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Vereinigte Republik von Großdeutschland

und Böhmen und Mähren


140px-Flag of the German Empire.svg Reichsadler
Flagge (seit 1969) Wappen (seit 1969)
Amtssprache Deutsch
Hauptstadt Berlin
Staatsform Semipräsidentielle Republik
Regierungsform Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Reichspräsident Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)
Regierungschef Reichskanzler Heinz-Christian Strache (DVU)
Fläche 653.294 km²
Einwohnerzahl 103.681.000
Bevölkerungsdichte 175 Einwohner pro km²
Währung Deutsche Mark (1 DM = 100 Pf)
Gründung 18. Januar 1871: Deutsches Reich
Nationalhymne Deutschlandlied
Nationalfeiertag 13.März (Tag der Deutschen Einheit)
Zeitzone UTC+1 MEZ UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen GD
Internet-TLD .gg
Telefonvorwahl +49
Großdeutschland
Die Vereinigte Republik von Großdeutschland und Böhmen und Mähren ist ein Staat in Mitteleuropa. Hauptstadt ist Berlin. Das Staatsgebiet gliedert sich in Regierungsbezirke, Landkreise und Gemeinden und ist somit als dezentraler Einheitsstaat zu betrachten. Einen besonderen Platz unter den Gebieten nimmt das mehrheitlich tschechisch besiedelte Böhmen und Mähren ein, das als sogenannter "Landesbezirk" eine begrenzte Selbstverwaltung genießt und rechtlich den Landkreisen und Gemeinden in seinem Gebiet als dritte kommunale Gebietskörperschaft übergeordnet ist.

Großdeutschland ist mit seinen 114 Millionen Einwohnern nach der Russischen Föderation das bevölkerungsreichste Land in Europa. Es war von 1926 bis 1933 Mitglied des Völkerbundes und ist seit 1973 Mitglied der Vereinten Nationen. Seine Volkswirtschaft ist, gemessen am BIP, die viertgrößte der Welt nach den USA, Japan und der Volksrepublik China.

Lage in Europa Bearbeiten

Die Vereinigte Republik von Großdeutschland und Böhmen und Mähren liegt im Zentrum Europas und grenzt im Norden an Dänemark sowie an Nord- und Ostsee. Im Osten gibt es gemeinsame Grenzen mit Litauen, Polen, der Slowakei und Ungarn, im Süden grenzt der Staat an Slowenien, Italien und die Schweizerische Eidgenossenschaft. Die Westgrenze zu Frankreich bildet im Südteil der Rhein, zudem grenzt Großdeutschland dort an Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Bevölkerung Bearbeiten

Die 103 Millionen Einwohner Deutschlands sind sehr ungleich im Land verteilt. Während im Ruhrgebiet die Bevölkerungsdichte bei über 1000 Einwohnern pro km² liegt, sind einige Regionen wie Tirol und Kärnten nur spärlich besiedelt. Einige Gebiete sind beinahe menschenleer.

92 Millionen Bewohner des Reiches sind Deutsche, daneben gibt es eine beträchtliche tschechische Minderheit von 8 Millionen, die mehrheitlich in Böhmen und Mähren, aber zum Teil auch verstreut in den großen Ballungsräumen, hauptsächlich im Ruhrgebiet, lebt.

Die größten Städte sind Berlin mit über 4,0 Millionen, Wien mit 3,6 und Hamburg mit 3,1 Millionen Einwohnern.

Politik Bearbeiten

1000px-Politisches System der Weimarer Republik.svg
Die Vereinigte Republik von Großdeutschland und Böhmen und Mähren besitzt nach der Staatsverfassung von 1968 als Verfassung beziehungsweise sog. Staatsorgane den Staatstag, den Staatsrat, den Staatspräsidenten, die Staatsregierung und den Staatsgerichtshof. Durch Artikel 1 der Verfassung wird die Staatsform einer Republik konstituiert. Die Wahl von Staatstag, Staatsrat und Staatspräsidenten durch das Deutsche Volk, die Möglichkeit des Volkes, über Volksentscheid und Volksbegehren auf die Gesetzgebung einzuwirken, bildet die vom Volk ausgehende Staatsgewalt in Form einer gemischt repräsentativ-plebiszitären Demokratie.

StaatstagBearbeiten

Das wichtigste Organ ist der vom Volk unmittelbar gewählte Staatstag, welcher die Gesetzgebung (legislative Gewalt) ausübt und die Staatsregierung kontrolliert. Die Möglichkeit eines Misstrauensvotums prägt den Parlamentarismus. Der Staatstag wird auf eine feste Dauer von fünf Jahren gewählt. Es wird das Prinzip der Verhältniswahl angewandt, das heißt: die Zusammensetzung des Parlaments entspricht genau dem Verhältnis der abgegebenen Stimmen. Schon unter der Reichsverfassung von 1871 herrschte ein gleiches Wahlrecht. Die Abgeordneten, die in freier, allgemeiner, geheimer, gleicher und unmittelbarer Verhältniswahl von Personen über 18 Jahren bestimmt werden (Art. 22 WRV), sind als Vertreter des Volkes nur ihrem Gewissen unterworfen und nicht an Aufträge gebunden (Art. 21 WRV). Der Reichstag kann gemäß Artikel 25 WRV vom Reichspräsidenten aufgelöst werden, jedoch nur einmal aus dem gleichen Anlass. Jedoch kann der Reichstag mit einer Zweidrittelmehrheit eine Volksabstimmung über die Absetzung des Reichspräsidenten beschließen (Art. 43 WRV).

Außerdem wurde festgesetzt, dass die Reichsverfassung durch den Reichstag nur bei Anwesenheit von allen Mitgliedern mit einer Mehrheit von vier fünfteln der Anwesenden oder durch eine absolute Mehrheit der Stimmberechtigten bei einem Volksentscheid, der auf Grund eines Volksbegehrens stattfindet, geändert werden kann (Art. 76). Die Verfassungsänderung muss nicht in der Verfassung selbst erfolgen, sondern kann auch im Wege von Einzelgesetzen mit Verfassungsrang vorgenommen werden. Verfassungsänderungen können zeitlich befristet verabschiedet werden. Diese weitgehende Freiheit des Reichstags versetzt ihn in die Lage, zeitlich befristete Verfassungsänderungen in Einzelgesetzen zu beschließen, welche eine Übertragung der Gesetzgebungsbefugnis auf die Reichsregierung vorsehen (Ermächtigungsgesetz). Diese Praxis Besitz in der heutigen deutschen Politik keine praktische Bedeutung mehr.

Reichspräsident Bearbeiten

Der Reichspräsident wird „vom ganzen deutschen Volke“ gewählt. Er muss älter als 35 Jahre, deutscher Staatsbürger von Geburt an und der deutschen Sprache mächtig sein (Art. 41 WRV). Die Amtszeit des Reichspräsidenten beträgt sieben Jahre, er darf im Anschluss beliebig oft wiedergewählt werden. Der Reichspräsident ist völkerrechtlicher Vertreter des Reiches nach innen und aussen (Art. 45 WRV) und Oberbefehlshaber der Reichswehr (Art. 47 WRV). Er kann zur Wiederherstellung des Reichsfriedens Grundrechte außer Kraft setzen und die zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nötigen Maßnahmen treffen (Art. 48 Abs. 2 WRV). Letztere Kompetenz wurde und wird in Staatspraxis und Rechtswissenschaft als Befugnis verstanden, Notverordnungen zu erlassen.

Um die Macht des Parlaments einzuschränken, wurde das Amt des Reichspräsidenten mit weit reichenden Kompetenzen ausgestattet. Er ist in seiner Position mit dem starken Staatsoberhaupt der konstitutionellen Monarchie vergleichbar („Ersatzkaiser“). Der Reichspräsident ernennt und entlässt die Reichsregierung und den Reichskanzler, repräsentiert das Volk, ernennt die Richter und hat den Oberbefehl über die Reichswehr. Besonders die Art. 25 (Auflösung des Reichstags) und 48 WRV (Alleinregierung bei starken Unruhen im Land) zeigen sehr deutlich seine starke Machtposition.

Reichsregierung Bearbeiten

Die Reichsregierung besteht aus dem Reichskanzler und den von diesem vorgeschlagenen Reichsministern, die wie auch der Kanzler selbst vom Reichspräsidenten ernannt und vereidigt (Art. 52 und 53 WRV) und nicht vom Reichstag gewählt werden. Die Reichsregierung bildet ein Kollegialorgan, innerhalb dessen jeder Reichsminister innerhalb seines Sachgebiets selbständig entschied (Ressortprinzip). Nach Art. 56 Abs. 2 WRV leitet jeder Reichsminister den ihm anvertrauten Geschäftszweig selbständig und unter eigener Verantwortung gegenüber dem Reichstag. Die Reichsminister haben der Reichsregierung alle Gesetzentwürfe, ferner Angelegenheiten, für welche Verfassung oder Gesetz dieses vorschreiben, sowie Meinungsverschiedenheiten über Fragen, die den Geschäftsbereich mehrerer Reichsminister berührten, zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten. Für grundsätzliche Fragen und Angelegenheiten der Abstimmung zwischen den Ressorts ist der Reichskanzler im Rahmen seiner Richtlinienkompetenz zuständig. Alternativ kann auch das Kabinett mit Stimmenmehrheit entscheiden; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Reichskanzlers. Die Reichsregierung gibt sich mit Genehmigung des Reichspräsidenten eine Geschäftsordnung.

Die Reichsregierung hat ein Gesetzesinitiativrecht im Reichstag. Auch im Reichsrat besitzt sie ein Antragsrecht.

Die Reichsregierung ist oberste Aufsichtsbehörde für die Ausführung der Reichsgesetze durch die Länder. Die Reichsregierung kann mit Zustimmung des Reichsrats einheitliche Verwaltungsvorschriften erlassen. Sie kann sogar allgemeine Anweisungen an die Länderbehörden betreffend die Ausführung von Reichsgesetzen im Einzelfall geben. Sie ist ermächtigt, zur Überwachung der Ausführung der Reichsgesetze zu den Landeszentralbehörden und mit ihrer Zustimmung zu den unteren Behörden Beauftragte zu entsenden.

Sowohl der Reichskanzler, als auch die Reichsminister müssen zurücktreten, wenn der Reichstag ihnen das Vertrauen entzieht (Art. 54 WRV). Diese Vorschrift, welche ein parlamentarisches Regierungssystem zur Folge hat, findet ihre Vorläuferregelung in der Oktoberverfassung. Über dieses destruktive Misstrauensvotum kann der Reichstag jeden einzelnen Reichsminister – und nicht nur die Reichsregierung insgesamt – stürzen, ohne dass für eine neue Reichsregierung oder für einen neuen Reichsminister im Reichstag eine parlamentarische Mehrheit vorhanden sein müsste. In der Praxis leistete dieses einen entscheidenden Beitrag zum Scheitern der ersten Republik in den 1930er Jahren.

Reichsrat Bearbeiten

Als weiteres Verfassungsorgan wurde der Reichsrat gebildet. Er vertritt die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Reichs (Art. 60 WRV). Die Anzahl der Stimmen der einzelnen Länder ist abhängig von der Größe und Einwohnerzahl des Landes (Art. 61 Abs. 1 WRV). Der Reichsrat setzt sich nach Art. 63 Abs. 1 S. 1 WRV aus Vertretern der Landesregierungen zusammen. Die Vertreter der Landesregierungen besitzen ein imperatives Mandat. Einberufen und geleitet wird der Reichsrat von der Reichsregierung.

Der Reichsrat besitzt das Recht, sein Veto gegen die Beschlüsse des Reichstags einzulegen. Außerdem kann er Vorschläge für die Besetzung des Reichsgerichts machen. Er hat im Gegensatz zu Reichspräsident und Reichstag nur einen sehr geringen Anteil an der Macht; allgemein wird er als wesentlich schwächer bewertet als der Bundesrat im Kaiserreich.

Staatsgerichtshof Bearbeiten

Nach Maßgabe eines Reichsgesetzes wurde ein Staatsgerichtshof für das Großdeutsche Reich errichtet. Der Staatsgerichtshof war zuständig insbesondere für Verfassungsstreitigkeiten innerhalb eines Landes, in dem kein Gericht zu ihrer Erledigung besteht, sowie über Streitigkeiten nichtprivatrechtlicher Art zwischen verschiedenen Ländern oder zwischen dem Reich und einem Land auf Antrag eines der streitenden Teile. Ferner war der Staatsgerichtshof für die Präsidenten-, Reichskanzler- oder Ministeranklage auf Antrag des Reichstags mit der Behauptung zuständig, dass der Reichspräsident, der Reichskanzler oder ein Reichsminister schuldhaft die Reichsverfassung oder ein Reichsgesetz verletzt habe.

Geschichte Bearbeiten

Nach Jahrhunderten der politischen Zersplitterung wurden die deutschen Staaten 1871 unter preußischer Führung vereint. Maßgeblicher Initiator der Reichsgründung war der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck. Die Proklamation des Deutschen Kaiserreiches unter Kaiser Wilhelm I. fand im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles in Frankreich statt.

Das Kaiserreich Bearbeiten

Mit der Reichsgründung begann eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland. Die Wirtschaft wuchs und Deutschlands Einfluss in der Welt ebenso. Die sogenannten Gründerjahre brachten dem Reich und seinen Bewohnern Wohlstand, jedoch auch Not und Elend für die Arbeiter. Die soziale Frage beherrschte den größten Teil von Bismarcks Kanzlerschaft, die er durch Fortschritte wie die Krankenversicherung zu entschärfen versuchte, nicht ohne den Hintergedanken natürlich, dadurch den Aufstieg Sozialdemokratie einzudämmen.

Zwar zeigten seine Maßnahmen wie das Sozialistengesetz nicht die erhoffte Wirkung, doch das deutsche Sozialsystem war zum Ende von Bismarcks Regierungszeit das fortschrittlichste der Welt.

1888 starb Kaiser Wilhelm der I. und sein Sohn Friedrich III. folgte auf den Thron nach. Allerdings verstarb er schon nach wenigen Wochen, sodass sein Sohn als Wilhelm II. den Kaiserthron bestieg. Mit Wilhelm II. begann ein neuer Abschnitt in der deutschen Geschichte, der geprägt war von dem Ziel, mit England zu konkurrieren und Kolonien in Übersee zu erwerben. Bismarck stand diesen Plänen ablehnend gegenüber, weswegen er von Wilhelm 1890 entlassen wurde. In der Folge schaffte es Wilhelm II., das von Bismarck aufgebaute Bündnissystem in Europa innerhalb weniger Jahre zu Fall zu bringen.

Auch der Erwerb von Kolonien gestaltete sich schwierig, da bis auf einige weniger attraktive Randgebiete kaum noch Land übrig war.

Das Flottenwettrüsten belastete zusätzlich die Beziehungen zur Weltmacht England.

Als am 28. Juni der österreichische Thronerbe Franz-Ferdinand in Sarajevo erschossen wurde, war ein europäischer Krieg unausweichlich. Vier Jahre lang kämpften die Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien, Osmanisches Reich) gegen die Übermacht der Alliierten.

Zwar konnte Russland als Gegner ausgeschaltet werden, indem man den Revolutionär Lenin durch Deutschland nach St. Petersburg reisen ließ, doch der Kriegseintritt der USA zwang die Mittelmächte schließlich Ende 1918 zur Kapitulation.

In Berlin wurde am 9. November die Republik ausgerufen, am 11. November unterzeichnete Deutschland den Waffenstillstand.

Die Weimarer Republik Bearbeiten

Die deutsche Republik hatte bereits in ihren Anfängen unter erheblichem Druck zu leiden. Zunächst erschütterte eine kommunistische Revolution das Land, dann kam es zu Putschversuchen und politischen Morden von Rechts.

Die nächste Hürde stellte der Versailler Vertrag dar, der neben umfangreichen Gebietsabtretungen die alleinige Kriegsschuld des Deutschen Reiches festschrieb.

Widerstand gegen das Diktat von Versailles, wie es in weiten Kreisen genannt wurde, regte sich Widerstand in allen politischen Lagern.

Dennoch konnte sich die Republik ab 1924 zunächst stabilisieren. Außenpolitisch wurde die Isolation durchbrochen. Dies war insbesondere Außenminister Gustav Stresemann zu verdanken, der Deutschland 1926 sogar in den Völkerbund führte.

Die Wende kam ab 1929, als die Börsen überall auf der Welt zusammenbrachen. Eine schwere Wirtschaftskrise war die Folge, die zu Armut, Massenarbeitslosigkeit und vor allem politischem Extremismus führte.

Die Kommunisten gewannen bei den folgenden Wahlen massiv hinzu, mehr jedoch profitierte die NSDAP Adolf Hitlers von der Krise der Demokratie. Bis 1932 wuchs der Stimmenanteil der Partei auf fast 40 Prozent. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler von Reichspräsident Hindenburg zum Kanzler ernannt.

Die Regierungszeit Adolf Hitlers Bearbeiten

Nach seiner Ernennung zum Reichskanzler ging Hitler energisch daran, die Not des Volkes durch zahlreiche Maßnahmen zu lindern. Er begann den massiven Ausbau des Autobahnnetzes im ganzen Reich, führte den Reichsarbeitsdienst ein und belebte die Wirtschaft durch zahlreiche Anreize.

Am 28. Februar wurde das Reichstagsgebäude bei einem Brand schwer beschädigt, hinter dem Anschlag wurden Kommunisten vermutet. Bis heute sind die Ursachen für diesen Unfall nicht restlos aufgeklärt.

Mit der Notverordnung Zum Schutz von Volk und Staat wurden die Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Verfolgung politischer Gegner eingeleitet.

Die KPD wurde verboten, ihre Abgeordneten verhaftet und auch die Sozialdemokraten sahen sich schweren Verfolgungen ausgesetzt.

Die Gefangenen wurden in Konzentrationslagern untergebracht, wo sie teilweise von Mitgliedern der SS misshandelt und ermordet wurden. In die Konzentrationsläger wurden besonders Juden gebracht. Man betrachtete sie als rassisch Minderwertige. Außerdem kamen ins KZ noch Asoziale, Homosexuelle, Kriminelle, Sinti und Roma, sowie auch über 10000 Ernste Bibelforscher (Zeugen Jehovas). Alle diese waren den Torturen der Schergen des Systems, größtenteils Totenkopf-SS,ausgesetzt. Ca. 6 Milionen Juden wurden ermordet.

1934 wurde die SA unter Ernst Röhm unter dem Vorwand, sie habe einen Staatsstreich geplant, entmachtet und ihre Führer hingerichtet. Die Verwaltung der Konzentrationslager wurde der SS übertragen, die unter Heinrich HImmler den Platz der SA im Machtapparat übernahm.

1935 konnte nach einer Volksabstimmung das Saargebiet wieder ins Reich eingegliedert werden, noch im gleichen Jahr wurde die Wehrpflicht entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages wieder eingeführt. 1936 besetzten Truppen der Wehrmacht das entmilitarisierte Rheinland, was einen weiteren Verstoß gegen den Vertrag darstellte.

Der größte Erfolg gelang Hitler schließlich 1938, als er Österreich und das Sudetenland dem Reich anschloss und somit das Großdeutsche Reich gründete. 1939 ließ er die Überreste der einstigen Tschechoslowakei besetzen und zum Reichsprotektorat Böhmen und Mähren ausrufen. Kurz darauf gelang es ihm noch, das Memelland von Litauen zurückzugewinnen, das dieses 1923 annektiert hatte.

Damit hatte Hitler den Bogen jedoch überspannt. Großbritannien und Frankreich gaben Garantien für die osteuropäischen Staaten ab und verhandelten mit der Sowjetunion über ein militärisches Bündnis. Unter der Labour-Regierung, die nach den britischen Parlamentswahlen vom März 1939 die Macht übernommen hatte, kamen diese Gespräche relativ schnell zu einem erfolgreichen Abschluss und der Warschauer Pakt wurde gegründet, dem neben den drei Entente-Mächten auch Polen und Rumänien beitraten.

Das Großdeutsche Reich lieferte sich mit diesem Bündnis ein fatales Wettrüsten, das erst die deutsche Wirtschaft und dann auch die Währung in den Ruin trieb. Im Jahr 1945 war Deutschland zahlungsunfähig. Sämtliche staatlichen Wohlfühl-Maßnahmen wurden auf einen Schlag eingestellt. Der Bevölkerung blickte nun die ungeschönte Fratze einer faschistischen Diktatur entgegen. Das Volk bediente sich mit Streiks und Demonstrationen Mitteln des passiven Wiederstandes, die der Staatsapparat mit Gewalt beantwortete. In der verzweifelten Lage beging der "Führer und Reichskanzler" Adolf Hitler, der schon lange den Glanz früherer Tage eingebüßt hatte und zunehmend dem Wahn verfiel, am 30. April in der Berliner Reichskanzlei Selbstmord. Einen Tag später folgte ihm sein Propagandaminister Goebbels. Der Reichsführer SS Heinrich Himmler war bereits zuvor einem wütenden Mob in die Hände gefallen und gelyncht worden. Damit waren die Spitzen der Nationalsozialisten tot und das Militär fasste den Mut, die neue Reichsregierung unter Göring und Heß am 23. Mai 1945 zu verhaften. Gleichzeitig wurden die Zentralen von SA und SS besetzt. Es folgten die Auflösung aller (Schein-)Parlamentarischen Gremien am 5. Juni. Am 10. Oktober wurde schließlich die NSDAP verboten. Ebenso wurde die Konstituierung einer Nachfolgeorganisation untersagt. Bereits zuvor war die Gründung politischer Parteien wieder zugelassen worden.

Die Militärherrschaft und die Wiederherstellung der RepublikBearbeiten

In den folgenden Jahren ordnete die Militärregierung die Landkarte des Großdeutschen Reiches neu: Aus den Ländern Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe sowie der preußischen Provinz Hannover entstand das Land Niedersachsen, der Nordteil der Rheinprovinz wurde mit Westfalen und Lippe zum Land Nordrhein-Westfalen zwangsvereinigt, aus dem Südteil der Rheinprovinz, der bayerischen Pfalz, Rheinhessen und Westnassau entstand das Land Rheinland-Pfalz, die Provinz Hessen-Nassau und das Land Hessen wurden zum Land Groß-Hessen vereinigt, Österreich erhielt das Sudetenland zugesprochen, Thüringen den Regierungsbezirk Erfurt. Der Rest der Provinz Sachsen wurde mit Anhalt zum Land Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen. Berlin, Brandenburg, Pommern, Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen-Danzig und Schleswig-Holstein wurden zu selbstständigen Ländern. Der Freistaat Preußen wurde aufgelöst. Die ersten freien Wahlen nach 1932 fanden in den neuen Ländern im Jahr 1946 statt.

Am 23. Mai 1949 wurde die Reichsverfassung im Bestand von 1932 wieder in Kraft gesetzt und Wahlen zum Reichstag und zum Reichspräsidenten durchgeführt. Stärkste Kraft wurde die konservative Christlich-Soziale Union (kurz CSU) vor der Sozialistischen Partei Deutschland (SPD). Reichspräsident wurde der Wehrmachtsgeneral Heinz Guderian, der der Wunschkandidat der Militärregierung war. Zum Kanzler ernannte er den ehemaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer.

Die Ära AdenauerBearbeiten

Der Rheinländer Adenauer, schon in hohem Alter von 73 Jahren bei seinem Amtsantritt, ging energisch daran, die durch die NSDAP-Herrschaft zerrüttete Wirtschaft wieder aufzubauen. Das von Ludwig Erhard entwickelte Konzept der sozialen Marktwirtschaft entpuppte sich als Erfolgsrezept und schon nach wenigen Jahren gehörte das Großdeutsche Reich wieder zu den führenden Industrienationen der Welt. Technologisch entwickelte sich das Reich rasant. 1951 zündete Deutschland seine erste Atombombe und 1953 ging das erste deutsche Atomkraftwerk und damit das zweite der Welt ans Netz.

Nach dem Tod von Reichspräsident Guderian ließ sich Adenauer 1954 selbst zum Reichspräsidenten wählen und ernannte Ludwig Erhard zum Kanzler, der sich weiterhin auf die Wirtschaft konzentrierte, während Adenauer die Fäden in der Hand behielt. 1961 wurde er wiedergewählt. 1967 starb Konrad Adenauer ein Jahr vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit.

Kurt Georg Kiesinger und die APOBearbeiten

Bei der vorgezogenen Neuwahl des Reichspräsidenten, die durch das Ableben Adenauers noch im Amt erforderlich geworden war, setzte sich der Csu-Kandidat und Württembergische Staatspräsident Kurt Georg Kiesinger im zweiten Wahlgang gegen seinen Kontrahenten Egon Bahr von der SPD durch.

Im Jahr 1968 bildete er nach den Februarwahlen, bei der die Sozialdemokraten zusammen mit Kommunisten und Sozialisten die Mehrheit errangen, ein Präsidialkabinett unter seiner Führung und übernahm zusätzlich zum Präsidentenamt auch das des Reichskanzlers.

Heftige Proteste waren die Folge. Am 1. Mai löste Kiesinger das Parlament auf und regierte bis zur Neuwahl mit Notverordnungen. Die Wahlen vom Juni brachten den Christlichsozialen zusammen mit Nationalliberalen und Nationaldemokraten eine komfortable Mehrheit ein, zumal er die politische Betätigung der KPD im Vorfeld verboten hatte.

Durch die Hinzuziehung der Reichssozialisten erhielt er die nötige 2/3-Mehrheit, um sich ein Ermächtigungsgesetz beschließen zu lassen. Das Gesetz war auf Druck der Liberalen auf die laufende Legislaturperiode beschränkt. Auch wenn die Reichsregierung nun wie bereits 1923 und 1933 selbstständig Gesetze beschließen konnte, war sie dennoch auf eine Mehrheit im Parlament angewiesen.

Verwaltung Bearbeiten

Das Großdeutsche Reich verfügt über mehrere Verwaltungsebenen: Länder, Bezirke, Landkreise bzw. Kreisfreie Städte und Gemeinden bzw. Gemeindeverbände. Das Prinzip der Selbstverwaltung ist tief verwurzelt und in der Reichsverfassung festgeschrieben.

Bundesrepublik Großdeutschland 2

Die Länder des Großdeutschen Reiches

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LänderBearbeiten

Das Großdeutsche Reich besteht seit 1969 aus 22 Ländern: Baden, Bayern, Berlin-Brandenburg, Braunschweig, Bremen, Großhessen, Hamburg, Hannover, Mecklenburg, Oldenburg, Österreich, Ostpreußen, Pommern, Rheinland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schlesien, Schleswig-Holstein, Thüringen, Westfalen-Lippe, Westpreußen und Württemberg.

Dazu kommt das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren, das als quasi-unabhängiger Staat unter der Souveränität des Großdeutschen Reiches steht. Trotzdem unterscheidet sich seine Struktur grundlegend von derjenigen der Länder, da es neben dem Regierungschef auch noch über ein eigenes Staatsoberhaupt verfügt. Beide müssen jedoch ihre Amtshandlungen mit dem von der Reichsregierung bestimmten Reichsprotektor abstimmen.

Landkreise und kreisfreie Städte Bearbeiten

Die Landkreise sind Selbstverwaltungskörperschaften. Die Bürger des Kreises wählen den Kreistag, der die Politik des Landkreises im Rahmen der Gesetze bestimmt. Seine Geschäfte werden von einem Präsidenten geleitet, den der Kreistag aus seiner Mitte wählt.

Ein vom Kreistag gewählter Landrat führt die Kreisverwaltung.

In kreisfreien Städten ist der Kreistag identisch mit dem Stadtrat, der Landrat wird hier als Oberbürgermeister oder einfach Bürgermeister bezeichnet. Die Gemeinde einer kreisfreien Stadt erledigt alle Zuständigkeiten eines Landkreises in eigener Verantwortung.

Gemeinden Bearbeiten

Die Gemeinden sind "Träger der Selbstverwaltung". Sie sind die kleinste administrative Einheit des Großdeutschen Reiches und definieren einen eigenen Wirkungskreis.

Von ihnen geht seit dem Mittelalter der Gedanke der Selbstverwaltung aus. Der Stadt- bzw. Gemeinderat wird von den Bürgern gewählt und wählt seinerseits den Bürgermeister. Der Bürgermeister entspricht in seiner Funktion in etwa einem Landrat.

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