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Philipp II, der letzte spanische König, der die portugiesische Autonomie noch respektierte
Der Portugal-Krieg war ein Konflikt zwischen dem Haus Habsburg und einem Großteil des HRR gegen England, Frankreich und die erst vor kurzem unabhängig gewordene Niederlande. Auslöser war, dass Portugals Autonomie von Philipp III nicht respektiert wurde und statt rein portugiesischen immer mehr spanische Verwaltern nach Madrid berufen wurde. Großbritannien wollte, dass man Portugal wieder unter einem anderem europäischen Adelsgeschlecht als souveräne Nation freiließ. Philipp lehnte diesen Anspruch streng ab und provozierte den englischen König mit den Worten.: "Wenn er Portugal wieder als Bündnispartner haben möchte, müssen sie es über meine Leiche holen." James I, der gerade erst König von England geworden war, ließ sich das nicht gefallen und erklärte Spanien am 12.5 1618 den Krieg.

Das erste KriegsjahrBearbeiten

Als die Nachricht von der Kriegserklärung Englands an Spanien bekannt wurde, begannen portugiesische Rebellen, Gebiete zu erobern. Man begann schnell mit der Belagerung Lissabons. Zwar war die Stadt voll mit Separatisten, diese waren aber durch eine Mauer getrennt und die spanischen Truppen konnten trotz der Übermacht die Festung halten.

Österreich und die restliche Habsburger-Linie griff natürlich sofort in den Krieg ein sowie die Katholische Liga, die erst vor 9 Jahren gegründet worden war. Dies erzürnte natürliche die Protestantische Union, man wagte es aber noch nicht, ihnen den Krieg zu erklären, da man die Übermacht noch fürchtete. Dies führte zu einem enormen Prestigeverlust der Union und viele protestantische Fürsten wechselten zurück zum katholischen Glauben.

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Philipp III von Spanien und Portugal

Philipp III selbst legte seinen Fokus aber auf einen anderen Teil des Krieges. Er wollte mit der spanischen Armada die englische Flotte so beschädigen, dass er vielleicht sogar eine Invasion der britischen Inseln wagen könnte. Dies war nur möglich, da die spanische Armada 1588 nicht geschlagen wurde und es auch (noch) nicht zu einem Krieg mit England gekommen war.So konnte Philipp III den Handel Englands erheblich einschränken, aber konnte nicht die absolute Seemacht über die britischen Inseln erreichen, da die englische Flotte der spanischen äquivalent war. So konnte James I seine Macht fürs erste festigen.

Während die Seeschlachten tobten, gab es auch im Festland viele Veränderungen. Die Rebellen konnten nach 2 Monaten die Belagerung Lissabons gewinnen und viele weitere Städte erobern, doch schon nach 18 Tagen fiel die Festung in Lissabon zurück an Spanien. Im durch Ludwig XIII regierten Frankreich gab es Spannungen. Der König wollte gerne in den Krieg eingreifen, aber seine Ehefrau Anna von Österreich sowie die immer noch anhaltende Feindschaft mit England hielt ihn davon ab. So kam es nicht zu einem Zwei-Fronten-Krieg für Spanien.

Anderswo gab es wieder Spannungen- in den Niederlanden tobte immer noch der Achtzigjährige-Krieg. Doch Philipp III war anders als in unserer Zeitlinie ein wahrer Politiker und Kriegstreiber und fiel noch im Dezember in Süd-Holland ein, konnte aber anfangs keine großen Erfolge feiern.

Zweites Kriegsjahr Bearbeiten

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Der Unabhängigkeitskämpfer der Niederlande, Moritz von Oranien

Dieses Jahr war von den äußerst blutigen Schlachten in den Niederlanden geprägt, die von den Herrschern der kriegstreibenden Ländern oft bis zum allerletztem Mann geschlagen wurden. Die Niederlande selbst war unter der Führung von Moritz von Oranien, der ein brillianter Feldherr seiner Zeit war und konnte sich dementsprechend mehr als gut verteidigen. Auch die Truppen der niederländischen Verbündeten erschwerten es den Spaniern zusehends, Erfolge zu feiern. Diese blieben aber trotzdem nicht aus: Moritz von Oranien starb in einer Schlacht, nachdem er schwer durch eine Patrone verletzt worden war. Als diese Nachricht bei Philipp III ankam, soll er in der Stadt,. in der er sich gerade befand, nämlich Liesveld, eine gigantische Feier veranstaltet haben.

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Anna von Österreich, die unter mysteriösen Umständen verschwand.

Die Freude über diesen Erfolg hielt aber nicht lange an. Anna von Österreich, die Frau Ludwig XIII, verschwand unter mysteriösen Umständen ( sie wurde sehr wahrscheinlich von einem "Killer" Ludwigs umgebracht) und so stand ihm nichts mehr im Wege, den Habsburgern den Krieg zu erklären. Dies wollte er für sich nutzen und sowohl dem alten Erzfeind England ein Schnippchen schlagen als auch Gebietsgewinne in den Pyrenäen verzeichnen. Also schickte er ein Ultimatum nach Madrid, in dem er für die Übergabe des Gebietes um Roussillon

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Das Gebiet um Perpignan wurde im Ultimatum von den Franzosen gefordert

eine Allianz anbot. Der spanische König Philipp II fürchtete aber einen Prestigeverlust und lehnte das Ultimatum mit den Worten ab: "Ich werde um jeden Pies (spanische Version des "Fuß") kämpfen" Daraufhin fackelte der französische König auch nicht lange, denn er wusste genau, dass die Hauptarmee der Spanier sich im Norden befand. Er versprach seinen Soldaten sogar, dass es ein wahrer "Spaziergang nach Madrid" werden würde und er dort ein gigantisches Fest für sie veranstalten lassen würde. Schnell sammelte er seine Truppen in Bordeaux und fing an über das anliegende Gebirge, die Pyrenäen, zu marschieren. Dieser "Marsch über die Pyrenäen" war desaströs. Die Hälfte der französischen Soldaten starb nur bei der Überquerung aufgrund von Nachschubsschwierigkeiten und der Inkompetenz des Generals auf französischer Seite. So konnte die Armee, die über 20000 Mann am Beginn der Operation umfasste, von einer nur 8000 Mann starken spanischen Armee vernichtet werden.

Drittes Kriegsjahr Bearbeiten

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Ludwig der Dreizehnte und sein neuer Berater und guter Freund Kardinal Richelieu vor La Rochelle

Der französische König war entsetzt als er von dieser Niederlage erfuhr. Er soll getobt haben und den General, der als einziger Überlebender nach Paris zurückkam, sofort geköpft haben. Der als sehr gerechter König im Volk beliebten traf weitere personelle Entscheidungen. Er ließ seine militärischen Berater aus seinem Palast werfen und ernannte seinen guten Freund, Kardinal und Finanzberater zu seinem neuen Berater. Er hieß Armand-Jean du Plessis, Premier Duc de Richelieu ,kurz Kardinal Richelieu.

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Ludwig von Nassau-Beverweerd

In Süd-Holland gab es weitere Entwicklungen. Das Gebiet wurde wieder komplett unter die Kontrolle der Spanier gebracht und große Truppenverbände der Spanier stießen nach Amsterdam vor, während Truppen der Katholischen Liga nach Utrecht vorstoßen Die Niederlande selbst war in einem internen Machtkampf gefangen, der zwischen Ludwig von Nassau-Beverweerd, dem Sohn von Moritz von Oranien, und dem neuen gewählten Statthalter Friedrich-Heinrich von Oranien. Der Erstgenannte besaß hauptsächlich Gebiete um Gronigen und Utrecht, während der Statthalter den noch nicht besetzten Teil der Niederlande kontrollierte.Als die katholische Liga von den Machtkämpfen innerhalb der Aufständischen erfuhr, beschlossen sie, Ludwig zu unterstützen, wenn er vom protestantischen Glauben zum "einzig wahren " Glauben, dem Katholizismus, übertreten würde. Der nicht besonders religöse Ludwig nahm das Angebot an und kämpfte nun für einen Kompromiss: Wenn er für den Katholizismus beziehungsweise die katholische Liga kämpft, würde er Statthalter eines sehr autonomen Teiles des spanischen Königreichs werden. So konnte die Front gegen die Niederlande deutlich verbreitet werden. Noch vor dem Ende des Jahres konnte Amsterdam unter "katholische" Kontrolle gebracht werden.

Die Pyrenäen-Front war sehr still dieses Jahr. Die Franzosen hatten kein Interesse daran, einen erneuten "Marsch über die Pyrenäen" zu erleben und die Spanier hatten nicht genügend Truppen im Heimatland, um eine gelungene Offensive zu starten, aber die Verteidigung trotzdem zu halten. Die restlichen spanischen Truppen waren hingegen im HRR, wo sie sowohl Erfolge feiern als auch Niederlagen erleiden konnte. So blieb es auf diesem Kriegsschauplatz zwar nicht ruhig, sondern äußerst blutig und krankeitsbelastet. Diese beiden Punkte gipfelten einerseits in der Pestepidemie und dem Prager Fenstersturz im Jahr 1620, der dazu führte, dass die Protestantische Union der Katholischen Liga und der 34-jährige Krieg ausbrach.

Viertes Kriegsjahr Bearbeiten

In der Niederlande sah es nach einem entscheidenden Sieg für die Katholiken aus. Ein Großteil der niederländisch protestantischen Truppen war besiegt und Ludwig von Nassau zog gen Enschede. Dort traf er auf die letzte wirklichen Widerstand und er war ein halbes Jahr mit der Belagerung beschäftigt. Als er dann endlich in die Festung vorstaß, wurde er durch einen Pfeil ins Herz getroffen. Die Truppen waren organisationslos und durch die Belagerung ausgelaugt und konnten so sehr schnell wieder vertrieben werden. Die Protestanten suchten unter den Leichen nach Ludwig und als sie ihn fanden, sollen sie ihn zuerst geviertelt haben und danach noch verbrannt haben. Die Asche wurde dann nach Madrid 

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Philipp IV, der neue Herrscher Spaniens

geschickt mit der Nachricht: Er war ein Katholik. Ihr seit die nächsten, die so grausam sterben werden durch die Hand Gottes.

Doch bevor die Nachricht überhaupt bei den Spaniern ankam, passierte etwas in Madrid. Der spanische König Philipp III starb unerwartet am 31.März 1621 und sein Nachfolger Philipp IV war ein noch viel überzeugter Katholik als sein Vater und würde auf keinen Fall akzeptieren, dass der protestantische Glaube zu stark wird. Als erste Amtshandlung trat er auch offiziell der katholischen Liga bei und maximierte die Armee. Er schickte die Hälfte seiner Truppen in das HRR und die andere nach Frankreich und ließ das Heimatland fast komplett unbewacht. Seine militärischen Berater rieten ihm davon ab, doch er ging auf volles Risiko und griff über die Pyrenäen Bordeaux an. Die Festung fiel nach 2 Wochen und schon bald zogen sie ramponierend durch das Land. Auch Toulouse fiel schon nach 3 Wochen und viele weitere Festungen. Doch Montpellier war hartnäckig und selbst als der König selbst den Vorstoß anführte, prallte man an den Mauern ab. So gab er nach 1 1/2 Monaten die Belagerung auf.

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Die Schlacht in der irischen See war eine Niederlage für die spanische Armada zwar geschlagen, doch die englische Flotte verlor deutlich mehr Schiffe

In irischen See gab es Veränderung. So konnte die englische Flotte die spanische Armada in einer großen Schlacht teilweise vertreiben und bis nach Spanien jagen. Sie wurde zwar um die Hälfte reduziert, doch die englische Flotte erlitt deutlich mehr Verluste und konnte sich nicht mehr davon erholen.

Fünftes Kriegsjahr Bearbeiten

Im fünften und letzten Kriegsjahr, das noch von UZL abweicht, gab es sehr viele Veränderungen. So passierte genau das, wovon ihn seine millitärischen Berater gewarnt hatten. In Lissabon gab es einen gigantischen Aufstand und die 1000 Soldaten mussten sich in einem Turm verschanzen. Philipp musste aus einer Belagerung nahe Montperllier zurückkkehren und war erst nach 4 Wochen zurück in Portugal. In der
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Die Schlacht bei Olivenza war der entscheidende Wendepunkt während der Invasion Spaniens

Zeit waren schon Unterstützungstruppen der Protestantischen Union in Lissabon angekommen. Nun waren protestantische Truppen mitten in Portugal und befreiten eine Stadt nach der anderen. Erst als in einer vernichtenden Schlacht die Truppen geschlagen werden konnten, sah der König ein, dass es ein Fehler gewesen war, die Truppen alle aus dem Mutterland zu entfernen. Ab diesem  Moment ließ er immer eine sehr große Armee im Heimatland zurück, egal wie groß das Risiko einer Invasion oder eines Aufstands war.  

Der Rest des 34-jährigen KriegesBearbeiten

Im restlichen 34-jährigen Krieg gab es kaum Unterschiede zu UZL. Hier sind alle Unterschiede aufgelistet:

  • Der Krieg war noch sehr viel grausamer als in UZL. Der strang katholische Philipp IV. fühlte sich durch die Nachricht der Protestanten und die Asche von Ludwig von Nassau provoziert und ließ jeden Wiederstand grausam unterdrücken.
  • Schweden wurde in dieser ZL durch die Spanier angegriffen und er gab eine Küsteninvasion. Dadurch wurde das Land stark gescwächt und konnte nicht seine ganze Kraft im HRR aufwenden.
  • Durch die Kontrolle über die Niederlande war Spanien viel stärker und konnte mehr im HRR kämpfen
  • Spanien musste einen Teil seiner Truppen nach Frankreich schicken, hatte dafür aber im Laufe des Krieges die
    Armada 2.jpg

    Im Laufe des Krieges konnte Spanien die Seekontrolle gewinnen

    absolute Seekontrolle sowohl um die britischen Inseln als auch um Frankreich und im Mittelmeer.
  • Der französische König stirbt noch während des Krieges und wird, da er ohne Frau auch kein Kind bekommen kann, von einem Regentschaftsrat ersetzt.

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