Nationalstaat ausgerufen.


Nach der deutschen Intervention im Bürgerkrieg von Österreich-Ungarn, stellte die deutsche Bevölkerung Österreich-Ungarn ein Beitrittsgesuch. Dieses konnte allerdings nicht umgesetzt werden, aufgrund von Kriegsdrohungen seitens Frankreich und Großbritannien. Etwa ein halbes Jahr später wurde die Schweiz von Italien angegriffen, worauf sie ebenfalls ein Beitrittsgesuch stellte. 


Bei der Konferenz von Mühlhausen wurden die künftigen Grenzen festgelegt. Im Tausch gegen das französischsprachige Metz und Umland kam ein deutsch-französisches Bündnis zustande und Deutschland durfte die Deutschschweiz und Deutschösterreich annektieren, woraufhin sich 1884 das Großdeutsches Reich gründete.

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