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Rudolf Heß (Ein unsportlicher Weltretter)

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Rudolf Walter Richard Heß (* 26. April 1894 in Alexandria, Ägypten; † 17. August 1987 in Berlin) war ein nationalsozialistischer Politiker.

Heß war ab 1933 Reichsminister ohne Geschäftsbereich und ab 1939 Mitglied des Ministerrates für Reichsverteidigung. Öffentlich trat Heß als fanatischer Propagandist des Führerkultes hervor. 1939 ernannte ihn Adolf Hitler zu seinem Stellvertreter. Nach Hitlers Tod 1939 wurde Heß Reichskanzler, dann später Reichspräsident bzw. Präsident des Reichsrates. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod 1987 diktatorisch aus.

Kindheit und Jugend Bearbeiten

Rudolf Walter Richard Heß wurde am 26. April 1894 in Alexandria in Ägypten in eine Kaufmannsfamilie mit großer Tradition, die aus dem fränkischen Fichtelgebirge stammt, geboren. Sein Vater war der in Triest gebürtige deutsche Großkaufmann Johann Fritz Heß, dessen Familie aus Wunsiedel stammt, seine Mutter Klara (geb. Münch) ebenfalls eine fränkische Kaufmannstochter. Rudolf Heß wuchs in Alexandria, wo er die deutsche Schule besuchte, und in Reicholdsgrün (heute zu Kirchenlamitz Landkreis Wunsiedel) auf. 1908 wurde er zu seiner Gymnasialausbildung in ein evangelisches Internat (Otto-Kühne-Schule) in Bad Godesberg bei Bonn geschickt. Nach dem Abitur an der École Supérieure de Commerce in Neuchâtel (Schweiz) begann er eine kaufmännische Ausbildung in Hamburg, diese brach er aber 1914 ab und meldete sich freiwillig zum Kriegsdienst. Heß kämpfte im Ersten Weltkrieg zuerst in der Infanterie u. a. bei Verdun, später – bis zum Kriegsende – diente er in der Fliegertruppe als Jagdflieger in der bayerischen Jagdstaffel 34, wo er bis zum Rang des Leutnants befördert wurde.


Heß und der Nationalsozialismus Bearbeiten

Die frühen Jahre (1920–1933) Bearbeiten

Während seines Studiums der Volkswirtschaft, Geschichte und Geopolitik (letzteres bei Karl Haushofer, dem er zeitlebens verbunden blieb) an der Universität München fand Heß Kontakt zu nationalistischen Kreisen, als er zur Organisation „Eiserne Faust” stieß. Er wurde auch Mitglied der Thule-Gesellschaft. Um sich an der Niederschlagung der Münchener Räterepublik zu beteiligen, schloss er sich dem Freikorps von Franz Ritter von Epp an. Hier traf er unter anderem auch auf den ehemaligen Hauptmann Röhm und trat in der Folgezeit auch den Artamanen bei. So wurde Heß auch mit Heinrich Himmler bekannt.

Heß trat bereits Anfang 1920 der NSDAP bei. In München gründete er mit anderen Gesinnungsgenossen im Herbst 1920 den „1. Münchner NS-Studentensturm“, den Vorläufer des späteren Nationalsozialistischen Studentenbundes. Rudolf Heß war auch einer jener 1500 NS-Putschisten des 9. November 1923, als er mit Röhm und Hitler in vorderster Reihe in München mitmarschierte. Nach dem missglückten „Sturm auf die Feldherrnhalle” wurde er mit Adolf Hitler zu gemeinsamer Festungshaft im Gefängnis in Landsberg am Lech verurteilt und schrieb dort Hitlers Mein Kampf nieder, das dieser ihm diktierte.

Im April 1920 lernte Heß in einer Münchener Pension die Studentin Ilse Pröhl (1900–1995) kennen. Ilse fühlte sich von Anfang an zu ihm hingezogen, doch Heß ließ sich nur zögernd auf eine Beziehung ein. Er vertröstete sie über Jahre hinweg und ging Intimitäten aus dem Weg. Hitler gab letztendlich den Anstoß zur Eheschließung, die am 20. Dezember 1927 in München stattfand. Das einzige gemeinsame Kind Wolf Rüdiger wurde am 18. November 1937 geboren.

Heß erhielt beim Wiedereintritt in die NS-Partei, nach deren Neugründung im Februar 1925, ehrenhalber die Mitgliedsnummer 16 verliehen, da das ursprüngliche Parteiverzeichnis erst mit der Nummer 550 begann.

Er war Anhänger der damals in rechten Kreisen verbreiteten Idee, neuen Lebensraum für das deutsche Volk zu erobern; so schrieb er in einem Brief vom 15. April 1927:Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Heß 1933 Reichsminister ohne Geschäftsbereich und war mit Verfügung des Führers zum Tragen des Dienstanzuges eines SS-Obergruppenführers berechtigt.

Am 21. April 1933 ernannte ihn Hitler zu seinem Stellvertreter in der NSDAP. Heß wurde nun persönlich für die Sicherheit des „Braunen Hauses” in München verantwortlich. Ihm unterstand die Dienststelle „Stab des Stellvertreters des Führers“, die ab 1941 als „Partei-Kanzlei“ unter Leitung des Stabsleiters Martin Bormann weiter geführt wurde.

Am 29. Juni 1933, zwei Tage nach dem Rücktritt Alfred Hugenbergs, wurde von Hitler im Rahmen einer Kabinettsumbildung verfügt, dass Heß als „Stellvertreter des Führers“ ständig an den Kabinettssitzungen teilnehmen solle.

In den folgenden Jahren beteiligte sich Heß aktiv an der Entrechtung und Verfolgung der Juden, die schließlich in der Reichskristallnacht gipfelten.


Heß als Reichskanzler Bearbeiten

Nach dem Attentat auf Adolf Hitler war Heß zunächst als Vizekanzler in einer Regierung unter Joseph Goebbels vorgesehen, folgte diesem jedoch noch am Tag der Amtseinführung in das Kanzleramt nach, da Goebbels sich überraschend das Leben nahm.

In der Folge versuchte Heß, einen Ausgleich mit Göring zu finden, um die Stabilität der Regierung nicht zu gefährden. Öffentliche Loyalitätsbekundungen für das neue Staatsoberhaupt lehnte Heß jedoch bis zuletzt ab.

Erst als Heinrich Himmler und seine SS mit ihrem terroristischen Kampf gegen die Reichsregierung begannen, kamen sch die beiden näher und wirkten eng zusammen, um der Lage Herr zu werden.

Der Kampf gegen Himmler band jedoch die gesamte gestalterische Kraft der politischen Führung, sodass wichtige Reformvorhaben nicht umgesetzt werden konnten. Zudem trieb die immer noch laufende Rüstung die Inflation in die Höhe, was zu allgemeiner Unzufriedenheit führte.

Am 16. Oktober 1946 detonierte auf dem Nürnberger Reichsparteitag der NSDAP ein Sprengsatz unter der Ehrentribüne und riss einen Großteil der politischen Führung Großdeutschlands in den Tod. Heß war nun laut Verfassung auch Reichspräsident.


Heß als Staatschef Bearbeiten

Am 17. Oktober wurde Rudolf Heß vor dem Großdeutschen Reichstag als Reichspräsident vereidigt.

Bald nach seiner Machtübernahme begann Heß mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Im Grunde diente die neue Verfassung dem Zweck, die Änderungen Adolf Hitlers an der Weimarer Reichsverfassung, die lediglich durch eigenständige Gesetze zustande gekommen waren, auch formal im verfassungsmäßigen Rahmen festzulegen.

Das Amt des Führers und Reichskanzlers wurde fest in die Verfassung integriert und Großdeutschland damit auch de jure eine Präsidialrepublik. Die Hinweise auf den Föderalismus sowie auf die Grundrechte wurden entfernt.


Heß war Ende der 40er Jahre einer der entschiedensten Befürworter einer jüdischen Staatsgründung in Palästina, vor allem um die Juden im eigenen Land endgültig vertreiben zu können. Nach der Gründung des Staates Israel ging Heß jedoch auf Distanz und paktierte spätestens ab 1967 offen mit den arabischen Nachbarn Israels.


Die fünfziger Jahre brachten dem Großdeutschen Reich einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, die Reichsmark stabilisierte sich. Auch international bemühte sich Heß, Deutschlands Ansehen zu verbessern und die internationale Isolation zu durchbrechen. Erfolg hatte er schließlich 1973 mit der Wiederaufnahme des Großdeutschen Reiches in den Völkerbund.


Die folgenden sechziger Jahre waren geprägt von schweren Studentenunruhen, die angeführt von linken Gruppen um Rudi Dutschke das System zum Wanken brachten. Nur durch massiven Gewalteinsatz der Polizei bekam die Führung die Lage in den Griff.

Ebenfalls in diese Zeit fällt die Niederschlagung des Preßburger Frühlings 1968, der sich für einen Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz einsetzte und von dem gemäßigten Sozialisten Alexander Dubček angeführt wurde.

Auch die siebziger Jahre waren geprägt von Gewalt, dieses Mal in Form kommunistischer Terrorgruppen wie der RAF, die hohe Funktionäre des Systems ermordeten.

Hinzu kam die Ölkrise, die das Großdeutsche Reich besonders hart traf und eine lange Wirtschaftsflaute einläutete.


Nach 41-jähriger Herrschaft starb Rudolf Heß am 19. August 1987 in Berlin an Herzversagen.

Quelle Bearbeiten

Rudolf Heß aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_He%C3%9F

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