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Wilhelms Tod

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Der Junge Kaiser Wilhelm II. † 1896

1896: Der preußische König und Kaiser des Deutschen Reiches Wilhelm II. ist tot. Seit seiner problematischen Geburt 1859 litt er unter Krankheiten und Missbildungen. Nun brachte ihm eine Gehirnentzündung ausgelöst durch ein Ohrenleiden den Tod.

Sein Thronfolger Wilhelm von Preußen (ab jetzt Wilhelm III.) ist gerade amtlich 14 Jahre alt. Es kommt zu hitzigen Debatten: Die einen halten an den preußischen Traditionen fest und fordern eine Schnellausbildung, die anderen akzeptieren keinen Knaben-Kaiser. Viele Parteien sehen endlich die Chance ihre Ideen durchzusetzen. Die SPD fordert demokratische Reformen, während das Zentrum endlich das "Joch des preußischen Protestantismus" abwerfen will. Bis Oktober 1896 spitzt sich die Lage zu.

Der Kaiser wird von der preußischen Garde in Burg Hohenzollern geschützt. Am 12.Oktober beginnt das preußische Militär, auf Befehl des Kanzlers, wichtige staatliche Einrichtungen zu besetzen. Doch die hohen Generäle besetzten entgegen dem Befehl des Kanzlers auch Privathäuser und Versammlungsorte überwiegend sozialdemokratischer Parteien und Politiker. Diese fürchten ein neues Sozialistengesetz und eine Diktatur des Militärs. Sie schließen sich mit den Liberalen der FVP zusammen, um die Macht des Militärs einzuschränken.

Als preußische Truppen dem „sozialistischen Abschaum“ den Zutritt zum Reichstag verwehre , begehren die Bürger gegen das Heer auf. Insgesamt sterben beim „Reichstagsmassaker“ fast 30 Personen. Darunter vor allem Zivilisten. Den Liberalen und Sozialdemokraten fällt es nicht schwer die Arbeiterschaft, die ja seit Jahren schlecht behandelt wird und benachteiligte Religionsgemeinschaften wie Juden und Katholiken auf ihre Seite zu ziehen.

Am 20.Oktober 1896 ruft die „Sozialliberale Allianz“ deutschlandweit zu Streiks auf. Nachdem das Militär in Berlin, Frankfurt, Potsdam und anderen Großstädten mit Gewehrfeuer geantwortet hat, rufen der Sozialdemokrat Eduard Bernstein und der Liberale Eugen Richter die Revolution gegen das Militär aus.

Zunächst vom Bildungsbürgertum misstrauisch beäugt, schließen sich bis 1897 viele Bürger der Revolution an, nachdem das Militär sich „unmöglich verhält“, so der Marionetten-Kanzler zu Hohenlohe. Seine Leiche wird einige Zeit später in der Elbe gefunden.

In allen Großstädten beginnen nun Straßenkämpfe zwischen der „Sozialliberalen Freiheitsfront“ und dem Heer. Bis Januar 1897 werden die Frontkämpfer in den Untergrund gejagt. Doch durch Interventionen der Soldaten im industriellen Essen stellen sich einige Fabrikanten auf die Seite der Revolutionären. Auch einige Adelige wie in Bayern und Sachsen leisten passiven Widerstand gegen das Militär.    

Eine französische Intervention in Elsass-Lothringen kann durch den deutschen Botschafter in London verhindert werden.

Bis Ende Februar sind weite Teile Deutschlands unter revolutionärer Kontrolle. Deserteure überbringen wichtige Informationen über Geheimeinrichtungen und die Lage in Berlin. Die Nationalliberalen sitzen untätig im Reichstag und erhalten ein Pseudo-Kaiserreich, während das Militär vom Adel geführt wird. Am 1. März beginnt der Angriff auf Berlin. Nach 4 Tagen ergeben sich die Soldaten der Übermacht. Doch erst der Sturm auf Schloss Hohenzollern beendet auch inoffizielle Angriffe der Armee.

Am 10. März 1897 schließen Eugen Richter von der FVP, Eduard Bernstein von der SPD, Kaiser Wilhelm III. und der Oberbefehlshaber der Armee den Frieden von Frankfurt. Nun gründen die Sieger die deutsche Republik nach den Ideen von 1848. Eduard Bernstein wird zum ersten Bundespräsidenten gewählt. Eugen Richter wird erster Bundeskanzler.

Man arrangiert sich mit England im Punkt Flotte und führt eine liberalere Innen- und Außenpolitik ein. Ein Frieden mit Frankreich scheiterte an Elsass-Lothringen. Das Deutsche Heer wurde modernisiert und ging als vorläufige Reichswehr in die Bundeswehr auf.

Als Gavrilo Princip 1914 den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand tötet, sehen die Bündnisse anders aus: Serbien hat ein Bündnis mit Russland und das eines mit Frankreich. England ist sowohl mit Frankreich als auch mit Deutschland verbündet. Deutschland hat ein gefestigtes Bündnis mit Italien. Da es sich mit dem Vereinigten Königreich verbünden konnte im Rücken vom reaktionären antidemokratischen Kaiserreich Österreich-Ungarn, das von der Republik Deutschland nun als "Völkerkerker" bezeichnet wurde. Das Osmanische Reich ist mit Österreich-Ungarn und Deutschland verbündet. Aber selbst in der Habsburgermonarchie war man seit Ende der Deutschen Revolution feindlich dem neuen deutschen Staat gesinnt und nahm den Zweibund ebenfalls nicht mehr ernst. Der österreichische Kaiser ging eine geheime Allianz mit Frankreich ein, während Großbritannien ein geheimes Bündnis mit Deutschland geschlossen hatte. Das Kaiserreich Japan, dass seine Expansion zu ungunsten Russlands anstrebte schloss ein Bündnis mit Frankreich.

Der Blankoscheck wird nie ausgestellt und Österreich-Ungarn hat die Osmanen und die untreuen Italiener sowie auch Frankreich auf seiner Seite. Nachdem Österreich-Ungarn seine erste Offensive gegen Serbien startete, fiel Frankreich völkerrechtswidrig in Belgien ein um strategisch Deutschland besser besiegen zu können. Damit folgte allerdings die Kriegserklärung Großbritanniens an Frankreich und wieder standen in der Weltgeschichte Briten und Franzosen feindlich in einem großen Krieg gegenüber. Die Franzosen konnten den Rhein nicht überqueren und die Kämpfe fanden im Ruhrgebiet statt. Mit der deutschen Kriegserklärung an Österreich-Ungarn bedeutet das einen erneuten Bruderkrieg unter den Deutschen. Das veranlasste dem damaligen Bundeskanzler Friedrich Naumann (DDP) eine bedeutende Rede im Bundestag für ganz Deutschland abzuhalten:

Wir werden keinen Krieg gegen unsere Brüder und Schwester führen, liebe Bürger und Bürgerinnen. Es wird ein Krieg gegen die Habsburgermonarchie geführt. Ja ein Volksbefreiungskrieg. - Friedrich Naumann (DDP)

Das Königreich Italien trat erst 1915 auf alliierter Seite in den Krieg ein. Am 11. November 1917 kam es zum Waffenstillstand mit dem letzten Kriegsgegner dem Osmanischen Reich und die Alliierten gewannen den Krieg. Das Zarenreich Russland scheidet 1916 bereits aus dem Krieg aus, nach dem französische Agenten den Marxisten Wladimir Lenin aus der Schweiz nach Russland verwiesen. Somit verschärften sich in Russland die sozialen Unruhen was auch mit zahlreichen Niederlagen gegen Japan zu verzeichnen war.

Im Friedensvertrag von Aachen werden folgende Dinge beschlossen: Das Osmanische Reich bricht zusammen und wird unter ihrem ersten und fortschrittlichen Präsidenten Mustafa Kemal zur Republik Türkei. Luxemburg wurde zu einem deutschen Bundesland. Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn wurde aufgeteilt. Die unter deutscher Militärverwaltung stehende Republik Deutschösterreich wurde mit der Republik Deutschland wiedervereinigt. Östlich dieser ehemaligen Provinz entstanden die Länder Tschechoslowakei, Ungarn und Jugoslawien. Italien bekam das italienischsprachige Trentino und das Küstenland von Österreich-Ungarn. Frankreich musste das Elsass endgültig als deutsches Bundesland anerkennen, das Gebiet um Dünkirchen an Belgien und im Südosten Gebiete an Italien abtreten. Zudem musste Frankreich alle Kolonien in Übersee aufgeben. Somit wurde der Friedensvertrag von Aachen für viele Franzosen als Schanddiktat empfunden.

Nach dem Großen Krieg wurde in Europa der Völkerbund gegründet auf Initiative der USA. Im Jahr 1935 kam es zu Gebietsreformen der einzelnen Länder (Bundesländer) innerhalb der Republik. Jedoch kam es nach dem Großen Krieg zu wirtschaftlichen Problemen und extremistischen Unruhen der politischen Ränder. Während Rechtsradikale Kräfte die Monarchie oder eine faschistische Diktatur forderten Linksradikale eine Räterepublik nach sowjetischem Vorbild. Es gründeten sich paramilitärische Verbände wie den völkisch-nationalistischen Stahlhelm und den kommunistischen Rotfrontkämpferbund. Allerdings konnte sich auf der Seite der Demokratie 1924 der Bundesbanner Schwarz-Rot-Gold - Bund deutscher Kriegsteilnehmer und Republikaner e. V. gründen und hatte immer die deutliche Mehrheit der Mitglieder bis heute unter ihrer Fahne vereinen können.

Da sich die österreichischen Sozialdemokraten unter Karl Renner und Friedrich Adler in den Untergrund gehen mussten und den Guerillakrieg gegen die österreich-ungarische Reichsregierung geführt hatten, vereinfachten den Beitritt der österreichischen Länder an Deutschland. Renner wurde zum ersten Ministerpräsidenten von Wien. Da es im Letzten Bruderkrieg immer noch viele Deutschösterreicher gab, die ihrem Kaiser und Vielvölkerstaat treu geblieben sind, vertraten Monarchisten und andere Reaktionäre auf dem Gebiet der ehemaligen Republik Deutschösterreich (1917-1918) die These einer angeblichen "Österreichischen Nation". Es gründete sich die "Schwarz-Gelbe Allianz" eine pro-österreichische und monarchistische Vereinigung. Diese wurde später im Jahr 1930 wegen terroristischer Brandstiftung und Anschlägen verboten.

Frankreich wird von Großbritannien und Deutschland besetzt und anschließend als neue Republik wiederhergestellt. Damit diese Nation nie wieder ein Aggressor in Europa wird, wird es unter dem Mandat des Völkerbundes gestellt. Der Völkerbund ist ein auf Initiative des us-amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson gegründeter internationaler Bund für den Weltfrieden.

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