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Ministerium für Volkstreue

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Dem Ministerium für Volkstreue (MVT) waren von 1934 bis 1966 sämtliche Inlandsgeheimdienste des Terra Austria Imperiums Weisungsgebunden Diese Fülle an Macht erhielt das Ministerium von Kaiser Erasmus II. um die rivalisierenden Geheimpolizeiabteilungen des Imperiums besser kontrollieren zu können. Das Ministerium schob auch dem Machthunger der Hypertechnologie Gesellschaft einen Riegel vor da es nur dem Kaiser unterstellt war.

Das Ministerium für VolkstreueBearbeiten

Nach dem Machtanrtritt Kaiser Erasmus II. im Mai 1933 wollte sich der neue Regent von Österreich die Machtbasis absichern. Um sich der Loyalität von StaPo und vieler anderen Inlandsgeheimdienste sicher sein zu können bildete er im Februar 1934 das Ministerium für Volkstreue. Als Minister des MVT wählte Erasmus den bereits im Vorruhestand befindlichen Imperiale Armee General Maximilian Ronge. Ronge war der letzte Chef des 1925 aufgelösten K. u K. Evidenzbüros (Militärischer Geheimdienst) und galt als besonders kaisertreu
Maximilian Ronge.jpg

Maximilian Ronge, Erster Volkstreueminister des MVT

. Ronge gehörte einem kleinen Zirkel österreichischer Offiziere an die sich gegen die Aushöhlung der kaiserlichen Macht durch Hypertechnologie stellte. Das Ministerium versuchte in den Jahren seines Bestehens ständig seine Kompetenzen auszubauen. Als Werkzeug der Unterdrückung nutze das Ministerium Exekutive und Justiz. Die Spitze des MVT galt als unantastbar da sie sich ihre Macht durch Erpressung und Bestechung sicherte. In den Austrian States of America besaß das Ministerium nur wenig Einfluss da das American Hypertech Party Regime einen eigenständigen Geheimpolizeiaparat betrieb. Das Königreich England kooperierte mit dem MVT blieb aber ansonsten neutral. Offieziel besaß das MVT keine Bewaffneten Einheiten, jedoch beschäftigte der Ministerialaparat Hunderte „Leib und Lebenswächter“ in Wien. Diese Leibwächter fungierten unter anderen als Leibgarde Maximilian Ronges und übernahmen delikate Aufträge für den Kaiser. In den Jahren 1935 bis 1950 gehörten Beamte des Ministeriums zum Wachpersonal der Rosenhügel-Filmstudios wo auf Betreiben des Kaisers Filmschaffende einkaserniert waren. Von 1934 bis 1953 lenkte Volkstreueminister Maximilian Ronge das MVT, nach dessen Tod übernahm Oberst Werner Straumayer dieses Amt und bekleidete es bis zur Auflösung des Ministeriums. Das MVT wurde 1966 aufgelöst da Kaiser Ernst Eduard I. der Meinung war das halbautonome Kronländer des Terra Austria Imperiums keine Überwachung benötigten.

Aufgaben und Kompetenzen des MVTBearbeiten

Informationsarchive und VolkstreueüberwachungBearbeiten

Die Hauptbeschäftigung des MVT bestand in erster Linie darin die Loyalitäten der Untertanen des Kaisers von Österreich zu überwachen. Zu diesem Zweck baute das Ministerium große Aktenarchive auf. In diesen Archiven fanden sich Dossiers, Beichtgeheimnisse und Führungszeugnisse eines jeden Österreichers. Seine Informationen bekam das Ministerium von Polizei und Geheimdienst. Maximilian Ronge erhielt wöchentlich handgeschriebene Berichte von Sektionsleitern der Staatspolizei aus den Kronländern und war so über jede Abwehraktivität bestens unterrichtet. Mehr als Zehntausend Mitarbeiter sorgten dafür das Aktenberge in Wien, Graz, Linz und Prag ordnungsgemäß abgeheftet, katalogisiert und abgelegt werden konnten. Mit den Jahren wuchs die Bürokratie des MVT und verschlang horrende Summen. Um die Finanzierung der Bürokratie weiterhin sichern zu können wurden neue Einnahmequellen gesucht und gefunden. Ende der 1950er Jahre wuchsen die Aktenberge des MVT erneut das es von da an auch auf Beichtgeheimnisse des Byzantinischen Vatikans Zugriff hatte. Das komplizierte Ablagesystem des Ministeriums wurde bis zu letzt Handschriftlich geführt. Von 1969 war es Bürgern des demokratisierten Terra Austria Imperiums möglich sich seine Akte aushändigen zu lassen. Antragsteller müssen hierbei ihre Vierzehnstellige Aktennummer wissen, ohne diese Nummer ist es nicht möglich das passende Dossier zu finden. Das Ministerium misstraute grundsätzlich Jedem so wurden freiberufliche Detektive angeheuert die dann kompromittierendes Material über Polizeibeamten und Würdenträgern sammeln sollten. Diese Spitzel zu denen auch katholische Priester zählten nannte man Umgangsprachlich; „Dreckwühler“ sie waren besonders in den frühen Jahren des Ministeriums gefürchtet. Dreckwühler wurden nach Tarif entlohnt je nach Brisanz des Materials schwankten diese Summen. Da das Gesetz zu Volkstreue sich nicht genau festlegte ging das MVT willkürlich mit dem Tatbestand der „Volksuntreue“ um. In den meisten Fällen führte belastendes Material der Dreckwühler zu Anklagen wegen Volksuntreue. Volksuntreu konnte Jeder werden ob Mann, Frau oder Kind ein Bruch der Regeln der Ständemonarchie führte zu empfindlichen Strafen. Ronge und sein Ministerium verfolgten Volksuntreue mit den perfidesten Mitteln, Bußgelder flossen dem Budget des MVT zu. Durch die Zusammenarbeit mit der Staatlichen Volksfernsicht (SV) hatte das Ministerium auch Einblicke in das Fernsichtverhalten der Österreicher. Den Ruf der größte Dreckwühler aller Zeiten zu sein gebührte SV-Programmdirektor Gerhard Stroikheim. Die Überwachung der Volkstreue erstreckete sich ab den 1940er Jahren auf fast jeden Bereich des Lebens.

Volkstreuegesetz und seine BedeutungBearbeiten

Das Gesetz zu Volkstreue wurde 1925 durch Kaiser Erasmus I. erlassen und spiegelte die Allmachtsfantasien des Österreichischen Monarchen wieder. Erasmus I. verschärfte damit seine autoritäre Justiz um ein vielfaches. Er legte damit den Grundstein für die Ständemonarchie. Die eigentliche treibende Kraft hinter dem Gesetz war die Hypertechnologiegesellschaft unter ihrem Großmeister Adolf Hitler. Das Gesetz wurde als Vortschritsgesetz gegen den Rückschritt gepriesen und sollte den Hypertechnologen mehr Machtbefugnisse einräumen. In den 1920er Jahren in der Regierungszeit Erasmus I. stärkte das Volkstreuegesetz tatsächlich die Hypertechnologie. Erasmus I. der den Einflüsterungen Hitlers erlegen war stellte sich als willfähiges Werkzeug heraus. Das Gesetz band die Untertanen an den Kaiser, der Kaiser hingegen gehorchte der Geheimgesellschaft. Mit Kaiser Erasmus II. änderte sich dies grundlegend, er setzte auf dem Wiener Gipfel neue Richtlinien. Mit 1933 stärkte das Gesetz die Machtposition des Kaisers, im Gegenzug wurde die Hypertechnologie geschwächt. Das neue Machtinstrument Volkstreuegesetz war bis 1963 die Basis für die Herrschaft Kaiser Erasmus II.

VolkstreueklassenBearbeiten

Die systematische Katalogisierung aller kaiserlichen Untertanen in Volkstreue und Volksuntreue brachte ein totalitäres Punktesystem hervor. Von 1934 bis 1964 erhielt jeder Österreicher einen Vermerk in seinem polizeilichen Führungszeugnis der vorgab in welche Volkstreueklasse er viel. Es gab fünf Volkstreueklassen die je nach Stand unterschiedliche Privilegien oder Schikanen bedeuteten. A, B, C, D, E. Mitglieder des Adelsstandes und Klerus erhielten ein A was die löblichste Volkstreueklasse darstellte. Bürger, Bauern und Handwerker wurden mit einem B geboren, Arbeiter mit C. Berufssoldaten und Wehrdienstpflichtige waren temporär von der Regelung befreit. In Zeiten des 2. Weltkrieges (1938-1944) musste jeder Untertan eine farbige Anstecknadel tragen die seinen Grad an Volkstreue und Konformität anzeigte. Der Wunsch in eine höhere Klasse aufzusteigen und die Angst abzusteigen förderte das Spitzeltum und Fanatismus. Es sorgte für permanente Paranoia in der Bevölkerung.

  • A) Volkstreueheld

Volkstreuehelden oder auch „Helden der Volkstreue“ trugen vergoldete Anstecknadeln mit den eingravierten Worten „treu, treu, treu“ Traf ein Volkstreueheld einen weiteren so salutierten er und sprach die Worte; „Treu! Treu! Treu!“ Von allen Treueklassen erhielten Volkstreuehelden die weitreichensten Privilegien. Für einen Volkstreuehelden war die Mitgliedschaft in einer Kaiserwehr und sonstigen Propagandaabteilungen Pflicht. Jede Art von Straftat auch Verwaltunkstrafen hatten den Sofortigen Abstieg in Treueklasse B zu Folge. War Man erst abgestiegen gab es keine Möglichkeit mehr erneut Volkstreueheld zu werden. Österreicher die ein A hatten galten als absolut loyale Anhänger des Kaisers.

  • B) Volkstreuer

Volkstreue oder auch „Freunde der Volkstreue“ trugen versilberte Anstecknadeln mit den eingravierten Worten „treu, treu“ Traf ein Volkstreuer einen weiteren so salutierten er und sprach; „Ewig Treu!“ Volkstreue erhielten einige Privilegien die von kleinen Steuernachlässen bis freien Parkplätzen (1 Tag pro Woche) reichten. Für einen Volkstreuen war die Mitgliedschaft in einer Kaiserwehr und sonstigen Propagandaabteilungen Pflicht. Volkstreue durften einmal Straffällig werden, bei Wiederholungstätern drohte der Abstieg in Treueklasse B. Verwaltungsstrafen waren den Volkstreuen nicht erlaubt. Gegen eine hohe Gebühr konnte ein Abgestiegener erneut um ein B ansuchen, dies war nur einmal möglich.

  • C) Volksvertrauter

Volksvertraute oder auch „Kinder der Volkstreue“ trugen grüne Anstecknadeln aus Eisen mit dem eingravierten Wort „Treu“ Traf ein Volksvertrauter einen weiteren so salutierten er und sprach; „Ewig Treu!“ Volksvertraute erhielten Privilegien wie Nahrungsbezugsscheine oder Kinokarten. Für einen Volkvertrauten war die Mitgliedschaft in einer Kaiserwehr nicht verpflichtend. Die Teilnahme an Kaiserjubelveranstaltungen einmal in der Woche war Pflicht. Volkstreue durften einmal Straffällig werden, bei Wiederholungstätern drohte der Abstieg in Treueklasse D. Verwaltungsstrafen waren den Volkstreuen erlaubt. Gegen Gebühr konnte ein Abgestiegener erneut um ein C ansuchen, dies war zweimal möglich. Für den Stand des Arbeiters war C die höchste zu ereichende Treueklasse.

  • D) Volksfauler

Volksfaule oder auch „Kinder der Volksfaulheit“ trugen gelbe Ansteckschildchen aus Pappkarton die mit dem Wort „Unartig“ bedruckt waren. Traf ein Volksfauler einen Landsmann mit höherer Volkstreueklasse so musste er salutierten und sagen; „Ich gelobe Besserung!“ Volksfaule galten nicht als Landesverräter waren aber einigen demütigenden Prozeduren und verschärften Regeln unterworfen. Volksfaule mussten sich einmal monatlich bei eigens eingerichteten Dienststellen des MVT einfinden um eine Verlängerung ihres D Status zu erhalten. Bei Nichteinhaltung dieses Pflichttermins erfolgte der sofortige Abstieg. War ein Untertan mehr als 6 Monate Arbeitslos galt er ebenso als volksfaul und stieg automatisch auf D ab bis er eine neue Anstellung gefunden hatte. Volksfaule mussten jeden Abend verpflichtend an Kaiserjubelveranstaltungen oder Arbeitsprogrammen teilnehmen. Wurde ein Volksfauler straffällig verdoppelte sich das Strafmass, Ihm war damit auch die Leibeigenschaft und der endgültige Abstieg auf Klasse E sicher. Volksfaule konnten gegen Zahlung einer hohen Gebühr wieder Volksvertraute werden. Zusätzlich zu der Gebühr musste eine kirchliche Beichte abgeliefert werden. Klerus und Adel konnten nicht tiefer absteigen.

  • E) Volksuntreuer

Volksuntreue waren in Freiheit selten vorzufinden da dies auch Leibeigenschaft oder Straflager bedeutete. Volksuntreue oder auch „Feinde der Volkstreue“ galten als Feinde der Konformität und des Kaisers. Kriminelle, politisch Andersdenkende, Homosexuelle und jede Art von Dissidenten waren Treueklasse E. Das unklare Volkstreuegesetz erlaubte es dem MVT praktisch jeden Untertanen über Nacht zu einem Volksuntreuen zu erklären. Volksuntreue trugen in der Öffentlichkeit blaue Arbeitsoveralls die auf dem Rücken mit den Worten „untreu, untreu, untreu“ beschriftet waren. Volksuntreue durften auf der Straße nicht sprechen, sie mussten an Kaiserjubelveranstaltungen teilnehmen wo sie vor der versammelten Volksmasse ein Untreuegeständnis ablegten. In einigen Fällen wurde Volkstreueklasse E als temporäre Strafe eingesetzt wie im Fall von schwerer Majestätsbeleidigung. Im laufe von 30 Jahren starben Millionen Menschen in Gefängnissen und Lagern. Am 4. Oktober 1970 wurde das Wiener Volksuntreue Mahnmal eingeweiht. In den Sieben Meter hohen Monolith sind die Namen Tausender zu unrecht angeklagter Opfer eingemeißelt.

Liste Ministerien des Terra Austria Imperiums.Bearbeiten

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