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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der polnisch-deutschen Revolutionärin und Politikerin Rosa Luxemburg (polnisch Rozalia Luksenburg) Luxemburg betätigte sich ab 1887 in der Sozialdemokratie ihres Geburtslandes Polen. 1898 ging sie im Deutschen Reich in die Politik,. Kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges gründete sie die Gruppe Internationale und focht einen Kampf gegen Revisionismus und Nationalismus. Als politische Gefangene im Berliner „Weibergefängnis“ schrieb sie weiter Artikel gegen die Unterdrückung. 1918 erfolgte ihre Freilassung. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht schaffen es, 1919 die Deutsche Räterepublik auszurufen. Die Sozialistische Einflusssphäre existiert bis heute.

Arbeitermarsch zum Reichstag und Spartakusaufstände Bearbeiten

Am 9. November 1918 strömten großen Menschenmassen in das Stadtzentrum Berlins, unter ihnen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Um 10 Uhr morgens Ortszeit rief Liebknecht vor hunderten Arbeitern die Freie Sozialistische Republik Deutschland aus und schwor seine Anhänger auf die Revolution ein. Knapp eineinhalb Stunden Später erreichten Liebknecht und Rosa Luxemburg, zusammen mit den Revolutionären den Reichstag, drei Stunden vor Philipp Scheidemann. Die Provisorische Regierung erkannte diese Republik nicht an und setzte einen Haftbefehl gegen die treibenden Kräfte der USPD und der Spartakisten aus. Polizeichef und Mitglied der USPD Emil Eichhorn wurde am 4. Januar entlassen, einige andere seiner linkssozialistischen Kollegen ebenso, weil sie den Schießbefehl des Rates der Volksbeauftragten bei den Weihnachtsunruhen verweigerten. Viele Mitglieder der am ersten Januar gegründeten KPD verurteilten die Entlassung und sahen diese als Provokation, so auch Luxemburg, die in ihr Tagebuch schrieb: "Die Misshandlung, die Herrn Wels widerfahren ist gehört freilich verurteilt, die Entlassungen [...] scheinen aber eher als politisches Druckmittel zu fungieren, denn als tatsächliche Bestrafung." Im Laufe des Monats kam es immer wieder zu Aufständen und Straßenschlachten, bei denen die Polizei immer schlechter hinterher kam, Barrikadenkämpfe wurden zum Alltag. Unterdessen verselbstständigte sich Ostpreußen immer mehr, was auch Rosa besorgte, denn ihrer Meinung nach müsse "die Einheit aller Deutschen gewahrt werden". Am 24. Januar 1919 waren die Regierung und das Militär so Machtlos, dass Mitglieder des Spartakusbundes um 13 Uhr das Stadtschloss erneut stürmten und nun offiziell

Revolutiondenkmal

Revolutionsdenkmal in Berlin, hier sind die Opfer der Novemberrevolution bestattet worden

Deutschland zu Sozialistischen Räterepublik erklärten.
LuxemburgULiebknecht

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Beginn der nationalistischen Aufstände Bearbeiten

Nicht alle in der neuen Republik waren einverstanden mit dem neuen Konzept des Sozialismus oder der Demokratie, so formte sich im laufe des Monats Januar die Antibolschewistische Liga, die jegliche linke Ideologie ablehnte und Deutschland zu "alter Stärke" zurückführen sollte. Der bekannteste Anführer unter ihnen war Eduard Stadtler, der einen Paramilitärischen Flügel innerhalb der Bewegung mit aufbaute. Sie wurden zum großen Teil von reichen Unternehmern unterstützt, die sich um ihre Macht fürchteten. Die nationalisten der AL begannen Häuser zu besetzen und sich Straßenschlachten mit den Spartakustruppen und der Polizei zu liefern. Währenddessen breiteten sich diese auch auf die industriell geprägten Regionen des Ruhrgebiets und Schlesiens aus, wo die AL jedoch nur wenige Mitglieder, hauptsächlich aus der konservativen und wohlhabenden Mittel- und Oberschicht, gewann. Lediglich in Ostpreußen hatte die AL durchgehend die Kontrolle. Am 17. Februar 1919 zogen sich die letzten Kämpfer der Antibolschewistischen Liga nach Königsberg zurück und ein Provisorischer Friede wurde beschlossen.

Unterzeichnung der Verträge von Versailles Bearbeiten

Die Verträge von Versailles wurden nach dem Waffenstillstand von Compiegne beschlossen. Die Verträge sind das Resultat der Pariser Friedenskonferenz und wurden nach dem Ende der Deutschen Revolution am 23.2.1919 von den Konfliktparteien unterzeichnet. 

Inhalt der Verträge Bearbeiten

Die Verträge regelten die Friedensbedingungen, den Verbleib der Deutschen Kolonien und die Reperationszahlungen.

Der Kriegsschuldartikel (Artikel Nr. 231), sollte die Schuldfrage zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges klären, die Meinungen gingen aber auseinander. Laut Frankreich war es Deutschland gewesen, das den Krieg ausgelöst hätte, während die Deutschen und Russen Serbien und Österreich die Schuld gaben. Unter großer Mitarbeit Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, einigte man sich letztendlich auf folgende Bedingungen, die die Reparationszahlungen und die neuen territorialen Bestimmungen der Mittelmächte festlegten:

  • Die Kriegsschuld wird Österreich-Ungarn, Deutschland, dem Osmanischen Reich und Serbien zugerechnet. Diese Nationen werden für 10 Jahre von Truppen der Entente besetzt
  • Österreich-Ungarn wird in die Staaten Deutschösterreich, Ungarn, Jugoslawien (Ohne Serbien) und die Tschechoslowakei aufgeteilt
  • Das Osmanische Reich wird in die Staaten Türkei, Kurdistan und Palästina aufgeteilt
    • Palästina untersteht für 30 Jahre lang unter Britischer Verwalttung
    • Assyrien untersteht für 30 Jahre lang unter Französischer Verwaltung
    • Die Armenische Minderheit darf über die Unabhängigkeit abstimmen
    • Konstantinopel wird an das Königreich Griechenland abgetreten
  • Die Reparationszahlungen in der höhe von 60.000.000.000 Goldmark werden zu gleichen Teilen an die Entente bezahlt
  • Westpreußen und Posen werden von Deutschland an Polen abgetreten
  • Elsass-Lothringen wird an Frankreich zurückgegeben
  • Nordschleswig wird an Dänemark abgetreten
  • Das Memelland wird an Litauen abgetreten
  • Ostpreußen wird Exilheimat des deutschen Kaisers, das zu einem Eigenständigen Königreich unter der Überwachung der Entente (Wurde erst nach den eigentlichen Verträgen entschieden, als die Konfliktparteien der deutschen Revolution zu keiner Einigung kamen.)
  • Alle deutschen Kolonien außer Togoland unterstehen dem neu gegründeten Völkerbund
  • Finnland wird von Russland unabhängig
  • Estland wird von Russland unabhängig
  • Lettland wird von Russland unabhängig
  • Litauen wird von Russland unabhängig

Erste Umformungen der Sozialistischen Deutschen Republik Bearbeiten

Anfang der 20er Jahre begann die KPD unter Führung Luxemburgs, Deutschland zu einen Staat nach dem Vorbild des Sozialismus anzupassen. Diese Änderungen sollten ein gleichberechtigtes und geheimes Wahlrecht für Volksabstimmungen und eine freie Volksschulbildung für alle Kinder ab fünf Jahren. Durch den Wirtschaftsminister Ernst Thälmann wurden sogenannte Genossenschaften eingeführt. Diese Genossenschaften waren zusammengefasste kleinere Bauernhöfe, die den Einfluss und gegebenenfalls Monopole in der Landwirtschaft oder Milchproduktion von Großgrundbesitzern eindämmen oder gar ganz verhindern sollten.

Ein direktes, demokratisches Wahlrecht sollte eingeführt werden, damit nicht nur das Parlament bzw die Partei über einen Gesetzesentwurf abstimmen konnte, sondern auch das einfache Volk eine wirksame Stimme bekam. Auch Frauen sollten absolute Gleichberechtigung erfahren, deshalb wurde das Wahlrecht für alle eingeführt und Bevormundung durch den Ehemann bzw. Vater verboten. Letzteres gilt nicht für Minderjährige.

Putschversuch der Nationalfaschisten Bearbeiten

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Adolf Hitler, Führer der Nationalfaschisten und Putschist mit seiner Magog Rune des Kampfbundes auf Armbinde 1923

Am 1. und 2. September 1923 versammelte sich die nationalfaschistische Organisation Deutscher Kampfbund in Nürnberg. Der aus Österreich immigrierte Adolf Hitler, Ernst Röhm und Erich Ludendorff waren die Köpfe des Kampfbundes, die die nationalistisch-faschistische Revolution forderten. Dem Bund schlossen sich viele ehemalige Mitglieder der Antibolschewistischen Liga an, in der Hoffnung, der Putschversuch würde gelingen.

Als Vorbild diente Benito Mussolini, der knapp ein Jahr zuvor den Faschismus in Italien durch einen Putsch etablierte. Auch sein Führerkult wurde übernommen, denn wie Mussolini in Italien als Duce, wollte besonders Hitler als Führer wahrgenommen und verehrt werden. Er kreierte hierfür eine Rune die er Magog nannte. Hitler bezeichnete seine Bewegung oft als "Die Magog" ein mythologisches Volk aus der Bibel welches als Geisel der Menschheit gilt.

Bundesarchiv Bild

Versammlung der Nationalfaschisten in Nürnberg am 1. September 1923

Der Marsch auf Berlin, angelehnt an Mussolinis Putsch, sollte den Faschismus endgültig zur treibenden Macht Deutschlands machen, denn die Nationalfaschisten hatten beträchtlichen Einfluss in Bayern. Der Marsch begann am 2. September und endete am 12. September 1923, von den Ursprünglich ca. 150.000 Kämpfern waren aber nur noch knapp 20.000 übrig, viele der anfänglichen 150.000 waren nämlich weder an der Waffe ausgebildet, noch hatten sie das Durchhaltevermögen, weil viele der Anhänger noch an Traumata des Krieges litten, oder waren schlicht zu feige und verließen den Kampfbund.

Entgegen der Erwartung Hitlers, Röhms und Ludendorffs war der Ausnahmezustand bereits ausgerufen worden und Polizei sowie Armee bereit. Trotz dessen griffen die Faschisten an und wurden fast sofort nieder geschlagen. Es wurden 11.277 Teilnehmer des Putsches sofort festgenommen, der Rest ergab sich widerstandslos oder wurde noch im nächsten Monat gefasst.

Magog-Prozesse 1923Bearbeiten

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Adolf Hitler in Festungshaft, um 1925

Schon am 22. September kam es zum Verfahren gegen die faschistischen Putschisten, dass alles bisher dagewesene in den Schatten stellen sollte. Alle Teilnehmer wurden des Hochverrats und in einigen Fällen zu Mord oder schwerer Körperverletzung angeklagt. Viele kamen konnten aber erst später ihre Haftstrafe antreten, da die Gefängnisse durch diesen gigantischen Prozess hoffnungslos überfüllt waren, einige traten die Haft sogar nie an. Zu den Prozessen um Hitler, Röhm und Ludendorff wurden auch Journalisten eingeladen, teilweise sogar aus Österreich und der Schweiz. Ludendorff wurde zu 23 Jahren Haft verurteilt, das Ende der Haftstrafe erlebte er jedoch nicht, da er 1937 im Gefängnis verstarb. Auch Ernst Röhm verstarb 1938 im Gefängnis, er erhängte sich mit seinem Bettlaken an einem Wasserrohr. Lediglich Adolf Hitler verließ das Gefängnis lebend, er nutzte seine 19 Jahre Haft - von denen er allerdings nur 11 im Gefängnis verbrachte - um seine Bücher "Meine Schlacht" und "Mein Volk" zu verfassen, in denen er seine rassistische, antisozialistische und antisemitische Weltanschauung, sowie seine Biographie niederschrieb.

Rosa Luxemburg kommentierte die Prozesse 1923 in ihrem Tagebuch mit folgenden Worten:

"Man könnte meinen, dass (wir) uns mit der Führung des Kampfbundes und deren Anhängern solidarisieren könnten, da wir uns im Winter [...] in einer ähnlichen Situation befanden. Dem muss ich jedoch widersprechen, denn jeder Versuch der inneren Solidarisierung oder des Mitleids, scheitert an den menschenfeindlichen und völlig verqueren Idealen der Nationalfaschisten."

Erste diplomatische Annäherung an Ostpreußen Bearbeiten

1924 begannen vorsichtige diplomatische Annäherungen von der Seite der Deutschen Republik. Diese Ausrichtung löste große Kontroversen im Land aus und die Zeitungen rissen sich förmlich darum, die Leserschaft für sich zu gewinnen. Im politisch linken Spektrum betrachtete man die Annäherung an die Ostseemonarchie als kritisch, da das Königreich Ostpreußen der Antibolschewistischen Liga Asyl bot. Währenddessen empfanden die Konservativen die neuen Beziehungen als Segen, in der Hoffnung Ostpreußen bald wieder als Teil Deutschlands zu sehen, einige wenige Stimmen sprachen von einer großdeutschen Lösung, die auch Österreich mit beinhaltete. Laut der KPD würde eine Wiedervereinigung nur in Frage kommen, wenn der Kaiser endgültig abdankt und der Sozialismus eingeführt wird.

Der Strasser-Piłsudski-Stalin-Pakt Bearbeiten

Der Strasser-Piłsudski-Stalin-Pakt war ein 1927 unterschriebenes Miltitärbündnis, dessen Mitglieder die Sowjetunion, das 1926 durch einen Putsch sozialistisch gewordene Polen und die Sozialistische Republik Deutschland waren. Der Grund für diesen Vertrag war das Aufkommen des Faschismus auf dem Balkan und in Italien, sowie dessen aggressive Politik. Im Vertrag verpflichteten sich die Staaten zur gegenseitigen Hilfe im Kriegsfall. Auch wirtschaftliche Zusammenarbeit wurde beschlossen. Durch dieses starke Bündnis machte sich Paranoia gegen Sozialisten und Kommunisten in Großbritannien und den USA breit, die beide einen extremen Rechtsruck erfuhren.

Luxemburg schrieb zwei Tage nachdem die Verträge in Frankfurt unterzeichnet wurden in ihr Tagebuch:

"Ein politisches Bündnis, egal welcher Natur, muss dem Volke der teilhabenden Staaten dienen. Ob Deutschland, oder meine Heimat Polen mit einem Staat der von [...] Josef Stalin mit eiserner Hand regiert wird, ein Bündnis eingehen sollte, ist fraglich. Dieser Staat (die Sowjetunion) könnte nie, besonders nicht in seiner heutigen Form, als freier Abeiterstaat gesehen werden und Deutschland sollte diesen Bund als Mittel zum Zweck sehen, Europa [...] vom Faschismus zu befreien."

Inhalt der Verträge Bearbeiten

In den Frankfurter Verträgen wurden folgende Punkte beschlossen, welche die Wirtschaft und vor allem das Militärwesen der Mitgliedstaaten. In diesen Verträgen verpflichteten sich die Mitglieder zu gegenseitiger Unterstützung, was vor allem der Sowjetunion während einer drohenden Hungersnot 1934 in der Ukraine zu gute kam, da die Mitglieder in die Sowjetunion investierten und so die rücksichtslose Devisenbeschaffung durch Josef Stalin beendeten. Jedes Mitglied, auch jene die erst später an der Komintern teilnehmen sollten, verpflichteten sich zu gewissen Punkten, hier die wichtigsten:

  • Jede Nation, welche die Frankfurter Verträge unterschrieben hat, verpflichtet sich zu nahtloser Zusammenarbeit, im Frieden und in Zeiten des Krieges
  • Von jedem Mitgliedstaat ist bedingungslose Solidarität und Hilfe gefordert, wenn ein anderes Mitglied diese benötigt
  • Im falle eines Krieges treten alle Mitglieder gegen den gemeinsamen Feind an und verpflichten sich dazu, ihre Verbündeten zu unterstützen. Ob diese Hilfe durch aktives Eingreifen geschieht oder nur passiv geleistet wird, liegt am eigenen Ermessen der Nation.

Börsenzusammenbruch und Weltwirtschaftskrise 1929 Bearbeiten

Donnerstag den 24. Oktober 1929, in New York trägt sich der Alptraum eines jeden amerikanischen Börsenmaklers zu, denn der Dow-Jones Index ist komplett zusammengebrochen. Dieser als Black Thursday bezeichneter Zusammenbruch der Börse sollte die größte Weltwirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts zur Folge haben. Auch in verschiedenen europäischen Ländern bricht die Börse zusammen. Das hoch verschuldete Österreich will seiner Zahlungsunfähigkeit mit staatlichen Preiserhöhungen entgegentreten, was aber in einem völligen Desaster endet, denn bereits an Neujahr 1930 ist das Geld einer Hyperinflation zum

Hyperinflation

In Österreich ist 1931 das Geld bereits so wenig wert, dass Kinder es Bündelweise als Spielzeug benutzen

Opfer gefallen. In Deutschland hätte man ähnliches erwarten können, doch da der Markt zu großen teilen vom Staat oder Genossenschaften bestimmt wird, stiegen lediglich die Preise für Luxusgüter oder bestimmte Lebensmittel.

In Österreich und Ostpreußen geht es den Menschen ab 1930 immer schlechter, das Geld wird bereits auf dünnem Schreibpapier gedruckt und ein Laib Brot kostet beispielsweise 20.000.000.000 Schilling, die Preise wechseln nahezu stündlich, die Arbeitslosigkeit stand zeitweise bei fast 40%.Auch in Rosas Tagebuch stand auch ein Kommentar zum Börsenzusammenbruch, den sie auch in einer Rede vor der KPD 1931 zitierte:

"Der 24. 10.1929 ist ein Tag, der den [...] Anlegern aus Amerika und den Befürwortern dieses zerstörerischen System des Kapitalismus aufzeigt, welch eine Gier im Menschen steckt. Sollen die Reichen und die Mächtigen der Länder, die der Krise zum Opfer gefallen sind durch ihr Volk wach gerüttelt werden!"

1930er Jahre Bearbeiten

Anfang der 1930er begannen, bedingt durch die Weltwirtschaftskrise, viele extremistische Organisationen in Europa wie Pilze aus dem Boden zu sprießen. Jede Bewegung beanspruchte die Lösung für die miserable Wirtschaft für sich. Während die Kommunisten die Umwälzung des Staates zu einer vom Staat gelenkten Wirtschaft anstrebten, wollten Faschistische Verbände einen extremen Wandel auch im Privatleben der Menschen, oft gaben sie Minderheiten wie den Juden die Schuld an der momentanen Situation. Viele nahmen sich die Russische und Deutschen Revolutionen oder den Italienischen Putsch der Faschisten zum Vorbild.

Staatsstreich durch Antonio Salazar in Portugal Bearbeiten

1933 stürzten Antonio de Oliviera Salazar und einige andere Generäle die linksliberale Regierung Portugals und riefen den Estado Novo aus, portugiesisch für Neuer Staat. Der in ärmlichen Verhältnissen

aufgewachsene Salazar machte sich die Streitigkeiten innerhalb der Putschisten zu nutze um selbst an die Spitze zu setzen. In Folge dessen änderte er die Verfassung so um, dass er praktisch zum Alleinherrscher wurde und so alle politischen Parteien und Organisationen verbot. Jedoch ist Salazars Führungsstil, anders als anzunehmen, nicht als reiner Faschismus zu
  • Antonio de Oliveira Salazar
  • Flagge des Estado Novo
  • Flagge der Legião Portuguesa
bezeichnen, sondern eher als autoritär-konservative Diktatur mit faschistischen Zügen. So baute er eine Miliz nach Vorbild des italienischen Fascismo de Combattino auf, die Legião Portuguesa, die zum Schutz des Regimes diente. Anders als viele andere faschistische Führer setzte er nicht auf die Mobilisierung der Massen und Indoktrinierung, denn Totalitarismus war ihm zu wider, weshalb er diesen immer genau von dem von ihm praktizierten Autoritarismus unterschied, bei dem er besonders auf Unterdrückung, "Ruhigstellung" und Entpolitistierung der Gesellschaft setzte.

In Rosas Tagebuch ließ sich auch eine kurze Anmerkung zu Salazar finden: "Salazar ist gewiss kein Mann, der sich nach friedlichen Idealen sehnt oder gar Freiheit [...] "gestattet", doch ich hoffe für den Frieden in Europa und für die Portugiesen selbst, dass der doch so starke Glaube Salazars ihn nicht komplett entgleisen und in einen Krieg fallen lässt, zum Wohle der Bevölkerung Portugals und aller Europäer."

Spanischer Bürgerkrieg Bearbeiten

Als Grundursache für den Bürgerkrieg in Spanien nennen die meisten Historiker den verlorenen Amerikanisch-Spanischen Krieg und die damit verbundenen Umwälzungen in Spanien.

Ursachen des Bürgerkriegs Bearbeiten

Durch den Spanisch-Amerikanischen Krieg wurde das Ansehen der alten Institutionen Spaniens schwer beschädigt und das Land an sich verlor immer mehr die Macht nach innen und außen. Bald musste auch der König von Spanien abdanken, Spanien wurde 1925 zur Republik. Diese links-liberal gerichtete Republik wurde bald mit den großen Problemen Spaniens konfrontiert, wie etwa dem großen unterschied zwischen der reichen Bevölkerung in den Städten und der armen Landbevölkerung. Auch die an Fortschritt und Wissenschaft gelehnten neuen Gesetze lösten großen Kontroversen aus, wie etwa das Ende des Religionsunterrichts in den Schulen und die Infragestellung der Göttlichen Ordnung, die das kulturelle Monopol der Katholischen Kirche brechen sollten. Auch wurden Besserverdiener höher besteuert, was aber von den Gewerkschaften in die Wege geleitet wurde.

Ein weiteres Problem stellten die separatistischen Bewegungen in Spanien, denn gleich vier Regionen wollten einen Autonomiestatus oder gleich in die Unabhängigkeit. Durch diese Probleme endete die anfängliche Aufbruchsstimmung und in Politik und Gesellschaft wurde man immer uneiniger.

Beginn des spanischen Bürgerkriegs Bearbeiten

Am 16. Februar 1936 gewann die linke Volksfront die Wahlen, die rechts-konservative Nationale Front erkannte diesen Sieg an, doch schon nach einem Monat wurden Stimmen laut, die behaupteten, dass es Ungereimtheiten bei der Stimmenauszählung gab und ein Sieg der linken Fraktion begünstigt wurde. Durch diese Beschuldigungen kam es zu Hausbesetzungen und Straßenschlachten durch Radikale von beiden seiten, denen die spanische Polizei kaum Herr wurde. Währenddessen planten sämtliche fast öffentlich Offiziere einen Putsch, der aber weitgehend von der Regierung des Regierungschef Azaña ignoriert wurde.

Am 17. Juli 1936 begann der Staatsstreich durch eine durch die spanische Kolonialarmee in Spanisch-Marokko gegen die Zweite Republik Spanien. Die Regierung in Madrid erfuhr am 17. Juli von dem aufstand, gab sich aber gelassen, da sich noch keine Einheit auf dem Festland dem Aufstand angeschlossen hat. Laut dem Plan von General Sanjurjo sollte der Aufstand in Marokko erst am 18. Juli beginnen, die Aufstände auf dem Festland einen Tag später. Sanjurjo wurde 1934 nach einem gescheiterten Putschversuch ins Exil geschickt, Portugal nahm ihn auf. Das Hilfsangebot der CNT und der Gewerkschaft UGT antirepublikanische Aufstände notfalls mit Gewalt zu bekämpfen wurde entschieden von der Regierung abgelehnt. General Sanjurjo wollte am 18. Juli aus dem portugiesischen Exil nach Madrid um den Putsch persönlich zu begutachten, jedoch schafften es Mitglieder der CNT sich in den Konvoi, der Sanjurjo nach Spanien bringen sollte einzuschleusen und platzierten eine Handgranate an einer Tür des Wagens. Ein Volltreffer, Sanjurjo war sofort tot. Dieses Machtvakuum wurde durch die anderen Führer Emilio Mola, der Marokko und Galicien für die Putschisten zu sichern und Francisco Franco, der den Befehl hatte die Kanaren zu erobern.

Langsam erkannte auch die republikanische Regierung den Ernst der Lage, die Flotte wurde dazu angewiesen die Straße von Gibraltar rund um die Uhr zu befahren, damit ein Übersetzen der Afrika-Armee unmöglich zu machen. Nun wurde jedes einzelne Mitglied der Armee, vom Offizier bis zum Gefreiten, befragt auf welcher Seite es stand. Die meisten Offiziere, ca. 80%, haben sich für Franco entschieden, während die meisten niedrig gestellten Armeemitglieder zur Republik hielten. Auch das Volk spaltete sich. Die Basken, Galicier, Katalanen und ein großer Teil der Stadtbevölkerung stellten sich auf die Seite der Republik, während die ländliche, vornehmlich kastillische, Landbevölkerung sich für Franco entschied.

Entstehung der Internationalen Brigaden Bearbeiten

Zu dieser Zeit begann auch Portugal aktiv einzugreifen, da der Vorstoß nach Nordspanien sehr schleppend vorging und die Franquisten auf unerwartet harten Widerstand der baskischen Euzko Guardarostea und der katalanischen ERC stießen. Nachdem die galicische Hauptstadt Santiago de Compostela von den Portugiesen erobert wurde, wandte sich die galicische Miliz nun direkt an die Komintern, welche den galicischen Untergrund und später die ganze Republik unterstützten. Es wurden Waffenlieferungen an die Katalanen und Basken organisiert, die Republik Spanien selbst wurde mit großzügigen Geldspritzen unterstützt. Im September 1936 wurde eine Freiwilligenarmee von den Mitgliedern der Komintern und und anderen linksradikalen Parteien weltweit aufgestellt, nachdem am 18. August eine Sitzung der

Flag of the International Brigades.svg

Flagge der Internationalen Brigaden

Kommunistischen Internationale einberufen wurde. Viele verfolgte Sozialisten aus aller Welt meldeten sich, hier die größten Unterstützer, die das Garibaldi-Battailon mit ca. 4000 Mann stellten, Deutschland hatte die Kolonne Strasser mit einer Mannstärke von 5.000, die Kommunistische Partei Frankreichs schaffte es 7.500 mann zu rekrutieren, Polen sendete 3000 Mann im Dabrowski-Battailon. Dazu kamen noch viele Freiwillige aus ganz Europa und Amerika.

Die Kastillien-Offensive 1937 Bearbeiten

Die Kastillien-Offensive im Mai 1937 war die erste große Operation der Internationalen Brigaden und der erste große republikanische Gegenschlag. Die Republikanische Armee, die Hälfte des Garibaldi-Battalion und eine Centuria (Hundertschaft) des Euzko Gudarostea kämpften sich Richtung León vor, der Häuserkampf in den kleinen Dörfern des nördlichen Kastilliens wurde zum Alltag der Bewohner. Die Stadt León war schon so gut wie erobert, bis auf ein mal das Heer Portugals auftauchte und die Stadt eingekesselt wurde. Die Belagerung dauerte ungefähr drei Monate, die Interbrigaden innerhalb Leóns waren erschöpft und der Vorratsmangel machte ihnen zu schaffen. Die Wende sollte das Eintreffen von vier Centurias des Dabrowski-Battalions und der aufstand einiger Bauern un den von Franco belagerten Gebieten im León. Die Belagerung konnte durchbrochen werden, Francisco Franco begann währenddessen damit, die bisher eroberten Gebiete wie Andalusien, das südliche Kastillien und die Kanaren vor der Rückeroberung durch die Republik zu sichern. Der Krieg im Rest des Jahres verlief schleppend, abgesehen von diversen Anschlägen der Exercito Galego, einer Untergrundorganisation der Partido Galeguista. durch diese Anschläge wurde die Stabilität in Galiciens massiv gestört, die Franquisten waren machtlos.

Kriegsjahr 1938 Bearbeiten
Alternate Spanish Civil War

Spanien 1938; grün: Portugal, blau: Republik Spanien, rot: Franquisten, gelb: Italien

Das Jahr 1938 begann mit der portugiesischen Offensive gegen Galicien, die aber unter starkem widerstand der galicischen Bevölkerung kläglich scheiterte. Francos Miliz war hingegen deutlich erfolgreicher, Mitte April bahnten sie sich den Weg durch Valecien, auch in Kastillien verzeichnete man kleine Erfolge. Inzwischen war die republikanische Regierung nach Pamplona in Navarra geflohen. Die Internationalen Brigaden fochten einen blutigen Straßenkampf in Valencia, der die Sollstärke von 18.000 Mann in den Interbrigarden unmöglich machte, tatsächlich waren nur 10.000 Männer am kämpfen. Eine Gegenoffensive der Republik in Kastillien-León wurde durch Streitigkeiten den spanischen Befehlshabern und der CNT/FAI, die sich immer weiter verselbstständigte. Die Republikaner hatten größte Mühe die Milizen der Putschisten auf ihrem Weg nach Osten aufzuhalten, als Italien seine Chance witterte, welches bisher nur als Geldgeber der Putschisten fungierte. Am 30. August stürmten Italienische Truppen den Süden Mallorcas, einen Tag später die Restlichen Balearen. Dieser Tag galt als der entscheidendste im Bürgerkrieg, den nun wurde der Sieg Francos gewiss. Nun schickte die in Bedrängnis geratene spanische Regierung im Oktober 1938 einen Botschafter, der einen Frieden aushandeln sollte, Franco stimmte zu, mit der Bedingung seinen eigenen Staat in dem von ihm kontrollierten Gebiet ausrufen zu können. Die Republik stimmte in ihrer Notlage widerwillig zu, doch als der Botschafter von einer Wache an der Grenze zum frankistischen Valencia erschossen wurde, da er einen Attentatsversuch vermutete, fiel der Plan ins Wasser. die Gegenreaktion der Republik ließ nicht lange auf sich warten, die besonders aggressive Galicienoffensive war höchst zufriedenstellend, wie Otto Strasser, der deutsche Militärminister sagte. Italien war unterdessen damit beschäftigt, Pläne für eine Invasion Kataloniens 1939 zu schmieden, der mit der Invasion des Baskenlandes von Portugal zusammenfallen sollte.
Kriegsjahr 1939 und ende des Krieges Bearbeiten

Am 10. April 1939 startete die italienische Invasion bei Mataró, die der Todesstoß der Zweiten Republik Spanien sein sollte. Auf dem Festland war der Vormarsch von Francos Truppen weitestgehend zum Erliegen gekommen, die Republik sammelte ihre letzten Kräfte und stellte Truppen an der Küste auf. Im Atlantik schaffte es die spanische Marine mit ihren letzten Schiffen die portugiesischen Schiffe zu versenken. Währenddessen drangen die Italiener weiter ins Hinterland vor. Die republik wurde weiter eingekesselt, Madrid fiel am 19. April, ungefähr eine Woche später war ganz Katalonien unter Italienischer Herrschaft. Am 6. Mai 1939 endete der Bürgerkrieg als die regierung der Republik nach Berlin ins Exil floh und die Armee offiziel aufgab. Da Minderheiten wie die Katalanen, Basken und Galicier im franquistschen Spanien massiv unterdrückt wurden, flohen sie entweder ins benachbarte Frankreich oder nach Deutschland, das sogar fast alle aufnahm. Um 1942 waren die Katalanen die zweitgrößte Minderheit nach den Polen in Deutschland, besonders viele in Berlin, danach kamen Basken und Galicier, hauptsächlich in Hamburg und dem Ruhrgebiet ansässig.

Es gab nicht viel, was Rosa über den Bürgerkrieg schrieb, lediglich ein Satz tauchte am 7.Mai 1939 auf:

"Möge das Spanische Volk sich gegen die Diktatur und gegen das Unrecht erheben!"

Der Tod Karl Liebknechts Bearbeiten

Am 12. Januar 1940 verstarb Karl Liebknecht in Berlin an einem Herzinfarkt. In Folge dessen wurde eine dreiwöchige Staatstrauer angeordnet, das Begräbnis wurde landesweit im Radio übertragen. Ein sechsstündiger Trauermarsch in Liebknechts Geburtsort Leipzig, wo er letztendlich beigesetzt wurde. Internationale Anteilnahme kam vor allem aus der UdSSR und Polen, Österreich und Frankreich sprachen auch ihr Beileid aus. Rosa Luxemburg schrieb am Todestag :

"Der Tod von Karl betrübt mich sehr, Deutschland und die Welt haben einen großen Mann verloren, ein unersetzbarer Verlust. Ich habe schon oft daran gedacht, mich aus der Politik zurückzuziehen, auch ich muss mir [...] eingestehen, dass ich nicht jünger werde."

1940er Jahre Bearbeiten

Die 40er Jahre beginnen mit der Staatstrauer um den im Januar verstorbenen Karl Liebknecht, der als Staatsgründer gilt. Die Trauerzeit betrug drei Wochen. Währenddessen verbreitet Mussolini Propaganda für ein "Zweites Römisches Imperium".

Oswald Mosleys Machtergreifung Bearbeiten

1931 bereiste der ehemalige britische Sozialdemokrat Oswald Mosley Italien, um die Bewegung des Faschismus zu studieren. Fasziniert von Mussolinis Führungsstil kam er zu der Meinung, Faschismus wäre die richtungsweisende Idee für Großbritannien. 1933 gründete er die British Union of Fascists, eine faschistische Bewegung inspiriert von Franco und den italienischen Schwarzhemden, die sich "Blueshirts" nannte, nach der blauen Parteiuniform der Bewegung und funktionierte als Schlägertruppe der BUF. Die Blueshirt Bewegung schwappte auch nach Irland über, wo die Irish Fascist Confederation gegründet wurde. Laut eigenen Angaben hatte die BUF fast 60.000 Mitglieder. Die Blueshirts waren immer wieder in Sozialdemokratisch oder sozialistischen Arbeitervierteln oder jüdischen Teilen von Großstädten verwickelt, aber da die Blueshirts kein offizieller Teil der BUF war, konnte Mosleys Partei ihre weiße Weste behalten.

Im Jahr 1939 überzeugte Mosley das Parlament davon, sich an Italien, Spanien und Portugal anzunähern, um "die Rote Plage einzudämmen". Die Faschisten sahen auch die Monarchie als Last des Volkes, eine republik war das Ziel, mit Oswald Mosley an der Spitze. Noch waren das Parlament und das Volk nicht misstrauisch gegenüber den Linken.

Am 30. August 1940 wollte Mosley die Beseitigung der Königin in die tat umsetzen. An diesem Tag trafen sich

IRA Attack

König George V. und der französische Premierminister Édouard Daladier auf einem Staatsbesuch in Manchester. Die Festivitäten sollten in einem 5 Sterne Hotel in Manchester stattfinden. Um 13:36 Uhr erschütterte eine Explosion Manchester, das Hotel bricht ein, der König und Daladier sind sofort tot, andere Gäste sind schwer verletzt oder verschüttet. Mosley schiebt nun den Sozialisten, den Iren und den Juden die Schuld in die Schuhe, tatsächlich schleuste er aber einen Attentäter in das Personal des Hotels ein, um die Bombe zu verstecken. Durch grobe Fehler bei der Sicherheit rollten sämtliche Köpfe in der Regierung, perfekte Voraussetzungen für einen Putsch. Prinz Edward VIII Windsor, nun König von Großbritannien, versuchte die Lage zu beruhigen, indem er sämtliche extreme Gewerkschafter Verhaften ließ, eine Ablehnende Haltung gegenüber Iren machte sich auch breit. Mosleys BUF schürte weiter Angst vor einer Kommunistischen Revolution, so dass sich nun auch König Edward VIII davon mitreißen ließ und Oswald Mosley zum Premier ernannte.

Die Regierung Thälmann und die Deutsche Annäherung an Frankreich Bearbeiten

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Rosa Luxemburg mit Thälmann bei ihrem letzten öffentlichen Auftritt, Berlin 2. Juli. 1941

Nachdem sich viele KPD-Mitglieder aus der Politik langsam zurückzogen, rückte der Kreis um Ernst Thälmann auf. Offiziell wurde Ernst Thälmann am 2. Juli 1941 vereidigt und ist seitdem Vorsitzender der KPD und Staatsoberhaupt der Sozialistischen Republik Deutschland. Thälmann wollte eine Annäherung an Frankreich, ein weiterer Krieg wie der Weltkrieg sollte vermieden werden. So leitete die Regierung ein Programm der Völkerfreundschaft ein, Französisch und Deutsch wurden schon bald oft als Fremdsprache gelehrt, in Frankreich wurde das Elsassdeutsch offizielle Amtssprache in Elsass-Lothringen. der französische Präsident Albert Lebrun bezeichnete diese Annäherung als "das wohl stärkste Bündnis in Europa nach der Entente im großen Krieg."

Annexion Albaniens durch Italien Bearbeiten

Schon seit den 20er Jahren hatte Mussolini Pläne für eine Expansion auf dem Balkan, seit 1939 standen Invasionspläne für Albanien und Jugoslawien. Als sich Deutschland als Schutzmacht für Österreich

Italian-invasion-of-Albania

Italienische Truppen in Tirana

etablierte, befürchtete Mussolini weitere Einflussnahme Deutschlands. Der Italienische König Vittorio Emmanuele III. kritisierte, laut dem damaligen Außenminister Galeazzo Ciano sogar tobend vor Wut, Mussolinis Pläne, eine Balkaninvasion wäre zu riskant, doch Mussolini, der praktisch alle Macht in Italien hatte, stellte trotz den Bedenken des Königs ein Ultimatum an den albanischen König, welcher sowieso von Italien abhängig war, doch dieser ließ es Verstreichen. Zwei Tage später, am 7. April 1941 überquerten die Italiener die Adria und griffen Albanien an. Die Kämpfe dauerten nur knapp eine Woche, denn gut gerüstete Truppen aus Italien trafen auf die unkoordinierten, schlecht ausgerüsteten und sich in der Unterzahl befindenden Albaner. Mussolini hielt das Land besetzt, die Welt war überwältigt und schockiert zugleich, sowohl von der Stärke der Armee, als auch von der Koordination der Kämpfe. Deutschland und die Sowjetunion begannen nun Garantien für Länder auf dem Balkan abzugeben, besonders Griechenland war im Fokus, da es als wahrscheinlichstes Ziel galt. Auch Frankreich und die Schweiz begannen aufzurüsten, Mussolini hatte nämlich auch die Italienischsprachige Südschweiz im Ziel.

Zollunion der Baltischen Staaten Bearbeiten

  • König Willhelm II kurz vor seinem Tod 1941
  • Estnische Ostseemarkmünze
  • Gemeinsame Flagge der Baltischen Union
Die Ostseeunion ist ein Vertrag zwischen Estland, Lettland, Litauen und Ostpreußen, der einen gemeinsamen Wirtschaftsraum einführte. Unter anderem wurde eine gemeinsame Währung und große Zollfreiheit einführte. Im vertrag von Riga wurde auch eine enge diplomatische und Militärische Zusammenarbeit beschlossen, Finnland nimmt seit 1942 teil. Der Besuch in Riga sollte die letzte offizielle Auslandsreise des König "Willi" von Ostpreußen sein, denn bereits am 4 Juni, einen Monat nachdem die Verträge unterzeichnet wurden, verstarb willhelm der Zweite in Königsberg.
Rosaluxemburg

Denkmal Luxemburgs in Berlin

Sein Nachfolger wurde sein Sohn Oskar, der bis 1958 die weitere Einigung des Baltikums vorantreiben sollte.

Der Tod Rosas Bearbeiten

Seit 1943 ging es Rosa zusehend schlechter. Eine Herzrythmusstörung wurde diagnostiziert, was ihre Tätigkeit als Autorin weiter einschränkte. Luxemburg hatte sich schon 1941 aus der Politik zurückgezogen, war aber immer noch beliebte Rednerin und Gast bei Zeitungen wie auch Radiosendern, die seit Mitte der Dreißigerjahre immer flächendeckender vorzufinden waren. Nach der Diagnose zog sie sich aber komplett aus dem öffentlichen Leben zurück. Über ihre letzten

Jahre ist relativ wenig bekannt, da sie auch ihr Tagebuch immer weiter vernachlässigte. Am 9. August 1944 verstarb Rosa Luxemburg in ihrer Wohnung in Berlin.
  • Wahlbutton für Joseph McCarthy
  • Antikommunistische Propaganda
  • Wahlplakat der CPUSA, der Kommunistischen Partei Amerikas
  • Stevenson Wahlanstecker
  • Ergebnis der amerikanischen Präsidentschaftswahl 1948
Auch hier wurde eine Landesweite Staatstrauer angeordnet, die Fahnen standen für einen Monat auf Halbmast. Anteilnahme kam besonders aus dem Geburtsland der Staatsgründerin, Polen. Auf dem Platz vor ihrem Geburtshaus in Zamość wurde sogar eine Bronzebüste von ihr aufgestellt.

Präsidentschaft Joseph McCarthys in den USA Bearbeiten

1948 begann der Wahlkampf zwischen dem Sozialisten Earl Browder und dem Republikaner und radikalem Antikommunisten Joseph McCarthy und dem gemäßigten Adlai Stevenson . Browder setzte auf einen friedlichen Weg zu einem Sozialistischen Amerika, auch eine Anlehnung an die Komintern, im besondern der Sowjetunion, während McCarthy den Sozialismus aktiv bekämpfen wollte, und Stevenson einen Mittelweg suchte. Der Wahlkampf wurde besonders von McCarthy und Browder sehr aggressiv geführt, da Stevensson deutlich populärer beim Volk war. Die im Radio übertragenen Debatten zwischen McCarthy und Browder polarisierten und spalteten die Amerikaner immer weiter, sie versuchten die Wähler durch Emotion auf ihre Seite zu ziehen, so sprach Browders die Arbeiterschaft an der Ostküste und den Great Lakes an, während sich McCarthy an die Konservativen im Deep South und den Great Plains wandte. Stevenson versuchte den Durchschnittsamerikaner Die Wahl 1948 sollte endgültig entscheiden, welchen weg die USA nun gehen sollten. Von der Stimmenanzahl her lag Stevenson mit 15% Vorsprung vor Browder (24%) und 39% der Gesamtstimmen leicht vorn, doch durch das Wahlsystem der Vereinigten Staaten gewann McCarthy, der die Mehrheit des Electoral Colleges für sich gewann, die Präsidentschaftswahl. Ebenso verschaffte sich McCarthy den Spitznamen "Kommunistenjäger", den er sich durch die Bespitzelung von Gewerkschaftern und politisch linken durch die neue "Agentur für Unamerikanische Absichten" verdiente. Auch Earl Browder wurde als "Antiamerikanist" betitelt und gesucht.

Anti-Komintern-Pakt Bearbeiten

Als erste Außenpolitische Handlung ließ er einen Anti-Komintern-Pakt (auch die Achse genannt) in die Wege leiten, dem die Länder Spanien, USA, Italien und Portugal angehörten. Man versuchte auch Kanada und Japan für sich zu gewinnen, doch beide wollten ihre Neutralität wahren. Der Pakt war ein starkes Militärbündnis, dass die Bekämpfung der Sozialistischen Staaten anstrebte, oft sollte es durch den Faschismus oder eine USA-treue Regierung ersetzt werden.

Weg in den Weltkrieg Bearbeiten

Spanische Annexion Andorras Bearbeiten

Im Januar 1949 übertraten spanische Truppen die Grenze zum Zwergstaat Andorra. das Land fiel zwar innerhalb einer Woche, jedoch wurde durch einen alten Vertrag von 1278 geregelt, dass der Präsident Frankreichs und der Bischof von Urgell das Amt des Staatsoberhauptes Andorras bekleiden. Aufgrund dessen sah Frankreich die Invasion als indirekte Kriegserklärung, sofort wurde ein Embargo erlassen, welches bis zum Ende der Besetzung Andorras durch Spanien wirken sollte. Die ohnehin schon angespannte Lage in spitzte sich weiter zu, ein einziger Funke würde das Pulverfass hochgehen lassen.

Aufrüstung der Sowjetunion Bearbeiten

Innerhalb von gerade ein mal 20 Jahren machte Josef Stalin aus dem vorherigen Bauernstaat Russland eine

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Stalin gibt sich Volksnah, als er sich mehrmals im Radio direkt an die Arbeiterschaft wendet

der Führenden Industrienationen der Welt. Die Schwerindustrie boomt und auch den Arbeitern geht es besser, denn die Löhne steigen und der, wenn auch nur geringe, Import von Südfrüchten aus der letzten deutschen Kolonie Togo lassen das Volk einen kleinen Luxus genießen. Treu an der Seite des Sowjetführers steht ihm seine Frau Kato Svanidze, laut Stalin die einzige Person deren Tod er nicht verkraften könnte. Nahezu Unendliche Massen an Menschen und Ressourcen kamen auch dem Militär zugute, neue Panzer wie der T-34 konnten schnell in großen Massen produziert werden, die Luftwaffe und die Marine wurde auch ausgebaut.

Italiens Besetzung der Schweiz Bearbeiten

Seit 1945 äußerte Mussolini öffentlich Ansprüche auf den Italienischen Teil der Schweiz. Zuerst versuchte

Karte-aufteilung-Schweiz-sprachgruppen

So in etwa sollte die Teilung der Schweiz aussehen

Italien die Länder Frankreich und Deutschland von der Teilung der Schweiz zu überzeugen, der deutschsprachige Teil an Deutschland, der französische an Frankreich und der italienische dementsprechend zu Italien, ein Krieg wollte Italien nicht provozieren, deshalb hielt sich Italien beim dem Plan sehr zurück. Alle Länder, denen das Angebot dargeboten wurde empfanden diesen Vorschlag als Dreistigkeit, zumal sich sowohl Frankreich als auch Deutschland sich als Schutzmacht ihrer Sprachgruppe sahen. Im Februar 1949 missachtete Italien die Schutzgarantie Deutschlands über die Schweiz und rief siegessischer das "neue Römische Reich aus". Der Tessin-Zwischenfall wird als Auslöser des Zweiten Weltkriegs gesehen.

Der Zweite Weltkrieg Bearbeiten

Der Zweite Weltkrieg gilt als der größte militärische Konflikt aller Zeiten mit über 60 Millionen Opfern. Auch

läutete der Zweite Weltkrieg das Ende des Kolonialismus und den Kalten Krieg, dem "Kampf der Systeme" ein.

Kriegsjahr 1949 Bearbeiten

Alpenfront Bearbeiten

Das Jahr begann mit dem raschen Vormarsch der Italiener ins Zentrum der Schweiz, die Schweizer Armee leistete so großen Widerstand wie möglich, sie waren aber zahlenmäßig stark unterlegen. Die Rote Wehrmacht sendete Truppen zur Verteidigung in die Schweiz, doch da nur wenige Truppen der Roten Wehrmacht waren wirklich für den Kampf im Gebirge ausgebildet, die Logistik hinkte durch starken Schneefall deutlich hinterher. Die Italiener Hingegen hatten Monate im Voraus haufenweise Soldaten im Gebirgskampf geschult, die italienische Luftwaffe funktionierte Bomber zu Transportflugzeugen um die den Nachschub direkt über den Stellungen abwarfen, damit keine unsicheren Gebirgsstraßen genutzt werden müssen und der Nachschub. Im März startete die Offensive in Richtung Bern, allerdings mit nur mäßigem Erfolg, denn die Stadt an sich blieb weiterhin ungefähr dreißig Kilometer entfernt. Frankreich schickte Waffen in die Schweiz, die aber verspätet ankamen. Unterdessen bereitete sich Spanien auf den Angriff auf Frankreich vor, ausgerüstet mit britischen und Amerikanischen Waffen. Im Mai überquerte die deutsche Luftwaffe den italienischen Luftraum unter schweren Verlusten, um Waffenfabriken in Mailand zu bombardieren, auch Gleise waren Ziel der Bombardements, Mussolini soll jedoch unbeeindruckt gewesen sein, lediglich die Verspätung der Züge soll ihn verärgert haben.

Frankreich Bearbeiten

Spanien sendete am 19. Mai 1949 die ersten Panzer ins Französische Baskenland, die Truppen stießen mit geballter Kraft vor und überrannten alles was ihnen in den Weg kam. Diese Taktik der schnellen Eroberung wurde als guerra relámpago bekannt, zu deutsch Blitzkrieg. schon am 30. Mai war Bordeaux erobert, ein mindestens zweihundert Kilometer breiter Streifen zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik war nun Spanisch Besetzt. Frankreich war nun in einen Zweifrontenkrieg gezwungen worden.

Kolonialkrieg Bearbeiten

Auch in Afrika kam der Krieg ins rollen, als britische Soldaten in Französisch-Westafrika einfielen. Die Französischen Kämpfer teilten sich entgegen erwarten der Briten zu kleinen Gruppen auf, ließen falsche Gerüchte über ihren Aufenthalt streuen und ließen Mosleys Soldaten in der Wüste zurück. Das britische Gambia Territorium konnte schnell besetzt werden. Die kleine Kolonialflotte Deutschlands machte sich unterdessen auf den Weg nach Äquatorialguinea, um einen Schlag gegen die Spanier zu erzielen. Die Invasion brachte nur wenig, Malabo konnte aber besetzt werden, das Hauptland der Kolonie blieb spanisch. Im November brach ein Bürgerkrieg in der portugiesischen Kolonie Mosambik aus, der die Freiheit der Kolonie forderte. Portugal musste sich also auf die Aufstände in seinen Kolonien konzentrieren.

Kriegsjahr 1950 Bearbeiten

Alpenfront Bearbeiten

Im Januar trafen nun auch Soldaten aus Polen und der Sowjetunion ein. Die Sowjetunion konnte aber aufgrund des bergigen Terrains ihren Trumpf, die unglaublich große Panzerarmee, nicht ausspielen. Frankreichs Marine blockierte einen Teil des Mittelmeers um ein Zusammentreffen der spanischen und italienischen Marine zu verhindern. Da Spanien nun weit in französisches Land vorgedrungen war, musste Frankreich seine Truppen nach Westen verlagern, der italienische Vorstoß nach Genf war nur noch eine Frage der Zeit.

Frankreich Bearbeiten

Frankreichs Verteidigung wurde immer dünner, da die Spanier nun eine dauerhafte Bombardierung von Marseille einleiteten. Wirklich effektiv waren die Bomber nicht, denn die Flugabwehr und die Luftwaffe Frankreichs leisteten ihr bestes, einige gingen sogar als Legenden in die Geschichte ein. Es gab lediglich ein Problem: die Standardflugzeuge der befreundeten Deutschen sahen den Spanischen sehr ähnlich, weshalb es zu einer großen Zahl von Falschabschüssen kam. Um Verwechslungen zu vermeiden, bemalten die Fliegerasse Frankreichs und der Komintern in schrillen Farben, ähnlich dem "fliegenden Zirkus" um Manfred von Richthofen im Ersten Weltkrieg. Am meisten litt die Bevölkerung Südfrankreichs, welche sich jede Nacht in ihren Kellern vor dem Fliegeralarm verstecken mussten.

Beringkrieg Bearbeiten

Mai 1950, die Reibereien zwischen der Sowjetunion und den USA Eskalieren, als ein amerikanisches Kriegsschiff in sowjetischen Gewässern gesichtet wurde. Stalin tobte als er von dieser Nachricht hörte und sendete umgehend ein Telegramm an McCarthy, seine Schiffe aus dem Nordpolarmeer abzuziehen. McCarthy ignorierte dies, Stalin sah sich gezwungen einzugreifen. Es erfolgte die Besetzung der Beringsee, um die Amerikaner vom überqueren aufzuhalten.

Jugoslawien Bearbeiten
Flagge Faschist Serbia

Flagge des faschistischen Jugoslawien

1950 begann der Ustaša-Putsch in Jugoslawien, der von Italien insziniert wurde. Die ursprünglich faschistisch-separatistische Terrororganisation stürzte die instabile Regierung in Zagreb und installierte ein faschistisches Marionettenregime. Die kroatischen Separatisten wurden schnellstmöglich "weg gesäubert", um einen jugoslawischen Einheitsstaat zur italienischen Unterstützung zu garantieren. Schnell wurde aber klar, dass die jugoslawische Diktatur ohne Italien keinen Monat existieren könnte, ohne dass sich das Volk auflehnen würde.
Russlands Wasserstoffbombentests Bearbeiten

Im Oktober begannen die ersten praktischen Tests an Stalins Geheimwaffe, einer Wasserstoffbombe. Die

H-Bombe

Forschung lief bereits seit 1948, doch der deutsche Physiker Albert Einstein sagte, dass eine Atombombe, wie sie ursprünglich geplant war nur theoretisch möglich sei, in der Praxis aber zu instabil. Die kontrollierte Explosion der H-Bombe in der Kamtschatka glückte und wurde von der Propaganda ausgeschlachtet. McCarthy zeigte sich in der Öffentlichkeit unbeeindruckt, innerhalb der Regierung läuteten aber alle Alarmglocken.

Kolonien Bearbeiten

Japan erhebt nun Anspruch auf Französisch-Indochina. Die Regierung Frankreichs wusste, dass die recht kleine Kolonialarmee kaum etwas gegen die Japaner ausrichten könnte, deshalb wurden schnellstmöglich Soldaten aus Madagaskar nach Indochina verschifft.

Kriegsjahr 1951 Bearbeiten

Alpenfront Bearbeiten

Durch den schnellen Vormarsch der Spanier Richtung Marseille mussten die Franzosen einen Großteil der Soldaten aus der Schweiz nach Südfrankreich verlegen. Das machte es den Italienern möglich, Genf zu erobern. Die schweizerische Armee verteidigte ihre Posten so gut wie möglich, das Gebirge war jedoch wie so oft das Problem, dadurch konnte das deutsche Heer seine Kraft kaum entfalten.

Frankreich Bearbeiten

Frankreichs Armee hatte alle Mühe die Spanier zu bekämpfen, denn die Linie zwischen Montpellier und dem Atlantik spannte sich immer weiter, die Verteidigungslinie dementsprechend dünner. Die Panzerarmee der Russen und Polen traf im Oktober 1951 ein, sie drückten die Spanier wieder in Richtung Süden, die Schlacht von Toulouse galt als die Brutalste des Krieges, in der Deutsche, Franzosen und Russen gegen Portugiesen, Spanier und Briten. Der Kampf dauerte bis zum 19. Dezember, als die russische Taktik des Aushungern ihre volle Wirkung zeigte. Der harte Winter '51/'52 machte den Spaniern zu schaffen, als sie gezwungen waren ihre eigenen Zugpferde zu essen, die Tage zuvor im Schnee erfroren waren. Die Soldaten kämpften um Straßenzüge, die sie am selben Tag wieder verloren. Während des Kampfes sank die Zahl der Einwohner von Toulouse von den ursprünglichen 270.000 auf ungefähr 100.000, auch wurden unersätzliche Dokumente aus dem Mittelalter von der Artillerie zerstört. Am 18. Dezember 1951 schlugen die Russen und Franzosen zu. Über 1500 Panzer kamen gleichzeitig ins rollen und kesselten die Achsentruppen ein. Die Spanier kapitulierten am 19. Dezember und das Blatt wendete sich zu Gunsten der Komintern.

Beringkrieg Bearbeiten

Im April versenkte ein amerikanisches U-Boot ein russisches Transportschiff auf dem sich Munition und

Sowjetmarine

Vorräte befanden. Dieser Vorfall war der perfekte Vorwand für die Invasion Alaskas, die Operation Nordwind (russisch: операция северный ветер) wurde sofort in die Wege geleitet. Die rote Armee landete im Frühling 1951 in Nome und Unalakleet auf der Steward-Halbinsel an, ziel waren die Ölfelder in der Region. Der Staat Alaska hatte damals nur circa 130.000 Einwohner, dazu kamen 7000 Soldaten, die sich aber in den Städten Juneau und Anchorage aufhielten. Die kleine Gruppe der lokalen Sheriffs gaben eigentlich immer sofort gegen die Russen auf.

Kolonien Bearbeiten

Der Japanisch-Britische Angriff auf Indochina startete im Juni. Die kaiserliche Marine und die indischen Kolonialsoldaten übertraten die Grenze gleichzeitig von Osten und von Westen. Einheimische Milizen bildeten sich um ihre Heimat vor den einfallenden Europäern zu schützen. Besonders Japan führte den Krieg äußerst

Napalm

Japanischer Napalmangriff auf französische Stellungen

grausam mit zahlreichen Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung. Es wurden Brunnen und Felder mit Milzbrand verseucht und eine neue Waffe kam zum Einsatz; Napalm. Diese auf Benzin basierenden Bomben erreichen Temperaturen von fast 1200°C und sind nur sehr schwer zu löschen. Aufgrund der dickflüssigen Konsistenz des Napalms und der hohen Aggressivität des Brandstoffes überlebten viele Zivilisten dies Bombardements nur schwer verletzt, Folge waren schwere Deformationen. Die Franzosen waren hoffnungslos im Dschungel ihrer Kolonie verloren, zur Hilfe kamen ihnen die vietnamesischen, kambodschanischen und laotischen Guerillakämpfern, die das unwegsame Gelände wie ihre Westentasche kannten, dieses Bündnis wurde jedoch nur geschmiedet, um die Briten und Japaner zu besiegen. Besonders die Roten Khmer aus dem Südwesten Indochinas machten sich einen Namen durch ihre extremen Methoden.

In Südamerika eroberte Großbritannien französisch Guyana, innerhalb der ersten vier Tage war die Kolonie besetzt.

Mandschureikrieg Bearbeiten

Die "Anordnung zur Vernichtung des japanischen Todfeindes" wurde am 1. Juni 1951 ausgeschrieben, als ein japanischer Spion einen Anschlag auf Stalins Sohn Wassili verübte, der ihn seine linke Hand kostete. Der Einmarsch in die Mandschurei erfolgte sofort, unaufhaltsam donnerte die rote Armee durch das japanische Territorium und brachte jeden Japaner ohne gnade um, denn Willkür wurde von Stalin geduldet, jede Beschwerde deshalb wurde abgelehnt. Die Japaner antworteten mit Napalmattacken auf Wladiwostok, die Stadt brannte, doch die Sowjets waren auf dem Weg nach Pjöngjang.

Forschung an chemischen Waffen in den USA Bearbeiten

Als Reaktion auf Stalins Wasserstoffbombe ließ McCarthy an einer eigenen Superwaffe forschen, er bevorzugte billige und großflächig einsetzbare Waffen. Als Resultat bekam er Verschiedene Vorschläge. Zum einen gab es eine Plutoniumbasierte Bombe, die nicht nur große Zerstörung anrichtete, sondern auch die Umgebung Verstrahlte. Dieser Vorschlag wurde Verworfen, mit der Begründung, dass nach dem Einschlag auch die eigenen Truppen das Gebiet nicht betreten könnten. Als zweiten Vorschlag bekam McCarthy die Formel für 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin vorgesetzt, einem hochgiftigen Pflanzenvernichtungsmittel, welches sich aber auch als Nervengas einsetzen lässt. McCarthy ist begeistert, denn hier verband sich ein praktischer Aspekt für den Kampf in bewaldeten gebieten, als auch ein Effektives Gift. Wegen der farblosen kristalle aus denen das Gift besteht wurde der Codename crystal rain eingeführt.

Kriegsjahr 1952 Bearbeiten

Alpenfront Bearbeiten

Die Operation Caesare startete, das bedeutete die volle Konzentration aller Truppen auf die Stadt Zürich und dessen schnelle Eroberung. Diese Operation war schon vor dem Krieg geplant worden, konnte jedoch erst durch die Jugoslawischen Soldaten durchgeführt werden. Zürich konnte unter sehr starken verlusten eingenommen werden, denn die Deutschen, Franzosen und Russen mussten sich auf Spanien beziehungsweise Japan konzentrieren. Dem "Duce", wie sich Benito Mussolini nennen ließ, ging es gesundheitlich immer schlechter, doch er war noch gesund genug um seine Soldaten zu Motivieren, Korsika und die Cote d'Azur anzugreifen.

Beringkrieg Bearbeiten

März, die Russen blockieren Juneau. Die US-Marine setzte nun auf Japan, um die Beringsee zurück zu erobern, als sich Kanada weigerte zu helfen. Da nur noch wenige Lebensmittel und Gebrauchsgüter wie Medizin oder Rohstoffe in das abgelegene Alaska kamen, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Staat kollabieren würde. Der Gouverneur Alaskas, Ernest Gruening riskierte Kopf und Kragen, als er Verhandlungen mit der Sowjetunion vorschlug. Im Juni wurden sowjetische Flugzeugträger vorder Küste Kanadas gesichtet, die US-Regierung stärkte die Marinepräsenz im Pazifik, den Gedanken an eine Rücknahme Alaskas wurde schnell verworfen.

Frankreich Bearbeiten

Die Briten fallen in der Bretagne ein, um das Ausscheiden Spaniens zumindest zu verlangsamen. Es war ein Leichtes für die Briten Brest zu erobern, denn die meisten Franzosen hielten sich in Spanien und der Schweiz auf. Zu der Zeit gründete sich auch die Breizh Enepfaskour, bretonisch für Antifaschistische Bretonen.

Liberation de la Bretagne

Logo der Bretonischen Befreiungsfront, wie die Breizh Enepfaskour in Frankreich hieß

Zunächst wurden sie von der Französischen Armee beliefert, aber bald wurden die Separatisten innerhalb der BE immer dominanter. Unterdessen stießen die Französisch-Deutschen Verbände nach Bilbao vor. Das Filmmaterial aus diesen Gefechten wurde auch im Deutschen Fernsehen gezeigt, welches Ende des Jahres deutschlandweit eingerichtet wurde.

Kolonien Bearbeiten

Der Krieg in Südostasien zog sich weiter hin, Frankreich hielt weiter, wenn auch nur mit kleinen Erfolgen. Saigon, Indochinas Hauptstadt litt weiter unter den Napalmangriffen der Japaner, galt aber als weitestgehend sicher. Die Amerikaner sprühten erstmals Testweise Crystal Rain mit einem recht positiven Ergebnis, denn durch den Pflanzen vernichtenden Effekt des Giftes konnten einige Stellungen der Franzosen entdeckt und direkt vernichtet werden.

Mandschurei Bearbeiten

Die Russen setzten nun bei der Operation alles auf eine Karte, indem sie ihre Militärpräsenz in Europa auf ein

Military exercise of Manchukuo Imperial Army

Japanische Maschinengewehrstellung in der Mandschurei

Minimum reduzierten. Diese truppen wurden nach China verlagert, dort trafen sie mit mongolischen Soldaten zusammen, um die Operation Wirbelsturm (russ.операция ураган) durchführen zu können. Dafür wurde ein klassischer Zangenangriff benutzt, ein Gebiet von der Größe Frankreichs wurde von den Russen und Mongolen eingekesselt.

Kriegsjahr 1953 Bearbeiten

Alpenfront Bearbeiten

1953 waren die Italiener in einer Pattsituation mit den Schweizern gefangen, nur kleine Siege beider Seiten konnten errungen werden. Deutschland konzentrierte sich nun auf Spanien, deshalb versuchte die schweizer Regierung auch Freiwillige Frauen kämpfen zu lassen. Einen wirklich großen unterschied machte dies nicht, aber die Tatsache, dass seine Soldaten von Frauen besiegt wurden, machte den alten und schwächelnden Mussolini unglaublich wütend.

Bretagne Bearbeiten

Großbritannien festigte weiter die Landungspunkte in der Bretagne. Truppen, Munition und Waffen wurden regelmäßig geliefert. Die findigen Bretonen ließen die Besetzung aber nicht auf sich sitzen und fingen einige Lieferungen ab und bedienten sich ausgiebig.

Kolonien Bearbeiten

August, Saigon fällt. Die Amerikaner und Japaner fallen gemeinsam ein, um die französische Kolonialregierung von Indochina zur Kapitulation zu zwingen. Der Plan ging voll und ganz auf, als Amerikanische Soldaten den Regierungspalast stürmen. Folglich ziehen sich die einheimischen Milizen und verbliebenen Franzosen in den Dschungel zurück, und führten von da aus einen brutalen Guerillakrieg. Der Grundstein für den Indochinakrieg war gelegt.

Russischer H-Bombenabwurf auf Seattle Bearbeiten

Der 28. April 1953 sollte den Endgültigen Sieg für Russland und dessen Verbündete einbringen, indem die Sowjetunion ihren stärksten Trumpf ausspielte; die Wasserstoffbombe. Stalin zwang die Amerikaner nun zur Kapitulation, McCarthys versprechen, bis zur "letzten Patrone" kämpfen zu wollen konnte also nicht eingehalten werden. Nun konnte sich auch Russland vermehrt auf Großbritannien konzentrieren. Die Vereinigten Staaten kapitulierten bedingungslos.

Mandschurei Bearbeiten

Nach dem H-Bombenabwurf auf Amerika war nun auch die Japanische Regierung verängstigt, doch zu groß war das Ehrgefühl vom Japans Kaiser, als dass er einfach so aufgeben würde. Die Napalmangriffe wurden nun auch an der Front eingesetzt. Jeder wusste, dass auch das nicht mehr viel ausmachen würde, weil die Russen schon vor Seoul standen, aber der Geist der Russen war geschwächt, da nun auch eine ernst zu nehmende Gefahr für ihre riesige Panzerarmee gab.

Großbritannien Bearbeiten

Deutschland flog im März nun erste Luftangriffe auf London, die Stadt wurde schwer Beschädigt, auch der Big Ben Turm wurde restlos Zerstört. Die Deutschen landeten an der Ostküste von England an, der Überraschungsangriff zeigte volle Wirkung, da die Briten einen Angriff vom Ärmelkanal aus erwarteten.

Der Waffenstillstand von Calais Bearbeiten

Als die deutsch-polnischen Verbände am 30. April vor den Toren Londons standen, war Premier Mosley ein Versager in den Augen des König Britanniens und zum Sündenbock des Volkes. Ein Waffenstillstand mit Frankreich und der KomIntern wurde vereinbart, auch Spanien lenkte ein als mehr und mehr Soldaten desertierten.

Nachkriegszeit und 1950er Jahre Bearbeiten

Die Nachkriegszeit begann mit den Verträgen von Sofia, wo die Kapitulationsbedingungen ausgehandelt wurden, nachdem die USA aus dem Krieg ausschieden. Sowohl Stalin als auch Mussolini waren gesundheitlich stark angeschlagen, doch erschienen beide in der Hauptstadt Bulgariens, welches sich als Mediator bereitstellte. Allgemein lässt sich die Nachkriegszeit als Ära der neuen Hoffnung und des Aufbaus bezeichnen.

Die Sofia-Konferenz 1954 Bearbeiten

Auf der Friedenskonferenz von Sofia wurde nach dem Waffenstillstand von Calais einberufen, um die Schuldfrage und die Zukunft der Verlierer zu bestimmen. In Sofia wurden Italien, Spanien und die USA als Hauptverantwortliche genannt, besonders Großbritannien und Japan sollten wegen ihren Kriegsverbrechen stark eingeschränkt werden.

Inhalt der Verträge Bearbeiten

Die Schuld für den Krieg wurde Italien gegeben, die gegeben durch die vorherigen Bündnisse, den Weltkrieg auslösten. Großbritannien und Japan sollten wegen ihrer Kriegsverbrechen dezentralisiert und geschwächt werden.

Hier die Wichtigsten Punkte der Sofia-Konferenzen:

  • Italien wird als Hauptschuldiger von den Siegermächten für die nächsten 10 Jahre in Besatzungszonen aufgeteilt
    • Albanien wird in die Souveränität entlassen
    • Jeder Anspruch auf die Italienische Schweiz wird aufgegeben
    • Jeder Anspruch auf Äthiopien wird aufgegeben
    • Die PNF (Faschistische Partei Italiens) wird verboten und die Führer der Partei vor ein alliierten Gericht gestellt
    • Die Ustasa-Regierung in Jugoslawien wird aufgelöst und durch ein republikanisches System ersetzt
  • Japan muss wegen der Gräuel in Südostasien jede Kolonie auf dem asiatischen Festland aufgeben
    • Japan wird in eine Parlamentarische Monarchie umgewandelt, damit der Kaiser keinen Alleinherrscheranspruch erheben kann
    • Japan wird dezentralisiert und in ein Föderales System umgewandelt, um eine Mobilisierung zu erschweren
    • Die Mandschurei, Korea und Mengukuo werden zu eigenständigen Staaten
  • Die USA geben Alaska an die Sowjetunion ab
    • Die USA müssen die Militärausgaben dauerhaft um 40% verringern
  • Großbritannien wird in die Staaten England, Wales, Schottland, und Cornwall (Cornwall wurde bereits 1957 aufgelöst) aufgeteilt
    • Irland wird wiedervereint
    • Die Britischen Kolonien in Südamerika werden Frankreich zugeschrieben
      GB geteilt
    • Die Isle of Man genießt einen Sonderstatus in England
    • Malta wird unabhängig
  • Spanien wird wieder zur Republik, die Exilregierung wird wieder Eingesetzt
    • Spanien wird zur Bundesrepublik
    • das Baskenland, Katalonien und Galicien erhalten einen Sonderstatus
  • Jedes Land muss Reparationszahlungen , die 25% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, für 8 Jahre an die Siegermächte zahlen

Wiederaufbau und restliche 50er JahreBearbeiten

Schon kurz nach Ende des Krieges investierten Deutschland und Frankreich in die Verlierer.Die Sowjetunion setzte eher auf Bestrafung als auf Friedensstiftung, die Japaner wurden klein gehalten und die Waffen so wie Rohstoffe wurden für den Eigengebrauch erbeutet. Italien und Spanien waren beispielsweise wirtschaftlich am Boden, die meisten Männer waren, wenn sie nicht im Krieg verwundet oder getötet wurden, arbeitslos. Deshalb wanderten viele Italiener und Spanier nach Deutschland und Frankreich ein, um Geld an die Familie daheim zu schicken, was auch von den jeweiligen Regierungen begrüßt wurde, weil so Devisen ins Land kamen. In Amerika machte sich auch ein Aufschwung der Wirtschaft bemerkbar, das Volk war trotz der Niederlage voller Optimismus, Städte wie Detroit, New York und Chicago boomten. Neue Musikrichtungen wie der Rock'n'Roll
  • Einer der größten Musikstars der 50er Jahre: Elvis Presley
  • das zerstörte London
  • Ein italienischer Bergmann ende der 1950er Jahre
oder auch Jeanshosen schwappten auch nach Europa über. In Deutschland wollte besonders die Regierung wollte eine junge Arbeiterschaft heranzüchten, der neue ausschweifende Lebensstil der Jugend kam dem in die quere.

In den Verliererstaaten, besonders in England machte sich eine antideutsche bzw antifranzösische Stimmung breit, auch in Portugal und Spanien gab es viele Anhänger dieser Meinung. Die Italiener und Jugoslawen sahen das ganze gelassener, denn Deutschland und Frankreich waren Auswanderungsziel Nummer eins, für Italien Nummer zwei nach Argentinien. Auch Mischehen waren bald keine Seltenheit mehr.

Unabhängigkeit des Togo Bearbeiten

Am 28.9. 1958 wurde die letzte deutsche Kolonie (die aber schon länger weitestgehend autonom war) in die

Togo flagge

Flagge des Togo, in den Farben der Panafrikanischen Bewegung

Souveränität entlassen. Über das Politische System sollten die Einwohner selbst bestimmen, ein präsidiales System wurde eingeführt, Sylvanius Olympio wurde erster frei gewählter Präsident des Landes. Deutschland brach die Kontakte nicht ab und bis heute sind sie enge Partner. Viele Togoer wanderten nach Deutschland aus und Deutsch ist immer noch Amtssprache im Togo.

Revolutionen in Südamerika Bearbeiten

Ende der 1950er Jahre kam es zu mehreren Aufständen in Lateinamerika. Die beiden bekanntesten waren waren wohl der Sturz des Batista-Regimes durch die Gebrüder Castro und die Argentinische Revolution durch Ernesto Guevara.

Argentinien Bearbeiten

Da der Diktator Argentiniens, Juan Peron anders als UZL sich mit einem totalitärerem Programm einen Putsch vorerst vereiteln konnte, ging es der Unterschicht und der Opposition zunehmend schlechter. Guevara reiste zuvor von 1950 bis Mitte der fünfziger Jahre durch Südamerika und lernte dort das Elend der einfachen Bevölkerung kennen. Mit der Zeit begeisterte er sich auch für den Sozialismus, besonders für Josef Stalin und Lenin.

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"El Che" posiert mit der Pistole

Vor dem Putsch mobilisierte er zusammen mit einem Jugendfreund Alberto Granado und dem Anwalt Ricardo Rojo die Massen der Stadt Buenos Aires durch Flugblätter und illegale Auftritte. In Brasilien trainierte er die knapp 100 Kämpfer, die er zuvor rekrutierte. Am 14.7. 1957 stürmten seine Guerilleros den Palast von Peron und setzten ihn fest, der Legende nach habe Guevara ihm mit der Pistole an der Schläfe zur Kapitulation gezwungen, ob das stimmt ist aber unklar. Die Wachen wurden im Vorfeld bestochen und liefen über, die Machtübernahme war ein Kinderspiel für 'El Che'. Der Anschließende Bürgerkrieg dauerte nicht lange, denn der Staat Perons war sowieso am bröckeln.

Kuba Bearbeiten

Ähnlich wie in Argentinien war auch auf Kuba ein totalitärer Diktator an der Macht, in diesem fall war das Fulguencio Batista. Kaum jemand außerhalb der Stadt hatte Strom oder fließend Wasser und gerade einmal 40% der Bevölkerung konnte lesen und schreiben. Diese Verhältnisse wollten die Brüder Fidel und Raul Castro und die Aktivistin Celia Sanchez ändern. Fidel hatte schon im Vorjahr Kontakt zu Che Guevara aufgebaut und sich dessen Unterstützung zugesichert. Die Brüder trainierten in Nicaragua ihre Kämpfer, um den Sturz perfekt ausführen zu können. Im Mai 1958 kamen die Castro-Anhänger im Süden Kubas bei Playa Las Coloradas an.

Bei den ersten Gefechten in Südkuba wurde schon die Hälfte der Widerstandskämpfer getötet oder Festgenommen,
  • Celia "Norma" Sanchez, das "Herz" der Revolution
  • Raul Castro als "Faust" der Revolution
  • Fidel Castro, Revolutionsführer und späterer Machthaber
  • Das Bild "guerillera heroica" geht um die Welt, heute ist es beliebtes Motiv für z.B T-Shirts
die Überlebenden zogen sich in die unwegsame Region der Sierra Maestra zurück. Angeführt wurden sie von den Castro-Brüdern und Celia Sanchez, letztere sollte nach ihrem Tod 1960 zu einer internationalen Ikone sowohl im Westen als auch im Osten. Ein wichtiger Faktor für den Sieg der Rebellen war die Unterstützung des Volkes in den Städten, welche den Guerillakampf unterstützten. Kubas Heer war auf den Untergrundkampf nicht vorbereitet und war nicht in der Lage, die Köpfe der Revolution auszuschalten. Im Dezember des Jahres gingen die Rebellen nach kleinen Kämpfen in die Offensive. Die Aufständischen rückten in zwei Kolonnen vor, Santiago de Cuba konnte von Fidel und Raul erobert werden, danach Marschierten sie auf Havanna mit Sanchez zu, Batista floh in die USA als die Rebellen Havanna zu großen Teilen erobert hatten.

1960er Jahre Bearbeiten

Wechsel in Berlin Bearbeiten

Ernst Thälmann stirbt 1961. Der Tod der "Roten Faust", ein Name den er sich im Zweiten Weltkrieg verdient hatte, sorgt für Parteiinterne Unruhen. Durch geschickte Schachzüge tut sich Max Reimann hervor. Er räumte die Partei innerlich auf, ließ Konkurrenten verhaften oder ließ sie in andere Positionen versetzen.

Reimann reformierte in Rekordzeit die Kinderbetreuung, das Schulsystem und die Landwirtschaft. Die um 1950 eingeführten Kindergärten wurden massiv ausgebaut, um die volle Arbeit der Mütter zu garantieren, ab dem ersten Kind wurde die Tätigkeit als Hausfrau vom Staat für ein Jahr bezahlt, danach musste die Mutter wieder für mindestens sechs Monate Arbeiten gehen. Schulen wurden erneuert und neu ausgestattet. Die Schattenseiten seiner Reformen waren die Jugendwerkhöfe, Besserungsanstalten für kriminelle Jugendliche. Hier wurde militärischer Drill ausgeführt, schwere Arbeit und auch Folter wie Dunkelzellen oder Nahrungsentzug waren an der Tagesordnung. Volksabstimmungen wurden auch kaum noch abgehalten und so isolierte sich Deutschland noch weiter vom Westen.

Panafrikanische Bewegung Bearbeiten

Anfang der 60er Jahre gab es in den Kolonien Frankreichs, Belgiens und Portugals zunehmende Unabhängigkeitsbestrebungen. Als Vorbild für diese Bewegungen dienten entweder Togo, der seine Unabhängigkeit durch Diplomatie erreichte, oder Äthiopien, die durch Gewalt frei von Kolonisten blieben. Die "Panafrikaner" sahen sich selbst als linksgerichtete Antiimperialisten, die den Kolonialismus strikt ablehnen. In den USA kam es auch zu einer Bürgerrechtsbewegung für die Gleichberechtigung von Afroamerikanern. Als bedeutendste Sprecher der Bewegung galten Martin Luther King JR. , Malcom X und Rosa Parks.

Attentat auf den US-Präsidenten Bearbeiten

Am 22 November 1963 fuhr der amerikanische Präsident John Fitzgerald Kennedy auf Wahlkampfreise um die Mittagszeit auf dem Dealy Plaza in Dallas. Um 12:30 feuerte ein unbekannter Scharfschütze aus einem Lagergebäude auf die offene Limousine des Präsidenten. Der Schuss traf Kennedy zwar nicht direkt in den Kopf, zerstörte aber einen teil seines rechten Auges. Viele Amerikaner solidarisierten sich mit Kennedy und seine Beliebtheit stieg. Währenddessen sorgte das FBI für die Verhaftung von Verdächtigen. Als verdächtig galt jeder, der "antiamerikanisches Gedankengut" verbreitete oder unterstützte. Darunter gehörten Sozialisten, Mitglieder der Black-Panther-Party und Anhänger der neuen Hippie Bewegung.

Indochinesischer Bürgerkrieg Bearbeiten

Der Indochinakrieg begann genau genommen schon mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als Frankreich die Macht in seinen Kolonien um jeden Preis halten wollte. Auch die Distanzierung zu Deutschland führte dazu, dass nun Nationalisten und Kommunisten Verboten wurden. Der Vietnamese Ho Chi Minh und der Kambodschaner Pol Pot lehnten sich gegen dieses Verbot auf und versuchten mit Aufständen die Franzosen

Ho Chi Minh 1946 and signature

Ho Chi Minh vor dem Krieg

zu vertreiben. Eine Teilung der Kolonie war ursprünglich vorgesehen, so sollten Tonkin, Annam und der Osten von Cochin zur Republik Vietnam gehören. Laos, Kambodscha und der Westen von Cochin zur südostasiatischen Konföderation.

Frankreich versuchte beide Führer zu verhaften, denn ein weiterer Krieg in den Kolonien wäre fatal für das Kolonialreich der Franzosen.

Am 7. Juli 1965 stürmten die vietnamesischen Guerillatruppen Ho Chi Minhs den Gouvaneurssitz in Saigon, gleichzeitig raubte Pol Pot eine Militärbasis in Cochin aus, als eine Übung im Dschungel stattfand. Dabei wurden fast 75 Prozent der Angreifer getötet oder festgenommen, der rest setzte sich ins Laotische Gebirge an der chinesischen Grenze ab.

Amerikanisch-französische Intervention in Südostasien Bearbeiten

Als der Sturm der Vietnamesen und Kambodschaner gegen die französischen Kolonialherren passierte, waren die Amerikaner damit beschäftigt, die bittere Niederlage im Weltkrieg zu verkraften und ihr militärisches Ansehen wieder auf zu polieren. Der Krieg in Indochina war die beste Gelegenheit, wieder an Einfluss zu gewinnen und den Kommunisten eine Revanche zu bieten. Der inzwischen wiedergewählte Kennedy war eigentlich nicht auf Krieg aus, aber weil der Druck des Senates immer größer wurde stimmte er einem Eingriff zu.

Im März 1966 landen die ersten Amerikaner und Franzosen im Süden an, die Viet Kong werden völlig überrumpelt. Ho Chi Minh flieht in den Dschungel, wo er sich die nächsten Jahre versteckt hält, Vietnam wird währenddessen inoffiziell in eine amerikanisch-französische Zone im Süden und einer Sozialistischen im Norden aufgeteilt. Kambodscha und Laos bleiben fest in Pol Pots Hand, Vietnam wird sich selbst überlassen, zu groß ist die Angst vor Amerikanern auf eigenem Boden.

Lösung des Konflikts Bearbeiten

Nach einem halben Jahr fuhr sich die Situation in Südostasien fest. Da die Sowjetunion nicht direkt eingreifen wollte, sondern sich um China kümmern wollte kamen mehr oder weniger regelmäßig Waffenlieferungen bei den Aufständischen an. Mittlerweile hat aber auch die Regierung Frankreichs eingesehen, dass das Kolonialzeitalter zu ende war. Bei der Konferenz von Paris kam der Entschluss, Indochina in die Unabhängigkeit zu entlassen. Aus Laos und Kambodscha wurde die Südostasiatische Konföderation, Südvietnam wurde zur Republik Vietnam, der Norden zur Volksrepublik Nordvietnam.

Umwandlung der KomIntern zum Nationenbund Bearbeiten

Reimann und guevara-0

1968 wurde der Umbau der KomIntern beschlossen, den bisher war die KomIntern eher ein Militärbündnis.Das sollte sich ändern weil man den Frieden in den Vordergrund rücken wollte. Nun konnten auch Staaten beitreten, die keine Kommunistische Regierung hatten, dieses Angebot nahmen jedoch nur Irland, Japan, Italien und Spanien war, die restlichen Mitglieder waren alle durchweg Sozialistisch.

Nationenbund RD

Flagge des Neu gegründeten Bündnis

Die größten Befürworter des Nationenbundes waren Deutschland und Argentinien, die Sowjetunion, Polen und Vietnam gelten aber auch als sehr engagiert. Beim ersten Treffen der Mitglieder durfte Reimann als ersten den Revolutionsführer Che Guevara aus Argentinien begrüßen.

Wettrennen ins All Bearbeiten

Am 4. Oktober 1960 startete der sowjetische Satellit Sputnik 1 (russ. Спутник 1) ins All. der Satellit hatte einen Durchmesser von 58 Zentimetern und wog etwas mehr als 80 Kilogramm. Die Westlichen Staaten wie Frankreich, die USA, England, Mexiko und Kanada waren schockiert, da man frühstens 1962 mit einem russischen Atomprogramm gerechnet hatte. Dieses Ereignis wird als Beginn des Wettrennen ins Weltall gesehen, in der englischsprachigen Welt "Space Race" genannt.

Langstreckenprogramm und Wettrüsten Bearbeiten

Das Raketenprogramm wurde zwar durch westliche Spione auch in die USA importiert, aber diese mussten

noch viel aufholen. Die Sowjets wollten auch so schnell wie möglich ein Lebewesen in den Weltraum schießen, aber man glaubte das die Amerikaner an einem H-Bomben-Träger arbeiteten, weshalb man das Projekt Sputnik 2 vorerst verschob.

  • Polnische Briefmarke mit der Weltraumhündin Laika
  • Tsar-Bomba H-Träger
  • Juri Alexejewitsch Gagarin, der erste Mensch im All
Sputnik 2 und Sputnik 3 Bearbeiten

Nachdem die Träger-Tests zufriedenstellend ausfielen, setzte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos zum geplanten Projekt Sputnik 2 an, bei dem ein Lebewesen ins All befördert werden sollte. Dazu wurde eine Hündin namens Laika (zu deutsch etwa so viel wie "Kläffer") ausgewählt. Wahrscheinlich starb sie nur Stunden nach dem Start an einer Mischung aus Stress, Lärm, Druck und den nicht zuverlässig arbeitenden Thermostaten, weshalb es zu heiß in der Kapsel wurde.

Sputnik 3 sollte ein größerer Erfolg werden, denn nun sollte ein Mensch ins All. Dieses Mal wurde alles penibelst Kontrolliert um den Kosmonauten, wie man die Besatzung der Raketen nennt, unversehrt auf die Erde zurück zu bringen. Juri Alexejewitsch Gagarin wurde 1962 zum Nationalhelden der UdSSR, als er in den Weltraum geschossen wurde. Sein Funkspruch "Ich habe mich umgesehen Genossen, hier oben gibt es keinen Gott!" ging um die Welt. Ob er das tatsächlich so gesagt hat ist aber nicht klar.

Alfred Speers Wechsel zu den Amerikanern Bearbeiten

Anfang der sechziger Jahre suchten die westlichen Staaten krampfhaft nach Wissenschaftlern für ihr Raumfahrtprogramm. Der deutsche Ingenieur Alfred Speer kam da sehr gelegen, weil er zum einen kein großer Freund des Kommunismus war und zum anderen die bestmöglichen Ressourcen für seine Forschung wollte, die ihm die USA bieten konnten.

In Deutschland sah man Speer als Verräter, der sein Land bewusst sabotieren wollte. Speer selbst war an der Politik Deutschlands aber nur wenig interessiert weil er vordergründig seine Forschungen optimal voran treiben wollte. In den USA angekommen machte er sich sofort an die Arbeit für einen Überwachungssatelliten, der die Westmächte bei einem H-Bomben Angriff vorwarnen sollte. Die neue Raumfahrtbehörde NASA aus Amerika sollte ein Gegengewicht zu den Russen bilden.

Nun waren die Amerikaner am Zug und sendeten den ehemaligen Airforce Piloten Alan Shephard ins All, die Medien schlachteten dieses Eriegnis aus. Shephard wurde am 21. Februar 1962 in den Orbit geschossen. Als erster Mensch sollte er einen Weltraumspaziergang wagen, doch beim ausstieg gab es Komplikationen weil sich der Raumanzug mehr im Vakuum des Alls aufblähte als von den Forschern ursprünglich erwartet. Nur knapp schaffte Shephard es zurück in die Kapsel als der Sauerstoff immer knapper wurde. Die Wissenschaftler der Sowjetunion standen nun unter Druck, als nächsten großen Schritt sollte eine Mondlandung angepeilt werden, für Anfang der sechziger Jahre noch kaum realisierbar, nahezu utopisch.

Libysche Revolution Bearbeiten

Im März 1969 stürzte Muammar Al-Gaddafi mit seinem "Bund freier Offiziere" den libyschen König Idris

Muammar gaddafi

Muammar al-Gaddafi kurz nach dem Putsch

unblutig, als dieser sich auf in der Türkei befand. Idris unterschätzte den Putsch drastisch. Während Gaddafi versuchte mit den anderen Offizieren seine Militärjunta aufzubauen, versuchte Idris sich mit den Franzosen und dem ägyptischen Präsidenten zu arrangieren. In Frankreich erhielt er schließlich Asyl.

In den nächsten Jahrzehnten krempelte Gaddafi Libyen um. Er strebte einen Panarabismus an. Die Idee des Panarabismus strebte eine Vereinigung aller Arabischen Länder an (auch wenn in großen teilen Nordafrika Berberstämme heimisch sind, von dem auch Gaddafi abstammte). Er orientierte sich an den großen Sozialisten seiner Zeit: Castro, Thälmann und den Sowjetführern. Jedoch baute er keine Parteidiktatur auf, sondern herrschte in einer sogenannten Militärjunta, einem Offiziers beziehungsweise Militärrat als Regierung mit Gaddafi an der Spitze.

1970er Jahre Bearbeiten

Aufkommen der Umweltschutz und Friedensbewegung Bearbeiten

Anfang der siebziger Jahre machten sich die ersten ernsten Folgen des rücksichtslosen Rohstoffabbaus

Spiegel-klima-hysterie

Die Tageszeitung "der Spiegel" veröffentlicht 1974 erste Artikel zum Klimawandel

bemerkbar, als 1972/1973 die erste Ölkrise aufkam. Die Preise für Öl wurden in Deutschland zwar weitgehend vom Staat kontrolliert aber das änderte nichts an der Preisexplosion. Durch den Wirtschaftsboom ende der sechziger Jahre nahm auch die Luftverschmutzung zu und unzählige Menschen erkrankten an Asthma oder sogar Lungenkrebs.

Die neue Generation begann sich auch kritisch mit der Kriegsvergangenheit ihrer Eltern auseinander. Die jungen Leute speziell die Studenten setzten sich für den Pazifismus ein. Maßgeblich beeinflusst worden ist die "weiße" und "Grüne" Bewegung von den US-amerikanischen Hippies, deren Subkultur zuerst nach Frankreich, dann auch nach Deutschland überschwappte.

Gründung der Organisation für Europäische Zusammenarbeit Bearbeiten

Als Gegenbewegung zum kommunistisch beeinflussten Nationenbund gründeten Frankreich, die Schweiz, Schottland, Österreich und Jugoslawien und England die OFEZ, die Organisation für europäische Zusammenarbeit. Die Organisation war eine Wirtschaftsunion, die den Austausch von Wirtschaftsleistungen dienen sollte. Außerdem sollte die OFEZ wie ein Gegengewicht zum Nationenbund wirken.

Gespräche zur Einigung Jugoslawiens Bearbeiten

1973 starteten die Gespräche zur Vereinigung Jugoslawiens mit Serbien. Serbien hatte vor kurzem erst die

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Bündnisse in Europa 1975, Irland und Jugoslawien noch als assoziierte Mitglieder ihrer Fraktion

Schulden von ersten Weltkrieg bezahlt und wollte sich mit dem kulturell und sprachlich ähnlichem "Bruder vereinigen.

Frankreich und die Überreste Großbritanniens hatten nichts dagegen einzuwenden weil Serbien sich bisher immer sehr gut verhalten hatte. Frankreich und England setzten Serbien nach dem ersten Weltkrieg als Mitschuldigen extrem unter Druck, aber durch geschickte Verhandlungen und ein Dasein als Steueroase erlangte Serbien nach dem zweiten Weltkrieg wieder Wohlstand. Jugoslawien war dabei sein stärkster Partner. Die Jugoslawen planten schon länger eine Großjugoslawische Lösung mit Serbien als Teil von sich, und Serbien hatte Interesse an einer weiter wachsenden Wirtschaft. Die Bevölkerung der beiden Staaten war gespalten. Serbien hatte schon seit dem ersten Weltkrieg ein sehr angeschlagenes Nationalbewusstsein und hielt sich in Fragen Militär und Expansion zurück.

Die zweite Republik Jugoslawien wie das Land seit der Entmachtung des Ustasa-Regimes hieß war ein ähnlich wohlhabender Zuwachs sehr genehm. Diese Meinungen vertraten besonders die Jungen und Liberalen, aber auch Pan-Slawische Nationalisten. Im Gegensatz zu ihnen standen die Konservativen in den beiden Ländern, besonders in Serbien, welche die Nationale Identität der beiden Staaten um jeden Preis wahren wollten. Einige Stimmen vom extrem rechten Rand wollten auch nicht mit "muselmanischen Kakerlaken" im Selben Land leben. Damit spielten sie auf die Bosnier und Albaner in Jugoslawien an, wurden aber selbst von den Erzkonservativen nicht ernst genommen.

Die Gespräche stellten sich als sehr zäh heraus, ein vernünftiges Ergebnis kam am 12.11.1975. Der Vorschlag einer Bundesrepublik setzte sich durch. Kroaten, Serben, Albaner, Slowenen und Bosnier erhielten weite Autonomie.

Aufstieg der Rexisten in Belgien Bearbeiten

Der Rexismus ist eine Ideologie, die dem rechtsextremen und klerikal-faschistischem Spektrum zu zuordnen ist. Diese Bewegung wurde von Leon Degrelle geführt, der schon vorher bei den Parlamentswahlen in

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Wallonien 1970 auf sich aufmerksam machte. Damals kamen sie nur knapp über die 5 %, aber weil der Ostblock, zu dem auch das benachbarte Deutschland gehörte anscheinend allmächtig zu werden schien griff der Wahlkampf der Rexisten sehr gut.

1978 wurde die Partei um Degrelle ins Parlament Walloniens gewählt und bildeten eine Mehrheitsregierung. In Flandern wurde unterdessen auch eine konservative Koalition gewählt, aber die waren bei weitem nicht so extrem wie die Rexisten.

Degrelle wurde durch geschickte Gespräche und dreiste Manipulation wurde Leon Degrelle zum engsten Vertrauten und später auch zum Premierminister des Königs. Degrelle verfolgte eine Politik der Indoktrination zum Beispiel wurde der Religionsunterricht weiter in den Vordergrund gerückt. Auch sollte Belgien weiter zentralisiert werden (auch wenn Wallonien eine größere Stellung als Flandern einnehmen sollte). Die Grenze zu deutschland sollte zum Antibolschewistischen Schutzwall werden aber bis auf ein paar mehr Befestigungen an der Grenze tat sich nichts.

Restliche 70er Jahre Bearbeiten

Mode und Kultur Bearbeiten
Golf

Der MK1 der deutschen Automarke Volkswagen ist seit 1974 ein moderner Klassiker

Die Mode der 1970er Jahre war in Europa anders als noch in den sechziger und fünfziger Jahren weniger von amerikanischem Vorbild sondern eher inner-europäisch geprägt.

Das spiegelte sich auch in der Mode und der Musik wieder, denn anstatt Discomusik oder Funk wurde in Europa lieber Italo-Pop bzw Eurodisco oder der aus England Stammende Punkrock gehört. Demnach änderte sich auch das Angebot der sich auf dem Markt befindenden Musik. Zwar basieren die meisten dieser Musikrichtungen auf amerikanischer Musik, aber seit Ende der 60er Jahre ließ dieser Einfluss nach. Mit der Zeit entwickelte sich deshalb ein ganz eigener Stil in Europa.

In der Mode tat sich auch einiges. Die Schlaghose, eine neu aufgelegte Version der Zunfthose wurde modern und schillernde Farben lösten die schlichten Designs der sechziger ab.

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