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Mongolensturm
Grund der Abweichung:

Die mongolische Flotte kommt nicht in den Sturm und erreicht Japan mit voller Mannschaft.

Zeitpunkt der Abweichung: 1274

Kurzinformation über Zeitlinie:

Mongolenherrscher Kublai Khan ruft zur Invasion Japans auf. Kublai Khans Heer zu Unterwerfung Japans besteht aus Chinesen, Koreanern und Mongolen. Japans Mönche beten darum, dass diese Armada die japanischen Inseln niemals erreicht. Doch auch die Mongolen haben gebetet. Als die Großflotte des Khans nach Japan übersetzt, ist ihnen das Wetter gewogen. Erst kurz nach der Landung bricht ein starker Wind aus der die Schiffe am Ufer trifft. Viele der Transportschiffe sind zerstört, Kublai Khan und die Mongolen sehen darin ein göttliches Zeichen, mit einer klaren Botschaft: sie kehren als Sieger aus Japan zurück, oder gar nicht. Wenig später trifft der italienische Kaufmann Marco Polo in China ein wo er von Kublai Khan dem größten Herrscher der Mongolen und Kaiser von Japan erfährt, dass das Mongolenreich von allen Winden gesegnet  sei...

Vorgeschichte des Mongolenreichs und Japans:

Das Mongolische Reich entstand durch die Einigung der Stämme dank Temüdschin besser bekannt als Dschingis Khan. Ende des 12. Jahrhunderts wurde aus den eigentlich recht einfachen Reiterstämmen der Mongolen ein zusammen agierendes Heer. Diese Krieger aus der Steppe zeichneten sich für ihre Reitkunst kombiniert mit Pfeil und Bogen als exzellente Kavalleristen aus. Mongolische Räuber versuchten schon vor Tschingis Khan Handel mit China zu erzwingen.
Dschingis Khan

Dschingis Khan, vereinigte die Mongolenstämme † 1227

Doch es gelang den eher unorganisierten Reitern nie wirklich die Chinesen zum Handel zu zwingen. Über die Jahrhunderte entstanden immer wieder Wehranlagen und Mauern,
800px-Emperor Kameyama

Japans Kaiser Kameyama † 1305

diese verschiedenen "Chinesischen Mauern" sollte diese Barbaren aufhalten. Im 13. Jahrhundert ist die Lage jedoch bereits ganz anders. Die ehemals als Räuber und Halunken bezeichneten Nomaden sind bald mächtige Herrscher. Hauptstadt des Mongolenreiches ist seit 1220 Karakorum. 1234 also etwa 7 Jahre nach dem Tod Tschingis Khans kam es zum Sturz der chinesischen Jin-Dynastie. Von da an regierten die Mongolen Nordchina. Bis 1260 dehnte sich das Mongolenreich immer weiter aus, es reichte von Persien im Westen bis nach China im äußersten Osten. Auch der Osten Russlands war mongolisch. Asiatische Länder wie Goryeo (Heute Korea) sind seit 1238 ebenfalls mongolisch dominiert. 1274 also im Jahr als die Mongolen Japan angreifen ist das Mongolische Reich das flächenmäßig Größte Weltreich seiner Zeit. Dem gegenüber steht Japan, Japan befindet sich seit 1150 in der Kamakura-Zeit. Diese Ära ist von Konkurrenz des Kriegeradels (Samurai) gezeichnet. In der Kamakura-Zeit lag die Macht in den Händen der Klosterkaiser. Seit 1192 gibt es in Japan das Amt des Shōgun  „Barbaren unterwerfender großer General“ Dieser Heerführer ist damit auch Oberbefehlshaber Japans im Kriegsfall. Nachder Eroberung Chinas durch die Mongolen (1264) 1268 gibt es diplomatische Forderungen wonach sich auch die Japaner dem Großkhan Kublai Khan dem Enkel des Dschingis Khan zu unterwerfen haben. Solche Forderungen wurden jedoch durch den Shōgun abgelehnt oder ignoriert. Japans Verteidiger die Samurai waren auch zweischneidig. Natürlich dienten sie Kaiser und Vaterland, aber das hatte seinen Preis. Die Samurai wollten bezahlt werden, die Verteidigung der Heimat brachte aber wenig ein.
KublaiKhan

Kublai Khan der Enkel des Dschingis Khan greift nach Japan † 1294

Darum verdingten sich die Samurai lieber in internen Klanfehden die Beute brachten. Seit 1259 ist Kameyama Kaiser Japans.

Zeitlinie Mongolensturm:

Kublai Khans Eroberung Japans:

1274 - Der Mongolensturm über Japan:

„Der Großkhan ist Ursprung aller Stürme!“

Sprichwort, Japan

1274 spitzt sich die Lage zu. Die Forderungen der Mongolen wurden ignoriert daher entschied Kublai Khan einen Militärschlag vorzubereiten. Die Invasionsstreitmacht aus 40.000 Mann sollte vom Königreich Goreyo aus nach Japan übersetzen. Die Invasionsflotte bestand aus etwa 1000 koreanischen Schiffen, diese Schiffe waren in aller Eile gebaut worden. Darum war die Mongolenflotte auch suboptimal für schweren Seegang geeignet. Die Mongolen waren auch keine wirklich guten Seefahrer, jedoch in Anbetracht der Situation war die Flotte ausreichend. Seit die Mongolen China regieren sind sie in Besitz von Schießpulver. Auch die große Armee bestehend aus Mongolen, Chinesen und Koreanern besitzt Schießpulver, diese Waffen waren meist Bomben die mit Schleudern auf Gegner gefeuert werden konnten. Die Armee führte auch berittene Soldaten mit. Die Truppen waren dank chinesischem Drills sehr diszipliniert. Als ersten Etappe nahm man die Inseln Tsushima und  Iki ein.

20. November 1274; Die Mongolen auf  der japanischen Insel Kyūshū  bei der Hakata-Bucht gelandet dort kommt es zu Ersten Schlacht zwischen den Streitkräften (Schlacht von Bun´ei) Bei diesem Kampf gelingt es den in Formation agierenden Invasoren die etwa 10.000 sehr eigensinnig kämpfenden Samurai zu besiegen. Diesen Sieg verdanken die Mongolen ihrem Zusammenhalt und guten Kriegstaktiken wie massenmäßig eingesetzten Giftpfeilen oder Knallkörpern.  Mit Schilden konnten die Verteidiger ebenfalls auf Distanz gehalten werden. Japans Streitmacht bestand aus den Samurai Kriegern verschiedener teils bisher verfeindeter Adelshäuser. Im Verlaufe der Schlacht gelang es den japanischen Klans trotzdem, die Eindringlinge zu schwächen. Während der Einschiffung in die Bucht schien das Wetter noch ganz passabel zu sein. Erst während des schweren Getümmels zogen Gewitterwolken auf die letztendlich dazu führten das ein riesiges Unwetter den Großteil der Mongolenflotte vom Ufer wegriss und zerstörte. Das Unwetter von der Hakata-Bucht sahen die Japaner erst als gutes Zeichen doch als die mongolischen Befehlshaber die Entscheidung trafen in das Landesinnere vorzudringen änderte sich dies. Die mongolischen Heerführer fürchteten um ihr Leben, denn in der momentanen Situation war die Heimkehr kaum möglich. Darum entschieden sie sich auch die letzten verbliebenen Transportschiffe auseinander zu nehmen. Teile der Schiffsmaterialien sollte bei der Invasion für den Bau von Belagerungsmaschinen genutzt werden. Die Heerführung gab die Parole aus „Es ist besser, für den Khan zu sterben, als feige zu leben.“ Darum stand nun eine zwar geschwächte aber sehr motivierte Mongolenarmee in Japan, diese „Horde“ zog nun plündernd und brandschatzend durch die Provinz Chikuzen. Dort wollten sich die Japaner in den Verteidigungsanlagen bei Dazaifu einigeln. Japanische Festungsanlagen galten als sicher, jedoch hatten die Verteidiger keine Ahnung von der Waffentechnologie der Eindringlinge.
Mōko Shūrai Ekotoba

Krieger der Mongolen beschießen Samurai mit Pfeilen und Bomben

. Hier benutzten die Waffenmeister ihre Fachkenntnisse und schmiedeten eine große Bombarde (Kanone). Dazu benutzten sie einige der aus den aufgegebenen Schiffen mitgebrachten Materialien.
IMongolGeschütz

Eine mittelalterliche Bombarde, eine ähnliche Waffe kam bei der Belagerung zum Einsatz, niemand weiß genau, wie sie aussah unter Militärhistorikern wird bis heute gestritten, ob es wirklich eine Bombarde war, die für das Donnerwetter sorgte, oder ob die Mongolen die Festung mit Sprengstoff zerstörten

. Am 2. Dezember erfolgte der erste Beschuss mit dem Geschütz. Für die japanische Burgbesatzung war der Beschuss wie ein Donnerwetter, die Moral der Samurai sank gegen Null, da man fürchtete, dass der „Mongolensturm“ nun auch die Festung erreicht hatte. Unterstützt durch gut plazierten Sprengstoff an den Fundamenten der Verteidigunsanlage war der Bombardeangriff verheerend. Hunderte japanische Krieger stürzten über die Mauern oder wurden von den einstürzenden Anlagen begraben. Nach der Belagerung wählten tausende Samurai den rituellen Selbstmord (Seppuku) Die Mongolen waren weiße, denn sie respektierten die japanischen Eigenarten und ließen die Selbstmorde zu. Das lag vor allem daran, dass die Invasionsmacht ohnehin keine Gefangenen versorgen konnte auch wenn Sklaven Gewinn versprachen, entschied man sich dagegen. Dies war für die Japaner ein traumatisches Ereignis. Auch der Shikken (Regent), Hōjō Tokimune welcher die Japaner anführte nahm sich das Leben. Der Sieg bei Dazaifu sorgte am Kaiserhof in Kyoto für Angst und Schrecken. Das Kamakura Shogunat war fast am Ende, Kaiser Kameyama standen nun nur noch wenige Samurai zu Verfügung. Er ließ nun auch eine Bauernarmee ausheben. Innerhalb des restlichen japanischen Schwertadels brodelte es inzwischen. Man machte den Kaiser für den Misserfolg verantwortlich. Natürlich wagte es keiner der Samurai die Hand gegen den Gottkaiser zu erheben, denn das Gesicht des Kaisers musste gewahrt bleiben. Trotzdem wagten es die Samurai dem Kaiser entgegen zu treten und ihn in „Schutz“ zu nehmen. Der Kaiser wurde dazu genötigt seine Räume nicht zu verlassen. Am 14. Dezember 1274 kam es zu Verhandlungen zwischen Japanern und Mongolen. Die Gespräche kamen zu einem Konsenz. Man entschied den Kaiser als für abgesetzt zu betrachten des weiteren wurde die „Göttlichkeit“ des Großkhans von den Japanern anerkannt. Die Adelshäuser Japans erkannten Kublai Khan als göttlichen Herren der Welt an, dieser Herr habe genauso wie ein japanischer Kaiser seine Göttlichkeit verdient und sei damit ein Repräsentant des Himmels. Durch diese Erklärung verlor der Adel nicht sein Gesicht da man Kublai Khans Mongolensturm ja die gleiche Göttlichkeit wie den Kaisern Japans zusprach. Natürlich war das ganze nur der Versuch einiger Oportunisten, sich an der Macht zu halten. Einige Adelige lehnten die Göttlichkeit Kublai Khans strikt ab und organisierten weiteren Wiederstand.

1275/1280 - Wiederstand der Ronin:

„Shimazu, Herr der Heerscharen! Herr aller Ronin! Herr aller Wiederstände! Shimazu, letzter der Samurai!“

Ausspruch über Shimazu

Nach dem Mongolensturm war Japan starken Wandlungen ausgesetzt. Kaiser Kameyama war abgetreten und lebte als Mönch in einem Kloster. In der Gegenwart wird oft von den Mongolen behauptet sie haben Japan aus ihrer kurzen Feudalzeit in die Moderne geführt. Die japanische Feudalzeit von 1185 bis Anfang des 14. Jahrhunderts endete mit den Reformen der neuen japanischen Militärdiktatur. Das Kyoto Shogunat welches ab etwa 1275 Japan regierte war natürlich japanisch, doch die Regenten und Shogune hatten mongolische Berater die ihnen oft dreinredeten. Trotzdem, dass Kublai Khan die meisten Sitten und Gebräuche des Inselvolkes akzeptierte waren ihm die Samurai ein Dorn im Auge. Der Schwertadel war im 13. Jahrhundert noch nicht so gefestigt,
ShimazuRüstunJapan

Die Rüstung eines Samurai aus dem Shimazu Klan. In der Mongolenära waren die Samurai nicht gern gesehen.

Samurai in der uns bekannten Form gab es erst seit weniger als 100 Jahren. Bisher war es einfach für einen Samurai, den Lehensherren zu wechseln, doch das neue „Kollaborateur“ Shogunat sollte im Auftrag des Kaisers (Kublai Khan) eine moderne Armee nach chinesischem Muster aufbauen. Viele Samurai hatten im Mongolensturm ihre Herren verloren, waren geflohen oder hatten sich sonst wie selbst entehrt. Der neue Shogun gab eine Amnestie für alle herrenlosen Samurai (Rōnin) bekannt. Diese Amnestie brachte jedoch nur wenig, da die meisten herrenlosen Samurai die Kollaborateure nicht anerkannten.
JapanneueArmee

Hilfssoldat der Großen Armee, Japans Heer sollte aus Bauern bestehen und nicht den Klans sondern dem Staat dienen. In der Anfangszeit des Heeres war die Ausrüstung einfach, aber bereits standartisierte Massenware ~ 1280

Japans Machteliten hatten ihre eigenen Gründe, den Mongolen die Treue zu halten, einige Klans wie der von Shimazu weigerten sich jedoch. Damit wurden ganze Adelsgeschlechter durch das Shogunat als Vogelfrei erklärt. Gerade das Haus Shmiazu welches seinen Sitz in der Stadt Kagoshima auf der Insel hatte, musste stark darunter leiden. Der Klan hatte an der Verteidigung Japans teilgenomen und war nun nach der Niederlage abgestiegen. Tausende Samurai waren im Dezember 1274 zu Tode gekommen die Ronin bildeten daher nur kleine Gruppen, die das Land unsicher machten. Einige wurden auch Piraten. Die Eroberung Japans war daher nur teilweise abgeschlossen es dauerte 5 Jahre bis das Klanoberhaupt der Shmiazu gefangen werden konnte. Shmiazu versteckte sich mit seinen Männern in den Wäldern und verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit Überfällen auf Geldeintreiber. In dieser Zeit baute der Shogun aber ein Massenheer, die "Große Armee" auf, die anders als die Ronin absolut loyal und vor allem bescheiden war. Diese Befriedungsarmee bestehend aus japanischen Bauern war zwar schlecht ausgebildet aber zahlenmäßig überlegen. Ein weiterer Vorteil der neuen Armee war auch der stark reglementierte Einsatz von Schießpulver. Die Mongolen betrieben rund um ihre Geheimwaffe ein regelrechtes Brimborium da sie damit die Propaganda stützen wollten das sie Donner und Blitz als göttliche Mächte beherrschten. Darum gab es auch Viele die den neuen Kaiser im Westen anerkannten und sogar verehrten. Die Ronin des Shimazu Klan waren weder die zahlenmäßig größte Gruppe noch besonders kampfstark, aber sie hatten Kontakt mit Kameyama, der nun aus dem Zen-Buddhistischen Kloster Nanzen-Ji aus Kyoto mit Shimazu korrespondierte. Leider sind die Briefe zwischen dem Klanführer und dem ehemaligen Kaiser verloren gegangen, daher wird immer wieder über den sogenannten Shimazu-Putsch diskutiert. Es wird angenommen dass Shimazu und Kameyama Pläne schmiedeten, das Shogunat zu stürzen, um danach das „wahre“ japanische Kaiserreich mit Shimazu als Shogun einzusetzen. Shimazus Traum von einem unabhängigen Japan endete jedoch im Juli 1280 mit der Schlacht von Satsuma. Shimazu hatte ein Heer aus etwa 1000 Ronin und mehreren Hundert Leibeigenen aufgestellt die sich der Großen Armee bei Satsuma stellten. Der Roninarmee war aber kein Glück gegeben da einige der Leibeigenen sich durch den Shogun bezahlen liesen und Standorte der Roninarmee übermittelten. Shimazu wurde von den Männern des Shogun wie ein Verbrecher behandelt und kurz nach der Niederlage gevierteilt. Damit war der organisierte Wiederstand durch die Ronin gebrochen, es gab zwar weiterhin Ronin-Banden doch denen wurde schon bald der Garaus gemacht. Für patriotische Japaner gilt Shimazu und sein Klan als strahlendes Vorbild. Vor allem sein Kampf gegen die moderne Welt der Invasoren stachelte im laufe der nächsten Jahrhunderte immer wieder dazu an sich gegen den Fortschritt zu stellen. Beispielsweise lehnte es Shimazu strickt ab erbeutetes Schwarzpulver einzusetzen da er es für Hexerei hielt. Der Begriff Ronin erhielt eine etwas andere Bedeutung als in UZL, er steht auch für Freiheitskämpfer. In der mongolischen/chinesischen Geschichtsschreibung finden sich auch Einträge über Shimazu, jedoch ist er dort als Raubmörder und verurteilter Verbrecher zu finden. Von Seiten der mongolenfreundlichen Shogune gab es bereits früh Versuche, Shimazus Ruf für die Nachwelt zu zerstören. Trotzdem die Regierung immer wieder Schriften, die Shimazu zum Inhalt hatten, vernichtete blieb er den Japanern bis in das 21. Jahrhundert als Freiheitskämpfer in Erinnerung. Mit dem Ende der Ronin-Revolten und der Großen Armee war die Zeit der Samurai zwar noch nicht beendet aber sie neigte sich dem Ende zu. Mitte des 14. Jahrhunderts im Tottori Shogunat gab es nur wenige Samurai, diese dienten nur noch als Generäle. Samurai Armeen gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.
Marco Polo at the Kublai Khan

Marco Polo bei Kublai Khan, 1289 bereiste der Venetianer auch das Land Cipangu (Japan)

Auch der Weltreisende Marco Polo erfuhr von den Ronin, die so als Legende sogar in Europa Bekanntheit erlangten.

1289 - Marco Polo in Japan:

1275 erreichte der Kaufmann Marco Polo und seine Reisegruppe aus Venedig, das im Westen als Cathay bekannte China. Dort wurde der Europäer von Kublai Khan empfangen der dem Weltreisenden einiges abgewinnen konnte. Die Polos waren eine Familie die bereits eine Dekade früher Asien bereist hatte und mit den regionalen Fürsten wohl vertraut. Was denn Europäern aber sofort zu Ohren kam, war die Geschichte rund um den Mongolensturm der im Vorjahr das geheimnisvolle Land Cipangu (Japan) erobert hatte. 
Wokou

Nach der Invasion häuften sich auch Piratenüberfälle in Ostasien China, Korea und Japan wurden Ziele der Wakou Piraten

Eine der interessanten Anekdoten erzählt, wie Polo im Auftrag des Großkhan den Ozean überquerte um den letzten Wiederstand der Japaner zu brechen. Marco Polos Aufzeichnungen zufolge musste er als Präfekt des Großkhan nach Japan gehen damit er die Erlaubnis zu Heimreise nach Italien erlangen würde. Dies geschah 1289 also 2 Jahre bevor Marco Polo die tatsächliche Heimreise antrat. Die chinesischen Aufzeichnungen sprechen zwar von einer Strafexpedition gegen Seeräuber aus Okinawa, nicht jedoch über den Venezianer. Offiziell war Japan bereits befriedet und die Ronin-Revolte lag Jahre zurück. Doch in Polos Reisebericht nach Cipangu ist etwas von „entehrten Rittern“ zu lesen die von kleineren japanischen Inseln  aus Plünderungen durchführten. Einige der japanischen Wakou-Piraten hatten auf der Seite des Ronin-Befehlshabers Shimazu
Ryukyu Kingdoms of Sanzan era

Die Königreiche Okinawas wurden 1299 erobert, sie unterstützen die Wakou-Piraten

gegen das Shogunat gekämpft und sich danach ein kleines Piratenimperium aufgebaut.  Die drei noch unabhängigen Königreiche auf Okinawa (Hokuzan, Chūzan und Nanzan) unterstützten immer wieder Überfälle auf chinesische und koreanische Küstendörfer. Die Bewohner Okinawas sahen sich zwar nicht als Japaner aber fürchteten ebenso eine Mongoleninvasion. In den 1280er Jahren hatte es in Korea und China immer wieder Aufstände gegeben. Diese begünstigte die Walou-Piraterie ungemein.  Marco Polo betrat zwar niemals die Insel Okinawa jedoch ging er auf Kyūshū an Land. Von dort aus beobachtete der Italiener das Leben der Japaner. Es wird heute angenommen das Polo etwa 4 Wochen in Japan verbrachte und danach an Bord eines japanischen Kriegsschiffes ging. Polo hatte auf dem Schiff nur die Aufgabe, die „glorreiche Bekämpfung und Vernichtung“ der Piraten zu beobachten und aufzuzeichnen. Kublai Khan wollte damit die Geschichte über die Niederwerfung Japans bis nach Europa transportieren. 1299 erfolgte dann eine Invasion Okinawas durch Japan und die Mongolen. Und tatsächlich hatte Marco Polo so einiges über die Piratenjagd und das „östlichste Land der Erde“ zu berichten. In Europa verbreitete sich die Kunde vom Herrscher, der den Sturm nutzte, die Welt bis hin an ihren Rand zu erobern wie ein Lauffeuer. Historiker nehmen an, dass nur ein kleiner Teil seiner seltsamen Geschichten auch wirklich geschehen ist. Da Marco Polo seine Abenteuer stark ausschmückte, wurden die Geschichten rund um das Land Cipangu in der Heimat schon früh als Räuberpistolen angesehen. Es ist nicht verwunderlich, dass Polo als Lügenbaron des Mittelalters gilt, denn seine Reiseberichte strotzen nur so von Übertreibungen, Fabelwesen und Wundern, so schrieb er auch über eine Hundeköpfige Menschenrasse in Asien. Darum galt Japan für Europäer auch bis in das 16. Jahrhundert als Märchenland.

14. Jahrhundert:

1301/1367 - Das Großreich der Yuan-Dynastie:

Anfang des neuen Jahrhunderts war das Mongolenreich weit ausgedehnt und gefürchtet. Allerdings war dieses Reich nicht zentralisiert und schon gar kein Nationalstaat im modernen Sinne. Das Kaiserreich China kam da einer Nation schon näher. Peking war Hauptstadt der 1279 von Kublai Khan begründeten Yuan "Ur-Anfang" Dynastie, Karakorum diente als Sommersitz der Kaiser. Seit dem Tode Kublai Khans 1294 gingen die anderen Mongolenherrscher  politisch ihre eigenen Wege. Darum war das Mongolenreich in eigentlich vier Reiche aufgeteilt;
Mongolen1294Mongolenst

Das Mongolenreich, bestehend aus 4 Teilreichen: Violet Yuan-Reich, Gelb Goldene Horde, Dunkelgrün Tschagatai-Khanat und Grün Persien

China, Persien (Ilchanat), Goldene Horde und das Tschagatai-Khanat. Die Regierung dieser Herrschaftsgebiete lag zwar grob gesehen immer noch in den Händen der Nachfahren Dschingis Khans, doch familiäre Verwandtschaft bedeutete nicht unbedingt auch Einträchtigkeit. Deswegen waren Kämpfe, Morde und Aufstände gegen die eigene Sippe alltäglich. Da sich im Mongolenreich oft auch Brüder gegenseitig bekämpften und die regionalen Fürsten ebenso ihre eigenen Interessen verfolgten, war das zentrale Regieren dieser mittelalterlichen Supermacht praktisch unmöglich. Der Sieg in Japan auch einfach nur Mongolensturm bezeichnet war für Kublai Khan ein großartiger Propagandaerfolg. Im Endeffekt änderte er aber nur wenig an der inneren Zerrüttung des Mongolenreiches. Was sich aber änderte war das mit der Unterstützung des Shoguns die Piraterie im chinesischen Meer stark eingedämmt werden konnte. Da die Japaner nun China nicht mehr als Bedrohung ansahen und es zu verbessertem Handel zwischen dem neuen Mutterland und den Inseln kam, boomte die Wirtschaft. Wie schon 1299 bei der Eroberung Okinawas, fand die Große Armee Japans auch im 14. Jahrhundert ihren Einsatz auf Seiten der Yuan-Herrscher. Die ersten Jahre des Jahrhunderts bis 1307 standen im Zeichen einer weniger militaristischen Politik von Kaiser Chengzong (Mongolisch; Timur Khan) Die Förderung von Handelsrouten durch die Yuan Kaiser führte im 14. Jahrhundert dazu, dass sich China immer mehr öffnete. Die später als Mongolischer Frieden „Pax Mongolica“ bezeichnete innere Stabilität sorgte so für intensiven Kultur und Warenaustausch. Nicht alle Mongolenherrscher waren gute Politiker. Viele verflochten sich in Intrigen und stürzten. Andere liesen sich zu sehr vom Prunk des Kaiserhofes ablenken. Die Seidenstraße trug nun auch das Schießpulver westwärts nach Europa. Daher kam es um 1315 auch in den europäischen Königreichen zu militärischen Veränderungen. Das Handrohr, eine frühe Feuerwaffe fand seinen Weg in europäischen Arsenale. Die weitere Verbreitung von Schwarzpulver entzauberte auch den gottgleichen Ruf des Großkhans, da nun auch dieses Geheimnis gelüftet war. Seit Ende der Herrschaft Timur Khans bestand die Zusammenarbeit zwischen den Mongolenherrschern lediglich aus Tributzahlungen an Peking. 1351 kam es zu einer Überschwemmung des
China75-emperor

Kaiser Huizong verlor fast den chinesischen Trohn durch die Roten Turbane † 1377

Gelben Flusses (Huang He) das darauf folgende Chaos begünstigte Aufstände der chinesischen Mehrheit und politischer Gegner des Kaisers. Durch Aufständische, wie die Roten Turbane, kam es zu Eskalation und Bürgerkrieg. Die Roten Turbane waren eine buddhistische Sekte. Es gab einige solche Sekten im Reich. Die seit etwa 20 Jahren in Erscheinung getretene Sekte, baute eigene Infrastrukturen und Zentren auf, welche Fanatiker produzierten. Führer dieser rebellischen Sekte war der Bauernsohn Zhu Yuanzhang. Die durch Hungersnöte und Epidemien geschwächte Regierung Chinas war Ende der 1360er auch mit einem schwachen Kaiser geschlagen. Huizong (mongolisch Toghan Timur) musste seine Macht nach Eroberungsfeldzügen der Sektierer 1356 mit Zhu Yuanzhang teilen. Yuanzhang hatte aber größere Ambitionen und wollte bald den Kaiser selbst stürzen.

1368/1370 - Ende des chinesischen Bürgerkriegs:

„Der Kaiser in seinem Großmut ließ seinen Gefolgsmann gehen! Ohne Bitte und Klage aber ohne Schwäche war der Kaiser! Er blickte dem Tod in die Augen und fürchtete Nichts! Der Kaiser in seinem Großmut ließ seinen Gefolgsmann gehen! Ohne Hoffnung und Zuversicht aber ohne Schwäche war der Kaiser! Er vernahm die Zehntausend als die Erde bebte. Der Kaiser in seinem Großmut ließ seinen Gefolgsmann gehen!“

Chinesisches Gedicht über die Rettung des Kaisers


Der Aufstand und das Chaos in China dauerte nun schon seit 16 Jahren an als die Roten Turbane zum Marsch auf Peking hetzten. Yuanzhang hatte alles Menschenmögliche getan die Person des Kaisers abzuwerten und von seinem Podest zu holen. Was der Sektenführer besonders gut konnte war Zwietracht zu säen wodurch er sich auch die Führung in seiner Sekte erschlichen hatte. Hinzu kam aber leider die Tatsache das Kaiser Huizong kein wirklich guter Führer oder Vorbild war. Anfang des Jahres 1368 verlautbarten die Roten Turbane einen Text der dem Kaiser sein „Mandat des Himmels“ entzog“ Bisher hatte Yuanzhang es nicht gewagt solch ein Dekret zu verfassen, denn es bedeutete das der Kaiser durch die göttliche Macht selbst seines Amtes enthoben war. Der Kaiser fühlte sich in Peking trotz seiner Leibgarden unwohl, einer der Gründe weshalb er sogar Japaner als Wachen einstellte. Seit Mitte des Jahrhunderts hatten sich die japanischen Adeligen als treue Gefolgsleute bewiesen. Einige wenige von ihnen stellten die japanische Garde, eine Leibwache die mit den alten Künsten der Samurai vertraut waren. Diese kleine Gruppe Japaner sollte aber bald auch als Krieger gegen die Roten Turbane eingesetzt werden. Es ist nicht genau belegt wieviele Japaner in dieser Garde dienten allerdings kam es im März zu einem schweren Gefecht mit Aufständischen. Lediglich ein Japaner überlebte und kehrte nach Peking zurück. Daraufhin soll der Kaiser seinen treuen Gefolgsmann gelobt haben und sagte; „Du hast dem Himmel gut gedient, geh und kehre heim und verkünde dass der Kaiser tod ist! getötet durch eigene Hand!“
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Der Gefolgsmann, in der Legende war er dem Kaiser treu und starb bei der Schlacht um Peking † 1368

Obwohl der Japaner seinem Kaiser nun ebenfalls Seppuku anbot lehnte dieser strikt ab. Der Japaner erhielt daraufhin freies Geleit er segelte davon. Was der Kaiser nicht ahnte war das dieser Krieger der Ziehsohn des Japanischen Shogun Tottori Tegusa war. Nach der Abreise des Japaners spitzten sich die Kämpfe zu wenige Wochen später griffen die Roten Turbane bereits die Mauern Pekings an. Doch als die Not am erdrückendsten war hörte der Kaiser das Stampfen von 10.000 Männern, es waren die Japaner und ihre Große Armee die dem Tennō zu Hilfe gekommen waren. Diese Geschichte rund um einen japanischen Krieger ist natürlich nur eine Legende, wahr ist das der Kaiser nach dem japanischen Heer gerufen hatte. Trotzdem hält sich diese Legende hartnäckig als Wahrheit und soll die absolute Loyalität Japans und die Selbstaufopferungsbereitschaft
Huizongs bekunden.
24-torture

In späteren Jahrhunderten versuchten Gegner des Kaiserhauses die Exekutionen der Redelsführer weiter zu verteufeln, Sekten die den Roten Turbanen ähnelten und sich Lotuse nannten verteilten im 16. Jahrhundert solche Bilder gegen die Kaisermetzger

Insgesamt hatten die Japaner 25.000 Soldaten mobilisiert, 10.000 davon unterstützten die Kaiserliche Armee bei der Verteidigung Pekings. Die Niederschlagung des Pekingaufmarsches der Roten Turbane dauerte drei Tage und fand am 22. April 1368 ihr Ende. Bei der Schlacht wurde auch Zhu Yuanzhang erschlagen. Der Gefolgsmann soll während der letzten Stunden des Kampfes von einem Dutzend Turbane in die Enge getrieben worden sein, er starb ebenfalls im Kampf. Daraufhin kam es zu Massenhinrichtungen. Nachdem die Roten Turbane ihren Kopf verloren hatte verzettelten sich ihre Generäle Chen Youliang, Xú Dá und Chang-yu-chun in Streitereien. Schon immer war Intrigantentum bei den Roten Turbanen gang und gebe, alle Drei Führer hatten den Plan sich selbst zum Kaiser zu machen. Durch die Hilfe aus Japan konnte der Kaiser seine Armeen wieder um sich scharen und marschierte in den von Turbanen beherrschten Süden Chinas. Die Armee erreichte daraufhin Zhejiang und Jiangsu wo die Turbane Hochburgen aufgebaut hatten. Beide Städte verschonte er und forderte von den dortigen Rädelsführern den Kopf ihrer Drei obersten Anführer. Sie verrieten daraufhin denn Namen der Hochburg in der sich General  Chen Youliang befand. Bis Mai konnte der Sektengeneral ganz im Süden des Landes gestellt werden. Der Rest des kaiserlichen Feldzugs gegen die Sektenhochburgen verlief weniger friedlich. Der Kaiser und Shogun Tottori richteten ein Blutbad auf der Insel Hainan an. Hainan war der letzte Zufluchtsort General Xú Dás der gerade dabei war China in Richtung Vietnam zu verlassen. Vietnam galt nicht gerade als chinafreundlich, wäre es Xú Dá gelungen das dortige Reich in den Konflikt einzubinden hätte er einen starken Verbündeten gehabt. Es dauerte jedoch noch bis 1370 bis der innere Frieden Chinas wiederhergestellt werden konnte. Als auch Chang-yu-chun aufgespürt war rief der Kaiser die begnadigten Rädelsführer von Zhejiang und Jiangsu zu sich und servierte ihnen die Körperteile ihres ehemaligen Generals auf silbernen Tellern. Als die vermeintlich Begnadigten aufschrien traten mehre japanische Krieger vor sie und brachten sie ins Verlies. Der Kaiser befahl auch sie bei lebendigem Leibe zu zerlegen und an den Stadtmauern Pekings ausstellen. Der Kaiser ließ auch verkünden das Jeder Mensch der Verrat begeht egal ob Freund oder Feind ein Verräter am Himmel sei. Ob Kaiser Huizong diese Exekutionen selbst angeordnet hatte oder es eine Idee Shogun Tottori Tegusas war ist nicht geklärt. Fest steht aber das der Kaiser in seiner gesamten Regierungszeit eher ein Werkzeug seiner Berater war.

1350/1400 - Das neue Japan:

Japan Mitte des 14. Jahrhunderts; Seit dem Mongolensturm ist Japan anders und moderner geworden. Mit den Jahrzehnten hat sich in den Köpfen der Japaner ein neues Prinzip gefestigt. Das Prinzip heist: „Ein Kaiser, Zwei Reiche!“ Die japanischen Intellektuellen haben angefangen sich mit Philosophien und der Kultur anderer Völker zu beschäftigen. Die Leitkultur ist hierbei China, der Konfuzianismus spielt ab der Regentschaft  Tottori Tegusas 1371 eine wichtige Rolle. Bis 1347 bestand das „Mongolen Shogunat“ diese Bezeichnung hatte es da die Oberbefehlshaber Japans sich stark an Berater aus dem Mongolenreich orientierten.
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Burg Tottori Sitz des Shogun und von 1353 bis 1517 Hauptwohhnort des gleichnamigen Adelshauses in der Küstenstadt Tottori, Bild 2018

Seinen Sitz hatte dieses Shogunat in der alten Kaiserstadt Kyoto. Das Mongolen Shogunat hatte Japans Militär und Lehenswesen radikal verändert und in die japanische Moderne geführt. Dieses Shogunat sorgte auch dafür das die „Buke“ (Samurai) an Bedeutung verloren. Der alte zivile Adel „Kuge“ gewann wieder die Oberhand. Kuge mussten nicht zwangsläufig Samurai oder Krieger sein, es entstanden auch fast bürgerlich anmutende Handelshäuser. Die Verwaltung Japans lag nunmehr in den Händen von kaiserlichen Beamten des Zentralstaates die langsam die Oberhand über den Feudaladel erlangten. Reiche Kage schickten ihre Söhne oft nach China um sie dort ausbilden zu lassen und um Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.
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Waffen der Großen Armee, Speer, Schwertlanze und verschiedene mehrläufige Feuerwaffen gehörten um 1390 fest in das Waffenarsenal Japans

Da sich Japan dem Handel mit Asien immer weiter öffnete wuchs auch die Bedeutung von Küstenorten. Innerhalb des neuen Japan war es den jungen Männern wichtig sich als Verteidiger des Vaterlandes zu profilieren. Historiker sprechen hierbei vom „Japanischen Trauma“ da die Japaner ihr Land 1274 nicht verteidigen konnten litten sie an einem zwanghaften Verhalten welches dazu führte dass Japan eine stark militaristische Bevölkerung hervorbrachte. Anfangs waren einfache Bauern als Speer und Schwertlanzenträger eingezogen worden. Doch mit dem Mangel an Adeligen konnten auch Bauern mittlere Ränge in der Großen Armee erreichen. Viele einst unfreie Bauern kehrten als freie Männer heim. Der Militärdienst brachte den Bauern Privilegien, einige übernahmen ihre Höfe in Pacht, so ging das Feudalwesen bis 1320 immer mehr zurück.
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Japanische Kriegsschiffe bekämpfen die Vietnamesen im Japano-Viet Krieg 1375

1350 war eine Großzahl japanischer Bauern zu Wehrbauern mit eigenem Land und dem Recht einen Speer oder eine traditionelle Schwertlanze zu tragen geworden. Obwohl das Tragen eines Samuraischwerts immer noch Prestigeträchtiger war genossen die „Schwertlanzenmänner“ großen Respekt, stolz trugen sie daher ihre Waffen immer mitsich. Auch gab es bereits Feuerwaffen diese wurden anfangs aus China importiert. Die Japaner bewiesen sich als sehr erfinderisch entwarfen neue Feuerwaffen für ihre Fußtruppen mit meist abenteuerlich wirkenden Mehrfachschußrohren. Allerdings hatten Rohrschützen in der militaristischen Gesellschaft Japans einen niedrigen Rang. Rohrschützen standen noch unter den Speerträgern, danach kamen die Schwertlanzenmänner und Kuge. Im Adel war das Tragen von Feuerwaffen weitgehend als Feigheit verpönt. Zwar nahmen japanische Heere in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts an chinesischen Militäraktionen teil, hatten aber nur den Charakter von Hilfstruppen. Dies änderte sich mit dem Auftauchen eines neuen Shogunats. Nach dem Chinesischen Bürgerkrieg erklärte Japan 1375 dem vietnamesischen Kaiserreich den Krieg, dieser wurde weitgehend zu See geführt. Kriegsgrund waren offiziell die Piraten aus vietnamesischen Häfen. Tottori Tegusa ein Mann der Geheimnise mit einer ungeklärten Vergangenheit diente sich vom einfachen Schwertlanzenmann zum höchsten Militärführer und später sogar Regenten hoch. Sein Heimatort war die kleine Küstenstadt Tottori im Süden der Insel Honshū. Als bürgerlicher (wahrscheinlich ein Fischer) ging er 1333 zu Armee, es sind Aufzeichnungen bekannt das der „Helfer“ sich in der Kunst des Kampfes mit der Schwertlanze verdient gemacht hatte und bald ein Kommando bekam. Tottoris Gegner verbreiteten das Gerücht er habe sich durch Mord und Erpressung hochgearbeitet bis er wegen seiner Leistung in den Adelsstand erhoben wurde. Tegusa gründete 1344 das Adelshaus Tottori welches er nach seinem Heimatort benannte.
Nach Streitigkeiten um das Amt des Shogun 1347 übernahm der nun bereits hochdekorierte Tottori. Er nutze die Zeit des Chinesischen Bürgerkriegs und die damit verbundene Ratlosigkeit des japanischen Regenten gezielt für seine Zwecke. Er verstärkte die Polizeipräsenz und verbesserte die Ausbildung der Armee. Der stellvertretend für den Kaiser in Kyoto amtierende Regend musste bald erkennen das er gegenüber dem Shogun machtlos war. Tottori ließ sich kaum etwas von den Gesandtschaften aus China dreinreden sah aber Handlungsbedarf um die Roten Turbane endlich auszuschalten.
TottoriShogun

Das Symbol des Tottori Klans (1344-1517)

In den Jahren 1351 bis 1371 nutze der Shogun den schwachen Kaiser in Peking um die Interessen Japans durchzudrücken. Er galt zwar als Kaisertreu hatte sein Augenmerk jedoch auf das eigene Volk und seinen Vorteil gerichtet. Als der Bürgerkrieg endete erhielt Tottori zum Dank für seine Hilfeleistung die Regentschaft über Japan die er bis zu seinem Tode 1381 aktiv ausübte. Das Haus Tottori regierte Japan die nächsten 136 Jahre. Was Japan in der Tottori Ära besonders auszeichnete ist Pflichtbewusstsein aber auch eine gewaltige Bürokratie. Der Beamtenstaat des Neuen Japan bis in das 16. Jahrhundert hatte aber ein Gutes, es wurde fast jedem Bürger möglich aufzusteigen. Aufstieg musste man sich verdienen das war die Lektion die von Tottori Tegusas Regentschaft  weitergegeben wurde.
Damit hatte er postum einen äußerst effizienten Staat geschaffen.

15. Jahrhundert:

1401/1483 – Die Südexpansion Yuan-Chinas:

Um 1400 war China weitgehend zu Ruhe gekommen, die mongolische Yuan Dynastie regierte nachwievor China. Chinas Kaiser sah sich als Weltherrscher und war nun der Meinung das auch andere entfernte Länder von seinem Ruhm erfahren und ihm Tribut zollen sollten. Dies führte zu einer Periode der chinesischen Geschichte die als Südexpansion bezeichnet wird. Dieses Zeitalter zeichnete sich in China vor allem durch eine Verbesserung der Schifffahrttechnologie und Ausweitung der Sehandelsrouten aus.
Zheng-he

Zheng He Großadmiral der "Allmächtigen Flotte" Er bekam durch die Yuen-Dynastie den heiligen Auftrag Tribute einzuholen † 1434

Die Südexpansion brachte einige bedeutende Seefahrer hervor die im Auftrag des Kaisers Tribute von weit entfernten Königreichen einforderten. Bekannte Galionsfigur dieser Zeitperiode ist der Eunuch Zhèng Hé. Ihm wurde 1403 die sogenannte „Allmächtige Flotte“ anvertraut. Mit ihr segelte er die vietnamesische Küste hinab nach Indien und sogar an die arabische Halbinsel. Seine stark diplomatisch orientierte Mission neue Länder zu entdecken und bei alten Freunden Geld einzutreiben sollte China und die Mongolen wieder als das dastehen lassen was sie waren; Weltherscher.  Zhèng Hé bereiste auch das Reich Dai Viet (Vietnam)


welches sich bereits seit Jahrzehnten als Ursprung einer Piratenplage erwies. Etwa um 1420 gab es auf dem Gebiet des heutigen Vietnam das Reich Dai Viet und das Champa Königreich. Schon zu Zeiten der Allmächtigen Flotte wurden immer wieder Strafexpeditionen nach Südostasien gestartet. 1426 erfolgte die Unterwerfung Champas durch Zhèng Hé. Dieses Volk hatte immer wieder Überfälle auf die Länder des Kaisers verübt, so gab es 1425 einen Überfall auf Okinawa. Die Chinesen plünderten das Gebiet und sorgten dafür dass die neuen Machthaber ihnen die Treue schworen. Der Sklavenhandel wurde verboten was den Vietnamesen einiges an Scherereien einbrachte. Tributpflichtige Länder fügten sich, nicht jedoch Vietnam. Chinas Gesetz hatte eigentlich nur das Ziel die Sklavenjäger und Händlerkonkurenz aus dem Ausland auszuschalten und den Markt zu monopolisieren. Für die Umsetzung des Antisklavereigesetzes hatte die Allmächtige Flotte Schiffe mit mehreren Geschützbatterien. Der Konflikt um den ostasiatischen Sklavenhandel entlud sich immer wieder in Seeschlachten wobei die Größe der Bordgeschütze immer anstieg. Die Allmächtige Flotte hatte immer öfter lediglich die Aufgabe Krieg zu führen und verlor dadurch ihren diplomatischen Auftrag vollständig.  Chinas andauernde Einmischung in die Angelegenheiten der Länder Indochinas führte 1447 zu einem Bündnis der Vietnamesen mit dem Khmer-Reich gegen den Vasallenstaat Champa. In Peking war zu dieser Zeit der militärisch sehr talentierte Kaiser  Zhunxi (mongolisch Mesut Khan) an die Macht gekommen. Der Kaiser pochte nun auf die alten Rechte Chinas auf das Gebiet Vietnams. Vietnam hatte sich im 10. Jahrhundert von China losgelöst, es gab bereits unter Kublai Khan den Versuch Vietnam wieder anzugliedern. Der Kaiser schmiedete in den nächsten Jahren einen Plan gegen Dai Viet und die Khmer wobei er den Herrschern Champas Einfluss versprach. Der Große Südkrieg begann im Mai 1451 mit einer großangelegten Invasion der Chinesen/Mongolen in Dai Viet. Ziel war es nun die kaiserliche Lê-Dynastie gefangen zu setzen und das Land endgültig einzugliedern. Trotz Verbündeter aus Champa, Lan Chang und Japan konnte Chinas Invasion lange abgewehrt werden. Die Südostasiaten setzten vor allem ihre Kenntnisse der Region für Hinterhalte im Urwald ein. Die bisher starke vietnamesische Marine kam kaum zum Einsatz weil sie schon zu Beginn des Krieges im Hafen vernichtet wurde. Der Südkrieg erwies sich für China als äußerst Verlustreich da sowohl Khmer wie auch Vietnamesen sich Söldner aus den Nachbarländern hereinholten. Der Krieg legte teilweise den Südostasienhandel lahm da die Allmächtige Flotte systematisch die Verbündeten Städte ihrer Feinde in Schutt und Asche legte. 1455 endete der Krieg zwar aber der Ruf Chinas hatte schweren Schaden genommen. Vor allem war Zhèng Hés Erbe arg in Mitleidenschaft gezogen worden der bis zu seinem Tode 1434 für einen eher diplomatischen Einsatz der Allmächtigen Flotte einstand. Damit endete auch die Südexpansion, Entdeckungsfahrten wurden kaum noch durchgeführt. Anfang der 1480er Jahre entsandte China jedoch erneut eine Allmächtige Flotte zum Aufbau von Beziehungen mit anderen Ländern. Diese Allmächtige Flotte war jedoch mit der Ersten in Größe und Bewaffnung nicht zu vergleichen. Großadmiral Ganbaatar soll auf seinen Entdeckungsreisen bis nach Australien vorgedrungen sein. In seinem Tagebuch beschrieb der gebürtige Koreaner die dortigen Menschen als nackte Affen, weshalb er dem Land den Namen Affeninsel gab. Diese rassistische Bezeichnung wurde lange beibehalten. China sah in der Affeninsel und seinen Bewohnern keinen Wert weshalb es auch zu keinen weiteren Kontakten mit den Aborigines kam. Ganbaatars Entdeckungsreise nach Australien wurde lange Zeit als Lügengeschichte abgetan, doch fanden sich im 19. Jahrhundert chinesische Schriftzeichen an der Nordküste Australiens.

1420/1500 - Bruch zwischen Ost und Westmongolen:

Der Bruch im Mongolenreich zwischen Ost und Westmongolen war ein Prozess der 1420 bereits 90 Jahre angedauert hatte. Die Vier Teile des Mongolenreiches hatten sich immer stärker auseinander gelebt bis es zu Beginn des 15. Jahrhunderts zum entgültigen Bruch kam. Nebengründe hierfür war das Erstarken der baltischen und russischen Fürstentümer, Verluste gegen den Deutschordensstaat und interne Machtkämpfe. Auch spielte die Religion eine große Rolle so hatte sich die Goldene Horde zum Islam bekannt. Zwischen den westlichsten Mongolenstaaten (Horde, Ilchanat) und China gab es große Unterschiede. Die Westmongolen warfen den Yuan Mongolen vor sich von ihrem wahren mongolischen Leben abgewannt zu haben und erkannten den Großkhan in Peking bald nichtmehr als Führer an. In China lebten die dortigen Mongolen oft in Städten und hatten teilweise die chinesische Kultur angenommen. Das Leben in der Steppe wurde meist nur in der entlegenen Mongolei praktiziert, der Großkhan galt als elitärer Chinese. Auch der Reichtum Chinas sorgte im Westen für Neider. Es gab daher immer wieder Raubüberfälle auf chinesische Ländereien durch das Taschgadai-Khanat. 1420 wurde daher mit dem Bau einer Wehranlage zum Schutz der chinesischen Westgrenze begonnen. Der Grundgedanke dieser Wehranlagen war bereits aus dem vormongolischen China bekannt. Schon im 7. Jahrhundert v. Chr gab es Bestrebungen des antiken Königreiches Chu die eigene Grenze mit Mauerwerk zu sichern. Bisherige Mauerprojekte sollten Mongolen aus der Mongolei abhalten, das neue Projekt sah jedoch den Bau einer Mauer vor die von Norden nach Süden verlief.
Jurte Geschichte Zeltwelt.ch

Die Yuan Mongolen des Ostens hatten sich um 1420 stark an die moderne Kultur Chinas angepasst. Bild zeigt traditionel lebende Mongolen des Mittelalters

Yuan China befand sich gerade mitten in der Südexpansion und suchte Wege den Landweg nach Westen durch Seerouten zu umschiffen. Die Maueranlagen sollten aus einzelnen Türmen bestehen die mittels der „Großen Straße“ miteinander verbunden waren. Bei Banditenangriffen wurden Feuer entzündet oder berittene Boten ausgesandt. Im Laufe mehrerer Jahrzehnte entstand so ein über Kilometer verlaufendes Wehrturmnetz. 1477 begann eine weitere Bauphase, die bisher freistehenden Wachtürme wurden mit einer hochgelegten Wehrstraße verbunden die wesentlich mehr Schutz als die bisherige Große Straße bieten sollte. Diese Trasse erhielt von späteren Generationen den Namen Große Mongolische Wehrsraße.
YuanChina1500

Verlauf der Großen Wehrstraße Grün 1500 n. Chr

China unterstützte die russischen Fürsten im Kampf gegen die Goldene Horde und vereinbarte gegen Ende des Jahrhunderts großzügige Handelsprivilegien mit dem erstarkenden Großfürstentum Moskau. Der Keil zwischen den mongolischen Stämmen konnte um 1500 nicht größer sein als Großfürst Ivan III. von Moskau der Goldenen Horde den Todesstoß versetzte. Einzelne Mongolenfürsten waren zwar auch nach dem 15. Jahrhundert plündernd aktiv doch der Aufstieg Russlands blieb unaufhaltsam. Der als Mongolenreich bekannte Zusammenschluss war bald endgültig Vergangenheit. Dank der Straßenverbindung an der Westgrenze konnte die kaiserliche Armee sehr schnell auf feindliche Überfälle reagieren und Reiter schicken. Die Grenzposten waren nie wirklich stark besetzt, das Geheimnis der Mongolen lag in Ihrer befestigten Straße. Die Wehrstraße wurde bis in das 17. Jahrhundert immer weiter ausgebaut.
Siege constantinople

1453 der Fall von Konstantinopel veränderte den Welthandel, die Seidenstraße wurde durch die Türken blockiert

1453/1498 - Probleme europäischer Handelsbeziehungen:

Der Einfluss des Mongolischen Reiches und der damit verbundenen Teilreiche war überall auf der damals bekannten Welt zu spüren. In der heutigen Türkei im Landstrich Anatolien waren die mongolischen Ilchane präsent. Eine Mischung verschiedener Völker und Aufstände hatte 1299 zu Gründung des Osmanischen Reiches geführt. Das Turkvolk der Osmanen hatte gewisse Einflüsse der Mongolen übernommen, gehörte daher indirekt zu den Erben des Großkhan. Ein Beispiel für einen solchen Einfluss ist das sich der Sultan auch mit Hakan (mongolisch Khan) betitelte. Mitte des 15. Jahrhunderts war das seit mehr als 1000 Jahren bestehende Byzantinische Reich am Ende. Dieser Niedergang kam nicht von heute auf morgen, große Schuld trugen hierbei die christlichen Kreuzfahrer die es schon 1204 ausplünderten. Das eigentlich als Bollwerk gegen die Türken angesehene Byzanz hatte in den letzten 250 Jahren stark an Macht verloren. 1453 kam dann das unausweichliche Ende; Der Fall des "Goldenen Apfels" Konstantinopel. Die Christenheit glaubte nun die Apokalypse und die Ankunft des Antichrist stände kurz bevor. Doch es kam ganz anders. Der Fall Konstantinopels läutete für Europa ein neues spanendes Zeitalter ein, das Zeitalter der Seefahrer und Entdecker. Die Türken blockierten den Weg nach Osten und legten damit die alten Handelsrouten der Seidenstraße lahm. Den europäischen Händlern blieb nur die Chance den Weg per Schiff nach Indien und China herauszufinden. Auch war durch den Mongolischen Bruch der sichere Reiseverkehr durch mongolische Fürstentümer erschwert. Dies war das Ende des „Pax Mongolica“ Im Gegensatz zu den Europäern beendeten die Yuan Mongolen zu selben Zeit ihre Südexpansion und liesen ihre Seefahrt auf Sparflamme laufen. Es kann als Ironie der Geschichte gesehen werden das Ende des 15. Jahrhundert die Europäer mit ihrem Endeckerzeitalter durchstarteten, aber die Chinesen es auf Eis legten.
KarteSeidenstraße

Die Seidenstraße das Tor in den Osten, ab 1453 war es den Christen kaum noch möglich Indien und China zu erreichen, es musten Alternativen her.

Für China war der Handel über die Seidenstraße immer noch möglich. Die Türken und Araber hatten keine wirklichen Vorurteile gegen fernöstliche Händler. Ganz im Gegenteil, zwischen dem Osmanischen Reich und China blühte der Handel. Die Probleme der Europäer scherten Peking wenig, die alten Handelspartner Venedig oder die Deutsche Hanse verloren an Bedeutung. Andere neue Seemächte wie Portugal und Spanien sprossen aus dem Boden. Diese beiden Länder hatten den Vorteil sich arabischer Schiffstechnologie bedienen zu können. Mit den neuen iberischen Schiffstypen waren bald Reisen bis an die Südspitze Afrikas möglich. Seefahrer wie Barolomeu Dias versuchten diese Umsegelung scheiterten jedoch. Mit der Entdeckung der Neuen Welt Amerika 1492 glaubten die Spanier Indien wiederendeckt zu haben. Was sie aber dort fanden stellte sich anfangs als seltsame Inselwelt heraus welche nur wenig Profit einbrachte. Darum wurde auch nach Christoph Columbus Endeckung der Seeweg nach Indien gesucht. 1498 gelang es den Portugiesen eine Seeroute nach Indien zu finden, das Problem der Europäer war gelöst, der Handel mit dem Fernen Osten konnte nun wieder anlaufen. Mit der neuen Seehandelsroute sahen sich die Länder China und Japan mit neuen Problemen und Chancen konfrontiert, der Invasion der Südbarbaren.

16. Jahrhundert:

1510/1554 - Ankunft der Südbarbaren in den Yuan-Reichen:

Anfang des 16. Jahrhunderts hatten die Portugiesen schon Niederlassungen an der indischen Küste. Die Europäer gingen bei der Erkundung meist wenig Rücksichtsvoll mit den einheimischen Fürstentümern um und verstrickten sich so in Geplänkel. Auch Kaiser Yuan Shi Huang Di (Bedeutung: Erster erhabener Gottkaiser der Uralten Zeiten, mongolisch: Bai-Turtur Khan) von China kamen diese Gerüchte um portugiesische Seefahrer zu Ohren die einfach auf dem indischen Subkontinent ihre Forts bauten. Er war mit dem was er hörte nicht zufrieden und wollte im Falle eines Kontaktes mit diesen „Südbarbaren“ entschiedene Schritte setzen sollte so etwas in seiner Einflusphäre geschehen.
António de Abreu - Padrão dos Descobrimentos

Der portugiesische Endecker António de Abreu ereichte 1511 den Westpazifik und drang damit in die Gewässer der Yuan ein, Denkmal in Lisabon Portugal

Die Chinesen bezeichneten alle „unzivilisierten“ Völker aus dem Süden als Südbarbaren. Der Begriff wurde später auch in Japan verwendet. Zu ersten Berichten über Südbarbarenschiffe kam es um 1511 als der portugiesische Seefahrer António de Abreu den Westpazifik befuhr und kurze Zeit später Timor entdeckte. Die Portugiesen wussten bei ihrer Erkundung aber nicht dass die Inselwelt des Westpazifik der Vorgarten der Yuan Reiche war. Zwar war die Allmächtige
NanbanCarrack

Eine Karracke der Südbarbaren, Ihre Schiffe waren anfangs eine Plage, Bild Japan 16. Jhd

Flotte 1483 in den Ruhestand versetzt worden, doch gab es immer noch starken Schiffsverkehr  der Chinesen und Japaner. (Siehe Südexpansion) Diese Beiden Länder traten immer häufiger unter dem Sammelbegriff Yuan-Reiche auf. Die Europäer erfuhren auf der Insel Timor schnell wer in dieser Weltregion das sagen hatte es waren die „Ewigen Uralten Reiche“ Zwar waren die Inselstaaten
Amacao

Ab 1554 wurde Macoa an die Portugiesen verpachtet, Illustration des portugisischen Macau; um 1598

bereit Handel mit den Neuankömmlingen zu betreiben, doch wiesen sie immer wieder daraufhin dass es besser sei sich zuerst in China vorzustellen bevor es zu größeren Transaktionen kommen konnte. So wurde auch den Portugiesen und Spaniern klar dass sie nur mit Erlaubnis der Yuan-Reiche wirklich ertragreiche Beziehungen knüpfen konnten. 1516 erreichte daher die erste Gesandtschaft aus Portugal den Kaiserhof in Peking. Obwohl die Fremden sich sehr höflich und respektvoll zeigten liesen ihre Taten in anderen Teilen der Welt ihre Doppelzüngigkeit erahnen. Bai-Turtur Khan lies die Portugiesen ersteinmal gewähren, es kam daraufhin zu Handelsbeziehungen man ließ die Europäer Luxusgüter aber vor allem Porzellan einkaufen. Allerdings waren die Berater des Kaisers der Meinung dass es innerhalb der Yuan-Sphäre keine europäischen Kolonien geben dürfe. Die Portugiesen wurden darauf hingewiesen dass ihre Kolonialmacht in Portugiesisch-Indien sich niemals weiter nach Osten erstrecken dürfe. Wie bereits im Mittelalter durften die Südbarbaren nun Handelskontore in Shanghai oder auch auf Okinawa errichten. Damit verschwanden auch die Märchen und Fabeln über Japan. Die europäischen Seefahrernationen brachten verbesserte Technik und Waffen diese wurden sehr genau geprüft. Die Flotten Chinas und Japans erhielten nach und nach modernere Ausrüstung, sie sollten die Fremden Seefahrer notfalls in Ihre Schranken weisen. Das Vorgehend der Spanier in Mexiko sowie der Untergang der Azteken 1519 brachten eine Menge Edelmetalle auf den Markt. Die Fremden versuchten bald die Einheimischen Inseln und Südostasien mit dem Prinzip Teilen und Herrschen auseinanderzudividieren. Die Versuche der Europäer Vasallenstaaten der Yuan gegeneinander und vor allem gegen China aufzuhetzen fruchteten teilweise. Diese Zeit ist auch mit Umwälzungen in Japan und einem neuen Schogunat ab 1517 gekennzeichnet. Unterschied zu UZL war vor allem das China und Japan keine isolationistischen Mächte waren sondern sich einige Optionen offen halten konnten. Zwar waren auch bei den Yuan die Strafen auf Schmuggel und illegale Landgänge drakonisch, doch hatte man immer denn Handel im Sinn. Die Yuan- Reiche konnten sich auch bald auf moderne Kriegsschiffe asiatischer Bauart stützen mit denen sie 1524 die portugiesische Kolonie vor der Küste Indiens; Ceylon kurzzeitig blockierten. Diese Blockadeaktion zeigte Portugal das es sich nicht mit den Yuan verscherzen sollte. Den Yuan-Kaisern war im Gegenzug auch klar dass sie durch die Ausländer an Edelmetalle gelangen konnten. Die Neue Welt Amerika erwies sich nun als Quelle für Gold und Silber, eine erhebliche Menge davon wurde später für Luxusgüter in den Yuan-Reichen ausgegeben. Weiteres Problem war die Missionierung durch christliche Prediger. ( Tianzhu jiao = Lehre des Herrn des Himmels, d. h. Katholizismus) Die Mongolen hatten immer eine gewisse Liberalität was Glaubensfragen anging, aber die Missionare versuchten teilweise radikale Lehren zu verbreiten. Gemäßigte Christen waren willkommen, in der Zeit der Reformation nahm die Missionstätigkeit auch zu. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts gelang es den Yuan eine Balance zwischen traditionell konfuzianischen Werten und dem Christentum zu finden. Man wollte sich auch nicht in den Konfesionszwist der Südbarbaren einmischen. Trotzdem erlaubte der Kaiser 1550 ins mongolische übersetze Bibeldrucke in kleiner Auflage.
Römisch-Katholische Kirche in China

Römisch-Katholische Kirche in China, seit der Missionierungswelle im 16. Jahrhundert gibt es einige Kirchen in China, Katholische Kirchen müssen auch Heute noch in chinesischer Architektur gebaut werden, Bild 2012

Diese Bibel war der Grund weshalb es zu Krawallen der katholischen Spanier in Shanghais Fremdenviertel kam. Die spanischen Matrosen dort fühlten sich und den Katholizismus durch solche Bibeln beleidigt. Auch hier erfolgte die Gerechtigkeit der Obrigkeit schnell und unerbittlich, die Aufrührer wurden Hingerichtet. Die Krone Spaniens erhielt bald darauf ein Schreiben des Kaiserhofes welches darauf aufmerksam machte dass alle Beiden „Religionen“ als Gleichwertige angesehen werden. Der Standpunkt Chinas war klar, entweder die Christen vertrugen sich oder sie mussten aus der gesamten Yuan-Sphäre verschwinden. Diese Doktrin blieb auch im 17. Jahrhundert erhalten als auch die protestantischen Länder Niederlande und England vermehrt ihre Handelswege ausbauten.
Letztendlich gelang es den Yuan-Reichen sich den gehörigen Respekt der Südbarbaren zu sichern, damit stand einem extrem lukrativen Ost-West Handel nichts mehr im Wege.

1517 - Jahr der Drei Shogune:

 

Japan in den ersten Jahren nach der Ankunft der Südbarbaren im Westpazifik; Seit mehr als 130 Jahren stellt das Adelsgeschlecht der Tottori die Shogune Japans. Doch Regent Tottori Satoshi der Vorsteher des Hauses ist bereit über 70 Jahre alt und hat wegen seiner Gebrechlichkeit kaum noch die Möglichkeit sein Amt würdig auszufüllen. Sein Haus und seine Blutlinie neigen sich dem Ende zu, nur die Hoffnung seinen Adoptivsohn Ashikaga Zuko als neuen Shogun aufzubauen bleibt dem alten Mann. Ashikaga Zuko ist ebenfalls ein aufstrebender Kuge aus einem alten Adelsgeschlecht. Er sieht in den Europäern Teufel die sein Land wie einst die Mongolen einnehmen wollen. Gegenspieler des Hauses Tottori ist seit 20 Jahren Shō Shin aus dem Hochadel Okinawas. In den Jahren seit der ersten Ankunft der Südbarbaren in der Yuan-Sphäre hatten sich zwei rivalisierende politisch/religiöse Sekten in Japan gebildet. Die Lotus-Brüder eine fremdenfeinliche Gruppierung die für Konfuzianismus, Gesetz und Ordnung stand allerdings auch selbst die staatliche Ordnung unterminierten. Dieser Gruppe gehörten seit etwa 1513 die Parteigänger des Ashikaga Zuko an. Eine weitere Sekte waren die Schwarzen Banden, diese hatten keine wirkliche Ideologie, sie waren lediglich eine von Shō Shin aufgebaute Söldnerarmee die für Ordnung sorgte. All dies war nur möglich weil Tottori Satoshi kaum ein Schwert halten konnte und sich so anarchistische Kräfte formierten dem nun die Sekten entgegenwirken wolten.  Hinzu kam das die Portugiesen Shō Shin und seinen Schwarzen Banden neue Feuerwaffen verkauften und neuerdings einen Handelskontor auf Okinawa betrieben. Als Tottori Satoshi im Mai 1517 starb ernannte sich Ashikaga Zuko selbst zum Shogun und Regenten und besetzte vorsorglich die Stadt Tottori. Shō Shin wollte die Rechte Ashikagas nicht anerkennen, er war der Meinung das nur Kaiser Yuan Shi Huang Di in Peking das Recht habe einen Regenten zu bestellen. Dies war der Ausbruch des Streits um Japan und um die höchsten Ämter. Dieser auch als japanischer Bürgerkrieg bekannte Konflikt hatte weit tiefgreifendere Ursachen als es der Erste Eindruck zeigte. Denn die japanischen Lotus-Brüder waren keine typische Vereinigung Japans sondern traten in der Tradition aufrührerischer Sekten Chinas auf. Ashikaga Zuko hatte nicht die Kontrolle über alle Teile der Großen Armee Japans. Aus diesem Grund und weil er persönlich mit den Lotus-Brüdern sympathisierte ließ er sich auf die Sektierer ein. Gerüchten zufolge Ashikaga sei selbst ein Lotus-Bruder gewesen und hatte vor Japan von Yuan China loszulösen sind unbestätigt. Seine Lotus Verbündeten lehnten wie er Schießpulver ab, ihre Taktik lag im Guerilla Krieg. Größtes Problem im Kampf um das Shogunat war das sich die Lotuse nicht als reguläre Kämpfer sahen und in Zivilkleidung Überfälle in ganz Japan verübten. Ashikagas reguläre Streitmacht war weit schlechter ausgerüstet als die Söldner seines Feindes Shō Shin. Die Machtbasis des Ashikaga Klan befand sich in der Region Kinki von wo auch immer wieder neue Soldaten für seine Kinki-Armee rekrutiert werden konten.
Lotusgeheim

Die Lotuse wurden in den Yuan-Reichen als Geheimbund angesehen der Geheimwissen besass und angeblich seine Gründung auf das Jahr 1133 zurückführte, Darstelung zeigt Lotus-Brüder aus der Volksgruppe der Jurchen in Peking im 17. Jhd

Obwohl die Kämpfe um Japan sich nur über Vier Monate erstreckten gehörten sie zu den blutigsten im Japan der Neuzeit. Die Shō Shin-Armee eroberte die Stadt Tottori erst im August, danach bekam der Adelige Verstärkung aus dem Mutterland China. Bis zum 29. September 1517 gelang es den vereinigten Armeen des Kaisers und des Adeligen aus Okinawa die japanische Region  Kinki zu befrieden. Trotz des eindeutigen Sieges blieben die Bewohner Japans lange Zeit ängstlich. Selbst als Shō Shin durch den Kaiser zum Regenten Japans ernannt wurde und der Sitz des Shogun wieder nach Kyoto verlegt wurde glaubte das Volk das die Lotus-Brüder eines Tages zurückkehren würden. Die Japaner fürchteten die Lotus-Brüder denn ihnen wurde nachgesagt Meister der Magie zu sein.
King Sho Shin

Shō Shin, setzte sich gegen Ashikaga Zuko durch und wurde Shogun und Regent von Japan † 1532

Die Lotuse waren tatsächlich nicht tod und existierten noch lange nach dem Bürgerkrieg im Geheimen weiter. Ihnen wurde nachgesagt eigentlich bereits 1133 in China als „Weise Lotus Gesellschaft“ gegründet worden zu sein, ihr einziges Zeil sei es gewesen den Kaiser von China zu stürzen. (Siehe Ende chin. Bürgerkrieg) Aus der Mitte des 17. Jahrhunderts gibt es Berichte wonach die Lotuse Japans und Chinas eine unsterbliche Armee aufbauen würden deren Mitglieder in der Lage seien hoch über den Köpfen der Feinde zu schweben. Es ist nicht bekannt ob die Lotuse tatsächlich für die Unruhen in Japan und China seit dem 12. Jahrhundert verantwortlich waren oder es sich um verschiedene Sektierergruppen handelte. Verschwörungstheorien wonach die Lotuse 1517 im die heimlichen Herrscher Japans wurden sind bis heute im Umlauf.
Ivan the Terrible

Zar Iwan der Schreckliche, wolte sein Reich auf Kosten Yuan Chinas ausdehnen † 1584

Schon Regent Shō Shin versuchte solche Gerüchte bis zu seinem Tode 1532 erfolglos auszumerzen.
Aus Aufzeichnungen des 16. Jahrhunderts ist jedoch bekannt das selbst Kaiser Yuan Shi Huang Di sich vor den Lotusen fürchtet. Es gibt einige ungeklärte Anzeichen das der Kaiser 1520 einige magische Schriftzeichen an den Wänden und Böden seiner Paläste in Peking und Karakorum anbringen ließ. Diese Zeichen sollten das Kaiserreich vor den Hexereien dieser mysteriösen Sekte beschützen.

1550/1600 - Russland und die Nordexpansion Yuan-Chinas:

Russland Mitte des 16. Jahrhunderts ist ein Ort der noch von mittelalterlichen Fehden und brutalen Sitten dominiert wird. Seit 1547 ist Iwan IV. in Moskau am Ruder. Er setzte sich gegen den Bojarenadel durch indem er ihre Privilegien radikal kürzte und Wiederstände mit eiserner Faust niederschlug. Das neue Zarentum Russland ist noch im Aufbau und muss sich gegen die Nachfolgestaaten der Goldenen Horde beweisen. Iwan ist ein intelligenter durchtriebener Herrscher der seinen Vorteil auch gegen Yuan China durchsetzen will. Für China ist Russland welches noch weitgehend sein Territorium auf europäischen Boden hat keine ernste Bedrohung. Seit einem halben Jahrhundert gibt es lohnende Handelsrouten mit Moskau, aber auch mit Nowgorod einem wichtigen Handelknotenpunkt. Der Niedergang der Goldenen Horde um 1500 hat zu Bildung kleinerer Khanate der Tartaren und Turkvölker geführt. Diese Turkvölker  hat Iwan geschworen will er zum orthodoxen Christentum bekehren und seinem Russland hinzufügen. Die Feldzüge des Zaren sind für Peking weniger interessant, Khanate wie Kasan und Astrachan welche durch Russland erobert wurden folgen ohnehin nichtmehr dem Großkhan. Der Titel Großkhan wird von den Kaisern Chinas nur noch symbolisch getragen, denn auch als Großkhan hat der Kaiser keinen Einfluss auf entfernte Khanate. Anders verhält es sich mit den mongolischen und tatarischen Stämmen in der Mongolei und in Sibirien. Die Stämme der mongolischen Heimat sind sesshaft, jedoch gibt es kleinere Gruppen wie die Burjaten die immer noch auf Wanderschaft gehen. Die Klans der Burjaten haben sich in Sibirien angesiedelt und erkennen den Großkhan an. Die sibirischen Gebiete sind von mehreren Völkern bewohnt die sich dem Großkhan unterworfen haben aber nicht Teil Chinas oder der Mongolei sind. Iwan der bald den Beinamen „Der Schreckliche“ erhielt wollte in seinen späten Regierungsjahren auch in Richtung Sibirien über die natürliche Grenze des Uralgebirge hinweg expandieren. Doch dem macht die Yuan-Dynastie einen Strich durch die Rechnung, die sogenannte Nordexpansion wird ausgeweitet, die bisher frei umherziehenden Nomaden Sibiriens sollen Teil des Yuan Reiches werden.  Die mongolischen Pelzjäger erhielten ab den 1540er Jahre immer wieder Unterstützung durch kaiserliche Beamte. Die etwas unbeholfen wirkenden Chinesen errichteten Signaltürme in der sibirischen Wildnis. Einige bedeutende Eindecker drangen bis fast zum Polarkreis vor. 1560 übernahm Kaiser Yiwang (mongolisch Juki Khan) die Regierung, er beschleunigte die Besiedlung Sibiriens indem er Massenhochzeiten und Umsiedlungen organisierte. Yiwang war der Meinung das China ohnedies übervölkert ist, seine Beamten berichteten von fruchtbaren Ländern im Norden. Darum organisierte der Herrscher mehrere Landnahmen durch chinesische Siedler.
MongolischeBräute

Kaiser Yiwang wolte Sibirien bevölkern, darum holte er 1566 mongolische Bräute nach Karakorum die dort chinesiche Männer heirateten, Bild zeigt mongolische Frauen

Die Kolonisten meist aus armen Verhältnissen oder sogar kriminel erhielten Land und somit Freiheiten. Auf der anderen Seite wollte der Kaiser die im Norden beheimateten Völker für sich gewinnen. Er befahl 1566 eine Massenhochzeit auszurichten; 6000 chinesische Männer aus wohlhabenden Familien ehelichten mongolische Frauen aus Sibirien. Dies geschah alles an einem einzigen Tag dem 12. Mai 1566. Kaiser Yiwang wusste aber dass die einheimischen Familien Sibiriens sich keine angemessene Mitgift für ihre Töchter leisten konnten. Darum entschied der Kaiser dies aus der Staatskasse heraus zu bezahlen.
800px-Siberian Khanate map English.svg

Das Khanat Sibir 1570 als Puffer zwischen Russland und dem Yuan Reich, liegt am Uralgebirge

Der Kaiser lies riesige Mengen Papiergeld drucken dieses konnte man selbst in den entlegensten Winkeln der Yuan-Sphäre ausgeben. Hier zeigte sich auch der unglaubliche Reichtum den die Yuan aus dem Südbarbarenhandel eingestrichen hatten, denn das Parpiergeld war durch Gold und Silbervorräte wertgesichert. Yiwang griff aber auch zu anderen Methoden um die Russen aus Sibirien herauszuhalten. Er vereinbarte 1570 ein Bündnis mit dem Khanat Sibir welches im mittleren Uralgebbirge lag. Ausgerüstet mit
Musketen und Kanonen aus fernöstlichen Manufakturen sollte Kütschüm Khans Land als Pufferstaat zwischen Russland und Sibirien stehen. 1581 machte sich der ehemalige Fluss Pirat Jermak Timofejewitsch auf das Khanat Sibir zu erobern. Seinen Auftrag und die Mittel bekam er von einer reichen Kaufmannsfamilie, Über 800 Männer davon 530 Kosaken sollten die Hauptstadt von Sibir; Qashliq einnehmen. Dies sollte nach den Wünschen der russischen Händler den ertragreichen Pelzhandel steigern.
KosakenSibirKhan

Die Niederlage der Kosaken am Fluß Irtysch, 530 Kosaken verloren dabei 1581 ihr Leben, Bild zeigt den "Heldenkampf" der Russen 19. Jhd

Timofejewitsch der als Plünderer und früherer Pirat besonders geschickt beim Überfällen von Flüssen aus war ereichte im September 1581 den Fluss Irtysch. Er geriet aber dann in einen Hinterhalt der Tataren. Die Krieger des Khanats verfügten teilweise schon über Musketen von den Chinesen. Den Tataren waren die sich auf den Booten befindlichen Russen schon früh aufgefallen, man erwartete sie bereits mit einer Kleinen Armee. Timofejewitsch ertrank bei dem Angriff, viele Hundert Männer starben der Rest wurde gefangen. In der Geschichte Russland wurde der Tod der Kosaken immer wieder behandelt und als nationale Tragödie und "Heldenkampf" bezeichnet. Bis in unsere Zeit haben es die Russen nur schwer überwunden dass sie am Ural scheiterten. Iwan dem Schrecklichen gelang es nie mit seinem Zarenreich nach Sibirien vorzudringen. Ab 1590 wurde mit dem Bau der Großen Mongolischen Wehrstraße in Westsibirien begonnen. Dieser Teil der Wehrstraße verläuft heute östlich des Ural. Dieser Verkehrsweg half im 17. Jahrhundert die Länder östlich des Ural zu kolonialisieren. Das Khanat Sibir blieb ein wichtiger Verbündeter.

17. Jahrhundert:

1601/1656 - Kaiserin Ojuncaral und die Jurchen-Aufstände:

1601 stirbt ein chinesischer Kaiser und Großkhan. Dongfang (mongolisch Tujud Khan) hat maßgeblich zu Nordausdehnung des Yuan Territoriums beigetragen. Nun übernimmt sein Minderjähriger Sohn Gong die Amtsgeschäfte. Trotz umständlichen Hofzeremoniels und Versuche der Hofeunuchen die Kontrolle über den jungen Gong zu gewinnen setzt sich die junge Prinzessin Ojuncaral gegen die Politiker durch. Die erst 21 jährige Prinzessen ist in der Lage einige hochrangige Beamte zu bestechen, die gefürchteten Eunuchen kann sie durch Erpressung ausschalten. Sie übernimmt die Regentschaft über die Yuan-Reiche China und Japan wobei sie sich vor allem auf ihre weiblichen Reize verlässt.
MongolKönigin

Ojuncaral regierte die Yuan-Reiche für ihren Bruder, später als Kaiserin † 1656

Kaiser  Gong erhält durch den italienischen Missionar/Botschafter Matteo Ricci Lehrstunden in westlichen Wissenschaften und Mathematik. Nicht jeder ist erfreut darüber das ein Christ bei der Unterweisung des jungen Kaisers mitwirkt. 1603 kam es zu einem Mordanschlag auf Kaiser Gong, darum entschied Regentin Ojuncaral den Hofstaat nach Karakorum zu übersiedeln. In der Mongolei ist es weitaus sicherer denn dort sind die loyalen mongolischen Volksgruppen zu finden. Seit den letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts hat das Volk der Jurchen aus der Manchurei stark an Einfluss gewonnen. Auch die Sekte der Lotuse hat an Anhängern zugelegt. Viele Mitglieder der Lotus Sekte gehören der Jurchen Minderheit an die sich gegen Ausländer und fremde Religionen stellen. Ihnen ist die Präsenz der Europäer in der Yuan-Sphäre ein Dorn im Auge, auch die religiösen Freiheiten im Land sind ihnen ein Gräuel. Die Offenheit der Herrscher im Handel und der Einsatz moslemischer Händler und Beamten von Seiten des Staates werden immer wieder durch Prediger polemisiert. Viele Jurchen sind selbst Händler sehen aber in den zum Islam konvertierten Chinesen Volksverräter. Die Kaiserfamilie vertraut den Jurchen nichtmehr und hat bereits vor 1600 damit begonnen sie aus ihren Staatsämtern zu entheben. Aber diese durch Kaiser Dongfang praktizierte Methode hat nur zu Radikalisierung geführt. Die Jurchen selbst sind leicht an ihren traditionellen langen Zöpfen zu erkennen, auch sie mussten unter Kaiser Dongfang Repressalien und Pogrome über sich ergehen lassen. Daher war der Umzug des Hofes nach Karakorum der einzig logische Schritt sich aus der Gefahrenzone zu begeben. Obwohl die Sicherheitsmaßnahmen am Hof zu Karakorum streng waren gelang es am 23. März 1610 einem Attentäter den Tee des Kaisers zu vergiften. Der Mörder stammte aus ärmlichen Verhältnissen und war Mitglied einer Sekte mit dem Namen Lotusblüte der Wahrheit. Er selbst konnte nicht lebendig gefasst werden, doch in seinem Besitz befand sich ein Bekennerschreiben welches mit „Die Drei Dolche“ signiert war. Dies war der Beginn des Terrorismus der Drei Dolche. Die Frage wer diese Drei Dolche waren die mehr als 40 Jahre lang aktiv versuchten China ins Chaos zu stürzen ist bis heute nur mangelhaft geklärt. Damals glaubte man es handelt sich um die Drei Großmeister der Lotussekten die dank magischer Kräfte das Land übernehmen wolten. Allerdings gehen neuere Erkenntnisse davon aus das es sich bei den Drei Dolchen um hochrangige Hofbeamte aus dem Umfeld des Kaisers selbst gehandelt haben könnte. Ein jurchischer Archäologe behauptet in den 1940er Jahren gar es sei das Werk Dreier Familien mit Abstammung von den Han-Chinesen die versucht hätten erst die Jurchen als Sündnböcke hinzustellen sie auszulöschen und dann eine neue Han-Dynastie zu begründen.
DieDreiDolcheSiegel

Das Siegel (Baiwen) der Drei Dolche, sie gaben die Befehle und finanzierten teilweise die Lotuse

(Han-Chinesen sind die Bevölkerungsmehrheit in China) 1948 wurden mehrere Schriftstücke mit Zahlungsanweisungen, Befehlen und sogar Marschplänen entdeckt die das Baiwen (Siegel) der Drei Dolche trugen. Eine Mitwisserschaft der Jurchen-Fürsten über den Mord an Kaiser Gong wurde denoch angenommen. Ojuncaral ließ sich zu Kaiserin krönen und gab den Befehl die Schuldigen zu bestrafen. Dabei hatte die kaiserliche Geheimpolizei sofort das störrische Volk der Jurchen im Auge.
JurchenBogenschützen

Krieger aus der Volksgruppe der Jurchen, typische Kleidung und Zöpfe

Zwischen 1610 und 1612 landeten Tausende Mitglieder des Jurchenvolkes in Straflagern und wurden für den Bau der Großen Mongolischen Wehrstraße in Sibirien herangezogen. Der Geheimpolizei war es egal ob Schuld oder Unschuld. Da man eigentlich keine Ahnung hatte wer die Drei Dolche waren nahm man willkürlich Mitglieder der subversiven Lotuse fest. Motto der Geheimpolizei war; "Jurchen sind nie unschuldig"
GewaltChristen

Gewalt gegen christliche Missionare durch Plünderer aus dem Jurchen Volk wurde von den Lotusen gelenkt, Shanghai 1638

In den Jahren der Lotussäuberungen konten sich die Jurchen durchaus organisieren, dies geschah unter der Schirmherrschaft des Stammesfürsten Nurhaci. 1615 vereinte Nurhaci die jurchen Stämme und erklärte sich von der Kaiserin als unabhängig. Die Nurhaci-Armee war jedoch nicht modern genug ausgerüstet, gegen die kaiserliche Armee hatten die Bogenschützen/Arkebusen Schützen Nurhacis kaum eine Chance. Seine kurze Rebellion im August 1615 wurde auch nicht von den Drei Dolchen unterstützt, am 24. August wurde die Armee der Vier Banner bei der Schlacht am Berg Sarhu aufgerieben. Nach der Niederlage tauchte Nurhacis Bruder Surhaci unter und wurde als neuer Anführer der Lotuse bekannt. Surhaci verlor jedoch alle seine Güter und Ländereien und soll sich der Legende nach den Drei Dolchen unterworfen haben. Schon damals kursierte das Gerücht das Surhaci in Wahrheit bereits 1615 am Berg Sarhu starb. Doch sein Name tauchte auch danach immer wieder im Zusammenhang mit Rebellionen der Jurchen und Lotuse auf, zuletzt 1638. Die Jurchen Aufstände ebbten jedoch bald nach dem Tod Nurhacis ab, bis sie 1626 wieder einen Höhepunkt erreichten. 1627/28 kam es zu verheerenden Missernten in China. Dies nutzen die Lotussekten um eine neuerliche Revolte auf die Beine zu stellen. Erneut tauchte der Name Surhaci auf, ein Rebellengeneral namens Surhaci führte die Rebellen nach Shanghai. Während dieser Schlacht trat auch der Sohn Kaiserin Ojuncarals auf; Timucin. Timucin war der Sohn der Kaiserin und ihres kaiserlichen Gemahls der aber im Staat kaum etwas zu sagen hatte. Als 20 Jahre alter General schlug Timucin die Lotusarmee bei Shanghai und kehrte danach siegreich nach Karakorum zurück. Timucin stieg in den nächsten Jahren zu rechten Hand seiner Mutter auf und wurde als künftiger Herrscher aufgebaut. Die letzte Rebellion der Lotuse fand 1638 statt, erneut war Shanghai das Ziel, doch diesmal gelang es den Aufständischen das verhasste Fremdenviertel zu stürmen. Die Lotusanhänger metzelten alle Ausländer nieder, auch ein katholisches Kloster der Franzosen wurde niedergebrannt. Timucin gelang es erst nach 5 Tagen die Stadt wieder unter Kontrolle zu bringen, nach der Rebellion kam es zu einer Beschwerdewelle aus Europa. Frankreich und Spanien forderten Entschuldigungen von der Kaiserin. Doch die Kaiserin dachte nicht einmal daran sich bei den Katholiken zu entschuldigen und legte dafür den protestantischen Mächten England und den Niederlanden neue Handelsprivilegien vor. Kaiserin Ojuncaral zog sich in den 1640er Jahren aus der Politik zurück. Einer Ihrer letzten Versuche China politisch zu stärken und Ansprüche auf den amerikanischen Kontinent zu erheben war es eine Expedition nach Alaska zu schicken. (Mehr dazu hier) Bis zu ihrem Tode 1656 kam es immer wieder zu kleineren Aufständen. Ihr Sohn übernahm im Mai 1656 die Regierung und ging als Kaiser Troxei in die Geschichte ein. Er behauptete später die Drei Dolche aufgespürt und enthauptet zu haben, doch gibt es dafür keinen Beweis.

1661/1666 - Yuan Invasionen in Taiwan und Korea:

In den 4 Jahrzehnten der inneren Schwäche und der Unsicherheit haben die Europäer nicht gezögert ihre Interessen in Ostasien durchzusetzen. Ihr Ziel war es während sich Yuan China mit Aufständen der Lotuse beschäftigte Inseln und Länder zu annektieren. Die Großmächte England, Frankreich, Spanien und die Händler aus den Niederlanden wollten einen von China unabhängigen Handel aufbauen. Gewürze von den Ostindies oder Porzellan sollten an chinesischen Beamten vorbeigeschmuggelt werden.
1640 Map of Formosa-Taiwan by Dutch

niederländische Karte der Insel Taiwan (Formosa) ~ 1640

Schon seit dem 16. Jahrhundert hatten die Kaiser den Europäern kleine Inseln als Stützpunkte innerhalb der Yuan-Sphäre zugestanden. Allerdings wurden die Kolonialmächte im 17. Jahrhundert immer unverschämter und bemächtigten sich ohne Erlaubnis der Kaiserin wichtiger Recourcen. Die Insel Taiwan stand seit 1624 teilweise unter Verwaltung der Niederländischen Ostindienkompanie. Dies wurde auch unter Kaiserin Ojuncaral geduldet. Aber erst als auch die Spanier 1626 die Insel ebenfalls beanspruchten spitze sich die Situation dort zu. Wegen der andauernden Unruhen durch die Lotuse dauerte es bis 1661 bis auch Kaiser Troxei die Spanier vertreiben wollte und konnte. Seine Regierungszeit stand unter keinem guten Stern, doch mit Hilfe der verbündeten Niederländer wollte der Kaiser die Spanier in ihre Schranken weisen. Die Chinesen landeten unterstützt durch 500 Japaner auf der Insel wo sie sich auch mit den dortigen indigenen Völkern bekriegten. Die Spanier hatten eine Allianz mit dem Atayal Volk geshmiedet denen sie die Unabhängigkeit von der Yuan-Dynastie versprachen. Das Atayal Königreich war mit Musketen und Schwertern ausgerüstet worden und führte gemeinsam mit den spanischen Kolonisten einen 9 Monate andauernden Verteidigungskrieg. Die spanischen Städte; San Salvador und Fort Santo Domingo waren zu Handelsburgen ausgebaut die den Beschuss der kaiserlichen Dschunken lange durchstehen konnten. Die Invasion startete im März, jedoch wurde auch von den Spaniern her ein Gegenschlag auf die chinesische Stadt Shanghai gestartet. Shanghais Küstenfestung stand 3 Tage unter Beschuss der Spanier bis es der Yuan Flotte endlich gelang sie zu vertreiben. Auf der Insel Taiwan machten auch die Holländer mobil und rückten in den spanischen Norden vor. Da sich die Chinesen durch ihre bessere Versorgung im Vorteil sahen verzweifelten die Spanier immer öfter und setzten drastische Mittel ein. Sie wollten den Eroberern ein Stück verbrannte Erde zurücklassen. Dazu vergifteten sie so gut wie alle Brunnen auf ihrem Gebiet und zogen sich von der Insel zurück. Die Verbündeten mussten letztendlich mit den Konsequenzen leben. Nach der Eroberung und vollkommenen Zerstörung der spanischen Städte war der Norden verwüstet. Das Volk der Atayal mussten hierfür den Preis zahlen indem sie zu Kriegsbeute der Yuan und Niederländer wurden. Für Kaiser Troxei der die Armeen selbst führte war dies ein großer Sieg. Er hielt dies für ein Zeichen des Himmels den Einfluss Chinas weiter zu restaurieren. Troxei war durch seine lange militärische Laufbahn nicht gerade als zimperlich bekannt und lies nach dem Sieg Exempel an der indigenen Bevölkerung statuieren. Der Taiwan Krieg war vor allem für die Völker Taiwans niederschmetternd,
TaiwanFlagge

Flagge chinesisch Formosa mit niederländischem Selbstverwaltungsdistrikt ~ 1665

kurz nach der Rückkehr des Kaisers nach Karakorum wurde mit den Vorbereitungen für die Eroberung des koreanischen Königreiches Joseon begonnen.
Das koreanische Königreich war im 14. Jahrhundert nach dem Niedergang Goreyos entstanden. Nach der Ankunft der ersten Südbarbaren um 1500 schotteten sich die Koreaner vollständig ab nur die Chinesen durften das Land betreten. Im frühen 16. Jahrhundert versuchten die Engländer das „Einsiedlerkönigreich“ für sich zu gewinnen und versorgten es als einziges westliches Land mit modernen Gütern. Die Lotusaufstände der letzten 40 Jahre hatte die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Karakorum abkühlen lassen. Jetzt war die Ära der Restauration chinesisch-mongolischer Macht gekommen, der Kaiser rüstete rund 900.000 Soldaten für einen Koreafeldzug aus. Weitere 10.000 wurden von Japan und der Shō-Dynastie bereitgestellt. Troxei wollte die seit den Lotusaufständen angeschlagene Autorität des Yuan-Kaiserhauses durch blanke Gewalt wiedererrichten. Der Koreafeldzug von 1665 bis 1666 verlief wie ein einziges Brandschatzen und Morden. Die koreanische Armee musste sich bereits Anfang 1666 mit Engpässen auseinander setzen. Es fehlte ihr an modernen Waffen und wehrpflichtigen Männern. Das kam vor allem davon dass die koreanische Gesellschaft kaum auf Krieg vorbereitet war und die Briten sobald sie Ärger aufkommen sahen das Weite suchten. Am 5. August 1666 kapitulierte der König von Joseon. Kaiser Troxei übergab daraufhin seinen Beratern die Führung über Korea und setzte einen Regenten aus mongolischem Adel ein. Er selbst nannte sich von da an „Kaiser der Drei Kaiserreiche“ Der Koreafeldzug wurde von den kaiserlichen Geschichteschreibern als Großtat hervorgerahmt. Spätere historische Untersuchungen ergaben aber das der Krieg kaum mehr als eine Fingerübung für die militärisch geschulte Armee Chinas war.

1667/1700 - Schlechte Allianzen und Kriege:

„Die Mongolen galten einmal als die Geisel der Welt, doch in unserer Zeit wurden sie zurechtgestutzt“

Britischer Premierminister Robert Walepole 1733

Für China und die Mongolen die nun in den 1660er Jahren ihren Einfluss wieder Geltung verschlaft hatten brachen nun goldene Zeiten an. Bis 1673 gab es Exklusivhandelsverträge mit den Niederländern, doch der Schein trügte. Der wirtschaftliche Aufschwung durch den Holländerhandel währte nur bis zum Ende des dritten Niederländisch-Englischen Seekriegs 1674. Zum einen war der Eroberer Troxei gestorben zum anderen hatten die Holländer den Krieg verloren. Die zeitweilige Allianz England – Frankreich bekümmerte den neuen Kaiser da er eine neue feindlich gesonnene Allianz aufkommen sah. Die Briten und das Haus Stewart war nach dem Englischen Bürgerkrieg (1642-1649) wieder an der Macht. König Charles II. wollte nun die Zeit der Englischen Republik (1649-1660) ungeschehen machen und kämpfte verbissen um die Etablierung als König und für ein Weltreich.
BattleOfTexel

Der Dritte Niederländisch-Englische Seekrieg und die Niderlage der Holländer liesen England erstarken (Seekrieg)

Dazu gehörte auch der Ausbau der Kolonien in der Neuen Welt Amerika und die Niederwerfung des holländischen Handelsmonopols mit den Yuan Reichen.
Johan de Witt

Johan de Witt, bis 1672 Ratspensionär von Holland. Mit seinem Sturz endeten auch für China die rosigen Zeiten

Chinas neuer Herrscher Thudekai Khan war 1671 noch reichlich unerfahren, er glaubte dass diese Südbarbaren aus den Niederlanden die einzige Möglichkeit wären die Briten aus der Yuan Sphäre herauszuhalten. Er hatte viel Vertrauen in die Seemacht Holland und in ihr Oberhaupt Johan de Witt gesteckt. Durch die Niederlage de Witts stagnierte dieser niederländische Fernosthandel jedoch zusehens.
British East India Company flag

Flagge der Britischen Ostindien-Kompanie (BEIC) 1600 - 1707

Besonders der Gewürzhandel auf den Gewürzinseln hatte es den Engländern angetan die bald eigene Protektorate in Ostindien etablierten. Dazu gab der britische König seiner Ostindien-Kompanie fast freie Hand. 
Das Bündnis Amsterdam-Karakorum bröckelte bereits. Die Niederländer hatten trotz mehrfacher Bitten der Mongolen kein Interesse die Pläne ihrer Ostindienfahrer zu teilen. 1676 gelang es einer chinesischen Kurtisane eine niederländischen Kapitän zu überzeugen ihm alle Informationen über sein Schiff zu geben. Der niederländische Marinekapitän lieferte Pläne die er aus Rotterdam mitgebracht hatte. Für eine stolze Summe überreichte er die wichtigen Informationen an seine Geliebte. Nur wenige Wochen später gab der Kaiser den Bau eines ersten chinesischen Ostindienfahrers in Auftrag. Diese neue Schiffsklasse „Ostchinafahrer“ war den kleinen Dschunken überlegen doch den englischen Linienschiffen konnte sie nicht das Wasser reichen. Als die Niederländer ein Jahr danach von der Existenz dieses neuen Schiffes erfuhren kündigten sie ihre bisherige Allianz. Inzwischen hatte Thudekai Khan bereits den Engländern und Franzosen Land auf den Gewürtzinseln verpachtet und konnte auf die Holländer verzichten. Die neuen Kriegs/Handelsschiffe hatten eine Verbesserung die sie den Europäern überlegen machte. Wie bereits seit dem 13. Jahrhundert in China bekannt hatten die Ostchinafahrer abgetrennte Schotten was sie selbst im löchrigen Zustand fast „unsinkbar“ machte. Auch die europäischen Großmächte wollten wissen was es mit dieser Unsinkbarkeit Aufsicht hatte, doch dieses Geheimnis konnten sie erst Ende des 19. Jahrhunderts ergründen. Thudekai Khan betrieb anders als sein Vorgänger Troxei wieder eine offenerer Handelspolitik. Die Yuan Reiche mussten mehrfach gegen die europäischen Handelsmächte in Seekriege ziehen. Besonders die britische Ostindienkompanie (BEIC) versuchte immer wieder die chinesischen Handelsbeschränkungen durch Schmuggel zu umgehen. Diese Seekriege zwischen 1780 und 1790 waren auch unter dem Sammelbegriff „Schmuggelkriege“ bekannt. Auch der Landhandel über die Seidenstraße wurde wieder neu aufgezogen. Thudekai Khan lies die Westgrenze wieder öffnen, er baute die letzten Wehranlagen der Mongolischen Wehrstraße aus und errichtete neue Tore. Der Handel in den Westen (Russland, Kaukasus) erfolgte über Goldene Tore. Diese Tore innerhalb der Wehrstraße waren Dreh und Angelpunkt der neuen Seidenstraße. Armee und Polizei sicherten die 7 Goldenen Tore und konnten so auch Zölle eintreiben. Doch da es nur 7 solcher Grenzübergänge gab waren diese meist total verstopft. Es kam an den Toren oft zu Korruption, besonders die russischen Händler schmierten die Beamten. Das wohl bekannteste dieser Tore wurde im Jahr 1700 das 7. Goldene Tor am Ural an der Grenze zu dem Khanat Sibir. Seit dem die Russen 1581 am Fluss Irtysch zurückgeschlagen wurden ist das Khanat zu einem wichtigen Verbündeten Chinas herangewachsen. Das Khanat am Ural ist seit mehr als 100 Jahren ein Garant für Frieden und auch ein Handelsknoten der Seidenstraße. Da die Bewohner von Sibir dem Großkhan (Kaiser von China) treu ergeben waren durften sie eigene Zölle und Handelsposten an der Großen Wehrstraße betreiben. Das 7. Goldene Tor wurde sowohl von Chinesen wie auch Sibiriern beschützt. Auf diese Weise ersparte sich China die Truppen an der Grenze.
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Das 7. Goldene Tor am Uralgebirge, Zollstation, Kaserne und Grenzposten an der Großen Mongolischen Wehrstraße, Foto von 1936

Ende des Jahrhunderts waren die Russen dabei zu einer europäischen Großmacht aufzusteigen. Zar Peter I. tat sein Bestes um den Ruf und den Einfluss des Zarentum Russlands zu verbessern so entsandte er 1698 Gesandtschaften nach Holland, Livland, Kurland, Brandenburg-Preußen und China. Die Handelsbeschränkungen welche durch die „Sieben Nadelöhr“ verursacht wurden wollte der Zar nicht hinnehmen. Sein Interesse galt neben dem Fernen Osten auch Nordeuropa. Ab dem 12 Februar 1700 kam es zum Dritten Nordischen Krieg den Sachsen durch sein Eindringen in Livland verursacht hatte. Einer der Nebenschauplätze des Krieges war auch das Khanat
Nine-years-war

Europa zu Zeit des Dritten Nordischen Krieges 1700

Sibir welches der Zar im März 1700 endgültig aus seinem Machtbereich entfernen wollte. Der Nordische Krieg war erst angelaufen, Russland hatte sich dort noch nicht eingebracht. Da die Sibirier bei weiten nicht so mächtig waren wie andere moderne europäische Nationen gab Peter die Eroberung Sibirs in Auftrag. Ziel dieses sehr eingeschränkten Feldzuges war es die Grenzfestung am 7. Tor einzunehmen und somit einen russisch kontrollierten Vorposten zu haben. Sibir sollte dazu annektiert werden, man hatte dann vor die Chinesen vor vollendete Tatsachen zu stellen und selbst den Zollverkehr an der Grenze zu übernehmen. Kriegspläne lagen bereits vor um die Schmach am Fluss Irtysch zu vergelten. Russland bediente sich dabei nicht sehr ehrenwerten Verbündeten wie dem Ungarn und Kosaken Kogasch Gyr. Gyr war ein Räuber der sich seit Jahren mit etwa 200 Mann im Uralgebirge versteckte seit er in seiner fernen Heimat Ungarn wegen Raub und Mord verurteilt und gesucht wurde. Seine Spezialität lag darin Handelskarawanen zu überfallen, dies tat er oft im Auftrag der russischen Krone wobei er manchmal auch Russen beraubte. Trotz der zweifelhaften Loyalität Gyrs wurde er von seinen Mittelsmännern aus dem Kreml damit beauftragt sich und seine Männer in Qashliq einzuschleichen und die dortigen Verteidigungsanlagen genau auf einer Karte einzutragen. Gyr der nichtgerade wie ein feiner Herr eine Glatze und einen Kosakenzopf trug konnte sich gut unter die wilden Tataren Sibirs schleichen und seinen Auftrag erfüllen. Die dortige Garnison war in einem schlechten Zustand, die sibirischen Soldaten waren nur wenig ausgebildet und Trunkenbolde. Da die sibirischen Verteidigungsanlage an der russisch-sibir-Grenze aus einem Holz Fort bestand konnte sie wahrscheinlich auch von Gyrs Kosaken bei einem Nachtangriff niedergebrannt werden. Anders sah die Sache bei den chinesischen Torwachen aus diese waren zwar auch nur wehrpflichtige Bauern hatten aber zu mindestens eine Ahnung wie man eine Muskete benutzt. Generel konnte Gyr also die verteidigungs Stärke der Sibirier gut einschätzen. Zugute kam denn Russen vor allem das Gyr ihnen Schleichwege durch die Wildnis zeigte die dann von den Soldaten für einen schnellen Angriff auf das Khanat genutzt wurden. Die Sibirier konnten es kaum glauben als etwa 1000 gut gerüstete Russen am 6. März über dem Irtysch setzten. Bahadur Kütschüm der Khan von Sibir setzte sofort seine besten Reiter in Bewegung die am 23. März erstmals auf die Russen trafen. Die Schlacht von Čingi-Tura einer Stadt im Westen Sibirs endete mit der Brandschatzung der Ländereien durch die russische Armee. Über 200 Reiter aus Bahadur Kütschüms Armee hatten ihr Leben verloren und die Russen stießen nach Qashliq vor. Die 1000 Männer hatten keine schweren Waffen dabei und waren auch nicht in der Lage die besiegten Gebiete unter Kontrolle zu halten. Also mussten sie ihren Auftrag das 7. Tor ganz im Osten des Landes zu erreichen durchführen während das Volk von Sibir sich gegen sie wandte. Hauptmann Pavel Plomergov trieb die Armee weiter in Feindesland und überließ es den Banditen Kogasch Gyr die Zivilbevölkerung zu unterdrücken und einzuschüchtern. Ob Moskau schon jetzt vorhatte das Land zu annektieren ist aus historischer Sicht umstritten. Die russische Armee führte einen monatelangen Guerillakrieg in Sibir um die Machtposition Bahadur Kütschüms aufzulösen. Bis in den August waren die russischen Truppen zu Wegelagerer verkommen, erst als der Zar Einsehen hatte und ein größeres Heer nach Sibir schickte wendete sich das Blatt. Etwa 12.000 Mann marschierten im August an das 7. Tor. Doch inzwischen hatten auch die Chinesen mobil gemacht und stellten ihre Position mit etwa 140.000 Mann klar. Die Chinesen verschanzten sich und beschossen die Russen von den Festungsanlagen aus. Der Rückzug aus der Reichweite der Geschütze kam umgehend, eine Belagerung der Großen Wehrstraße wurde nun nicht in Betracht gezogen. Das Land Sibir war durch die Plünderungen ausgeblutet, also suchten die russischen Kräfte ihr Heil im Westen des Landes. Kurz darauf erhielten die russischen Befehlshaber einen Brief welcher von dem Festungskommandanten von Tor 7. verfasst war. Dieses Schreiben drohte mit einem Großangriff Chinas und forderte gleichzeitig in einem Ultimatum die Einstellung aller Feindseligkeiten. Die russische Armeeführung willigte ein daraufhin kam es zu Friedensgesprächen zwischen dem russischen Kommandeur und dem chinesischen.  Zar Peter hatte seine Soldaten aus dem Gebiet zurückgezogen lediglich eine winzige Besatzungsmacht blieb zurück. Denn schon 1701 musste der Zar sich im Großen Nordischen Krieg auf der Seite Sachsen und Polen-Litauens beweisen und versprach seinen Bündnispartnern 20.000 Mann. Sibir war zwar russisch jedoch nur mit Hilfe einiger Banditen und Söldner. Thudekai Khan hatte zwar den Bündnispartner Sibir verloren doch das Yuan Reich stand mit besseren Karten als früher da. Trotzdem kam es in den Ersten Jahren des 18. Jahrhunderts zu einer Annäherung Russland-Chinas. Der Kaiser wollte seine Feinde zu Verbündeten machen und gab den Bau neuer Handelstore bekannt welche den Russen und anderen Völkern ermöglichen sollte. Er war bis zu seinem Tode 1707 der Meinung das er richtig gehandelt hatte. Sibir wurde bald danach russisch.

„Die Niederlage von Sibir war bitter, doch die Ernte danach umso süßer“

Thudekai Khan

18. Jahrhundert:

1701/1800 - Besiedlung von chinesisch Amerika:

1860ChinesischAmerika

Ausschnitt einer Landkarte von 1860 zeigt chinesisch Amerika (Alaska)

„Chinesisch Amerika ist das Land wo die Mongolen wieder lernten Mongolen zu sein und umherziehen konnten um Pelztier zu jagen“

Anonymes Zitat  18. Jhd

Die Besiedlung Alaskas durch China geht bereits auf die Zeit nach der Nordexpansion im frühen 17. Jahrhundert zurück. Nach dem chinesischen Sieg über Russland 1581 hatte sich in China die Meinung durchgesetzt das der asiatische Kontinent mit Amerika verbunden sei. Quasi als Weiterführung Asiens glaubten die Herrscher Karakorums stand nun auch die Möglichkeit einer Erkundung der Neuen Welt welche sie „Neu Asien“ nannten auf dem Programm. Kaiserin Ojuncaral wollte den übrigen Mächten einen Schritt voraus sein und finanzierte 1645 eine Seeexpedition an den Nordrand Amerikas (Alaska, Polarkreis) damit sollte ein für alle Mal bewiesen werden das Amerika in Wahrheit ein Teil Asien ist. Doch die chinesischen Seefahrer fanden die herbeigesehnte Landverbindung nicht, damit waren die theoretischen Herrschaftsansprüche auf ein geeintes Asien bzw. auf Amerika dahin. Die Jurchen-Aufstände in China Mitte des 17. Jahrhunderts liesen außerdem auch kaum eine großangelegte Besiedlung Neu Asiens zu. Erst mit dem Ende der Lotus Bruderschaft  und der chinesischen Restauration Ende des Jahrhunderts stand eine Besiedlung in Nordamerika zu Debatte. Erste chinesische aber auch europäische Siedlungen hatten sich schon um 1680 etabliert. Beide Seiten hatten kaum Unterstützung aus der Heimat und siedelten auf sich alleine gestellt in der Wildnis. Dies waren private Besiedlungen durch Handelshäuser. Diese Siedler kamen als Entdecker und fanden reichlich Jagdtiere und damit Felle. Um 1700 entschied Karakorum seine Kolonialbemühungen über den einfachen Pelzhandel auszudehnen. Die Chinesische Amerikakompanie wurde 1702 gegründet und hatte ab da auch militärische Rechte auf dem anderen Kontinent. Die Yuan Reiche Japan und Korea unterstützten die Landnahme ebenfalls, 1713 gründeten die Japaner eine Küstensiedlung.  Der japanische Teil Alaskas erstreckte sich über die Südküste und wurde bis etwa 1750 auch „Neu Asien Shogunat“ genannt. Dies kam daher das Japans Regent Shō Nobunaga sein Siedlungsgebiet einem Militärverwalter unterstellte dem Shogun von Neu Asien. Obwohl Koreaner sowie Japaner Teile des Herrschaftsgebietes des Kaisers von China waren gab es Kompetenzstreit.
ChinesischerWalfänger1730

Bild zeigt chinesischen Walfänger ~ 1730, Walspeck und Walöl wurden immer begehrter, Alaska wurde zum Stützpunkt der Waljagd

Japan sah sich als herausragendes Reich innerhalb der Yuan Sphäre und wollte Korea ausstechen. Dies gelang auch, die koreanischen Siedler mussten unter die Schirmherrschaft der Chinesischen Amerikakompanie. Erst ein Machtwort durch Kaiser Hangathur schlichtete den Streit 1750 und beendete das Vormachtstreben der Japaner in Alaska. Bis dahin hatten sich Völker aus der gesamten Yuan Sphäre angesiedelt.
MongolTrapper

Mongolischer Trapper in chinesisch Amerika ~ 1760

Besonders der Walfang mit hochseetauglichen Dschunken boomte und hatte um 1730 ihren Ersten Höhepunkt. Die Chinesen wollten ein Monopol auf Walfischöl aufbauen mit welchen man Lampen zu Beleuchtung befüllen konnte.
ChinesischAlaska1800

Flagge von chinesisch Amerika ab 1800

Allerdings führten die neuen wirtschaftlichen Aussichten zu Problemen mit Großbritannien und Spanien. Beide Länder suchten nach der Nordwestpasage einem Seeweg der den amerikanischen Kontinent im Norden schiffbar machen sollte. Dieser Seeweg sollte den Europäern helfen vom Atlantik im Norden über das kanadisch-arktische Archipel den Pazifik zu erreichen. Darum forderten die Mächte Großbritannien und Spanien bald die Rechte auf Alaska ein. Spanien holte eine alte päpsliche Bulle zu Einteilung Amerikas aus dem Jahr 1493 heraus wonach sie durch den Papst  berechtigt waren die gesamte nordamerikanische Pazifikküste zu besitzen. China prüfte den spanischen Antrag und wies ihn nach kurzer Zeit verärgert zurück. Die Briten hingegen blieben stur und behielten ihre Ansprüche auf Alaska bei.
  Auch die nun als Freunde angesehenen Russen durften in Alaska siedeln. Sie gründeten 1792 auf der Insel Kodiak einen Handelsposten. Die chinesischen Pioniere konten gute Geschäfte mit der Heimat aufbauen, besonders der Handel mit Seeoterfellen machte die Kolonisten wohlhabend. Um 1790 gab es bereits einige größere Küstensiedlungen die sich mit Erlaubnis des chinesischen Kaisers gut selbstverwalten konnten. Die Verwaltung chinesisch Amerikas konnte auf moderne europäische Verhältnisse angeglichen werden. Viele Russen aus Kodiak halfen beim Aufbau mit wobei das Russische Kaiserreich eine Kriegsflotte auf Kodiak stationieren durfte. 1800 erhielt chinesisch Amerika seine erste gültige Flagge. Viele Kolonisten hatten ihr neues Land bereits liebgewonnen und waren mit der Selbstverwaltung zufrieden.  Es hieß zu dieser Zeit auch dass die Mongolen hier ihre alten Sitten und das Wanderleben wiedererlernt hatten. Auch die Beziehungen mit den indigenen Völkern hatten sich bis dahin gebessert. Spanien und die Briten verhinderten jede weitere Expansion nach in den Süden Nordamerikas. Darum kam es immer wieder zu Zusammstößen mit diesen Mächten, keiner der Versuche nach Süden zu gehen fruchtete.

1710/1750 - Chinesisch-Japanischer Dualismus im Yuan Reich:

Im frühen 18. Jahrhundert zeichnete sich die „Besonderheit“ der Japaner innerhalb der Yuan Sphäre besonders ab. Die Shō-Dynastie aus Okinawa regierte Japan bereits seit 1517 dem Jahr der Drei Shogune. Der okinawische Klan bestand aus den Mitgliedern des 1299 an Japan angegliederten Königreiches von Okinawa. 1663 forderte Japans Regent Shō Haru das Recht ein sich ebenfalls König Okinawas nennen zu dürfen. Dieser Titel wurde auch durch Kaiser Troxai verliehen. Die Königswürde galt als Ehrenbezeugung der Verdienste Japans (insbesoders des Herrscherklans) bei der Eroberung Taiwans. Die Kaiser der Yuan-Dynastie hatten grundsätzlich kein Problem damit dass ein Untergebenes Staatsoberhaupt sich König, Fürst oder Khan nannte solange sie den „Himmlischen Kaiser“ bzw. „Großkhan“ als ihren obersten Meister und Lehensherren anerkannten. Der Titel Kaiser blieb jedoch China überlassen, Landesfürsten durften aber Könige oder sogar Großkönige sein. Viele Stämme hatten sich der Yuan Herrschaft unterworfen so gehörten die Fürsten; Gorkhas, BhutansSiams, Burmas, Vietnams, Bruneis, Ostindiens bis Indonesiens den Gefolgsleuten des Kaisers in Karakorum an. Noch immer machte man einen großen Bogen um das Affenland Australien welches als verflucht und unbewohnbar galt. So stellte Japan aber auch bald Korea eine Besonderheit im Herrschaftsbereich der Yuan da. Länder inerhalb der Yuan Ordnung mussten sich durch wirtschaftliche und militärische Stärke auszeichnen. Koreas Regent als Stellvertreter des Kaisers tat sich ebenso wie Japan bei der Heerführung hervor.
Sho Nobunaga

Shō Nobunaga, Regent von Japan, König von Okinawa und neben dem Kaiser der mächtigste Mann im Yuan Reich sitzt auf seinem Glückspferd Fuji † 1754

Überall wo um 1700 Krieg geführt wurde kamen Japaner und Koreaner zum Einsatz. „Drei Reiche ein Kaiser“ drückte die Situation am besten aus, denn die Regenten der Zwei Kaiserreiche Japan und Korea sahen die Besonderheit ihres Status vor allem darin sich Sonderrechte gegenüber anderen Ländern im Großreich zu verschaffen. Wenn man vom Yuan Reich spricht dann spricht man von einer losen Föderation die von Karakorum geführt wurde nicht von einer strafen Zentralstaatlichkeit. Japans Stellung als „herausragendes Reich“ nahm mit Regent Shō Nobunaga neue Formen an. Shō Nobunaga trat als dem Kaiser  (fast) ebenbürtiger Staatsmann auf wobei er dies auch vor den Südbarbaren oft tat. Seine Regentschaft über Japan begann 1709. Als junger Regent Japans verfolgte er bereits in den ersten Regierungsjahren das Ziel Korea innerhalb des Yuan Reiches auszustechen.
JapanMongOkinawaFlagge

Die Flagge Japans seit 1660 zeigt die Dominanz Okinawas und der Shō-Dynastie

Dies gelang besonders in Alaska. Shō Nobunaga unterstützte den Aufbau chinesisch Amerikas da er trotz aller Beweise daran festhielt das Asien und Amerika verbunden sei und damit eine Legitimation für die Asiaten bestehe es zu kolonialisieren. Seine Politik war meist militaristischer Natur, obwohl in Japan immer noch der Ziviladel (Kage) vorherrschte übernahmen schien das Zeitalter der Samurai zurückgekehrt zu sein. Die militärische Führung lebte nach strengen moralischen Richtlinien und bestand meistens aus hochrangigen Kage. Japan besetzte die Südküste Alaskas und baute dort ein Militärregime auf das Neu Asien Shogunat.
Kaiser Hangathur

Kaiser Hangathur gab den Yuan Reichen eine Verfassung "Reichseinigkeit", Ölbild eines niederländischen Malers † 1769

Mit dem Kaiser gab es jedoch Gespräche da Japan eine eigene Neuasienkompanie wünsche. Koreanische Siedlungsbemühungen wurden regelrecht ausgestochen, so forderte der Shogun von Alaska Ankergebühren und Zölle für Koreanische Schiffe. Diese Taktik funktionierte längere Zeit da Kaiser Xengu die Rivalität als „Profitfördernd“ ansah. Der Minderjährige Bruder des Kaisers Hangathur lernte aus den Fehlern seines Vorbilds Xengu und änderte einiges nach seiner Thronbesteigung 1746. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte Japan sich über Korea stellen was zu einer Feindschaft führte die in der Ermordung des koreanischen Regenten Kim Nguyen gipfelte. Der Politmord wurde von  Shō Nobunaga 1730 in Auftrag gegeben, danach setzte Kaiser Xengu seinen betagten Onkel an die Spitze Koreas. Der neue Regent Koreas tat sich nicht sonderlich hervor, womit Shō Nobunaga seinen politischen Sieg errungen hatte. Mit Kaiser Hangathur saß jedoch bald ein neuer und machtbewusster Herrscher in Karakorum. Der um einige jüngere Kaiser war für den japanischen Regenten wie ein rotes Tuch. Mehrfach kam es zu Meinungsverschiedenheiten, da der ältere Shō den jungen Hanghatur lediglich als Platzhalter für sich selbst sah. Es ging sogar das Gerücht um der Japaner strebe selbst die Kaiserwürde an. Kaiser Hangathur der zu seiner Thronbesteigung 28 Jahre alt war sah sich in einer Zwickmühle. Einerseits hatte Japan seine politische und militärische Macht in den letzten 25 Jahren stark ausgebaut, auf der anderen Seite wollte er als Kaiser seine Autorität ausschöpfen. Shō Nobunaga der inoffizielle Herrscher in den Yuan Reichen hatte sich unentbehrlich gemacht und musste bei fast jeder kaiserlichen Ratssitzung dabei sein. Natürlich wurde dies dem Kaiser sehr bald zu viel da er sich selbst kaum beherrschen konnte und zu Wutanfällen neigte. Das zwei Herrscher die Yuan Sphäre regierten war  Hangathur so sehr zuwider das er bald ein neues Konzept für die Drei Kaiserreiche und anderen Länder ausformulieren ließ. Dieses Konzept der „Reichseinigkeit“ wurde im Februar 1750 in Karakorum vorgestellt. Der Kaiser hatte alle Landesfürsten der Yuan Sphäre zu Gesprächen eingeladen. Dabei präsentierte er eine Art von Verfassung die Reichseinigkeit. Diese Verfassung wie sie in der Frühmoderne noch unbekannt war hatte der Kaiser mit Hilfe europäischer Gelehrter ausgearbeitet. Das besondere war das sie auch Bezüge zu europäischen Lehren wie dem Humanismus und der Aufklärung nahm. Besonders die Parallel zum Heiligen Römischen Reich mit seinen Kurfürsten hatten es dem Kaiser angetan, da er die Kaiser dieses Reiches als ihm ebenbürtig ansah durfte auch ein Österreicher in der Gelehrtenversammlung Kaiser Hangathurs nicht fehlen.
TeilVerfassung

Die Schriften der Reichseinigkeit sind auf 5362 Seiten verankert, auch werden die Rechte der Untertanen geregelt, einiges ist durch Abbildungen untermauert, so haben die Landesherren nicht das Recht die Untertanen zu knechten wie hier auf Seite 4352 gezeigt. Die Originalverfassung ist im Nationalarchiv in Karakorum zu finden.

Sein Machtwort und die Verfassung regelten die Rechte der Reiche, ihres Adels und setzte eine Gewaltenteilung voraus sie machten alle zu Bundesbrüdern die gemeinsam an einem Strang ziehen sollten. Die Verfassung ist in Reimen und Versen verfasst und soll so auch in Buchform dem Volk trotz seiner fast 5400 Seiten zugänglich und schmackhaft gemacht werden. Kopien der Reichseinigkeit solten in den nächsten Jahren gedruckt und an die Untertanen der Yuan verkauft werden. Das versprach nun sogar Gewinne für die Staatskasse. Trotz der verfassungstechnischen Angleichung der Länder blieb Japan neben China die dominierende Macht in den Yuan Reichen. Shō Nobunaga konnte nie seine Ambitionen gegen denn Kaiser durchsetzen da er bereits kurz nach in Kraft treten der Verfassung schwer erkrankte. 1927 wurden die Überreste Shō Nobunaga exhumiert, denn in Japan glaubte man er sei absichtlich vergiftet worden. Es fanden sich dabei große Mengen Arsen im Körper, daher wird heute angenommen der Kaiser hätte sich so seines Rivalen entledigt. Heute wird die Yuan Verfassung als gleichbedeutend mit der Magna Carta (England) und der Amerikanischen Verfassung angesehen. Sie gilt als der älterste Verfassungstext Asiens.

1751/1800 - Teilverwestlichung der Yuan Reiche:

FBTurteltaub

Franz Bernhard von Turteltaub, österreichischer Handelsattaché und Berater am Hofe Kaiser Hangathurs † 1788

Die Teilverwestlichung ab der Mitte des Jahrhunderts gehört zu den großen Meilensteinen in der Entwicklung Chinas hin zu einer modernen Großmacht. Dabei half vor allem Österreich bei der Weiterentwicklung der Yuan Reche. Warum aber Österreich? Österreich war weder Kolonialmacht noch hatte es sich bisher negativ gegenüber China und der Yuen-Dynastie hervorgetan. Im Gegensatz zu Großbritannien und Frankreich war das Handelsvolumen der Österreicher gering. Die rein europäische Großmacht besaß keine Stützpunkte in Übersee und selbst der Seehandel war wegen der wenigen Mittelmeerhäfen der Österreicher nicht möglich. Die Handelsbeziehungen China-Österreich verliefen über den Landweg Seidenstraße und beschränkten sich auf kleine Mengen Luxusgüter. Seit Mitte der 1740er bestanden Handelsbeziehungen die durch eine kleine Gesandtschaft aufrechterhalten wurden. Einer dieser Gesandten der Österreichisch-Mongolischen Kompanie war der Adelige, Gelehrte und Handelsattaché Franz Bernhard von Turteltaub. Von Turteltaub war ein Diplomat aus der zweiten Reihe doch hatte er bereits bei der Niederschrift der Reichseinigkeit mitgewirkt und war ein bedeutender Ratgeber am Hofe des Kaisers geworden. Das Glück der Österreicher bestand auch darin das Kaiser Hangathur als Kind einen Weltatlas zum Geburtstag geschenkt bekam. Dieser Atlas zeigte auch die Herrschaftsgebiete des Hauses Habsburg, des Heiligen Römischen Reiches und seiner Kaiser. Das „Kaiserreich im Westen“ (HRR) hatte daher schon früh das Interesse des jungen Hangathur geweckt. Zweiter Punkt war die Allianz mit Russland die es den Österreichern ebenfalls ermöglichte gute Beziehungen mit den Yuan aufzubauen. Kaiser Hangathur hatte aber auch ein gewisses Faible für die „Kriegsgeschichten aus dem fernen Kaiserreich“ womit er die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Maria Theresia und dem Preußen Friedrich II. meinte. Der Mongole glaubte in diesen Kriegen den Beginn einer Vereinigung Europas unter dem Heiligen Römischen Reich zu erkennen. (Ähnlich wie in China im 3 Jhd v. Chr) In Österreich erkannte er die Siegermacht und nannte es auch das Königreich Qin im Westen. Eben das Qin welches das Kaiserreich China begründete. Er ließ sich Musik und Literatur aus den deutschen Ländern zukommen, so auch später Musikpartituren von Wolfgang Amadeus Mozart.Der Liberalismus Kaiserin Maria Theresias in manchen Belangen war ebenso ein Vorbild, so gehörte die Abschaffung der Leibeigenschaft zu den Meilensteinen der chinesischen Geschichte. Unterstützt durch von Turteltaub ließ der Kaiser auch sein Heer reformieren. Für den Westen war die Kriegsführung der Asiaten etwas barbarisches, denn sie plünderten und mordeten unter der Zivilbevölkerung was man in Wien als mittelalterlich ansah.
SchönbrunnMongolenzimmer

Das "Mongolenzimmer" im Schloß Schönbrunn wurde zu Ehren der Mongolisch-Österreichischen Freundschaft von Leopold II. eingerichtet und diente mongolischen Diplomaten als Gästezimmer, Bild Wien 2018

Der Versuch von Turteltaub dem Kaiser die „Kabinettskriegsführung“ näher zu bringen scheiterte denn der Kaiser sagte dazu; „Solange mein Reich von Barbaren umgeben ist wäre jede andere Art Krieg zum Scheitern verurteilt“ Die Anwesenheit der Österreicher am Hof veränderte auch den Thronfolger Hunghatu. Hunghatu genoss eine humanistische Erziehung wobei er auch Privatlehrstunden durch von Turteltaub erhielt. Ihm wollte der Gelehrte aus Wien beibringen wie sich ein aufgeklärter Herrscher des 18. Jahrhunderts benimmt. 1769 übernahm Hunghatu selbst die Regierung und weitete die Reformen seines Vaters weiter aus. Innerhalb des Militärs wurde Französisch als Kommandosprache eingeführt was in Europa vielerorts üblich war. Von Turteltaub wurde zwar 1772 altersbedingt abgezogen doch blieb die Beziehung zu Wien weiter bestehen.
GelbeTurbaneNeu

Die "Neuen Gelben Turbane" eine Sekte die alles westliche ablehnte formierte sich um 1770 gegen Kaiser Hunghatu

Die Neuerungen sorgten aber nicht nur für Freude, auch die Reaktionären konfuzianischen Kräfte tauchten wieder auf. Die „Neuen Gelben Turbane“ eine Sekte in der Tradition der Roten Turbane aber auch der Lotuse sorgte bald für Aufruhr. (Siehe Erste Gelbe Turbane ) Einige der Sektenmitglieder  ermordeten 1776 bereits Ausländer. Dem Treiben dieser Organisation wurde mit aller Härte entgegengewirkt. Um 1780 war die „Gelbe Revolution“ niedergeschlagen, doch im chinesischen Volk setzte sich trotzdem anti-westliches Gedankengut durch.  Darum wurden die Yuan Reiche auch nie vollständig verwestlicht da der Wiederstand trotz der neuen Politik zu stark gewesen wäre.
Karikatur1805

Karikatur zeigt England und Frankreich wie sie während der Napoleonischen Kriege die Welt fressen, die Teilverwestlichung der Yuan Reiche stärkte die Kritik an diesen Großmächten um 1800 war sie sehr stark aufgebaut

Der Einfluss Österreichs auf die mongolische Politik war nachhaltig, denn Hunghatu nahm sich auch an Leopold II. ein Beispiel den er als Reformer verehrte. Besonders die Französische Revolution 1789 und die darauf folgenden Napoleonischen Kriege brachten chinesische Polittheoretiker zu dem Schluss dass der Westen einen schlechten Einfluss auf die Yuan Sphäre haben würde. Dies bestätigte sich auch im Verhalten der Briten die Ende des 18. Jahrhunderts versuchten ihr Opium aus Bengalen in China an den Mann zu bringen. Trotzdem war die Ära des österreichischen Einfluss bald dahin, neue Länder wie die Vereinigten Staaten von Amerika hatten den Yuan Reichen viel zu bieten und wurden wegen ihrer Oposition zum Britischen Empire unterstützt.

19. Jahrhundert:

1801/1840 - Mongolisch-Amerikanische Freundschaftsbande:

„Amerika und die Mongolen haben einen gemeinsamen Widersacher! Den Weltverschlinger Großbritannien!!“

US Präsident James Madison 1814

Im 19. Jahrhundert suchte Yuan China gezielt nach diplomatischen Beziehungen im Ausland. Dabei beendeten sie ihre bisher passive Politik und gingen selbst auf die Welt zu. Der Amerikanische Kontinent als „östlicher“ Nachbar Chinas schien den Kaisern dazu gut geeignet. Zwar gab es dort nur die Vereinigten Staaten doch dies sollte sich in den 1820er Jahren verändern. Die Yuan Reiche wollten ihre Stellung als Kolonial und Militärmacht in chinesisch Amerika absichern wo sie durch britisch Kanada und Neu Spanien (Mexiko) gehindert wurden. Die junge Republik Amerika geriet durch ihre Ungehorsamkeit gegen die Briten darum in den Brennpunkt des mongolischen Interesses.
Mongolsold1813

Mongolische Soldaten im Britisch-Amerikanischen Krieg, Zeitgenösische Darstelung 1813

Zwar wurde 1783 die Unabhängigkeit auch durch die britische Krone anerkannt
doch bedeutete dies nicht den Frieden den sich die USA wünschten.  Britisch Kanada stand immer noch drohend im Norden was sich
James Madison

US Präsident James Madison, zeigte sich durch die Intervention der Yuan Reiche im Krieg gegen Großbritannien dankbar † 1836

1812 im von den Briten als „Zweiter Unabhängigkeitskrieg“ bezeichneten Grenzkrieg entlud. Dieser Krieg stand auch im Zeichen des nun bald endenwolenden Zeitalters der Napoleonischen Kriege. Als Gründe für den Krieg gegen die Briten in Kanada nannte US Präsident James Madison die Zwangsrekrutierung amerikanischer Seeleute für die Royal Navy und Seeschikanen aber auch die britische Kontinentalsperre gegen Napoleon I. die einen Handel mit Europa (Frankreich und Verbündete) fast unmöglich machte. Kurz nach Beginn des Krieges erhielt der US Präsident ein Schreiben aus Karakorum. Der Kaiser hatte von den Problemen der Amerikaner erfahren und sei bereit helfend einzugreifen. Mongolische Truppen standen in chinesisch Amerika Gewehr bei Fuß, der Brief war bereits Monate zuvor verfasst worden und sollte im Kriegsfall an die Amerikaner gehen. Schon im August 1812 marschierten daher mongolische Armeen im äußersten Westen Kanadas aus chinesisch Amerika ein und zwangen so die Briten ihre Truppen teilweise dorthin zu verlegen. Dies hatte denn positiven Effekt dass nun die US Army nichtmehr so stark unter Druck stand wie zuvor. Die Mongolen betonten dass es sich hier nicht um einen Eroberungsfeldzug handeln würde, darum zogen sie sich nach Kriegsende 1814 aus britisch Kanada zurück.
Flag of the United States 1817FriendshipMongolia

Die "Mongolian Friendship Flag" Wurde zu Ehren der Mongolen 1817 nach dem Britisch-Amerikanischen Krieg angefertigt

Den USA hingegen war es gelungen Teile Neufundlands zu erobern welche sie 1820 in einen Bundesstaat umwandelten. Dies war der Beginn der mongolisch-amerikanischen Freundschaft welche erstmals 1817 in Washington D.C in Form eines bald jährlich stattfindenden Wohltätigkeitsballs gefeiert wurde. Dabei präsdentierte US Präsident James Monroe die kostbare mit Gold und Silberbrokat geschmückte „Mongolian Frienship Flag“ Die Freundschaft bezog sich bald nicht nur auf US Amerikaner, denn die Kolonialherren Mexikos steckten auch bald in Nöten. 1821 machte sich Mexiko unabhängig was bedeutete dass bald darauf mongolische Diplomaten dem neuen Land ihre Aufwartung machten. Die Befreiung Lateinamerikas war für die Yuan Reiche ein neues Zeitalter des Amerikahandels. Die Absichten Karakorums waren keineswegs immer edel, so achteten sie stets auf darauf Handelsverträge zu Ihrem eigenen Vorteil abzuschließen. Die Mongolen traten nun auch immer öfter als pazifische Seemacht auf die im Ernstfall auch den Briten entgegentreten konnte. Noch immer waren die Herrscher der Yuan-Dynastie absolutistisch veranlagt, doch die Verfassung der Reichseinigkeit wollten sie auch anderen Ländern zugänglich machen. Sie unterstützten 1825 Bolivien bei seiner Unabhängigkeit vom spanischen Vizekönigreich des Río de la Plata dabei gelang es dem mongolischen Unabhängigkeitsgeneral Borga Bokai eine auf Bolivien angepasste Form der mongolischen Verfassung auszuarbeiten. Das Yuan Reich galt selbst nicht als freiheitlich, doch in ihrem Streben die alten Kolonialmächte zu schwächen unterstützten sie immer wieder die Demokraten Südamerikas. Für Spanien war dies eine unverschämte Einmischung in interne Angelegenheiten was 1830 fast zu Krieg geführt hätte. Im Wettkampf um globale Vorherrschaft waren auch die Briten nicht zimperlich. So unterstützten sie seit
800px-Oregon country early nineteenth century

Durch den Druck der Yuan Reiche wurde 1833 der Oregon Deal zwischen USA und Großbritannien geschloßen, Oregon wurde US amerikanisch

Jahren den Opiumhandel und liesen dieses Rauschmittel in China einschmuggeln. Viele amerikanische Staaten unterstützten den chinesischen Kampf gegen Opium und erschwerten es den britischen Schmugglern durch Seeblockaden. Die mächtigsten Verbündeten im „Anti Opiumkrieg“ waren die US Amerikaner. Die USA hatte 1840 bereits einen Zugang zum Pazifik was sich daraus ergab dass die Briten unter Druck der Yuan Reiche 1833 das Oregon-Territorium an die USA abgeben mussten. Dieses neue US Territorium sollte sich schon bald zu einem Flottenstützpunkt der US Navy entwickeln. Der nördliche Seehafen Astoria wurde bis in die 1840er Hauptumschlagsort des Asienhandels. USA und die Yuan Reiche traten bald als Bündnispartner des „Northamerica-Asia Treaty“ auf. Dieser von den Mongolen aufgebaute Bündnispartner sollte helfen die Vormachtstellung der Briten auszuhebeln und den Yuan Reichen ihre Rolle als Weltmacht zu geben.

1841/1842 - Der Große Seekrieg mit Großbritannien:

1841; Die Yuan Reiche haben nun schon bewiesen das sie eine Macht sind die sich mit den Briten auch außerhalb Asiens und des Pazifikraums anlegen können. Politisch haben die Mongolen den Ruf erhalten die Unabhängigkeit ehemaliger Kolonien zu unterstützen, USA, Mexiko, Bolivien, Argentinien und viele andere Länder hegen gute Hoffnungen auf Handels und Militärbündnisse. In den Yuan Reichen selbst kam es 1838 zu Bildung einer Militärallianz der Länder/Nationen der Yuan. Diese Allianz zeigte aber auch den föderalen Charakter der Yuan Sphäre. Mitgliedsstaaten waren; Vietnam, Siam, Burma, Kambodscha, Brunai, Indonesien, Bali, Singapur und viele kleine Pazifikstaaten. Diese Fürstentümer und Königreiche waren Kaiser Katharu Khan Tribut und Rechenschaft schuldig hatten aber eine eigene Marine und Armee. Diese Staaten waren technisch noch rückständig weshalb die Schlagkraft der Länder der Yuen eher bescheiden ausfiel. Die Yuan Sphäre, also der Pazifikraum sollte nach dem Willen des Mongolenkaisers der Jurisdiktion der Yuan-Dynastie unterstehen. Einige europäische Staaten hatten seit dem 16./17. Jahrhundert Inseln und Ländereien gepachtet welche als legale Handelsposten galten. So war Macao portugiesisch, auf Taiwan gab es eine niederländische Selbstverwaltungsregion. Der Gewürzanbau in Ostindien war staatlich subventioniert auch hier durften die Europäer Anbaugebiet pachten was dem chinesischen Staat Geld in die Kassen schwemmte.
Schiffsartillery

Eine leichte Schiffskanone aus dem 19. Jahrhundert, Ab 1839 war es Schiffen lediglich erlaubt 5 solcher Waffen an Bord zu haben, wurden mehr festgestellt so kam es zu Beschlagnahmung durch die Yuan Reiche

Die einzige europäische Macht die sich gegen die Verordnungen in der Yuan Sphäre dauerhaft Protest einlegte war Großbritannien. Das britische Weltreich unterminierte bereits seit 100 Jahren die Bemühungen Chinas den Pazifikraum zu beherrschen. Dazu gehörte auch der illegale Import von Opium welches das chinesische Volk von innen heraus schwächen sollte. Die britische Seemacht war nicht zu unterschätzen, ihre Flotten machten der chinesischen Marine die Seehoheit streitig. 1839 kam es zu einigen neuen Gesetzen, die chinesische Seehoheitsreformation veränderte die Lage. Yuan China legte fest dass innerhalb des Seeteritoriums der Yuan Sphäre nur noch leicht bewaffnete Zivilschiffe erlaubt sind. So gab es eine Beschränkung an Bordkanonen welche je nach Schiffstyp variierte. So war es Handelsschiffen wie Briggs erlaubt bis zu 5 Kanonen mit kleinem Kaliber als Schutz vor Piraten mitzuführen, ausländische Kriegsschiffe waren nichtmehr erlaubt. Denn Schutz des Handels übernahmen die großen Kriegsflotten, Chinas, Japans und Koreas. Die Yuan Reiche wollten so ein Marinemonopol im Pazifikraum etablieren. Darüber hinaus patrolierten auch die Kriegsdschunken der Länderallianz der Yuan. Diese Einschränkungen wurden von den meisten europäischen Handelsnationen hingenommen, sie standen daher unter dem Schutz der Yuan. Großbritannien hingegen blieb bei seiner Doktrin der Stärke, es wollte weder seine Handelsmarine abrüsten noch den Geleitschutz an die Yuan abgeben. Es kam bald zu Problemen, britische Handelsschiffe mit zu starker Bewaffnung wurden in den Häfen der Yuan inspiziert und ihre Bordkanonen beschlagnahmt. Die beschlagnahmten Waffen nahm man gleich um die eigenen Arsenale aufzustocken. Danach überschlugen sich die britischen Proteste.
Katharu Khan

Katharu Khan. Kaiser von China, Japan und Korea, Großkhan der Mongolen, er galt unter seinen Feinden als der Verräter an Hawaii, Fotographie von 1848 † 1866

Die Besetzung Hawaiis am 4. Januar 1841 gab den Ausschlag für den Großen Seekrieg. Hawaii war eigentlich ein Königreich welches den Yuan Staaten zuzuordnen war, doch durch einen Staatsstreich der Briten und Belgiens gelang es dort eine Kolonialverwaltung einzusetzen. Großbritannien mobilisierte seine Navy in Neuseeland und Australien um die neuen hawaiianischen Inseln zu schützen. Nur wenige Tage nach Kriegsbeginn erklärten die Amerikaner den Briten den Krieg. Die US Navy kam aus dem Hafen Astorias in Oregon und unterstützte das japanisch chinesische Flottenkontingent im Seekrieg. Der Krieg wurde weitgehend zu See geführt da auch die Briten wussten dass eine Invasion der USA oder des chinesischen Festlandes kaum Erfolgschancen hatte. Das bengalische Opium für die Märkte in den Yuan Staaten konnte nun kaum noch transportiert werden. Die Länderallianz der Yuan nahm die in ihren Häfen liegenden britischen Handelsschiffe in Besitz und es wurde umgehend ein Boykott für England ausgesprochen. Vor der Küste der chinesischen Provinz Kanton nahe der Stadt Guangzhou kam es daraufhin im Februar zu einer bedeutenden Seeschlacht zwischen Schiffen der Länderallianz, Briten und Belgiern. Die Alliierten Mächte waren den Fluss entlanggefahren und hatten so den Chinesen gezeigt dass sie sogar bis in das Herz Chinas eindringen könnten und beschossen Guangzhou. Der große Vorteil der alliierten Flotte bei der Seeschlacht von Whampoa war das ihre Schiffe mit Dampfantrieb ausgerüstet waren. Britische Schaufelraddampfschiffe konnten nicht nur schneller Distanzen überwinden sie waren auch unabhängig von den Winden. Bei Whampoa gelang es den alliierten Kriegsflotten einen großen Sieg über die Länderallianz einzufahren. Doch  schon im März landeten Japaner und Amerikaner auf Hawaii und setzten der britischen Kolonie dort ein frühes Ende. Der belgische König Leopold I. unterzeichnete daraufhin einen Friedensvertrag und verzichtete auf jede Art von Ansprüchen. Aber schon zu diesem Zeitpunkt zeigten die Amerikaner Interesse an Hawaii, was den Einheimischen sehr missfiel. Die Länderallianz musste nach der Niederlage von Whampoa bald auch ihre militärischen Bemühungen droseln und zog sich weitgehend zurück. In Hanoi dem Zentrum der Allianz kam es am 21. März zu Gesprächen zwischen kaiserlichen Unterhändlern und den Fürsten der Länderallianz. Die Länder der Yuan gaben ihr Bündnis auf, ihre restliche Flotte wurde daraufhin der chinesischen Marine untergeordnet. Damit hatte sich der Traum von maritimer Eigenständigkeit dieser Staaten erstmal ausgeträumt. Neues Ziel Kaiser Katharu Khans war es ab Mai die britische Navy aus der Sphäre zu verdrängen und die Häfen Australiens und Neuseeland zu blockieren. Dieser Seefeldzug konnte aber nicht so einfach umgesetzt werden da auch die Briten zurückschlugen und es zu kleinen Geplänkeln um Pazifikinseln kam. Großbritannien besetzte Borneo und kurzzeitig Timor, musste aber schon im August von Timor abziehen. Eine besondere Rolle bei der Rückeroberung Borneos oblag der USS Constilation die dort ein Kontingent von 100 US Marines absetze. Borneo gehört zu den wenigen Landschlachten des Seekrieges und auch zu den blutigsten. Die Briten leisteten erbitterten Wiederstand im Urwald wo sie aber wegen ihrer auffälligen roten Uniformen gut zu erkennen waren. Fortschritte machten die Bemühungen den Hafen von Sydney, Australien zu blockieren erst im Dezember 1841. Die Landung amerikanischer und chinesischer Truppen in Sydney beendete den Krieg Anfang 1842. Die Engländer mussten Borneo verlassen, bei den nachfolgenden Friedensverhandlungen im neutralen Bern wurde den USA Hawaii zugesprochen.
HawaiiInselkette

Die Inselkette von Hawaii wurde durch den Politkompromiss "Mongolenverat" 1842 US amerikanisch, aus diesem Grund formierten sich bald hawaiianische Nationalisten

Die Übergabe Hawaiis erfolgte weil die USA umbedingt Landgewinne vorweisen wolten so musste der Kleinstaat über die Klinge springen und der legitime König Kamehameha III.ging ins Exil. Dieser Politkompromiss  wurde später von den aufkeimenden hawaiianischen Nationalisten als der Mongolen Verrat an Hawai bezeichnet. Großbritannien musste Kriegsreparationen in der Höhe von 60 Millionen Pfund bezahlen und erkannte die rechtmäßige Seeherrschaft der Yuan Reiche über den nördlichen Pazifikraum an. Der Handel mit Opium wurde offiziell verboten, die Opiumfelder Bengalens mussten abgebrannt werden. Jedoch blieb der Südliche Pazifik bei Australien und Neuseeland britisch. Die USA durften mit Erlaubnis der Yuan Reiche die Insel Hawaii als Ausenhandelsposten in der Yuan Sphäre nutzen und galten als Freunde und Verbündete.
Southeastasia

Südostasien und seine den Yuan untergeordneten Staaten entwickelten Mitte des Jahrhunderts starke Nationalgefühle

1848/1900 - Nationalismus im Yuan Reich:

„Die Khmer müssen den Weg der Vereinigten Staaten von Kambodscha gehen… oder untergehen!“

Phirun Pok 1865

1848; Es ist nicht nur für Europa eine Zeit des Umbruchs und der Revolution. Die neue Technologie des Industriezeitalters und damit verbundene Ideologie dringen selbst in die entlegensten Teile der Yuan Reiche vor. An der Spitze des Staates befindet sich Kaiser Katharu Khan der die wirtschaftliche Modernisierung fördert aber politisch ein Reaktionär ist. Er ist als absolutistischer Großkhan der Meinung dass in seinem „Yuan Imperium“ nur der traditionelle Adel und das Bürokratentum das sagen haben sollten. Er unterstützt seine ethnische Gruppe die Mongolen nach Kräften, eine Minderheit die seit nun etwa  570 Jahren China regiert. Sein Staat ist auf den Werten des Buddhismus aufgebaut, so heist es jedenfalls, der Buddhismus fungierte über Jahrhunderte als Klebstoff zwischen den Ethnien. Doch die neue Zeit mit seinen „Westlichen Verlockungen“ hat etwas hervorgebracht das weder Kaiser  Katharu Khan noch seine Berater verstehen können; Politisierung. Bisher hatten die Untertanen der Mongolenherrschaft lediglich an Ihr Überleben und die Anpassung an die Umstände gedacht. Es gab zwar in den Jahrhunderten der Mongolenherrscher immer wieder Aufstände doch diese wurden von den religiösen Sekten verursacht. Politische Parteien wie in den USA oder so etwas wie Nationalstolz gab es im bisherigen Feudalstaat der Yuan nicht. Selbst die überaus liberale Verfassung Reichseinigkeit war eigentlich mehr als Verordnung für den Adel als für das gemeine Volk gedacht. Doch nun dachten die Menschen politisch, sie wolten Freiheiten und fragten nach der eigentlichen Berechtigung für Tyranei und Wilkür. Man hatte sich 100 Jahre auf der Reichseinigkeit ausgeruht, doch dabei vergaß die Obrigkeit das Volk. Aus den USA kamen neue Begriffe wie, Demokratie und in gewisser Weise auch Nationalismus. Dem Volk der Yuan standen Auslandszeitungen zu Verfügung in denen sie über die Tage der Märzrevolutionen Europas lasen, aber auch die Rufe der Deutschen und Italiener nach nationaler Einigkeit war ein Begriff.
Phirun Pok

Phirun Pok war ein bedeutender Vordenker des Nationalismus unter den Khmer, er wurde von chinesischen Regierungstruppen 1865 ermordet

Genau wie seine Standesgenossen in Europa führte Katharu Khan ab 1848 Pressezensur und Spitzeltum verstärkt ein. Dabei bekämpfte die Regierung vermehrt auch frühsozialistische oder demokratische Kräfte. Seit dem Krieg mit Großbritannien war der Kaiser als Verräter an den Hawaiianern verschrien. Viele Nationalisten nutzten dies um den Kaiser als Volksfeind der seine Hawaiianer verkaufte hinzustellen.
Jurchen1900

In China wurden die Jurchen (Manchuren) über Jahrhunderte unterdrückt und mussten in den 1870ern an der Eisenbahn mitbauen, auch sie bildeten nationalistische Ideologien und wolten das freie Jurchenreich

Der Kambodschaner Phirun Pok wetterte über 20 Jahre gegen die Obrigkeit was ihm letztendlich ein Erschießungskommando einbrachte.
ChinesischeArmee

Das Yuan Militär, um 1900 war das Yuan Imperium ein militaristischer Vielvölkerstaat der gegen Nationalisten aus den verschiedenen Volksgruppen vorging

Bis zum Ende seiner Regierung 1866 versuchte Katharu Khan die Bildung einer neuen Militäralianz der Yuan Länder zu unterbinden und schnürte ein Netz welches die Souveränität der Mitgliedsländer stark einengen sollte. Durch autoritäre Führung wollte er aus den Yuan Reichen das Yuan Imperium schmieden. Auch der Nachfolger Byambasuren stand seinem Vater in nichts nach. Als unerfahrener Monarch ließ er die Geheimpolizei frei walten und suchte sich politische Legimitation bei den autokratischen Romanows. Die guten Kontakte zu den Vereinigten Staaten vergingen, man orientierte sich nun wieder nach Russland und suchte Kontakt zu Österreich-Ungarn. Kaiser Byambasuren trieb die Eisenbahn voran wobei er gegen die Reichseinigkeit handelte und Zehntausende Jurchen zu Leibeigenen machte die dann schwere Arbeiten beim Eisenbahnbau verrichteten. In den 1870er Jahren kam es dann zu Bombenanschlägen auf die neue „Stahlschlange“ dahinter stand eine jurchische Nationalistenbewegung. Die geknechteten Jurchen die man nachwievor schikanierte traten verstärkt für ein freies Jurchenland (Mandschukuo) ein. Weil die Jurchen seit dem 16. Jahrhundert immer als Sündenböcke herhalten mussten kam es 1873 und 1875 zu neuen Aufständen. (Siehe Jurchen Aufstände) Der Aufbau der Eisenbahnlinie Transmongolia die China mit Russland verband war der Regierung so wichtig dass sie ab 1876 dazu überging die Jurchen in Ghettos zu stecken oder in Sibirien verschwinden zu lassen. Der Ruf nach jurchischer Freiheit wurde außerhalb Chinas kaum wahrgenommen, denn alles was im Yuan Imperium geschieht blieb auch darin. Ab 1880 gab sich der chinesische Staat die ofizielle Bezeichnung Yuan Imperium, was so viel wie „Imperium des Ur-Anfangs“ bedeutet. Dem Yuan Imperium gehörte aber nicht Korea und Japan an. Japan und Korea waren zwar in Personalunion mit der Yuan-Dynastie vereint bildeten aber ab 1880 eigene Staatsgebilde. Genau wie das Yuan Imperium traten Japan und Korea als Imperialistische Staaten auf die eine große Kriegsflotte und Armee hatten. Kaiser Byambasuren hatte vor allem in Japan wenig mitzureden was ihn besonders verärgerte. Der Chinesisch-Japanische Dualismus der Vergangenheit hatte eine tiefe Kluft zwischen Japan und China erzeugt. Trotzdem war Japan ohne China undenkbar. In Japan stellten die Nationalisten die Regierung. In Südostasien und Indonesien brodelte es. Der neue kaiserlich verordnete Einheitsstaat hatte alle Hände voll zu tun den Separatismus zu unterdrücken. Gemeinsam mit Korea und Japan stellte das Yuan Imperium immer noch eine Großmacht da. Doch Ende des Jahrhunderts sahen viele das Ende des Mongolenreiches schon kommen. Die autokratische Kaiserregierung konnte nur noch gestützt durch das Militär agieren, ein Zustand denn auch einige hochrangige Generäle kaum noch ertragen konnten.

20. Jahrhundert:

1907/1908 - Der Coup d’État gegen den Großkhan:

„Das Mongolenreich braucht einen moralisch und religiös absolut integren Mann an der Spitze! Dieser Mann kann nur ein Heiliger sein!“

General Thien Galbiz

Um die Jahrhundertwende waren China und Russland zwei Staaten die in einer gemeinsamen Allianz versuchten sich gegenseitig nach innen zu stärken. Es gab weder wie in UZL den Russisch-Japanischen Krieg noch Feindseligkeiten. Das Hauptproblem der Beiden Länder waren nicht so sehr Bedrohungen von Ausen sondern von Innen. Der Sozialismus wurde als Bedrohung der himmlischen Ordnung gesehen, ein Phänomen welches in Russland seinen Anfang nahm. Dort hatten diverse sozialistische Untergrundparteien den Kampf gegen die zaristische Autokratie aufgenommen. Sozialistische Agitatoren wie Lenin, Trotzki und Stalin hatten kaum die Chance in Ruhe ihre revolutionären Gedanken zu fassen. Es gab eine länderübergreifende Zusammenarbeit die gemeinsame Fahndungen nach diesen „Volksverrätern“ ermöglichte.
BestrafungChina

Bestrafung im Yuan Imperium, Subversive Sozialisten landen in solchen Holzkäfigen, auch Josef Stalin starb durch solch eine Bestrafung 1906

1906 konnte so der Georgier Josef Stalin in Sibirien gefasst werden der auf der Flucht vor den Russen über die Grenze in das Yuan Imperium gekommen war und eigentlich weiter nach Kanada wollte. Stalins Tod in einem Holzkäfig erfreute besonders die anti-Sozialisten im Yuan Imperium. Allerdings gab es innerhalb des Yuan Imperiums auch Kräfte die zwar den Sozialismus ablehnten aber durchaus demokratische Reformen bevorzugten.
Sharav bogd khan

Der Bogd Khan (Heiliger Herrscher) sollte nach der Meinung General Thien Galbiz als religöse Instanz für ein neues Yuan Reich stehen

Besonders im mongolisch dominierten Generalstab Kaiser Aslan Khans wuchs der Wiederstand gegen die kaiserliche Willkürherrschaft. Kaiser Aslan Khan war selbst schuld an den radikalen sozialistischen Terrororganisationen im Land. Er hatte in den weniger hochentwickelten Landesteilen wie Sibirien die Steuerlast erhöht und unterdrückte beispielsweise die Völker seines Reiches. Der Sozialismus war auf der Nationalismus Welle der letzten 50 Jahre mitgeschwommen und hatte so einige fanatische Anhänger gefunden. Für General Thien Galbiz einem streng gläubigen Anhänger des Buddhismus stand schon lange fest dass er als Militär die Verantwortung hat die Zustände im Yuan Imperium zu ändern. Er war zwar Mitglied der mongolischen Minderheit hatte aber durchaus Verständnis für die Jurchen und Sozialisten. Was er verabscheute war der von den Bolschewiken verursachte Terror der letzten Jahre, aber sein Verständnis ging zu mindestens soweit das er den Ruf nach sozialer Gerechtigkeit vernehmen konnte.
MonGolChinaUnion

Flagge der Yuan Union seit 1907

Unterstützt durch seinen Stab aber auch einzelne Offiziere schmiedete General Thien Galbiz im Mai 1907 den Vorsatz den Kaiser von dringend notwendigen Reformen zu überzeugen. Galbiz war auch der Meinung das der Buddhismus und sein mongolisches Oberhaupt Bogh Khan eine weitaus größere Rolle im Staate haben sollten. (Rangmäsig steht der Bogh Khan unter dem Dalai Lama) Allerdings konnte Thien Galbiz dem Kaiser auch nach einer mehrstündigen Audienz nicht klar machen warum eine Sozialreform nötig war, ganz im Gegenteil. Der Kaiser sah nun in Thien Galbiz einen Politgegner den er ausschalten wollte. General Thien Galbiz blieb nun nur die Wahl auf seine Verhaftung zu warten oder selbst etwas gegen den Kaiser in Karakorum zu unternehmen. Kurz entschlossen, beriet sich der General mit seinen Untergebenen die ihm loyal waren. Sieben Offiziere brachten ihre Unterstüzung und schlossen sich dem Plan Galbiz an den Kaiser zu entmachten. In der Nacht vom 12. Auf den 13 Mai riegelten Galbiz-Loyalisten mit Truppen das Kaiserviertel militärisch ab. Dies geschah schnell und unkompliziert, Niemand hatte einen Staatsstreich auch nur für möglich gehalten. Kurz nach 2 Uhr morgens stürmten 20 Soldaten geführt von General Galbiz das Schlafgemach des Kaisers. Zuvor hatten sie die nur leicht bewaffnete Palastwache ausgeschalten. Der General trat nun an den Kaiser heran und sprach „Im Namen des Himmerls und der Gesetzmäßigkeit der Reichseinigkeit seid Ihr Aslan Khan kein Kaiser mehr!“ Wie es in China üblich war musste General Thien Galbiz zuerst die Rechtmäßigkeit seines Ansinnesn erklären und damit das der Himmel selbst dem Kaiser das Mandat entzogen hatte, der Grund hierfür war das er und seine Vorgänger über Jahrzehnte die Verfassung von 1750 mit Füßen getreten hatten. Bis auf die toten Palastwachen war der Coup d’État unblutig verlaufen. Kaiser Aslan Khan durfte in seinem Anwesen außerhalb Karakorums weiter seinen privaten Hobbies nachgehen stand aber unter strengem Hausarrest. (Auf seinem Land durfte er sich aber bewegen) General Thien Galbiz suchte am 16. Mai 1907 den Bogd Khan auf um ihm eine Rolle im Staat anzubieten. Der Bogd Khan zeigte sich überrascht, nach kurzem Gespräch nahm er dankend den Vorschlag General Thien Galbiz an und reiste nach Karakorum. Dort ließ Thien Galbiz Reporter zu einer Pressekonferenz einladen.
Thien Galbiz

Präsident Thien Galbiz, erster demokratischer Präsident der Mongolen regierte von 1908 bis 1916

Die meist ausländischen Reporter staunten nicht schlecht als Thien Galbiz ihnen verkündete das der Kaiser abgetreten sei und das Mongolenreich einen neuen „heiligen Herrscher" habe. Dieser religiöse Anführer sei Bogd Khan. Dabei wurde der neue chinesisch/mongolische Staatbund ausgerufen die Yuan Union. Diese Union sollte nach den Wünschen des Bogd Khan eine buddhistische Demokratie sein, er selbst und seine Nachfolger stünden als beratendes Staatsoberhäupter der Übergangsmilitärregierung General Galbiz vor. Die Neuigkeit von Demokratie mit buddhistischen Grundwerten verbreitete sich rasend schnell. In einigen Provinzen kam es dennoch zu Ausschreitungen. Japan und Korea erkannten die Yuan Union zwar an, doch ernannten sich deren Regenten nun ihrerseits zu Kaisern blieben aber vorläufig Unionsmitglieder. Der neue Staatenbund die Yuan Union musste in den nächsten Jahren viel nachholen und den inneren Zusammenhalt festigen. Neuwahlen erfolgten im Januar 1908, dabei konnte Thien Galbiz den Sieg erringen, er wurde im Mai 1908 also 1 Jahr nach dem Staatsstreich erster demokratischer Präsident der Yuan Union.

1909/1918 - Neutralität der Yuan Union im Ersten Weltkrieg:

FlaggeMongolOkiJapanKrieg1870

Die Flagge des Kaiserreich Japan, offiziel bis 1912 Mitglied der Yuan Union zeigt sie den neuen nationalistischen Imperiualismus, die Symbole der Mongolen und der Shō-Dynastie sind zu erkennen

Bereits wenige Monate nach dem Thien Galbiz sein Präsidentenamt antrat kamen die wirklich großen Probleme über die ehemaligen Yuan Reiche. Die Einwohnerzahl des Kaiserreich Korea lag 1908 bei 9.6 Millionen Einwohnern. Korea war von allen Drei Kaiserreichen (China, Korea, Japan) das wirtschaftlich schwächste. Seit 1730 regierte dort ein Nebenzweig der Yuan-Dynastie welche seit ihrem Bestehen starke Differenzen mit der japanischen Shō-Dynastie plagte. Im 18. Und 19. Jahrhundert kamen diese ewigen Querelen nie zum Ausbruch.
Righteousarmy

Korea 1912, die kaiserlich Koreanische Armee ist im Krieg mit Japan und muss alles aufbieten was das Land hergibt, dazu zählten auch Kinder und Alte

Die Yuan-Kaiser sorgten mit ihrer Autorität stets dafür dass die Regenten Koreas und Japans sich nicht an die Gurgel gingen. Im frühen 20. Jahrhundert in der neuen Zeit ohne Yuan-Kaiser in China brachen die 180 jährigen Spannungen schließlich voll und ganz über die Yuan Union ein. Die Kaiser Japans und Koreas blieben in einer losen Konföderation dem Mutterland China treu, doch schon 1911 kam es zwischen den Beiden Kaiserreichen zu Spannungen die zum Krieg führten. Das militärisch und wirtschaftlich stärkere Japan mit seinem Kaiser Shō Kōta marschierte im Süden Koreas ein. Die zahlenmäßig und technisch überlegene japanische Armee stürzte Korea in einen Guerillakrieg. Die regulären koreanischen Streitkräfte mussten sich bald in den Norden zurückziehen und hinterließen ein verwüstetes Land. Präsident Thien Galbiz war in Karakorum selbst mit einigen landesweiten Unruhen konfrontiert die sich mit der Umstellung zu Demokratie ergeben hatten. Kaisertreue Kräfte hetzten gegen den neuen Staat und zwangen die Regierung zu drastischen Schritten. In Teilen Chinas herrschte offener Bürgerkrieg. Erst 1913 durch Vermittlung des mongolischen Religons und Staatsoberhaupts Bogd Khan trat der ersehnte Frieden in China ein. In Südkorea hatten nun die Japaner das sagen die sich seit 1912 weder der Yuan Union unterwerfen noch einen gemeinsamen Weg mit Karakorum gehen wollten. Die Yuan Sphäre wie man sie kannte war damit auch Geschichte. Japans Vormachtstreben kam zwar etwas spät doch gab es 1914 bereits starke imperialistische Tendenzen. Aber nicht nur in Südasien brodelte der Kessel, auch in Europa. Dort kam es im Sommer 1914 zu Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand. Alle Großmächte Europas traten in den nun folgenden Weltkrieg ein. Das Kaiserreich Russland welches seit Jahrhunderten eine enge Freundschaft mit der Yuan-Dynastie pflegte hoffte auf militärischen Beistand.
Filtr 08

Die russische Armee im "Deutschen Gaskrieg" Russland musste wegen inneren Problem 1917 mit Deutschland Frieden schließen

Doch auf Hilfe aus Fern Ost war nicht zu rechnen, so musste die zaristische Armee sich demoralisiert dem deutschen „Gas Krieg“ entgegenstellen. Anfang 1915 hatte sich die Situation in Korea stabilisiert. Truppen aus China unterstützten das koreanische Kaiserreich, doch eine Rückeroberung Südkoreas war aussichtslos. So kam es im Oktober 1915 zum Frieden von Karakorum.
Reise Lenins durch Deutschland (Platten)

Die Deutschen brachten den russischen Revolutionär Lenin im April 1917 zurück in die Heimat

Korea trat den Süden an Japan ab, im Gegenzug versprachen die Japaner niemals einen Fuß auf nordkoreanischen oder chinesichen Boden zu setzen. Südkorea wurde im Laufe der nächsten Jahre ein japanischer Marionettenstaat, während in Nordkorea das Zweite Yuan-Kaiserreich Nordkorea ausgerufen wurde. 1916 im letzten Jahr der zweiten Amtszeit Thien Galbiz herrschte wieder Frieden sowohl in Korea wie auch der Yuan Union. Die Nordkoreaner suchten in einem Bündnis Schutz denn sie waren äußerst skeptisch was die Nachbarn in Südkorea und Japan anging. Den Weltkrieg sahen viele Chinesen als böses Omen, darum wählten sie 1916 den Nationalisten Quang Thuk zu ihrem Präsidenten. Quang Thuk versprach die Neutralität im „Krieg der Imperialisten“ 1917 war die Moral im russischen Zarenreich am Boden, das Deutsche Reich organisierte im April die Zugfahrt Vladimir Lenins nach St. Petersburg. Der Exilrusse sollte noch während des Weltkrieges die dort bereits seit März wütende Revolution zu ihrem Abschluss bringen die später den Namen November- oder im russischen Dezemberrevolution erhielt. Am 7. Dezember des Gregorianischen Kalenders (24. November Julianischer Kalender) übernahmen die Bolschewiki die Macht in Russland.
KarakorumUnruhenDez1918

Unruhen in Karakorum nach der Auflösung des Kabinett Quang Thuks wegen Koruption, Karakorm 2. Dezember 1918

Dies war das erste mal das ein Land den Kommunismus zu seiner Staatsform machte.
Sowjetrussland Schloss umgehend Frieden mit Deutschland. Doch dieser Friede der die deutschen Armeen eigentlich entlasten sollte kam zu spät. Zu groß war die Alliierte Übermacht zu der sich mittlerweile auch die USA gesellt hatte. Der künftig als Erster Weltkrieg bezeichnete Konflikt nahm im November 1918 sein Ende. Deutschland. Österreich-Ungarn das Osmanische Reich und seine Verbündeten gingen einer ungewissen Zukunft entgegen. Quang Thuks Kabinett musste am 1. Dezember 1918 die Regierung abgeben, schuld daran waren schwere Koruptionsvorwürfe gegen den Präsidenten selbst. Staatsoberhaupt  Bogd Khan  hatte sein Recht angewannt und die Regierung aufgelöst. Quang Thuks Partei Mongolische Morgenröte (zu Deutsch MMR) lieferte sich in Karakorum blutige Straßenschlachten mit den Liberalen Anhängern Thien Galbiz. Diese Unruhen konnten erst nach drei Tagen beendet werden. In Sowjetrussland hingegen regierte inzwischen der Bürgerkrieg.

1919/1921 - Die Yuan Union und der Russische Bürgerkrieg:

Der Russische Bürgerkrieg war ein Konflikt zwischen den kommunistischen Bolschewiken und den meist monarchistisch eingestellten Weißen Armeen. Während der Dezemberrevolution 1917 wurde fast die gesamte Herrscherfamilie der Romanows interniert. Lediglich Großfürst Pawel Alexandrowitsch Romanow und sein Sohn Wladimir Pawlowitsch konnten nicht verhaftet werden da sie sich gerade in London befanden wo sie eigentlich mit der britischen Regierung um Waffenhilfe für die Ostfront verhandelten. Die Bolschewiki ermordeten die in ihrer Hand befindlichen Romanows nach zähem feilschen mit den Westmächten Ende 1918. Damit war Pawel Alexandrowitsch Romanow das Oberhaupt der Zarenfamilie und eigentlicher Zar im Exil. Er versuchte daraufhin die Weiße Armee von Großbritannien aus zu unterstützen und gründete ein Freiwiligencorp welches erstmals 1919 gegen die Bolschewiki zu Felde zog. Die Yuan Union war bis 1919 in diesem Konflikt neutral geblieben, die gesamte Mongolische Wehrstraße war abgeriegelt, es verkehrten auch keine Züge auf der Transmongolia Zuglinie. Die Weiße Armee stand Anfang 1919 mit dem Rücken zu Wand, doch der Exil-Romanow überzeugte die Briten, Franzosen und Amerikaner sich seiner Sache anzuschließen. So entsandten die Westmächte eine Interventions-Eingreiftruppe. Die Verhandlungen um eine Teilnahme der Mongolen an der Intervention erwiesen sich als schwierig. Zu Beginn des Jahres 1919 gab es noch keine handlungsfähige Regierung, man musste die Neuwahlen im März abwarten. Inzwischen waren aber 10.000 Elitesoldaten der Franzosen in Odessa in der Ukraine gelandet, es folgten Amerikaner und Briten. Oberbefehl über die Weiße Armee hatte Admiral Alexander Wassiljewitsch Koltschak. Kolschak wusste das ein Eingreifen der Yuan Union in den Bürgerkrieg nur dann möglich sein würde wenn der einflussreiche Bogd Khan überzeugt werden konnte. Also entsandte Kolschak den Österreicher Roman von Ungern-Sternberg. Dieser traf am 12. März 1919 zwei Tage nach den Parlamentswahlen in Karakorum ein um den religiösen Führer der Mongolen aber auch den neuen Präsidenten von der Intervention in Russland zu überzeugen. Die Verhandlungen mit dem Glaubensführer und Präsident Jolookhamba Dschad fruchteten. Dschad gehörte zu den politischen „Kindern“ Thien Galbiz an und war wie dieser ein streng gläubiger Buddhist. Seine Vorstellung von demokratischer Ordnung gepaart mit buddhistischem Eifer machten es Jolookhamba Dschad unmöglich den von Lenin und Trotzki verbreiteten Staatsatheismus zu tolerieren. In den Augen des Präsidenten waren die Roten eine Horde Ungläubiger die sich vor den Toren der Großen Wehrstraße zum Angriff formierten. Mit Zustimmung des Bogh Khan übertrug der Präsident dem Gesandten Ungern-Sternberg das Kommando über eine mongolische Kavalariebrigade. Ungern-Sternbergs Rückkehr an die Front war ein Schock für die Bolschewiki die noch keine Erfahrung mit mongolischen Reitern hatten. Ähnlich wie die Mongolen des Mittelalters konnten die 2000 Kavalleristen hervorragend mit ihren Repetiergewehren auch im Galopp punktgenau zielen. In der Yuan Union bereitete man sich aber Mitte 1919 auf einen ausgedehnteren Feldzug in den Westen vor. Jolookhamba Dschads Regierung förderte die Rüstungsindustrie und baute erstmals eigene Panzer. Die Intervention in Russland war genau das was die Industrie brauchte hieß es nun in den Regierungszeitungen. Und tatsächlich gelang es bis 1921 die Wirtschaftsrezession zu beenden. Militärisch richtete sich die Yuan Union stark nach den Mitgliedern der westlichen Interventions Allianz. Odessa wurde genau wie die Krim zu einer Basis der Alliierten, währen das mongolische Heer im Fernen Osten geschützt durch die Wehrstraße seine Stützpunkte ausbaute. Verglichen mit UZL war Russland nur etwa halb so groß und konnte daher besser unter Kontrolle gebracht werden. Ab 1920 hatten die Interventionstruppen bereits große Vorschritte gemacht. Mongolische Panzer wurden bald zum Schrecken der Bolschewiki. Der Vorstoß der „Mechanisierten Kavallerie“ welcher von Ungern-Sternberg begleitet wurde konnte Ende 1920 bereits Moskau erreichen. Mit einem solchen Erfolg hatten selbst der Zar in spe Pawel Romanow und  Admiral Kolchak nicht gerechnet. Die pure Kraft der mongolischen Armee genügte um den Kommunisten das Fürchten zu lehren. Obwohl Leo Trotzki als Oberbefehlshaber der Roten Armee einen guten General abgab musste er immer mehr in den Westen zurückgedrängt seine Taktiken ändern. Den Bolschewiki fehlte es Anfang 1921 an allem, am meisten an Lasttieren und Munition. Ohne Treibstoff für Lastwagen, oder auch nur Nahrung für ihre Lastesel mussten die Rotarmisten ihre Versorgungsgüter selbst schleppen. Trotzki und Lenin gerieten immer öfter in Streit um das weitere Vorgehen.
MongolTank1920

Mongolische Panzer nach britischer Bauart fanden ab 1920 im russischen Bürgerkrieg verstärkt ihren Platz auf den Schlachtfeldern, Mongolischer Panzerkommandant steht stolz vor seinem "Tank"

Lenin schlug die Flucht vor, was Trotzki zu wütenden Äußerungen trieb; „Dieser Hund will meine permanente Revolution vernichten!“ Das ab Februar 1921 belagerte Moskau konnte sich wegen Hunger und Munitionsknapheit kaum halten. Das Eintreffen von Interventionstruppen in den total unpassierbaren Straßenschluchten Moskaus wurde zum Spießrutenlauf. Die Russen bewarfen die Alliierten mit Brandbomben und streuten Nägel und verminten die Gassen. Moskau konnte jedoch durch Artilleriebeschuss Sturmreif gemacht werden, Lenin und selbst Trotzki zogen sich aus der Stadt zurück.
Lenin-leichnam

1921; Lenin ist Tod und mit ihm Sowjetrussland, doch als Märtyrer des Kommunismus lebte Lenin in den Herzen der Kommunisten weiter

Bei ihrem Rückzug ermordeten die Bolschewiki Hunderte Personen die sie als Sympathisanten des Feindes zu erkennen glaubten. Als die Schlacht um Moskau vorbei war stolperten die Befreier über die Leichen der Sowjetopfer. Lenin und Trotzkis Flucht war auch nur von kurzer Dauer.  Der Konvoi Trotzkis bewegte sich nach Kiew (Weißrussland) wo er sich Schutz erhoffe dabei wurde er zum Ziel eines zufälligen Luftangriffes der mongolischen Luftfahrtruppe. Trotzkis Leiche konnte nicht gefunden werden, lange war sein Tod unbewiesen, erst 1953 gab es einen Beweis wonach er bei seinem Marsch nach Kiew getötet wurde. Darum glaubten Viele auch nach dem Bürgerkrieg Trotzki würde im geheimen neue Revolutionspläne schmieden. Auch der Revolutionsführer Lenin starb bei seiner Flucht, Zeugen berichteten das er ohne ersichtlichen Grund während er seine Offiziere instruierte plötzlich tod umfiel.
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US Parade in Odessa, der Bürgerkrieg ist aus die Interventions Allianz hat gesiegt

Eine Obduktion ergab später das Lenin einen winzigen Granatsplitter abbekommen hatte und an einer inneren Blutung verstarb. Denn Bolschewiki gelang es den Leichtnahm Lenins auser Landes zu bringen. Der Krieg war gelaufen, doch die treue Leibgarde Lenis fotographierte den Leichtnahm und machte ihn damit zu einem Märtyrer der Sowjets. Das Bild des toten Lenin wurde in den nächsten Jahren zu Propagandazwecken genutzt. Zwar starb mit Lenin Sowjetrussland aber der Kommunismus war nicht tod zu bekommen.
Der Russische Bürgerkrieg war auch eng an den Finnischen geknüpft. Unruheprovinzen des Zarenreichs wie Finnland und die Ukraine wurden noch im Laufe des Jahres 1921 von sozialistischen Kräften befreit. Am 13. August 1921 kehre Pawel Alexandrowitsch Romanow aus dem britischen Exil nach St. Peterburg zurück. Dort erwartete ihn bereits sein siegreicher Admiral Alexander Koltchak. Pawel wurde im Rahmen einer mehrtägigen Zeremonie zum Zaren gekrönt, dies war der Beginn der Restauration des Zarenreiches Russland. Der Sieg in Russland hatte den Nationalstolz vieler Chinesen/Mongolen geweckt, das Militär wurde wieder intressant. Der österreichische Legionär Roman von Unger-Sternberg erhielt den höchsten Tapferkeitsorden der Yuan Union und durfte den Beinanen „Khan in mongolischen Diensten“ tragen. Unger-Sternberg blieb in der Mongolei wo er sich in der Stadt Urga (Ulaanbaatar) niederlies. Durch den Sieg gegen die Bolschewiki war die Yuan Union in den internationalen Fokus geraten, viele ausländische Regierungen pflegten ab da enge Beziehungen mit den Mongolen. Nun kehrte auch wieder Frieden ein in dem seit Jahren von Unruhe gebeutelten Mongolenreich.

1922/1939 - Die goldene Zwischenkriegszeit in der Yuan Union:

Die 1920er und 1930er waren für China und die Länder der Yuan Union ein goldenes Zeitalter. Das im Westen als goldene Zwanziger bekannte Jahrzehnt führte auch im Fernen Osten zu einem beispiellosen Wirtschaftsboom. Für die Mongolen stellen die Jahre 1922 bis 1939 die Zwischenkriegszeit da. Damit ist aber nicht die Ära zwischen Ersten und Zweiten Weltkrieg gemeint sondern zwischen der Ersten und Zweiten Befreiung Russlands und den dazugehörigen Kriegen. Schon seit der Demokratisierung der Mongolen 1907 und lange davor gab es Investoren aus dem Ausland. Briten. Amerikaner, Deutsche und Franzosen hatten Anfang des Jahrhunderts einen großen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Yuan Union. In den 1920ern wollte Karakorum seine alte Einflußphäre wieder herstellen wie sie im Pazifikraum seit Jahrhunderten bestand. Problem hierbei war das aufstrebende Japan und das zunehmende Interesse der Briten, Franzosen und Amerikaner am pazifischen Ozean. Die Infrastruktur und Industrialisierung Chinas und der gesamten Yuan Union war hervorragend. Städte wie Karakorum oder Shanghai glichen eher amerikanischen Metropolen als den uns bekannten Städten Asiens. (aus dieser Zeit) Die liberale Regierung Jolookhamba Dschads betrieb einen vorausschauenden Staatskapitalismus.
ChinasStädte

Shanghai, Peking, Karakorum und Urga wurden in den 1920er Jahren Zentren von Kultur und Wirtschaftsboom, Bild zeigt Shanghai

Wichtige Betriebe aus der Stahlindustrie oder auch der Straßenbau waren verstaatlicht. Der Staat gab nur ungern wichtige Schlüsselindustrien aus der Hand, allerdings war der Kapitalismus erwünscht und wurde auch von Seiten des In/Auslands gerne umgesetzt. Die Weimarer Republik und das Mongolenreich hatten einige industrielle Kooperationen am Laufen. Der deutsche Konzern Krupp eröffnete 1923 Werke in Shanghai, Hanoi und Urga. Diese Wirtschaftskooperation weitete sich in den 1930 soweit aus das Offiziere der Weimarer Republik in der Yuan Union im Gebrauch moderner Panzer geschult wurden. Die Armee der Yuan Union besaß um 1930 die modernste Panzerdoktrin der Welt.
YuanUnionArmee

Soldaten der Yuan Armee waren modern ausgerüstet, die Stahlhelme nach deutschem Muster sind kein Zufall denn bis 1933 gab es eine Kooperation mit Deutschland, bei den Mongolen lernte Heinz Guderian das Panzerfahren, Monglolische Truppenparade um 1939

Denn schon im Russischen Bürgerkrieg erfanden mongolische Panzergeneräle das Konzept der mechanisierten Kavallerie. Sie setzten den Panzer wie mongolische Reiter ein was die spätere Blitzkriegstaktik der Deutschen entscheidend beeinflussen würde. Die Traininsschule für Panzer in Kanton brachte Panzerexperten wie den Deutschen Heinz Guderian hervor. Da sich die politischen Umstände nach Adolf Hitlers Machtergreifung 1933 änderten und auch Südasien zu einem Pulverfass wurde endete die Deutsch-Mongolische Kooperation.
JapanFlugzeugmutterschiff

Ein Flugzeugmutterschiff der japanischen Marine, in den 1930er Jahren startete Japan sein Säbelrasseln, Chinesisches Meer 1934

Für die Yuan Union spitze sich die Situation bereits Anfang der 1930er zu. Japan setzte immer häufiger auf Drohgebärden gegen die Westmächte aber auch gegen das Kaiserreich Nordkorea. Japans Ambitionen sich einen Platz an der Sonne zu holen wurden immer Dominanter. Japan wurde damals von hochrangigen mongolischen Militärs als „Jungfalke der seine Bäute sucht“ beschrieben. Die Nationalisten aus der Neo-Feudalpartei Japans in Shuri (Hauptstadt Japans auf Okinawa seit 1923) hatten faschistische Länder wie Benito Mussolinis Italien als Vorbild.  Das Mongolenreich und Japan boten sich einen Rüstungswettlauf zu See. Anders als die westlichen Länder kamen die Asiaten mit dem Schwarzen Freitag des Jahres 1929 besser klar. Die Yuan Union hatte sich weitgehend ohne Staatsanleihen gemausert, die Inflation überschritt kaum 2 % Ähnlich sah es in Japan aus diese versuchten ohne westliche Investitionen zu überleben. Während die Yuan Union und seine Mitglieder ihre Wirtschafts/Industriemacht durch die harte Arbeit gut bezahlter Erwerbstätiger gewann machte Japan einen sozialen Rückschritt. In Japan regierten die Neo-Feudalisten
Ohoga Kendais welche sich reaktionärem Gedankengut mit faschistischen Tendenzen hingaben. Dieses Gedankengut basierte auf Hitlers Buch Mein Kapf welches in Japan ein Bestseller wurde. Japans Kaiser Shō Kōta legte immer mehr seines Einflusses in die Hände der Neo-Feudalisten und zog sich weitgehend aus der Poitik zurück. Japans wirtschaftlicher Aufschwung war dem Sklavenhandel und der Neo-Feudalen Politik geschuldet, die japanische Wirtschaft nutzte Sklaven aus Südkorea als Gratisarbeiter. Dies war das Erfolgsrezept der Japaner wie sie die Große Depression überstanden, doch vor dem Völkerbund machte sie das zu Geächteten. 1932 zog die Regierung der Mongolen schließlich seinen Botschafter aus Japan ab und erklärte die Japaner zu feindlichen Ausländern. Aus diesem Grund unterstütze Karakorum auch die südkoreanische Befreiungsarmee (South Korean Liberation Army) mit Waffen und Medikamenten. Diese Unterstützung führte schließlich 1936 zum südkoreanischen Volksaufstand der durch Truppen aus Nordkorea unterstützt wurde. Der durch mongolische Waffen geförderte Aufstand brachte Südasien an den Rand eines großen Krieges. Japan suchte nach 1936 aktiv neue Freunde, darunter auch das Dritte Reich welches zwar keine ernsthafte Verwendung für das Möchtegern Imperium der Japaner hatte aber in ihm zu mindestens ein Werkzeug sah. Die Yuan Union versuchte auch anderes Unrecht zu beseitigen so auch das von Hawaii. Hawaii war seit Ende des Großen Seekrieges mit Großbritannien 1842 eine US amerikanische Kolonie. Das der alte Kaiser die Hawaiianer zugunsten eines Politkomprommis an die USA abgab war damals ein riesen Skandal. Viele Chinesen nahmen dies zum Anlas
Southkorea with Big sword and Mauser Pistol

Milizionär der South Korean Liberation Army zeigt seine Pistole aus mongolischer Produktion, die südkoreanische Freiheitsbewegung wurde unterstützt

um sich danach gegen den Kaiser und seine Ignoranz zu stellen. In den 1920er Jahren wuchsen auch die Spannungen zwischen US Amerikanern und Hawaiianern wieder an. Der Nachkomme des eigentlichen Königs pflegte engen Briefkontakt mit Präsident Jolookhamba Dschad. Dschad setzte seinen Einfluss in der US Regierung ein, ihm gelang es das US Präsident Calvin Coolidge den Hawaiianern die Unabhängigkeit versprach, doch nur unter einer Bedingung. Die Unabhängigkeit des Inselstaates hatte einen Preis. Coolidge und Dschad machten einen Tauschhandel. Das Gebiet chinesisch Amerika gegen Hawaiis Freiheit. Dieser Tausch war ebenso kontrovers wie damals die Abgabe Hawaiis. Präsident Dschad setzte daher im September 1925 eine Volksabstimmung in Alaska an. Zu Debatte stand ob Alaska als Bundesstaat den Vereinigten Staaten von Amerika beitreten will. Die Bewohner chinesisch Alaskas stimmten mit knapper Mehrheit für einen US Beitritt. Dies lag vor allem darin das sich in den letzten Jahrzehnten viele US Amerikaner in den Tagen des Goldrausches (um 1890) dort angesiedelt hatten. Die Wahrheit war aber viel einfacher,
CoolidgePräsiHawaii

US Präsident Calvin Coolidge gewährte Hawaii nach mehr als 80 Jahren US Kolonialherrschaft die Unabhängigkeit, dies geschah dank der Führsprache der Yuan Union, Washington D.C 1926

Alaska blieb den Erwartungen weit hinter her, der Handel mit Pelzen war im 20. Jahrhundert nichtmehr so ausschlaggebend. Das sich in Alaskas Boden große Mengen Erdöl befanden wusste in den 1920er Jahren noch Niemand. So endete die mongolische Kolonialgeschichte in Nordamerika ziehmlich unspektakulär. Coolidge machte sein Versprechen 1926 tatsächlich wahr, Hawaii wurde daraufhin wieder Königreich und trat in den Staatenbund der Yuan Union ein, Alaska wurde bald US Bundesstaat.  Die 1930er waren ein Jahrzehnt der Spannungen, auch die Yuan Union und ihr Präsident Kuglaar Band erkannten dies. Die Yuan Armee war zwar groß und gut gerüstet, doch lag es nicht im Interesse in irgendwelche Kriege hineingezogen zu werden. Besonders in Anbetracht der Japaner die sich bereits in Lauerstellung begeben hatten.
Kuglaar BandbeiHitler

Präsident Kuglaar Band bei den Nichtangriffspakt (Mongol-Germanen Pakt) Verhandlungen schütelt Faschistenführer Adolf Hitler die Hand, Berlin 1937

Darum kam es auch mit den Deutschen 1937 zu einem Nichtangriffspakt. (Mongol-Germanen Pakt) Ähnlich wie die USA verfolgte Kuglaar Band und sein Kabinett eine „Mongolia First“ Strategie. Man wollte sich auf seine eigenen Angelegenheiten konzentrieren und ging einen anderen Weg als noch Dschads Regierung. In den Dreißigern wurden endlich die Minderheitenprobleme in Angriff genommen, die Manchurei erhielt 1938 den Status eines Freistaates der Yuan Union. Das Khmer Land und Siam wurden als unabhängige Länder aus der Yuan Union entlassen, Vietnam blieb Unionsmitglied. Inzwischen 1939 bahnte sich in Europa etwas an dass die meisten Chinesen nicht glauben wollten. Adolf Hitler der in den Regierungsblättern als „Der friedliche Mann in Deutschland“ dargestellt wurde zeigte sein wahres Gesicht. Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen.

1939/1945 - Der Zweite Weltkrieg: 

Kriegsphase - 1939/40:

„Wer leben will, der kämpfe also, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht.“

Adolf Hitler

Der Zweite Weltkrieg 1939 bis 1945 war ein Konflikt der die alte Ordnung maßgeblich veränderte. Über 100 Millionen Tote und riesige Zerstörung sind die Hinterlassenschaften dieser knapp 6 Jahre Krieg. Die Gründe für diesen zweiten großen Krieg sind in den Friedensverträgen des Ersten zu suchen aber auch am aufkeimenden Faschismus. Die Mittelmächte; Deutschland, Österreich-Ungarn das Osmanische Reich und Bulgarien waren 1919 am Boden. Vielerorts entwickelten sich aus den Hassgefühlen und den Rufen nach Revange Gruppierungen wie die Nationalfaschisten in Bayern. Adolf Hitler ein Österreicher aus Oberösterreich stieg von 1920 an immer höher auf bis er 1933 zum deutschen Reichskanzler gewählt wurde. Hitlers Entwicklung zum Faschisten verlief etwas anders. Ohne die Sowjetunion als Feindbild und die Bolschewiki entwickelten er und seine Parteigenossen eine andere ebenso menschenverachtende Ideologie wie den Nationalsozialismus UZL. Der Nationalfaschist Hitler beschuldigte die zaristischen Russen sich nur mit Hilfe der Mongolen aus dem Kommunistenproblem befreit zu haben. (Siehe Russischer Bürgerkrieg) Lenin und Trotzki waren Hitler ein Begriff, er sah in ihnen zwar Feinde aber bewunderte auch ihren Mut. Hitler gehörte zu den Menschen die glaubten das Leo Trotzki noch lebte und Verschwörungen sponn. Zeitweilig glaubte Hitler das Trotzki der Führer einer jüdisch-kommunistischen Zarenverschwörung sei die den Plan habe die Arier zu versklaven. Schon in seinem Buch „Mein Kampf“ postulierte er 1924 sein Weltbild wonach die Deutschen sich in den Traditionen Karls des Großen anschicken sollten um den Osten (Russland) zu kolonialisieren. Ihm schwebte schon lange das wiederaufgebaute Heilige Römische Reich Karls vor welches von Spanien bis an den Ural reichen sollte. Die Ostgebiete wollten Hitler und Heinrich Himmler zum Gebiet eines SS Ostordens machen. Die in Japan seit den 1920ern praktizierte Ideologie des Neo-Feudalismus ist eine direkte Ableitung von Hitlers Ideen. Das Hitler sein Großreich tatsächlich (fast) umsetzen konnte war eigentlich reine Glückssache. Er wollte zuerst die ehemals deutschen Grenzen von 1914 wiederherstellen was er nicht einplante war das die Briten sich in seinen Polenfeldzug einmischten der gleichzeitig mit dem ungarischen Rumänienkrieg startete. Hitler hatte einige Nichtangriffspakte geschloßen, darunter auch den Hitler-Romanow Pakt mit dem russischen Zaren Wladimir. Da die Geschichte Europas durch die Mongolen indirekt beeinflusst wurde gibt es auch hier kleine Abweichungen. Benito Mussolini und sein  Imperio Italia“ hatte 1938 mit Deutschland ein Bündnis geschlossen. Diese Bündnis wurde 1939 knapp vor Kriegsbeginn durch die Ungarn erweitert. Dort hatten die faschistischen Pfeilkreuzer die Macht, auch sie träumten von der Restauration der alten Welt. Das Reich Großungarn bildete gemeinsam mit Deutschland und Italien die „Neuen Mittelmächte“ Wie schon im Ersten Weltkrieg sahen sie sich von feindlichen Nationen eingekesselt. Schon in den ersten Kriegsmonaten gelang es der ungarischen Armee Rumänien zu zerschlagen. Weite Teile Rumäniens wurden ungarisch besetzt, jedoch nicht Siebenbürgen dort instalierten die Deutschen eine loyale Regierung.  Die deutsche Minderheit Siebenbürgens (Siebenbürgen-Sachsen) wurde für die Pläne Hitlers eingespannt.  Siebenbürgen als „Enklave des Deutschtums“ war eigentlich kein eigener Staat sondern ein Teil Großungarns. Bis Frühjahr 1940 hatten die Deutschen dort ein Feudalregime aufgebaut welches Generalprobe für andere besetzte Gebiete sein sollte. Mitten im Krieg der sich auch schon auf den Balkan und Frankreich ausgebreitet hatte lebten etwa 100 Mitglieder der Schutzstaffel SS inklusive Familien und liesen sich von der rumänischen Bevölkerung bedienen. Hitler wollte durch diesen Freisstaat mit seiner Hauptstadt Kronstadt sein Konzept des Neo-Feudalismus in die Realität umsetzen und die Traditionen der Deutschritter welche sich hier im 12. Jahrhundert angesiedelt hatten weiterführen. Die Untertanen Siebenbürgens wurden zum Arbeitsdienst gezwungen, die Herrschaft hatte der „Siebenbürgen Deutschorden SS“  Auch die ungarischen Faschisten erkannten in der deutschen Enklave etwas Brauchbares. So setzten auch die Ungarn den Neo-Feudalismus in besetzten Gebieten als Staatsform ein.  Am 10. Mai 1940 startete der „Fall Gelb“ ein Feldzug gegen Belgien,
SSFeldSiebenbürgen

Feldarbeit in Siebenbürgen, SS Soldaten überwachen die Feldarbeiterinen und eine SS Flagge weht über allem, dieses Bild wurde in denn deutschen Zeitungen veröfentlicht und zeigt das Idealbild des Neo-Feudalismus im Osten, Siebenbürgen 1940

Luxemburg und die Niederlande. Diese Drei Länder konnten der mechanischen Kavallerie Hitlers nicht lange standhalten. Bereits am 15. Mai hatten diese Länder kapituliert. Arthur-Seyß Inquart ein österreichischer   Faschistenführer übernahm am 20. Mai das Amt des Reichsfeudalleiters. Ihm oblag es die Bevölkerung der Niederlande in das Feudalsystem des Dritten Reiches zu integrieren. Inquarts
Französischer Panzer Char B1

Deutsche im Westen, überall Siege für die Wehrmacht, Frankreich 1940

Regime war auch dazu da Juden aufzuspüren, diese hatten in Hitlers Augen nichts in seinem Feudalparadies zu suchen. Tausende Juden wurden zusammengetrieben, man wusste nicht wohin mit ihnen denn die Pläne zu Judenfrage waren noch nicht fertig ausgearbeitet. Bis es soweit war sollten die Juden aus dem Beneluxraum in Durchgangslager an der Küste interniert werden. Es hieß bald dass alle Juden nach Madagaskar geschickt werden was aber ein unbestätigtes Gerücht blieb. Auch Frankreich wurde bald Opfer der Faschisten.
BomberEngland

Deutsche Bomber während der Luftschlacht um England Anfang 1941

Die stark befestigte Maginot-Linie war für die Franzosen so etwas wie die Mongolische Wehrstraße es gab oft sogar Vergleiche. Niemand glaubte das Deutschland sie ohne Hindernisse einfach überwinden könnte. Die Briten mussten sich bald auch zurückziehen und verloren an Zugkraft. Frankreich hatte keine Chance gegen die überaus moderne Panzerstreitmacht Deutschlands. Ende Mai gelang es einem Teil der alliierten Truppen bei Dünkirchen vom Kontinent zu fliehen. Der gesamte Westfeldzug schien ein einziger deutscher Siegestanz zu sein. Russland war nicht begeistert blieb aber dem Nichtangriffspakt mit dem Reich treu. Von Polen bis Frankreich überall siegten die Neuen Mittelmächte und etablierten den Neo-Feudalismus. Auf dem Balkan wo sich Italien verstärkt hervortat setzte Mussolini eine serbische Marionettenregierung ein. Die „
Jugoslawische Nationalbewegung “ (ZBOR) bekam von Italien das Zweite Jugoslawien welches Ende 1940 in den Krieg eintrat. Inzwischen war der Krieg zu einem Wettlauf geworden. Hitler und der am Balkan erfolgreiche Mussolini wetteiferten um zu erobernde Gebiete. Für den „Neuen Ceasar“ kam nun nur noch Ägypten in Frage welches er für einen Feldzug noch 1940 aussuchte. Deutschland hatte andere Sorgen  man wollte die Briten ausschalten, doch ein Invasion ihrer Insel kam nicht in Frage. Daher begann im Sommer 1940 die Luftschlacht um England. Während Winston Churchill und die Royal Airforce um ihr Überleben kämpften schwiegen auch in Südasien die Waffen nicht. Seit 1936 tobte in Südkorea immer noch der Aufstand. Schon bald nachdem Japan von Deutschlands und Großungarns Feldzügen im September 1939 gehört hatten bereiteten auch sie einen Feldzug vor. Im September 1940 landeten japanische Truppen im Khmer Land. Das Khmer Regime hatte sich zwar politisch gegen die Yuan Union positioniert war aber militärisch Schwachbrüstig. Die japanische Invasion des Khmer Landes kam ohne Kriegserklärung und überraschte die Verteidiger. Khmer Land sollte nach dem Willen des Neo-Feudalregimes von Japan eine Quelle für Gratisarbeiter und Soldaten sein. Genau wie Hitler und Mussolini betrachteten die Japaner die Menschen des Khmer Volkes als „Material“ so wurde eifrig zwangsrekrutiert. Das Khmer Land trat im Dezember 1940 der Japanischen Koalition bei (Japan, Südkorea) In der Yuan Union war dieser Agressionsakt ein Thema für das gespaltene Parlament. Die Partei Mongolische Morgenröte (zu Deutsch MMR) hatte wieder an Zuspruch erhalten, die Nationalisten der MMR plädierten dazu die Japaner zu bekämpfen. Diese Ambition der Nationalisten mag lobenswert erscheinen, doch auch sie spielten mit Neo-Feudalistischen Gedankengut. Am 28. Dezember 1940 erklärte die Yuan Union dem feudalistischen Khmer Reich den Krieg, eine Kriegserklärung gegen Japan gab es jedoch nicht. Einige Historiker sind der Meinung dass dies der Eintritt der Mongolen in den Zweiten Weltkrieg war. Japan oder die Khmer hatten kein Bündnis mit den Neuen Mittelmächten, einziger Zusammenhang besteht in der faschistoiden Ideologie des Neo-Feudalismus. Darum ist die Frage wann genau der Zweite Weltkrieg in Asien begann bis heute umstritten.

Kriegsphase - 1941:

1941; In Europa sind die Neuen Mittelmächte weiter auf dem Siegeszug. Yuans Präsident Kuglaar Band gab die Generalmobilmachung bekannt. Erstes Problem der mongolischen Armee war das Fehlen von genügend Lastwagen und freien Zügen von China nach Südostasien. Ein Teil der Streitmacht musste auch aus dem Norden einberufen werden. Um Südchina möglichst schnell zu erreichen  musste das Nordheer die Große Mongolische Wehrstraße nehmen. Da die Wehrstraße aber für moderne Begriffe kaum befahrbar war kam es zum „Großen Marsch an die Front“  rund ein Drittel der 100.000 Soldaten die in das Khmer Reich kommandiert wurden traten diesen „epischen“ Marsch an welcher propagandistisch ausgeschlachtet wurde.
TruppenverlegungWehrstraße

Mongolische Truppen auf der Wehrstraße marschieren den "Großen Marsch" an die Front, inzwischen nutzt die Yuan Armee nichtmehr die deutschen Stahlhelme, Südchina Anfang 1941

  Präsident Band sah sich in derselben Situation wie 1919, wieder musste die Industrie umgestellt werden den die pure Masse an mongolischen Soldaten musste versorgt und der Notstand an Fahrzeugen gelindert werden. Präsident  Kuglaar Bands Regierung vergab riesige Rüstungs und Produktionsaufträge an die verstaatlichte Autoindustrie ab. In den nächsten Monaten sorgte die Industrie in rasendem Tempo für genügen Fahrzeuge. Die ebenfalls verstaatlichte Petroindustrie erhielt den Auftrag synthetische Treibstoffe für Kriegszeiten zu entwickeln. Der Krieg im Urwald Kambodschas und zu See gegen die vereinigten Flotten Japans verlief aber schleppend da ja auch noch eine Koreafront vorhanden war. So blieb der Vorstoß im Matsch des Dschungels stecken gleichzeitig hatten auch die Deutschen in Europa einen neuen Feldzug gestartet. Im Sommer 1941 lief Unternehmen Barbarossa gegen das russische Zarenreich an. Die russische  Wirtschaft war nach der Weltwirtschaftskrise total abgestürzt, im Land herrschte Chaos denn die Arbeiter hatten kaum etwas zu Essen und der seit 1935 regierende Zar Wladimir verlor deswegen immer mehr die Kontrolle. Schon vor Kriegsbeginn machten die Aufstände der Proletarier das regieren im Zarenreich schwer,
WolgogradWehrmacht

Deutsche Wehrmacht im Herbst 1941 in Zarizyn (UZL Stalingrad)

nur der Nichtangriffspakt mit Deutschland gab dem Zaren noch die Illusion von Kontrolle. Schlecht gerüstet und ohne Moral konnten die zaristischen Truppen schnell von der Wehrmacht zurückgedrängt werden. Russland hatte nicht wie in UZL Reserven im Fernen Osten da dieser Landesteil zu Yuan Union gehörte. St. Petersburg die Hauptstadt musste als erstes denn Deutschen überlassen werden. Rückzugsort des Zaren war kurzzeitig Zarizyn
JapUBoot

Japanische Unterseeboote der Schrecken des Pazifik, am 3. Januar 1942 versenkte eines dieser Boote eine US Pasagierfähre und sorgte so für den Eintritt der USA in den Krieg, hinter den Kulissen hies es jedoch dass die Briten die Fähre versenkt hätten

 (Stalingrad) aber auch dort konnte sich die zaristische Regierung nicht halten. Zar Peter floh daraufhin in den Ural nach Qashliq (ehemaliges Khanat Sibir siehe hier) In Großbritannien stand die Royal Airforce vor der Niederlage, Winston Churchills Versuche die USA in den „Europakrieg“ zu bringen scheiterten. Der Demokrat Franklin Delano Roosevelt hatte sich dem parteiinternen Gegner Joseph P. Kennedy geschlagen gegeben und nahm 1940 nicht an den US Präsidentschaftswahlen teil. Statt Roosevelt saß seit Anfang 1941 Kennedy im Weißen Haus. Der Verfechter der „America First“ Doktrin wollte auf keinem Fall in einen der großen Kriege involviert werden. Sowohl der Europakrieg wie auch das Säbelrasseln der Japaner vor der Haustür der US Westküste hatten die Amerikaner tief verängstigt.  Einzig die Hoffnung auf ein Eingreifen der Mongolen blieb den Briten. Allerdings sah es Ende 1941 nicht gut aus weder in Südostasien noch in der  Schlacht um England. Die Yuan Union war nicht für einen Krieg in Europa ausgerüstet, bisher hatte sogar die Generalverlegung der Truppen an die Kambodschafront riesige Aufwände gekostet. Was die Mongolen aber tun konnten war die britischen Inseln mit Vorräten zu versorgen. Diese Vorratskonvois kamen aber nicht aus Asien sondern wurden in den USA beladen und von New York, Boston und Philadelphia aus verschifft. Dieser Vorgehensweise konnte sich auch der „Pazifist“ Kennedy anschließen der nun die Engländer unterstützte. An diesem Punkt erfuhr Churchill etwas das ihn zu Freudensprüngen verleitete. Am 27. Dezember 1941 schlossen die Japaner einen Beistandspakt mit dem Deutschen Reich. Dieser Pakt richtete sich nicht an einen Eintritt Deutschland in den Asienkonflikt sondern sollte aus der Sicht Japans die Amerikaner und Briten von einer Intervention abhalten. Hitler hatte erkannt das ein Verbündeter in Asien die australische und neuseeländischen Navies bekämpfen könnte und so Londons Optionen dezimierte. Das Bündnis veranlasste die Briten nun erst recht in den Asienkonflikt einzutreten. Churchill der erkannt hatte das diese Situation ihm auch helfen könnte gab Unternehmen Oktopus in Auftrag. Ein britisches Unterseeboot versenkte am 3. Januar 1942 eine US amerikanische Pasagierfähre im Gelben Meer. Dies geschah bevor die Marine der britischen Dominionmächte überhaupt in einem Kampf mit der japanischen Koalition verwickelt werden konten. Man hinter lies Spuren die auf Japan als Täter deuteten, Kennedy erklärte daraufhin den Japanern denn Krieg. Deutschland stand zu seinem Wort und erklärte den Amerikanern ebenfalls den Krieg.

Kriegsphase - 1942:

MongolischesTagblatt1942

Die deutschsprachige Zeitung "Mongolisches Tagblatt Urga" berichtet 1942 von der 9. Armee Russlands die gemeinsam mit kroatischen Korps gegen die deutsche Übermacht kämpft. Besonders in Urga lebten viel deutschstämige Juden und Flüchtlinge die sich zu den Freicorps im Wiederstand gegen Hitler meldeten

1942; Die Versorgungslage im Osten Russlands ist schlecht. Viele Anhänger des Zaren sind von der Mongolei aus aufgebrochen ihr Land zu verteidigen. Unter ihnen auch Roman von Ungern-Sternberg der ein deutssprachiges Regiment in Urga ausgehoben hat. Die Yuan Union befand sich mit Deutschland nicht im Krieg doch wurden die Freiregimenter  logistisch unterstützt. Im Zarenreich kämpften auch die slawischen Nationalisten aus Kroatien die sogenannten „Freirussen“ Viele Juden und verfolgte Deutsche hatten sich schon vor dem Krieg in der mongolischen Stadt Urga angesiedelt, doch seit der Schließung der Grenze an der Wehrstraße kam kein Flüchtling mehr rein. Deutsch-Mongolen wie der Veteran Roman von Ungern-Sternberg machten sich politisch für die Kriegserklärung an Deutschland stark. Mitte 1942 konnte die Yuan Armee Siege in Kambodscha und Südkorea einfahren. Seoul die Hauptstadt Südkoreas ging am 22. August 1942 in mongolische Hand über. Die japanische Armee zog sich bald aus den nicht zu rettenden Ländern Kambodscha und Südkorea zurück. Von den Kämpfen in Russland hörte man auch nur noch wenig. Die „Partisanen“ des Khan Ungern-Sternberg gerieten in Kriegsgefangenschaft. Das russische Zarenreich hatte am 3. September kapituliert, die deutschen installierten eine Feudalregierung. Der sogenannte Deutsche Orden SS übernahm das Sagen im besetzten Russland. Dieser dem alten Deutschordensstaat nachempfundene Okupationsstaat sollte nach dem Willen Hitlers den Osten für die Arier urbar machen. Für Hitler war der Krieg im Osten vorbei, er erwartete sich kein Eingreifen von mongolischer Seite. Einzige Sorge bereitete Hitler der Eintritt der USA in den Krieg. In Südostasien wo die Yuan Union inzwischen unterstützt durch seine asiatischen Verbündeten das Khmer Reich zerschlug verloren die Japaner auch im Seekrieg. Auf dem Festland kontrollierten die Mongolen bereits den Großteil Südkoreas welches im September kapitulierte.
MongolTanks1942

Mongolische Panzerbrigade an der kambodschanisch-burmesischen Grenze, Oktober 1942

Die Khmer hingegen erwartete eine Panzeroffensive die ab Oktober anrollte um die Dschungelkämpfer der Khmer zu bekämpfen. Der gut organisierte Panzer „Rush“ sorge zum Zusammenbruch des Khmer Reiches. Einzig Japan bot den Alliierten Ende 1942 noch Paroli.
Kamikaze

Ein seltenes Foto eines japanischen Selbstmordangriffs auf US Kriegsschiff, 1942 war Japan bereits am Ende, nocheinmal wollte man sich nicht zum Ziel einer ausländischen Invasion machen

Die Japaner waren wie sie es auch als Teil des Yuan Imperiums waren ein stolzes und unbeugsames Volk. Trotz der langen mongolischen Vorherrschaft in Japan hatte das Volk den Glauben an sich nie verloren weshalb es auch im Laufe der Jahrhunderte immer stärker wurde. Seit der Unabhängigkeit von der Yuan Union 1912 hatte sich in den Köpfen der Bevölkerung durchgesetzt nie wieder eine Fremdherrschaft im Land zu erdulden. Trotzdem waren die Mongolen große Vorbilder für Japan, denn auch die japanische Kriegskultur war so heist es in der Propaganda: "Von Kublai Khan geschmiedet, vom Geist der Großkhane beseelt! Das ist der Weg des Krieges!" Der Neo-Feudalistische Staatspräsident Ohoga Kendai gab im Oktober 1942 den Befehl zum Totalen Krieg. Er fürchte die baldige Niederlage, darum gab er die Parole; „Leben und Sterben für Japan“ aus. Damit war Japans Einstellung zu Yuan Union zwiegespalten, einerseits ehrte man das mongolische Erbe Japans andererseits wollte man sich von seinem großen Bruder abnabeln.
McArthur

General MacArthur wurde Oberbefehlshaber der US Streitkräfte in Europa, die Japaner überlies man General Jonathan M. Wainwright

Japanische Piloten verübten Selbstmordangriffe mit ihren Jagdmaschienen die sie „Göttlicher Wind“ also Kamikaze nannten. Wie schon die Mongolen unter Kublai Khan schürte Japans Diktator Ohoga Kendai den Glauben das er selbst den Wind beherrsche und die Flieger den Willen des Göttlichen befolgten. In vielerlei Hinsicht war Japan immer noch mongolisch geprägt, dies zeichnete sich nicht nur an der durch die mongolische Flamme geschmückten Flagge ab. Das „Pazific Theater“ erwies sich auch für die US Navy als erfolgsversprechend. Japans Seemacht war bei weitem nicht so stark wie in UZL und daher auch leichter zu bezwingen.
Das Oberkommando über das Pazific Theater erhielt der recht unerfahrene General Jonathan Mayhew Wainwright. Das Kommando über Europa wurde Douglas MacArthur von US Präsident Kennedy persönlich übertragen. Die USA unterstützten 1942 die Franzosen und Briten in Nordafrika. Von Marokko aus formten sie den französischen Wiederstand der sich nach der Ausrufung Vichy-Frankreichs gebildet hatte. An der Nordafrika Front stellten sich die drei alliierten Länder dem Imperio Italia. 1942 gab es noch keine Möglichkeit im vollständig besetzten Frankreich zu landen, Italien kam jedoch schon ins Gespräch. Der Luftkrieg um England war abgeflaut, die Briten hatten ihre Geheimwaffe das Radar perfektioniert und wehrten die „Überraschungsangriffe“ der Luftwaffe punktgenau ab.

Kriegsphase - 1943:

„Wir Mongolen verstehen das Eroberung ein legitimer Weg ist ein Reich zu errichten! Doch die Yuan Herrscher hatten immer den Wunsch Brücken zu bauen und die unterworfenen Vasallenvölker in ihr Reich einzugliedern! Darum kann die Yuan Union als Erbe des Großkhan auch nicht dem Völkermord Deutschlands zusehen! Wir eroberten und herrschten voller Weisheit... Hitler erobert und zertritt die Frucht seines Sieges!“

Nationalistenführer Axeu Bajar Rede 13. Februar 1943

1943; Die Neuen Mittelmächte sind fast am Ziel; Russland ist besetzt und steht unter direkter Kontrolle der SS die so Hitler will den Osten als Deutschordensgebiet verwalten soll. Italien hat Griechenland besetzt aber muss noch in Nordafrika gegen die Allierten kämpfen. Der schöne „Hitlerfrieden“ von Anfang 1943 wird aber von einigen Problemen begleitet welche die Feldherren der Neuen Mittelmächte nicht bedacht haben. Das faschistische Serbenreich ist im Bürgerkrieg denn der König in Serbien hat nach dem Fall Russlands neue Anhänger gefunden. So rückten die Deutschen in Serbien ein wo sie gemeinsam mit den Großserben kämpften. Pech für die Großserben der ZBOR war das ihr Nachschub aus Kroaten und dem Nordosten kam, die Kroatischen Partisanen dort erschwerten den Hitlerverbündeten alles. Der Kaukasus war auch so ein Problem dort tummelten sich Rebellen die von der Türkei und von den Alliierten unterstützt wurden. Trotz dieser von Hitler als „Kleine Unruhen“ bezeichneten Konflikte schien Europa fest in Hand der Neuen Mittelmächte. In den deutschen Wochenschauen hieß es bereits der „Teilendsieg“ sei erreicht und der Friede mit den USA, und Großbritannien greifbar.
Mongolensturm1943 Europe

Europa Anfang 1943, die Karte zeigt die Neuen Mittelmächte und ihre Verbündeten auserdem das Deutschordensgebiet SS in Russland und am Kaukasus, ganz im Osten ist die Yuan Union

Deutschland stand also bereits als „Herr von Europa“ fest man schmiedete bereits Pläne wie es mit dem Reich weitergeht,  was die Juden anging so verlief der Holocaust  ähnlich UZL. Zukunftsprognosen wie es weiter geht gab es zu hauf; „Heute Europa, Morgen der Mond!“ hieß es Adolf Hitler ließ sich sogar dazu hinreißen die Landung auf dem Mond noch in den 1940er Jahren anzukündigen. Germania die neue Europa Hauptstadt sollte wahr werden, die deutsche Propaganda sprudelte geradezu vor Ideenreichtum für die neue Welt. Doch die Realität sah anders aus. In Südasien braute sich die Invasion Japans durch US und Yuan Truppen zusammen, für Italien hatte MacArthur schon Aufmarschpläne um den Krieg aus Nordafrika zu den Italienern zu tragen. Diese Invasion war aber wegen der starken Mittelmächte erst nach Beendigung des Krieges in Asien geplant. Auch Churchill hielt eine alliierte Landung im von den Neuen Mittelmächten beherrschten Europa für verfrüht. Churchill blieb standhaft auch nachdem Hitler persönlich seinen "Besten Mann" Rudolf Heß als Friedensbotschafter des guten Willens nach London schickte. Heß hatte den Auftrag einen Friedensvertrag zwischen Deutschen und Engländern auszuhandeln. Er wurde jedoch bei seiner Ankunft inhaftiert. Hitler war äuserst erbost, denn er hatte sich eingeredet das er als Sieger in Europa respektiert werde: "Ich habe alles meenschenmögliche getan um diesen Herrn Churchill zu beweisen das Deutschland eine Friedensmacht ist! Friedensmacht!! Friedensmacht!! und in drei Teufelsnamen Friedensmacht!" Was Hitler nicht wusste war das ihm bald ein Mongolensturm bevorstand. Die mongolische Regierung war noch immer nicht im Krieg mit Hitler, denn der  Nichtangriffspakt von 1937 musste nach Meinung einiger einflussreicher Traditionalisten geehrt werden. Vertragsbruch war eine Sache die in der Yuan Union mehr als kritisch gesehen wurde. Präsident Kuglaar Band musste um den Angriff auf die Neuen Mittelmächte zu rechtfertigen stichhaltige Gründe nennen.
YuanUnionParlament1943

Das Yuan Uniosnsparlament, hier wurde am 13. Februar 1943 der Antrag eingereicht den Nichtangriffspakt mit Deutschland für Null und nichtig zu erklären, das Unionsparlament befindet sich in Karakorum, Mongolei

Für die Traditionalisten wäre ein Vertragsbruch gleichzusetzen mit einem Gesichtsverlust und der Ehre des Heimatlandes. Auserdem wurde der Agressionskrieg der Neuen Mittelmächte sogar bewundert, insbesonders die Nationalisten glaubten darin denn "Geist wahrer Mongolenkrieger" zu erkennen. Band hatte bereits länger Gerüchte über Konzentrationslager in Dachau und dem Deutschordensstaat SS gehört. Dort wurde die russische Bevölkerung dezimiert. Darum beauftragte er schon 1942 Infiltrationsteams die sich in Russland rumtrieben und nach Beweisen für solche Vernichtungslager suchten.
WaffenSS

Die Waffen SS schwört neue Ordensmitglieder im Deutschordensstaat SS (Russland) ein, diese mussten bald gegen den Mongolensturm kämpfen, St. Petersburg 1943

Am 13. Februar 1943 war es soweit, dem Präsidenten lagen Fotographien von Vernichtungslagern vor. Diese präsentierte er dem Unionsparlament in Karakorum und reichte den Antrag ein den Nichtangriffspakt von 1937 für Null und nichtig zu erklären. Unterstützt durch den Führer der Nationalistenpartei (MMR) Axeu Bajar gelang es dem amtierenden Präsidenten seinen Antrag noch am selben Tag durchzuboxen.
Monpropaganda

Mongolische Propagandapostkarte von 1943 zeigt Yuan Soldaten die sich muttig der "Bösen Horde" stellen

Viele Parlamentsabgeordnete waren über die Kriegsverbrechen im Deutschordensstaat SS schockiert und schrieen geradezu nach Krieg. Die Nichtigkeitserklärung wurde am 14. Februar 1943 ratifiziert, am selben Tag erfolgte die Kriegserklärung an das Deutsche Reich.
Die Mongolen griffen daraufhin über die Mongolische Wehrstraße den äußersten Osten Russlands an und nutzten gleichzeitig die alten Goldenen Tore als Stützpunkte für ihr Eindringen. Durch die Umstellung der Rüstungsindustrie vor 2 Jahren besaßen die Yuan Truppen genug Material und Fahrzeuge für Blitzvorstöße gegen die in Russland stationierten Einheiten der Waffen SS. An der neu eröffneten Westfront musste auch die russische Zivilbevölkerung versorgt werden was das schnelle Vorrücken deutlich behinderte. In den befreiten Gebieten hatte das Reich erst kürzlich SS Kommandanten als Großgrundbesitzer installiert, diese liesen die Bevölkerung willkürlich zum Arbeitsdienst antreten. Da Winter war lagen die Weizenfelder und Obstplantagen Russlands brach. Die „Russische Kornkammer“ sollte Nahrungsmittel für das Reich produzieren. Die Mongolen wurden sofort als Befreier gefeiert, denn so schlecht wie unter den deutschen Neo-Feudalisten war es ihnen unter Zar Wladimir nie ergangen. Das Hungernde Volk erhielt Reis und Konserven welche die Truppenkonvoys von der Heimatfront herankarten, die Russen mussten sich an chinesische Nahrung gewöhnen da die Kornkammer nichts zu bieten hatte. Der Frühjahrsvorstoß alarmierte nun auch Berlin, wo man sofort die reguläre Wehrmacht an die Fernost-Front schickte. Die Erfolgreiche Etablierung einer neuen Front sorgte dafür das auch die Westalliierten ihre Bemühungen beschleunigten. US Verbände unter Führung Douglas MacArthurs landeten am 11. Mai 1943 auf der Insel Sizilien. Dies brachte den Krieg wieder nach Europa doch die eintreffenden US Truppen hatten es gegen die italienisch/deutsche Verteidigungsfront schwer. Großbritannien oblag es nun auch Dänemark zu befreien welches bereits  früh an das Deutsche Reich angegliedert wurde. Diese Drei Frontabschnitte, Italien, Ostrussland und Dänemark sollten das gesamte Jahr 1943 heiß umkämpft sein. An der Pazifikfront kämpften Mongolen, Amerikaner und Neuseeländer bereits einen Inselkrieg auf den Inseln Japans. Dieser Inselkleinkrieg forderte vor allem Flexibilität denn die Japaner hatten ihr Land
FrühstückSizilien

Frühstück auf Sizilien, im Sommer konnten die Alliierten auf der Insel Sizilien einen Brückenkopf einrichten

vermint und zogen sich oft in unterirdische Bunkeranlagen zurück.
JapanSchwimmpanzer

Japans Geheimwaffe im Inselkampf die Schwimmpanzer Typ 2 Ka-Mi, dieser Panzertyp wurde bei der Verteidigung der japanischen Inseln eingesetzt

Das Meer rund um die Hauptinseln war außerdem mit Seemienen gespickt, die japanische Flotte zog sich nach Nagasaki zurück. Lediglich Unterseeboote kreuzten noch die Wege der Alliierten.
Trotz ihrer Probleme tauchten die Japaner immer wieder auf und das mit Panzern. Japan hatte an einer Geheimwaffe gearbeitet dem Schwimmpanzer. Diese Amphibienfahrzeuge unterstützten die japanische Infanterie und tauchten urplötzlich auf. Diese geheimen Panzer galten bei den Allierten als Märchen denn die Fähigkeit wie Motorboote die japanische Inselwelt unsicher zu machen wurde als futuristischer Unsinn abgetan.  Trotzdem gelang es den Japaner nicht Okinawa mit der Hauptstadt Shuri zu verteidigen. Staatspräsident Ohoga Kendai und sein gesamter Stab begingen lieber Selbstmord als sich durch die Invasionsstreitmacht der Alliierten festsetzen zu lassen. Am 9. August 1943 überreichte die inzwischen gebildete Zivilregierung den Allierten die Kapitulation. Diese wurde in Form eines Samurai Schwertes welches einst dem letzten Samurai und Ronin Shimazu gehörte an den mongolischen General Borka Sung und denn Amerikanischen Befehlshaber Wainwright übergeben, (Siehe der letzte Samurai Shimazu) Während der Besetzung Japans durchkämmten US Truppen die Insel Okinawa und fanden Ende des Jahres mehrere funktionsfähige Typ 2 Ka-Mi Schwimmpanzer.

Kriegsphase - 1944:

SSTruppenverbrannteErde

Der Fall Kronprinz, im Falle dass die Waffen-SS das Ordensgebiet aufgeben muss trat Fall Kronprinz in Kraft, verbrannte Erde im Rückzug aus dem Osten Russlands, 1944

1944; Fast ein Jahr ist es her das die Mongolen in den Krieg gegen Deutschland und die Neuen Mittelmächte eingetreten sind. Die Neuen Mittelmächte standen unter Druck, denn auch bereits in Italien und Dänemark stehen allierte Truppen. Für Churchill und MacArthur stand fest das die Dänemarkfront übereilt eröffnet worden war, Kopenhagen bot der Wehrmacht nachwievor ein gutes Bollwerk. Die Fernost-Front ist angeschlagen das SS-Oberkommando sieht nur einen Weg; der Fall Kronprinz. Der Vorstoß aus der Yuan Union befand sich bereits westlich des Ural, das Deutschordensgebiet SS erhielt Unterstützung von der Wehrmacht außerdem rückten SS-Soldaten aus den Baltischen Ländern an. Um das Vorrücken des Mongolensturms zu verlangsamen trat der Fall Kronprinz in Kraft, SS-Truppen zündeten gezielt Dörfer an und hinterließen verbrannte Erde. Diese Taktik sah aber keinen Völkermord vor, ganz im Gegenteil die Zivilbevölkerung wurde dazu benutzt die Yuan zu verlangsamen, man wolte den Menschen die Lebensgrundlage nehmen und so die Mongolen in Zugzwang bringen. Obwohl sich Teile der Wehrmacht weigerten den Zerstörungen zuzusehen wurden sie doch durchgezogen. Eine riesige Flüchtlingswelle hungriger und Obdachloser Russen war das Ergebnis von Fall Kronprinz. Mitten im Winter 1944 mussten die mongolischen Befreier sich um diese Flüchtlingswelle kümmern. Auch Vernichtungslager wurden befreit. Das Ziel der Deutschen war erreicht, denn sie hatten mit der Hilfsbereitschaft der Mongolen gerechnet. Erneut stagnierte der Mongolensturm auf der Höhe von Perm. Wie schon zu Beginn des Mongolensturms auf Russland hatten die Befreier eine gute Versorgungskette denn auch die Transmongolia Eisenbahnlinie (Moskau-Karakorum) wurde genutzt. Die Versorgung der Flüchtlinge wurde teilweise an Freiwillige des Roten Kreuzes übertragen, diese Rot Kreuz Korps stammten aus aller Welt aber vor allem aus Asien. Selbst Hawaiianische Soldaten und Ärzte waren hinter den Frontlinien und errichteten Flüchtlingslager. Es entsand auch eine Luftbrücke die dazu genutz wurde russische Städte mit Notvorräten aus Asien zu versorgen. Trotzdem blieben Millionen Russen auf der Strecke, starben oder litten immer noch Hunger. Teilweise sind die Geleise der Transmongolia von deutschen Pionieren gesprengt worden, doch die gut geölte mongolische Armee verlegte umgehend neue Schienen. Der Vorstoß  nach Westen war im April aber dennoch nur schleppend möglich da die Deutschen über bessere Panzer wie den Königstiger verfügte.
MussoliniBesorgt

Benito Mussolini ist besorgt, seine Hauptstadt musste er bereits nach Mailand verlegen, im Frühjahr inspizierte er bereits seine treuesten Jägerregimenter die aus Kinderkohorten bestanden, Mailand

In Europa gelangten immer mehr Alliierte nach Italien, Italiens
Normandie

Alliierte Landung am D-Day, damit wurde auch eine Frankreichfront eröffnet, Juni 1944

Führer Mussolini musste bereits seine Hauptstadt nach Mailand verlegen. Amerikanische und britische Panzer bahnten sich an zwei europäischen Fronten ihren Weg. Die Dänenfront war jedoch üdass eine Dritte Front in Westeuropa nötig sei. Diese Front eröffnet sich nach monatelangen Vorbereitungen, es war der 16. Juni 1944 als Alliierte Kräfte in der Normandie landeten. Der D-Day war nur möglich weil auch die Yuan im Osten gut vorankamen und man sich schon über ein Treffen am Rhein freute. Doch die Vorfreude war verfrüht, der Sieg war zwar schon ersichtlich, doch der Weg dorthin dauerte noch. In Frankreich setzte General Eisenhower seine Panzerdivisionen ein, in Italien rief Patton zum Wettlauf nach Mailand auf. Dwigtht D. Eisenhower und George Pattons Rivalität wurde sogar in den Zeitungen Thema. Die Italienfront musste schließlich auch durch ungarische Truppen gesichert werden. Großungarns eher schwaches Militär kollabierte als die Alliierten sie im Juli an der rumänischen Küste überraschten. Kurzerhand übernahmen die Deutschen Großungarn welches von da an von Kronstadt und dem SS-Staat Siebenbürgen geführt wurde.
MongolPräsidentTot1944

Das Foto aus den Archiven des US Geheimdienstes zeigt Präsident Kuglaar Band nach dem Mordanschlag eines SD Agenten, dieses Bildmatterial gelangte es je in die Öffenlichkeit?

Anfang August 1944 stand die Yuan Armee bereits in Lettland. Die Waffen-SS konzentrierte sich darauf die „Festung Europa“ zu halten. In Karakorum war man Siegessicher, man war dabei das gesamte Russische Reich wieder in die Hand zu bekommen. Die Politik in der Yuan Union war aber gespalten. Nationalisten wie Axeu Bajar waren der festen Meinung dass ein Vorstoß bis nach Berlin notwendig sein wird um die „Böse Horde“ Hitlers endgültig zu zerschlagen. Hinzu kam das 1944 Wahlen anstanden die Präsident Kuglaar Band unbedingt gewinnen musste. Er und die Liberalen wollten eigentlich nur Russland befreien und das Zarentum wiederherstellen, der Holocaust hatte auch die Liberalen von diesem Ziel überzeugt. Axeu Bajar und seine Nationalistenfraktion hatten ganz andere Interessen, sie wollten nach eigenen Worten; „Die Integrität des Mongolischen Reiches und die Großmacht der alten Werte wiedererrichten!“ Was das konkret bedeute wusste Keiner so genau, doch zwischen den Zeilen konnte man schon imperialistische Hintergedanken erkennen. Da die Yuan Union aber seit 1908 ein demokratischer Rechtsstaat war konnte Axeu Bajar seine Großmachtgelüst im Unionsparlament nie durchsetzen. Am 2. September kam es aber zu einer Tragödie im Mongolenreich. Präsident Kuglaar Band befand sich auf einer Wahlveranstaltung in Peking als er plötzlich von einem Mann mit drei Schüssen in den Kopf niedergestreckt wurde. Der Mörder wurde umgehend von den Sicherheitskräften erschossen, es stellte sich heraus dass der Mann namens Herman Gniez ein Deutsch-Mongole war der im Auftrag des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS  (SD) gehandelt hatte. Der Mord war ein direkter Befehl Heinrich Himmlers. Nach dem Tod des Präsidenten der mittlerweile den Status eines Volksheld hatte kam es zu Zusammenstößen zwischen Mongolen und Deutsch-Mongolen in Urga. Die Mongolen vermuteten dass sich noch mehr Spione dort eingenistet hatten. Die Partei Mongolische Morgenröte (MMR) konnte in diesem Klima gut auf Stimmenjagd gehen. Der liberale Vizepräsident Urs Balbeck selbst ein Deutsch-Mongole musste sich nun scharfer Kritik stellen. Am 14. September kam es schließlich zu Wahl. Die Wahl gewannen ganz klar die Nationalen mit Axeu Bajar. Bajar stand nun der Yuan Union als Präsident vor, der Deutschordensstaat SS war zerschlagen und neue Befehle mussten ausgegeben werden… wie geht es hier weiter?

Umfrage wie gehts weiter?

Umfragemöglichkeiten

Möglichkeit Nr. 1 - Weg der Vernunft

Axeu Bajar und seine Partei führen den Krieg in Russland bis zu seinem bitteren Ende weiter. Dabei behalten sie die Werte des verstorbenen Präsidenten Kuglaar Band bei. Doch machen sie nicht Halt und führen den Mongolensturm bis nach Berlin. Innerhalb der Partei Monglische Morgenröte setzten sich inzwischen die gemäßigten Nationalen durch. Die Alliierten gewannen 1945 den Zweiten Weltkrieg. Der Sohn Zar Wladimirs wurde auf den russischen Trohn gehievt. Das Zarenreich blieb eine Marionette der Yuan Union und wirtschaftlich eng verbandelt. Nach einer kurzen Besatzungszeit verließ 1949 der letzte mongolische Soldat Deutschland. Die mongolische Morgenröte verlor danach stark an Zuspruch und musste sich die Regierung mit einem Koalitionspartner teilen. Die Yuan Union gilt heute als zuverlässige Demokratie und zählt neben den USA als Supermacht.

Möglichkeit Nr. 2 - Weg der Macht

Axeu Bajar und seine Partei führen den Krieg in Russland bis zu seinem bitteren Ende weiter. Bajar ließ inzwischen Kopien einer Fotographie herstellen, die den ermordeten Präsidenten (ihm fehlte die Hälfte des Kopfes) verbreiten ließ. Diese Bilder schockten die Öffentlichkeit im Mongolenreich, woraufhin sich die politische Situation im Land weiter polarisierte. Bajar, der sich ebenso schockiert zeigte, versprach, die „Böse Horde“ mit allen Mitteln zu zermalmen. Der Mongolensturm auf Berlin wurde zu einem brutalen Rachefeldzug. Die Alliierten gewannen 1945 den Zweiten Weltkrieg. Axeu Bajars Nationalisten installierten sowohl in Deutschland, wie auch Russland Marionetten. 1946 kam es schließlich zum Staatsstreich der MMR. Axeu Bajar erklärte sich danach zum Präsidenten des neuen Mongolenreiches. Deutschland blieb besetzt und sollte mongolisiert werden. Nachdem Amerikaner und Mongolen die Atombombe hatten, kam es zum Kalten Krieg, der bis heute andauert.

Möglichkeit Nr. 3 - Weg des Friedens

Axeu Bajar und seine Partei führen den Krieg in Russland bis zu seinem bitteren Ende weiter. Inzwischen überzeugten die Liberalen die mongolische Bevölkerung davon, dass nun die Zeit des Friedens gekommen sei. Gespalten in zwei Blöcke, blieb die Regierung wenig handlungsfähig. Die Liberalen torpedierten wichtige Entscheidungen Bajars, die eigentlich dazu führen sollten, mehr Autorität zu bekommen. Der Mongolensturm nach Westen fand trotzdem statt. Die Alliierten gewannen erst Ende 1945 den Zweiten Weltkrieg. Der Sohn Zar Wladimirs wurde auf den russischen Trohn gehievt, das Zarenreich blieb eine Marionette der Yuan Union und wirtschaftlich eng verbandelt. Die politischen Kontroversen der Kriegszeit hatten auch vor der Generalität nicht halt gemacht. Daher war die Yuan Armee nur bis Posen gekommen und danach aus dem Krieg ausgetiegen. Polen wurde mongolische Besatzungszone und erlangte 1949 seine Freiheit wieder. Die Yuan Union gilt heute als zuverlässige Demokratie und zählt neben den USA als Supermacht.

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